Profilbild von MayaB

MayaB

Lesejury Star
offline

MayaB ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MayaB über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2024

Könnte ich immer wieder lesen (und tue es auch)

Ludwig Revolution 1
0

Ich liebe den Manga. Ich habe die ganze Reihe schon so oft gelesen, dass ich es nicht mehr zähle, und bin jedes Mal erneut positiv überrascht, obwohl ich weiß, wie sehr ich die Reihe liebe. Beim ersten ...

Ich liebe den Manga. Ich habe die ganze Reihe schon so oft gelesen, dass ich es nicht mehr zähle, und bin jedes Mal erneut positiv überrascht, obwohl ich weiß, wie sehr ich die Reihe liebe. Beim ersten Kapitel bin ich viel zu oft geschockt, obwohl ich ganz genau weiß, was auf mich zukommt. Und dennoch erwische ich mich immer wieder dabei, zu denken, dass ich mich vielleicht falsch erinnere, vielleicht liebe ich die Märchen doch nicht ganz so sehr, wie ich dachte, aber dann ist das zweite Kapitel genau die richtige Art von viel zu dunkel, das dritte Kapitel einfach nur schön und emotional, und das vierte wirklich lustig, und ich lieb's.
Sehr düstere Märchen, ein unglaublich oberflächlicher Prinz, sehr makaber an sehr vielen Stellen, aber gleichzeitig auch unglaublich lustig, Wilhelm ist einfach nur toll, und tatsächlich ist der Prinz trotz all seiner Schwächen irgendwie unglaublich sympathisch und scheint sich auf eine sehr merkwürdige Art und Weise doch zu kümmern (generell wirkt gerade Lui auch in Band eins schon sehr vielschichtig, wie ich finde, besonders dafür, wie eindimensional er dargestellt ist), und die Mischung ist einfach jedes Mal wieder toll.
Absolut übertrieben, keine Frage, aber trotzdem machen die Märchen mir immer wieder Spaß, und ich finde Lui und Wilhelm in Kombination toll, und gerade in Band eins finde ich das Ende (den letzten Satz, den ich hier aus Spoiler-Gründen nicht nennen will) jedes Mal aufs Neue echt stark und es macht mich einfach richtig zufrieden. Der Abschluss ist super!

Veröffentlicht am 04.10.2024

Fantastische Figuren, tolle Welt, lustige Geschichte

Gevatter Tod
0

Ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß mit diesem Buch.
Es ist eine ganze Weile her, dass ich ein Buch von Pratchett gelesen habe, aber ich habe nur gutes erwartet (aufgrund von eigener Erinnerung und ...

Ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß mit diesem Buch.
Es ist eine ganze Weile her, dass ich ein Buch von Pratchett gelesen habe, aber ich habe nur gutes erwartet (aufgrund von eigener Erinnerung und den Berichten einer Freundin und von generell Menschen) und ich wurde auf keinen Fall enttäuscht. Die Figuren sind lustig, die Welt interessant, und die Geschichte mit so viel Humor erzählt, dass selbst ernsthaftere Stellen trotzdem immer lustig sind und man die Geschichte wirklich gerne verschlingt.
Mort war als Hauptcharakter genau die richtige Mischung von hoffnungslos und kompetent für mich, Tod so viel sympathischer als ich gedacht hätte, und selbst die unfreundliche(re)n Figuren habe ich einfach nur gerne gelesen und ihren Szenen beigewohnt, weil ich sie trotzdem echt gerne hatte. Außerdem ist Pratchett wirklich unglaublich gut darin, Geschichten in eine Richtung zu lenken, von der es sich anfühlt, als würde man wissen, was als nächstes kommt, nur um es dann doch ganz anders zu handhaben und von den eigentlichen Erwartungen wegzukommen. Und das ganze, ohne dass es sich merkwürdig anfühlt. Oder eher: alles fühlt sich in der Welt stimmig an, egal wie merkwürdig es ist, einfach weil in der Scheibenwelt merkwürdige Handlungen so normal sind.
Sowohl Figuren als auch Plot haben mir wirklich zugesagt, und ich bin echt traurig, wie schnell das Buch am Ende vorbei war, obwohl ich mit dem Ende selbst absolut zufrieden bin. Das Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten, und ich bin richtig froh, endlich die Zeit für Mort und seine Schwierigkeiten gefunden zu haben.
Wird auf jeden Fall nicht mein letztes Buch von Pratchett gewesen sein (auch, weil ich noch so einige weitere Bücher von ihm im Regal stehen habe), und ich hoffe, irgendwann vielleicht sogar die komplette Scheibenwelt-Reihe als gelesen abhaken zu können, denn Pratchett trifft meinen Humor wirklich ziemlich gut und ich wüsste nicht, wie ich bei einem der Bücher keinen Spaß haben könnte (obwohl man das vermutlich wird sehen müssen).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2024

