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Veröffentlicht am 23.06.2024

Geniale Geschichte mit viel Herz

Cosy Secrets – Der kupferne Schlüssel
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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Im Pub ist es voll, laut und stickig.

Das Cover sieht eher nach einem reinen Liebesroman aus, da es aber eher weniger Suspense/Spannung ...

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Im Pub ist es voll, laut und stickig.

Das Cover sieht eher nach einem reinen Liebesroman aus, da es aber eher weniger Suspense/Spannung gibt im Großteil des Buches ist das ok. Ich mags auf jeden Fall sehr gerne und in Echt sieht es noch besser aus.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut und einfach zu lesen. Ich kam schnell voran und fands toll, dass das Buch in der Ich-Perspektive von Rae geschrieben ist. Durch ihre Erfahrung als Autorin zieht sie gute Schlüsse im realen Leben und ich mochte ihre Gedankengänge sehr. Die Autorin hat ganz offensichtlich aber auch Romance drauf.

Zu Beginn lernt man Rae kennen, die in ihr Heimatdorf zurückkommen soll, da angeblich ihre Grandma entführt wurde. Natürlich glaubt sie das zuerst nicht, aber bei ihren, zuerst halbherzigen, Ermittlungen gräbt sie Geheimnisse aus, die ihr ebenfalls ein schlechtes Gefühl geben. Dann ist da noch Archer, ihre Jugendliebe, der ebenfalls in der Stadt ist und die beiden haben einige Aufklärungsgespräche zu führen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man lernt gleich Rae und ihren besten Freund Steve kennen und erfährt auch etwas über ihre Grandma, dass sie gerne reist und niemandem Bescheid gibt. Das Setting in Schottland hat mir sofort gefallen und es war auch gleich witzig geschrieben, sodass ich gut in das Buch gefunden habe.

Rae fand ich toll, ich mag ihre Beziehung zu ihrer Grandma sehr gerne. Auch wenn Rae offensichtlich zu viel arbeitet, aber im Laufe des Buches lernt sie, was für sie wirklich wichtig ist und hinterfragt ihre Prioritäten. Rae ist wahnsinning klug und scharfsinnig, das habe ich an ihr bewundert und das kommt ihr auch zu Gute in dem Buch.

Archer mochte ich sofort. Er ist ein super netter Kerl und hilft Rae wo er nur kann, auch wenn er zuerst gar nicht an eine Entführung glaubt. Dadurch, dass sie früher zusammen waren ist da natürlich was, aber Archer nimmt Rae nicht übel, was damals passiert ist und behandelt sie ganz gleich wie jeden anderen. Für mich war er ein richtig toller Charakter.

Als ersten positiven Punkt möchte ich die Rückblenden aufführen. Rae und Archer waren ein Paar und man weiß, dass irgendwas vorgefallen ist, worüber sie bis jetzt nicht geredet haben und im Laufe des Buches gibt es immer wieder kleinere Rückblenden, die erzählen, wieso sich die beiden getrennt haben. Ich bin ein großer Fan von sowas und auch hier hat es perfekt gepasst.

Die Liebesgeschichte an sich ist der nächste positive Punkt auf meiner Liste, denn wer mag keine Second-Chance-Romance? Hier wurde das so gut ausgeführt, denn Rae und Archer hegen keinerlei Groll und nähern sich einfach wieder an. Als Leser merkt man schnell, dass da noch Gefühle sind, aber besonders die Ermittlungen treiben sie zueinander und für mich war das Tempo perfekt. Man konnte förmlich zusehen, wie sie wieder Gefühle entwickeln und sich näher kommen. Das war wirklich perfekt umgesetzt.

