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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

Gefährliche Spyware

Das Smartphone
3

Paula ist kurz davor ihre Doktorarbeit in Molekularbiologie zu starten und steht davor ihre wissenschaftliche Karriere voranzutreiben. Durch den Kauf eines gebrauchten Handys gerät ihr Leben aus den Fugen, ...

Paula ist kurz davor ihre Doktorarbeit in Molekularbiologie zu starten und steht davor ihre wissenschaftliche Karriere voranzutreiben. Durch den Kauf eines gebrauchten Handys gerät ihr Leben aus den Fugen, denn der Besitzer des Handyladens ist am folgenden Tag tot. Er wurde ermordet, kurz nachdem er Paula noch mitgeteilt hat, dass sich möglicherweise eine Spyware auf ihrem neu gekauften Handy befinden könnte. Schnell gerät Paula in das Fadenkreuz der polizeilichen Ermittlungen und damit selbst unter Verdacht. Dann taucht auch noch der Zwillingsbruder des Ermordeten auf, der behauptet er sollte das Opfer sein und nicht sein Bruder. Ihr bleibt nur eins, auf eigene Faust zu ermittlen und herausfinden, was es mit der Spyware auf sich hat.

Die Handlung ist recht komplex und mit vielen wissenschaftlichen Aspekten gespickt. Die wissenschaftlichen Aspekte über Jailbreak, Routen, KI etc. werden ausführlich erklärt, dass man einen guten Überblick bekommt, was es bedeutet und welche Auswirkungen sie haben. Da es aber auch ständig wiederholt wird, bremst es ein wenig den Lesefluss und nimmt die Spannung und das Tempo raus. Wenn man das so liest, wirkt die ganze Technik und was man damit anstellen kann schon recht beängstigend & unheimlich.

Die Protagonisten wurden recht gut beschrieben und Paula war mir ganz sympathisch. So übel wie ihr mitgespielt wurde, hat das bei mir Mitgefühl geweckt. Allerdings konnte ich manche ihrer Handlungen auch nicht so ganz nachvollziehen.

Viele Geschehnisse wurden in der Handlung aneineinder gereit, sodass es teilweise schwer viel den Überblick zu behalten. Außerdem wurde die Handlung irgendwie durch sehr viele Zufälle vorangetrieben. Es wurde zudem versucht falsche Fährten zu legen, die sich für mich aber im Sande verlaufen sind. So plätscherte die Handlung für mich mehr vor sich hin und mir fehlte hier gänzlich der Nervenkitzel. Ich hatte ja auf einen guten Showdown gehofft, aber selbst der war nicht spannend und fesselnd.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Durch die bildhaften und ausführlichen Beschreibungen konnte man sich die Szenen bildhaft vorstellen.

Mein Fazit:
Ich würde sagen, es ist nicht sein bestes Werk - da kenne ich bereits viel bessere und spannendere Bücher von ihm. Trotzdem habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 09.06.2024

Verschwundene Mädchen

COLD CASE - Das letzte Bild
6

Von einigen jungen Frauen, die seit ein paar Jahren als vermisst gelten, tauchen nun auf der Plattform "murderpix" Fotos von ihnen auf. Auf einem ist Jenny Ramsvik am Tag ihres Verschwindens zu sehen. ...

Von einigen jungen Frauen, die seit ein paar Jahren als vermisst gelten, tauchen nun auf der Plattform "murderpix" Fotos von ihnen auf. Auf einem ist Jenny Ramsvik am Tag ihres Verschwindens zu sehen. Jenny gehört zu einem der ungelösten Fälle von Kommissarin Tess Hjalmarsson. Sie möchte den Angehörigen schon seit Jahren gerne sagen, was mit Jenny passiert ist, dass diese ihre Trauer bewältigen können. Kurze Zeit später tauchen weitere Fotos von verschwundenen Frauen auf. Alle wurden offenbar im selben Fahrzeug fotografiert. Dank der neusten Technik können Tess und der dänische Profiler Carsten Morris auf eine neue Spur kommen, die zum Mörder führt. Sie müssen aber schnell sein, denn dieser hat schon sein nächstes Opfer im Visier.