Ein richtiges Wohlfühl-Buch

Imogen, Obviously
0

Ich hatte eine wirklich fantastische Zeit mit diesem Buch! Imogen ist mir als Person, die ständig alles drei Mal überdenken muss, wirklich schnell ans Herz gewachsen, und die (meisten) anderen Figuren ...

Ich hatte eine wirklich fantastische Zeit mit diesem Buch! Imogen ist mir als Person, die ständig alles drei Mal überdenken muss, wirklich schnell ans Herz gewachsen, und die (meisten) anderen Figuren auch. Sie wirkten einfach alle wirklich sehr lebendig, und auch wenn das Setting eins ist, mit dem ich in dieser Art nie zu tun hatte (Freundeskreis, geteilte Zimmer im Studentenwohnheim, frühere Besuche um sich dort alles ansehen zu können), und Imogens spezielles Problem, sich über ihre Sexualität klar werden zu müssen, auch nicht wirklich etwas ist, das ich aus eigenen Erfahrungen kennen würde (hauptsächlich, weil ich das große Glück hatte, dass ich mir von niemandem jemals in irgendetwas habe reinreden lassen müssen, und ich mich selbst und meine Empfindungen auch nie wirklich in Frage gestellt habe), so konnte ich mich dennoch super in die Situation hineinversetzen, und mit den einzelnen Leuten mitfühlen, und Albertalli ist es wirklich gut gelungen, eine Geschichte zu erschaffen, die sich einfach echt anfühlte, selbst wenn man ähnliches selbst nie erlebt hat, und dann auch noch richtige Probleme aus der echten Welt einzubringen, aber ohne dass das Buch dadurch weniger herzerwärmend oder freundlich geworden wäre. Sie hat um nichts herumgeredet und nichts verschönert, und trotzdem kommt am Ende einfach nur ein totales Wohlfühl-Buch dabei heraus (jedenfalls in meinen Augen) und gerade die letzten 50Seiten oder so war ich wirklich nur am Grinsen. Aber auch davor schon sehr häufig, weil Imogen in meinen Augen einfach wirklich alles positive verdient hatte, und wann immer irgendwas gutes passiert ist, habe ich mich so sehr für sie gefreut!

[:spoiler: folgende Absätze können Spoiler enthalten]
Auch fand ich die einzelnen Beziehungen der Personen einfach super dargestellt.
Imogen und ihre Schwester ganz besonders, ich fand es einfach nur so niedlich, wie die beiden füreinander da waren, und auch wie groß die Rolle der Schwester in dem Buch war, und dass es auch in der Hinsicht einige Themen gab, die das Buch aufgegriffen hat, nicht nur was Queerness anging.
Genauso waren Imogen und Lili einfach toll als Freunde zu sehen, und auch diesen leichten Bruch zwischen ihnen, weil die ganze Situation für beide neu war, und sie beide nicht so ganz wussten, wie sie mit allem umgehen sollten, und hat der jeweils andere jetzt neue Freunde oder nicht, und wie schwierig das ist, das ist tatsächlich etwas, was ich sehr gut aus meinem Leben kenne, und das fand ich richtig schön geschrieben.
Auch waren natürlich Tessa und Imogen einfach ein klasse Team. Tessa ist ziemlich perfekt gewesen, und ich weiß, man lernt sie nur durch Imogens Sicht kennen, und die ist natürlich irgendwie voreingenommen, aber in ihrem ganzen unterstützenden Verhalten war sie wirklich einfach super.
Und Imogen und Gretchen ... ja. Die einzige Beziehung, die ich nicht mochte, auch wenn sie super geschrieben war. Denn zwischendurch hat man wirklich gut sehen können, warum die beiden solche Freunde sind, und Gretchen hatte eindeutig ihre Momente, in denen sie gut war, aber gleichzeitig war auch von Anfang an deutlich, dass Imogen in ihrer Nähe eigentlich nie die Chance hatte, über Dinge nachzudenken, weil Gretchen ja wirklich von Anfang an alles komplett abgeblockt hat. Was mit ihrer Vergangenheit auch irgendwie nachvollziehbar ist, und sie ist auch nur ein Mensch, insofern finde ich sie schon wirklich ziemlich klasse geschrieben, aber natürlich hätte ich es mir für Imogen dennoch anders gewünscht.
Neben den Beziehungen mochte ich aber auch die Geschichte sehr gerne. Ich habe doch so einiges befürchtet, was kommen würde, aber tatsächlich ist das ganze dann doch anders aufgebaut gewesen, als angenommen, und ich mochte sehr, wie Albertalli mit den einzelnen Schwierigkeiten umgegangen ist. Auch ist Imogen gerade am Anfang wirklich lange Zeit sehr ahnungslos, weshalb ich erst befürchtet hatte, dass es mir irgendwann auf die Nerven gehen würde, egal wie realistisch es am Ende wäre, aber dem war nicht so. Albertalli ist da in meinen Augen eine wirklich gute Mischung zwischen "Imogen steht noch ein wenig still" und "Die Geschichte entwickelt sich dennoch weiter" gelungen.