Die Ermittlungen selber haben erst im letzten Drittel des Buches wirklich Fahrt aufgenommen, davor waren es immer nur kurze Passagen und es wurde sich viel auf Freundschaft, Liebe und Rae selber konzentriert. Mit der Zeit kommen aber immer neue Indizien und Geheimnisse ans Licht und alles hat sich in eine recht unerwartete Richtung entwickelt. Ich fand es einerseits ziemlich abstrus und andererseits wirklich genial, was sich die Autorin für die alte Dame und ihre Freundinnen ausgedacht hat. Damit habe ich im Leben nie gerechnet, aber es war so erfrischend anders. Ich habe durchgehend mitgerätselt, aber alle meine Vermutungen waren falsch, so wurde es wenigstens nie langweilig.

Sehr schön war auf Edderton selber, das Kleinstadtfeeling schlägt hier komplett durch und ich würde den Ort nun selber gerne besuchen, zumindest so wie er in dem Buch beschrieben ist. Das Setting war also toll und auch die Charaktere haben perfekt gepasst. Jeder kennt jeden, die Tratschtanten und dann die beste Freundin, die auch wieder dorthin gezogen ist. Zehn Punkte fürs Setting.

Das Ende war dann sehr spannend und turbulent, vieles passiert und vieles wird aufgearbeitet, aber es war die perfekte Mischung und ich hätte es nicht anders haben wollen.

Fazit:

Das Buch ging in eine ganz andere Richtung als erwartet, was aber gut ist! Es gab viele unerwartete Wendungen und zusammen mit Rae stößt man auf einige Geheimnisse, die ihre Oma da hat. Irgendwie war es so absurd manchmal, dass es schon witzig war, das Buch hat mir richtig viel Spaß gemacht und die Liebesgeschichte war auch wirklich gut eingearbeitet. Von mir gibts volle fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 09.06.2024

Episches Ende

Asrai - Die Magie der Drachen
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Meinung:

Meine Welt hatte sich innerhalb eines Lidschlags komplett verändert.

Das Cover finde ich wieder sehr gelungen. Darauf sehen wir Manila und Makon, die beiden wichtigsten Drachen in dem Buch. ...

Meinung:

Meine Welt hatte sich innerhalb eines Lidschlags komplett verändert.

Das Cover finde ich wieder sehr gelungen. Darauf sehen wir Manila und Makon, die beiden wichtigsten Drachen in dem Buch. Das macht sofort neugierig.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder gewohnt einfach und leicht zu lesen. Geschrieben ist das Buch wieder aus Sicht von Elaja, zwischendurch gibt es auch Kapitel aus Sicht von Ian. Ich fand die Beschreibungen wieder sehr gut und besonders die Kämpfe haben mir hier gut gefallen.

Das Buch schließt direkt an das Ende von Band eins an. Elaja muss lernen mit ihrer Magie und mit Manila umzugehen und dann gibt es noch die Marani, die Schutz brauchen. Auch mit Ian ist es nicht einfach, doch die beiden sind entschlossen alle zu retten und den unnötigen Krieg zwischen den Pfortenwächtern zu beenden.

Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, da ich erst vor Kurzem den ersten Teil gelesen habe. Manila wächst super schnell und schon auf den ersten paar Seiten wird klar, was für einen Charakter sie hat und ich kann schon sagen, dass ich sie wirklich liebe. Dadurch, dass sehr viele Fragen von Band eins offen blieben war ich gespannt, wie es sich hier entwickeln würde.

Elaja war wieder toll, ich mochte sie hier lieber als in Band eins, da sie nicht mehr so kindisch und sarkastisch war, sondern die Lage wirklich ernst genommen hat. Ihr Umgang mit Manila war ebenfalls toll, denn obwohl Manila nicht einfach ist, liebt Elaja sie und bleibt immer ruhig. Bei ihrer Magie hapert es noch ein wenig, aber man merkt richtig, dass sie sich Mühe gibt und ihre Kraft erlernen will. Ich fand die Wandlung, die sie von Band eins bis hier durchgemacht hat super.