"Cold Case - Das letzte Bild" ist der vierte Teil mit der Kommissarin Tess Hjalmarsson. Auch wenn der eigentliche Fall in sich abgeschlossen ist, empfiehlt es sich die Vorgängerbände zu kennen. Es wird hier viel von Tess privater Geschichte erzählt, die auf den Vorgängern aufbaut. Trotz dass ich die Vorgänger bereits kennen, fiel es mir schwer wieder in die private Geschichte von Tess hineinzufinden. Ich habe mich hier so reingeworfen gefühlt. Da hätte ich es mir gewünscht, wenn nochmal aus den Vorgängern aufgegriffen worden wäre, warum Tess suspendiert worden ist.

Allgemein bin ich recht schwer in die Handlung gekommen. Der Schreibstil war zwar flüssig zu lesen, aber wir fehlte irgendwie so der letzte Kick, dass er mich fesseln konnte. Ich musste immer aufpassen, dass meine Gedanken nicht zu sehr abschweifen.

Von der Handlung her war es gut aufgebaut. Es wurden immer wieder versucht falsche Fährten zu legen. Ein geübter Krimileser kann aber ziemlich schnell dahinter kommen. Einiges in der Handlung erschien mir auch als unlogisch oder zu sehr übertrieben. Um es näher zu erklären, müsste ich jetzt spoilern. Das letzte Viertel fand ich sehr spannend und da habe ich mich dann auch endlich etwas ins Buch finden können. Die Auflösung kam dann sehr unerwartet mit der Lösung als Täter. Jedoch fand ich auch die etwas an den Haaren herbeigezogen.

Mein Fazit:
Es konnte mich leider nicht so mitreißen wie gewünscht. Die Handlung hatte noch Luft nach oben. Ob ich die Folgebände lesen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 18.05.2024

In der Wildnis

Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück
0

Jedes Jahr im Sommer fahren Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena in den Norden Schwedens zum Wandern. Dieses Jahr ist Milenas neuer Freund Jakob mit dabei. Sein Vorschlag ist von der ...

Jedes Jahr im Sommer fahren Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena in den Norden Schwedens zum Wandern. Dieses Jahr ist Milenas neuer Freund Jakob mit dabei. Sein Vorschlag ist von der üblichen Route abzuweichen und stattdessen im wilden, einsamen Nationalpark zu wandern. Er stiftet die Gruppe immer wieder zu weiteren gefährlichen Herausforderungen an und schon bald wird klar, dass es alles andere ist als ein gemütlicher Ausflug unter Freunden. Die Dynamik unter ihnen verändert sich drastisch, die Nerven liegen blank und lange verdeckte Geheimnisse kommen ans Licht. Es entwickelt sich zu einem Kampf um Leben und Tod.

Ich war etwas enttäuscht von der Handlung. Die Idee war nicht schlecht, nur die Umsetzung hat mir nicht so ganz gefallen. Die Handlung plätscherte so ein bisschen vor sich hin und es brauchte anfangs sehr lange bis es endlich in Gang gekommen ist und die Wandertour endlich losgegangen ist.

Der Schreibstil war flüssig zu lesen und die Wanderroute war landschaftlich sehr ausführlich beschrieben, dass man es sich gut bildlich vorstellen konnte. Ich fand es teilweise nur zu ausführlich beschrieben und es hat dadurch etwas die Spannung weggenommen.

Erzählt wird hier als ICH-Erzähler aus Sicht von Anna. Unterbrochen wird es immer mal durch Rückblenden und Vernehmungsprotokollen aus dem Krankenhaus. Sympathisch war mir die Hauptprotagonisten Anna leider nicht. Gefühlt hat sie alles gestört. Aber auch die anderen Protagonisten waren mir nicht wirklich sympathisch, dass ich eine Verbindung hätte aufbauen können.

Mein Fazit:
Ist leider kein Must-read. Die Idee der Handlung fand ich toll, nur leider plätscherte es alles so ein wenig vor sich hin, dass mir die Umsetzung der Idee nicht wirklich gefallen hat.

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Veröffentlicht am 05.05.2024

Tödliches Buchskript

Gestehe
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In Wien geschieht ein brutaler Mord. Als der Star-Ermittler Johann "Jacket" Winkler an den Tatort kommt, erkennt er Parallelen zu seinem aktuellen Buchskript. Das Opfer wurde grausam ermordet und mit dem ...