Und dann finde ich auch noch alles an Inhalten sehr gut, was die Coming Out-Kultur angeht, und wie das aufgegriffen und aufgearbeitet wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass Albertalli da auch einiges von ihren Erfahrungen mit dem Buch verarbeitet hat, aber selbst wenn dem nicht so wäre, so fand ich das alles einfach wirklich passend und anschaulich aufgearbeitet, und auch unabhängig davon, dass es gut in die Geschichte passte, war es ein durchaus wichtiger und angebrachter Beitrag auch zu Coming Outs im echten Leben und all dem.

Insgesamt einfach ein tolles Buch, sowohl von Figuren und der Geschichte her, als auch von dem Aufgreifen von wichtigen und "echten" Themen. Hat mir wirklich gut Gefallen, und war einfach richtig schön kuschelig, auch wenn es manchmal ernster war. Oh, und die Tiere! Die habe ich bisher gar nicht erwähnt, aber die waren natürlich auch einfach toll! (Genau wie ich auch die Chats ziemlich gerne mochte und ich da meine Freude dran hatte, auch was generell den Aufbau des Buches anging.)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2024

Wissenswert und gut zu lesen

Ein Zimmer für sich allein
0

Anfangs war ich mit dem Buch ein klein wenig überfordert, weil ich aus irgendeinem Grund davon ausgegangen, dass es ein "moderneres" Buch ist, und das Setting doch sehr altmodisch war, wodurch ich nicht ...

Anfangs war ich mit dem Buch ein klein wenig überfordert, weil ich aus irgendeinem Grund davon ausgegangen, dass es ein "moderneres" Buch ist, und das Setting doch sehr altmodisch war, wodurch ich nicht gleich durchgesehen habe, aber sobald ich festgestellt habe, dass es sich um ein Werk von 1929 handelt, hatte ich damit kaum noch Probleme, und habe erstaunlich schnell in das abtauchen können, was Woolf da schreibt. Und dabei dann erkannt, dass es zwar ein altes Buch ist, die Themen/Probleme, die angesprochen wurden, aber auf jeden Fall solche sind, die auch heute noch (zumindest teilweise) eine Rolle spielen (sollten). Also sowohl ein Buch seiner Zeit, als auch ein sehr aktuelles und modernes.

Ich bin mir sicher, dass mir nicht alles aufgefallen ist, oder dass ich nicht alle Andeutungen oder Intentionen erkannt habe, aber das ändert nichts daran, dass das Buch mich unglaublich zum nachdenken angeregt hat, und ich an vielen Stellen plötzlich das Gefühl von Verständnis hatte, und dass mir Erkenntnisse in den Sinn kamen, die ich vorher nie bemerkt hätte.
Woolf hat eine sehr angenehme Art, über so komplexe Themen wie Feminismus zu schreiben, und diese deutlich zwischen den Zeilen auftreten zu lassen, ohne sie je direkt zu benennen An einigen Stellen hat sie mich vielleicht ein klein wenig verloren, aber im großen und ganzen hatte ich das Gefühl, wirklich gut in dem mitzukommen, was sie da zu beschreiben versucht, und die ganzen Szenen, in denen sie Probleme geschickt darstellt, ohne sie wirklich anzusprechen, haben mir gut gefallen.
Alles an dem Buch hat sehr zum Nachdenken eingeladen (auch wenn das fünfte Kapitel mir dabei besonders stark zugesagt hat) und es gab viele interessante Ansätze und Ideen (bzw. Szenen die dazu geführt haben), die mich zweifellos noch eine Weile (wenn nicht für immer) begleiten werden.