Ian war hier nicht mehr ganz so präsent, meist war er verletzt oder ohnmächtig, aber ich mochte ihn trotzdem wieder gerne. Ich verstand, dass er sein Volk beschützen wollte und daher alles mögliche auf sich nimmt. Seine Einstellung und Aufopferungsbereitschaft ist bemerkenswert. Bei ihm gab es allerdings keine starke Weiterentwicklung mehr.

Für mich hat sich die Geschichte nicht gezogen und das obwohl es recht lang ist. Hier gibt es wirklich viel Action und viele Kämpfe. Was ich fast als zu wenig empfunden habe waren die Pfortenwächter selbst. Rai kommt zwar vor, aber er ist irgendwie gar nicht die eigentliche Bedrohung und seine Angriffe sind schnell abgehandelt. Dafür gehts mehr darum herauszufinden, wieso der Krieg zwischen den Pfortenwächtern überhaupt erst ausgebrochen ist und das fand ich hingegen richtig spannend.

Elaja muss immer wieder gegen ihre Asrai-Magie ankämpfen und dabei kommt sie dem Geheimnis immer mehr auf die Spur. Und was da am Ende rauskam, damit habe ich bei weitem nicht gerechnet. Aber es passte perfekt zu dem Buch. Die Geschichte darum, wieso sich die drei hassen hat mich beeindruckt.

Die Liebesgeschichte war in Ordnung, sie hat sich eher im Hintergrund abgespielt und hat daher nicht allzu viel Platz eingenommen. Ian und Elaja sind ein süßes Paar und ich habe immer gehofft, dass sie über ihre Differenzen hinwegkommen.

Das Ende. Es war episch. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und habe das letzte Kapitel vor dem (eigentlich unnötigen) Epilog so gefeiert. Es war einmal ein anderes Ende und trotzdem hat es perfekt gepasst. Ich musst sogar ein paar Tränchen verdrücken. Für mich persönlich hätte es den Epilog nicht gebraucht, aber es war eine schöne Ergänzung und hat das Ganze abgerundet.

Fazit:

Für mich war Band zwei einfach besser als Band eins. Es gibt mehr Magie, viele Drachen und ein episches Ende. Ich kann verstehen, wenn nicht jeder mit dem Ende glücklick ist, aber ich finde es wirklich genial und hätte es nicht anders haben wollen. Das Buch überrascht einen einfach. Außerdem sind die Kämpfe genial und Manila. Ach, Manila. Ich liebe sie. Das Buch bekommt volle 5 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2024

Ich liebe es

How to Seduce a Sorcerer
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Meinung:

Der Tod war nichts, vor dem ich mich fürchtete, dafür hatte ich schon zu häufig mit ihm Bekanntschaft gemacht.

Das Cover ist so wunderschön, ich könnte das Buch ewig anschauen. Ich mag die ...

Meinung:

Der Tod war nichts, vor dem ich mich fürchtete, dafür hatte ich schon zu häufig mit ihm Bekanntschaft gemacht.

Das Cover ist so wunderschön, ich könnte das Buch ewig anschauen. Ich mag die Farben total gerne und auch, dass es nicht zu überladen ist.

Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr gut und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Liora in der Ich-Perpsektive, wodurch man sie am besten kennen lernt. Sehr gelungen fand ich auch wieder die Beschreibungen, mit denen konnte man sich wirklich in diese Welt träumen.

Zu Beginn lernt man Liora kennen, die um das Überleben ihrer Familie kämpft. Als sie von einem Fremden ein gutes Angebot bekommt, kann sie es nicht ausschlagen und geht mit ihm auf die Burg, in der ein Zauberer leben soll. Ihn soll sie heiraten, doch Jaro scheint nicht begeistert von ihr zu sein.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Ich fand die Welt interessant und die Beschreibungen von Liora und ihren Geschwistern geht einem sofort ans Herz. Wie süß Kaida, die kleine Schwester, sich verhält, obwohl sie nicht viel haben und wie sich Liora um sie und ihren Bruder kümmert. Ach, das war schon richtig emotional, als dann noch Dorian auftaucht war ich komplett in dem Buch gefangen.

Liora fand ich als Charakter wirklich gut. Sie hält ihren Teil der Abmachung ein, obwohl sie sehr viel lieber bei ihrer Familie wäre, denn sie steht zu ihrem Wort. Ich fands auch bewundernswert, wie sie versucht hat Jaro besser kennen zu lernen, obwohl er nie mir ihr sprechen wollte. Liora wollte einfach das Beste aus der Situation machen. Ihr Charakter bleibt im gesamten Buch recht gleich, und es passt einfach.

Jaro hingegen konnte ich zuerst nicht einschätzen, weil er wirklich wortkarg war und Liora meist ignoriert hat. Aber auch er taut mit der Zeit auf und man bekommt zu sehen, welche Art von Mann er wirklich ist. Ich mochte ihn, besonders seine witzige Seite und am Ende fand ihn toll. Wie er alle möglichen Situationen mit Ruhe bewältigt war beeindruckend.

Ich hatte keine Ahnung, was ich mir von dem Buch erwarten konnte und hab mich einfach drauf eingelassen und wie soll ich sagen? Es hat mich vom Hocker gerissen und ich habs geliebt! Zuerst lernt man das Leben von Liora kennen und bereits da werden beim Leser einige Gefühle geweckt, als es dann in die Burg geht sieht man Jaro auch länger nicht und Liora lebt sich erstmal ein, bevor da wirklich was mit ihm passiert. Die Burg selber fand ich super spannend, da die Dienerschaft mal anders ist und man viele verschiedene Wesen kennen lernt. Ganz vorne dabei ist Aska und natürlich Radost, die beiden sind toll.

Dadurch, dass Jaro erst recht spät seinen Auftritt hat und es dann noch dauert, bis er auftaut, kommt die Liebesgeschichte erst in der zweiten Hälfte dazu, aber diese Aufteilung fand ich sehr gut, es war nie langweilig und man hat genug Zeit den Rest zu ergründen und wird nicht mit einem Haufen Liebesgedöns zugetextet. An sich fand ich die Liebesgeschichte toll, die Entwicklung und wie die beiden sich annähern hat mir gefallen. Es war auch keine Liebe auf den ersten Blick, alles braucht seine Zeit und ich oersönlich finde das viel besser als Insta-Love.

In der zweiten Hälfte kommt noch was dazu, mit dem ich persönlich gar nicht gerechnet habe. Ich dachte, dass Buch würde sich nur auf der Burg und vielleicht im Dorf abspielen, aber wie immer gibts bei der Autorin einige Überraschungen. Ich fand die Entwicklung super und dass Jaro ein Hüter ist, wie es schon im Klappentext steht, hat einiges verändert. Dieser Aspekt hat mich neugierig gemacht und es wurde schnell klar, dass Liora da irgendwie mitreinspielt, nur habe ich durchgehend gehofft, dass meine Vermutung falsch ist. Ich habe so sehr auf ein Happy End der beiden gehofft.

Bis zum Ende war allerdings nicht klar, wie das Buch ausgehen würde. Ich merkte schon, wie sich mein Herz immer mehr zusammenzog und ich mich auf das Schlimmste vorbereitet. Als ich dann fertig war, musste ich das alles erst einmal sacken lassen. Das Buch hat so viele Gefühle in mir hervorgerufen und es war eine Achterbahn beim Lesen. Jaro und Liora haben sich in mein Herz geschlichen und ganz ehrlich? Ich fand das Ende einfach passend und echt schön, es passt perfekt zum Rest des Buches und so soll es sein.

Fazit:

Ich habe fast alle Bücher der Autorin gelesen, bis auf Seductio, und immer wieder kann sie mich überraschen und immer wieder kommt ein neues Lieblingsbuch von ihr hinzu. Hiermit hat sie mich wieder vollkommen begeistert. Ich liebe Jaro und Liora und hätte gerne noch mehr von ihnen gelesen. Das Buch war mir einfach zu wenig, zu wenig von der Welt und auch zu wenig von den beiden. Es war so schön und ich wollte nicht, dass es endet. Ich bin verliebt, nicht nur in Jaro, sondern auch in die Wesen, in die Welt und ja, auch in Radost. Ganz klar, fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 20.05.2024

Super spannend und gut geschrieben

Trial of the Sun Queen
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Meinung:

Das Miststück hat meine Seife genommen.

Das Cover gefällt mir wirklich gut, es gibt so viele Details darauf, so viele Gegenstände, die auch in dem Buch eine Rolle spielen. Man entdeckt einfach ...

Meinung:

Das Miststück hat meine Seife genommen.

Das Cover gefällt mir wirklich gut, es gibt so viele Details darauf, so viele Gegenstände, die auch in dem Buch eine Rolle spielen. Man entdeckt einfach immer etwas Neues.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut und einfach zu lesen. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Lor, in der Ich-Perspektive, wobei es wenige Kapitel von Nadir gibt, diese sind in der dritten Person geschrieben. Ich fand die Beschreibungen wirklich gut und konnte mir alles super vorstellen.

Zu Beginn lernt man Lor kennen, die in einem Gefängnis ist. Als sie von dort entführt wird un in ein andere Reich gebracht wird, muss sie sich anpassen, denn sie soll an den Prüfungen der Sonnenkönigin teilnehmen. Doch wieso wurde sie ausgewählt und wieso ist der König, Atlas, so freundlich zu ihr?

Der Einstieg in das Buch ist mir wirklich leicht gefallen, es lässt sich so locker und flüssig lesen, dass man wirklich schnell weiter kommt. Lor fand ich auch sofort sympathisch und das Gefängnis war sowieso ein interessanter Start. Es ist hart dort und Lor überlebt schon zwölf Jahre da drinnen, doch ein Vergehen und sie wird in den Schlund gesteckt. Von da an nimmt alles seinen Lauf.

Lor mochte ich wirklich gerne, sie lässt sich nicht komplett von Atlas einlullen und ist misstrauisch, auch wenn er sie gut behandelt und ihr hilft. Ich fand diese Skepsis gut, denn so ist Lor keine Frau, die sich von ein paar netten Worten beeindrucken lässt. Auch ihr Kampfwille ist wirklich stark, sie will unbedingt ihre Geschwister aus dem Gefängnis retten und dafür muss sie die Prüfungen bestehen. Sie ist ein echt starker Charakter.

Atlas habe ich nicht vertraut, er war von Beginn an zu nett und ich kann nicht glauben, dass ein König, der seine Untertanen in deisen Prüfungen antreten lässt, bei denen sie sterben können, so nett ist. Ich war bei ihm sehr skeptisch und fand ich oftmals auch etwas komisch, so allgemein.

Nadir, den Prinzen von Aurora, fand ich meist interessant. Er stellt sich bei allem queer, wenn sein Vater etwas von ihm und macht sein eigenes Ding. Einerseits fand ich das cool, aber er hat halt auch wenige Fortschritte gemacht und erst am Ende erkannt, was sein Vater wirklich vorhat und was da alles abgeht. Trotzdem fand ich ihn als Charakter gut gemacht.

Das Buch beginnt sehr stark mit dem Gefängnis und wie es Lor da ergeht. Danach kommt lange nichts, wobei es keinfalls langweilig ist. Sie wird auf die Prüfungen vorberietet, geht in den Unterricht, lernt die anderen Tribute kennen und so geht es also dahin. So schnell vergehen die Kapitel, da ist man schon bei der Hälfte und die Prüfungen beginnen. Ich war wirklich erstaunt wie schnell ich weitergekommen bin, denn obwohl nicht wirklich viel Spannendes passiert, war das Buch so gut zu lesen und auch nie langweilig.

Die Prüfungen fand ich dann wirklich cool. Sie sind alle sehr verschiedene und jeder Tribut kann dabei sterben, da sind auch die Fae selber nicht ausgenommen. Lor schlägt sich dabei wirklich gut und ich fands gut zu lesen, wie sie durchkommt. Manchmal kamen mir die Dinge aber schon zu leicht vor, doch alles klärt sich am Ende, da werden einige Fragen beantwortet.

Ich mochte es, dass es hier keine wirkliche Liebesgeschichte gibt und Lor sich unsterblich in jemanden verliebt. Es gibt Lust, aber von Liebe kann hier wirklich keine Rede sein. Ich fands wirklich gut so.

Gegen Ende wird dann immer klarer, wer Freund und wer Feind ist. Manche meiner Vermutungen haben sich bestätigt, manche Fragen blieben noch offen und obwohl es nur Andeutungen hab, wieso Lor ausgewählt wurde und was die Könige verbergen, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich weiß, was hier abgeht. Die Andeutungen waren einfach zu eindeutig, wenn ich aber falschliege hat mich die Autorin ganz schön in die Irre geführt.

Fazit:

Ich habe mir wirklich viel erwartet und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Das Buch hat richtig viel Spaß gemacht und ich bin gespannt, wie es mit Lor, Nadir und Atlas weitergeht. Auch von Gabriel, dem Leibwächter von Atlas will ich noch mehr lesen, denn er scheint ein wichtiger Charakter zu sein. Ich freue mich auf Band zwei und gebe diesem Buch fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 07.04.2024

Wunderschönes Buch

Not Worth Saving
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Meinung:

Erster Satz: „Da wären wir.“ Russel hält den Wagen direkt vor der Haustür meines Vaters.

Das Cover finde ich schön, aber hätte mich jetzt nicht direkt angesprochen. Ich mag die Strukturen auf ...

Meinung:

Erster Satz: „Da wären wir.“ Russel hält den Wagen direkt vor der Haustür meines Vaters.

Das Cover finde ich schön, aber hätte mich jetzt nicht direkt angesprochen. Ich mag die Strukturen auf dem Cover, es sieht schön aus, aber bei dem Buch hätte man sich sicher noch mehr einfallen lassen können.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt locker und flüssig zu lesen. Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus Sicht von Noah und Brooke, jeweils in der Ich-Perspektive, dadurch lernt man beide Charaktere besser kennen. Die Autorin hat es einfach drauf die Gefühle an den Leser zu bringen, das war hier auch nicht anders.

Zu Beginn lernt man Brooke kennen, die zu ihrem Bruder nach Hause kommt, weil deren Vater einen Unfall gehabt hat. Jetzt hilft sie in dem Repair-Cafe aus und kümmert sich auch um die Tiere zu Hause. Greysen, ihr Bruder ist allerdings nicht so froh sie zu sehen, doch Noah, sein bester Freund, scheint den Sommer erträglich zu machen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Man startet sofort mit der Ankunft von Brooke zu Hause und schon nach ein paar Seiten lernt man auch Noah kennen. Ich fands gut, dass es hier keine super lange Einleitung gab, sondern direkt in die Geschichte eingestiegen wird. Beim ersten Treffen von Noah und Brooke merkt man auch schon, dass da eine Anziehung ist.

Brooke mochte ich gerne, ich konnte ihre Beweggründe meist nachvollziehen, besonders wenn es um Grey ging. Sie fühlte sich von ihm im Stich gelassen und nicht verstanden, darum macht sie immer dicht. Brooke hat mit der Vergangenheit absolut nicht abgeschlossen, was immer wieder deutlich wird und vielleicht hätte sie einfach mit Grey reden sollen, denn er wirkte wie ein rationaler Mensch und hätte sie hoffentlich verstanden.

Greysen mochte ich mal und dann mochte ich ihn wieder nicht. Mit Noah ist er der netteste Mensch auf der Welt, er kümmert sich um seinen Vater und wirkt eigentlich ganz vernüftig, aber wenn es um Brooke geht macht er komplett dicht. Es kommt immer wieder durch, dass er glaubt, dass sie sein Leben zerstört hat und ich verstand ihn da wirklich, denn sein Traum stand wegen ihr auf der Kippe, aber trotzdem ist sie seine Schwester und manchmal hat er ziemlich überreagiert und seine Wahrheit als die einzige Wahrheit angenommen.

Mittendrin ist dann noch Noah. Noah, der der beste Mensch auf der Welt ist und beide Seiten verstehen versucht, der nicht vorschnell urteilt und immer für Brooke und Grey da ist. Wo kann ich mir einen Noah bestellen? Zwar hat er es auch nicht immer leicht, aber er redet wenigstens mit jemandem darüber und frisst nicht alles in sich hinein. Ich liebe Noah, sein Charakter war perfekt.

Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und ich glaube das sagt schon sehr viel aus. Obwohl man hauptsächlich Brooke, Grey und Noah zu Gesicht bekommt ist das Buch nie langweilig und ich habe alles daran geliebt. Noah und Brooke haben schnell eine Beziehung zueinander, die zuerst einfach auf Freundschaft beruht, obwohl beide wissen, dass da mehr sein kann. Allerdings gibt es hier kein hin und her, sondern von Beginn an sind klare Grenzen gesetzt, an die sich beide halten. Sie kommunizieren offen was sie wollen und verheimlichen nicht wirklich was.

Neben der Liebesgeschichte kam mir dann aber die Beziehung zwischen Brooke und ihrem Vater etwas zu kurz. Es wird ein großes Thema daraus gemacht, dass sie nicht zu ihm fahren will, weil sie Angst hat und dann gibts nur eine kurze Szene mit beiden gemeinsam. Das ist der einzige Punkt bei dem ich mir etwas mehr erhofft habe.

Im Gegensatz dazu fand ich die Beziehung zwischen Grey und Brooke wirklich gut. Durch Rückblenden, was damals passiert ist, erfährt man nach und nach was eigentlich los war und kann dadurch beide Seiten besser nachvollziehen. Es gab immer wieder Lichtblicke, aber ich konnte auch immer verstehen, wie sie jeweils wieder dicht machen, wobei Grey manchmal schon sehr übertrieben hat. Ich hoffe, dass sie ihre Angelegenheiten in Band zwei klären können.

Spannung kommt dann durch den Ex von Brooke rein. Ich will hier nich zu viel verraten, er kommt auch nicht sehr oft vor, aber wenn er da war hatte ich immer ein ganz ungutes Gefühle. Besonders in den Rückblenden ist er sehr präsent und man kann sich dadurch schon einiges zusammenreimen. Denn was genau passiert ist spricht Brooke nie aus, weder bei Noah noch bei jemand anderem. Trotzdem fand ich die Behandlung der Themen gut gemacht, es wird gezeigt wir traumatisch manche Erlebnisse sein können und ich bin mir sicher, dass wir in Band zwei noch mehr davon lesen werden.

Das Drama am Ende konnte man lange kommen sehen und für mich war es nicht übertrieben, denn ich verstand Noah und ich verstand Brooke. Was ich nicht verstand war, wieso Brooke so überrascht tut, denn Noah hat immer wieder mit ihr darüber gesprochen. Übertrieben fand ich hier nichts, aber ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird und wie die drei sich entwickeln werden.

Fazit:

Marie Niebler hat es einfach drauf. Bringt sie mich dazu ein Buch an einem Tag zu lesen? Ja. Liebe ich alles an dem Buch? Ja. Kann ich Band zwei gar nicht erwarten? JA! Noah und Brooke haben es mir angetan, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist voller Emotionen und wirklich wirklich schön. Von mir bekommt das Buch natürlich 5 Sterne.

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