In Wien geschieht ein brutaler Mord. Als der Star-Ermittler Johann "Jacket" Winkler an den Tatort kommt, erkennt er Parallelen zu seinem aktuellen Buchskript. Das Opfer wurde grausam ermordet und mit dem Wort "GESTEHE" markiert. Das stellt die Wiener Polizei vor ein Rätsel. Die einzige Spur führt zu Jacket selbst und er selbst weiß ganz genau, dass der Mord erst der Anfang war.

Ich bin anfangs recht schwer in die Handlung reingekommen. Es plätscherte erst nur so vor sich hin und erst in der Mitte wurde der Spannungsbogen erhöht. Die Spannung ließ dann doch aber auch recht schnell wieder nach und trotz einiger Überraschungen wurde das Finale auch nicht so wirklich spannend. Ich konnte leider auch schon vieles vorher erahnen, wie die Handlung sich weiterentwickelte. Auch die Actionszenen zum Schluss als Showdown fand ich etwas zu drüber und unrealistisch.

Die Handlung wurde aus verschiedenen Perspektiven im Wechsel aus Sicht von Mo und Jacket als ICH-Erzähler erzählt. Mit den beiden Hauptprotagonisten bin ich leider nicht so ganz warm geworden. Vermutlich lag es an der Erzählperspektive. Ich konnte mich in die beiden nicht so richtig hineinversetzen.

Der Schreibstil war zwar flüssig zu lesen, aber hatte irgendwie nicht so das Fesselnde an sich. Die Idee mit den Mordfällen passend zu einem Buchskript fand ich klasse, nur die Umsetzung hätte ein bisschen besser sein können.

Mein Fazit:
Eine gute Unterhaltung, aber kommt leider an die Vorgänger nicht dran.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

Luft nach oben

Roter Sand - Mord auf Gran Canaria
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Fabio Lozano, genannt Flaco war früher der erfolgreichste und jüngste Kriminalinspektor auf Gran Canaria. Wegen eines grundlosen Korruptionsverdachts wurde er aus dem Dienst gemobbt. Heute ist er Sicherheitsmann ...

Fabio Lozano, genannt Flaco war früher der erfolgreichste und jüngste Kriminalinspektor auf Gran Canaria. Wegen eines grundlosen Korruptionsverdachts wurde er aus dem Dienst gemobbt. Heute ist er Sicherheitsmann bei einer exzentrischen Hotelbesitzerin. Am Strand vor einem Luxushotel stolpert Flaco über eine Leiche mit einer Pitchgabel in der Brust. Flaco hat eine Vorgeschichte zu dem Opfer und das macht ihn zum Verdächtigen Nr. 1. Um seine Haut zu retten, muss Flaco auf eigene Faust ermittlen und den wahren Mörder finden. Seine Ermittlungen führen ihn quer über die Insel und er gerät mehrmals in Gefahr..

"Roter Sand" ist der Auftakt in eine neue Krimi-Reihe auf Gran Canaria.

Mir fiel es schwer anfangs in die Handlung zu kommen. Durch die Erzählweise (ICH-Erzähler) konnte ich auch nicht wirklich eine Verbindung zum Hauptprotagonisten Flaco aufbauen. Flaco ist ein interessanter Charakter mit Ecken und Kanten mit flapsigen Sprüchen, dennoch wirkt der Humor etwas zu gewollt. Bei den anderen Charakteren bin ich auch immer wieder leicht durcheinander gekommen, weil so viele auf einmal und teilweise durcheinander in der Handlung aufgetaucht sind.

Allgemein konnte ich der Handlung leider nicht viel abgewinnen. Mir war das einfach etwas durcheinander. Trotzdem fand ich es spannend, denn bis zum Schluss bin ich im Dunkeln getappt, wer der Täter sein könnte. Zum Schluss wurde alles logisch aufgelöst. Allerdings konnte mich die Handlung trotzdem nicht wirklich mitreißen.

Durch die tollen Beschreibungen der Orte von der Insel kam eine schöne Atmosphäre und Urlaubsfeeling auf. Beim Lesen hat man sich so ein bisschen auf die Insel geträumt.

Mein Fazit:
Tolles Flair von Gran Canaria, konnte mich von der Handlung her aber leider nicht so ganz mitreißen. Hat wahrscheinlich am Erzählstil gelegen.

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