Sehr lesenswert (und wissenswert), und vermutlich auch zum erneuten Lesen gut geeignet. Ich kann mir zumindest vorstellen, dass ich dann gar nicht mehr verloren bin, und bestimmt gibt es noch so einige Dinge, die ich bis jetzt überlesen habe, oder bei denen ich noch nicht ganz erkennen konnte, was dahinter steckt (oder stecken könnte). Wird zwar nicht sofort der Fall sein, aber ganz sicher werde ich mich irgendwann noch einmal an das Werk wagen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 07.06.2024

Ein würdiger Reihen-Abschluss

Tintenwelt 3. Tintentod
0

Dieses Buch hat mir von allen (bisher) am besten gefallen (auch wenn ich die anderen natürlich auch sehr mochte), auch wenn es einige Probleme hatte.
Viele Entscheidungen einiger Personen haben mir hier ...

Dieses Buch hat mir von allen (bisher) am besten gefallen (auch wenn ich die anderen natürlich auch sehr mochte), auch wenn es einige Probleme hatte.
Viele Entscheidungen einiger Personen haben mir hier einfach nicht so richtig gepasst, weil sie mir so unglaublich dumm vorkamen, und ich mir oft etwas mehr Verstand gewünscht hätte, was gerade damit, dass sich das Buch an einigen Stellen doch sehr zog, keine gute Mischung war, da ich dann teilweise das Gefühl hatte, die dummen Entscheidungen sind hauptsächlich dafür da, unnötig noch mehr Probleme zu bereiten, und so viele Probleme hatte ich in den vorherigen Büchern nicht mit Entscheidungen, aber gleichzeitig kann ich auch sehen, woher die Entscheidungen kommen, und es ist nicht so, als würden alle Entscheidungen wirklich komplett von dem abweichen, was ich von den jeweiligen Figuren erwartet hätte, also kann ich dann irgendwie doch ziemlich gut damit leben.
Und abgesehen davon hat mir wirklich so ziemlich alles an der Geschichte gefallen. Ganz besonders, was aus der Romanze zwischen Meggie und Farid geworden ist, das habe ich mir so gewünscht, und dass es dann eintraf, hat mich echt zufrieden gemacht. Ich find's richtig schön, wie das geendet ist. Und einige Figuren fand ich zwar wieder etwas unsympathischer als in Band eins, aber gleichzeitig waren die Entwicklungen nachvollziehbar, und es hat mir gefallen, wie das alles geworden ist, und der Plot war auch ziemlich gut, auch wenn es manchmal relativ voll war, und alles in allem war es einfach eine ziemlich coole Geschichte, und das Ende war echt schön, und ich merke, wie mich das Buch jetzt nach dem Beenden wirklich zufrieden macht.
Insgesamt hatte ich währenddessen glaube ich mehr an einzelnen Dingen auszusetzen, und während die Geschichte anhielt gab es öfter Stellen, bei denen ich dachte, dass mir das jetzt nicht so gut gefällt, aber wie alles sich dann am Ende zusammenfügt hat das Negative für mich eindeutig überwogen, sodass ich insgesamt trotzdem von Band drei noch mehr halte als von Band eins, auch wenn mich an dem währenddessen weniger gestört hat.

Ein in meinen Augen sehr schöner Abschluss, zu einer insgesamt wirklich tollen Reihe, und der Aufbau der ganzen Geschichte hat mir einfach gut gefallen. Ich bin wirklich froh, dass ich es jetzt endlich vollständig durch alle Bücher geschafft habe! (Auch wenn das nächste natürlich noch existiert, aber es ist eben nicht Teil dieser originalen Reihe, also zähle ich es vorerst nicht mit.)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere