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Veröffentlicht am 29.09.2024

Spannend und empfehlenswert

Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe
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Ich habe Lockwood & Co immer an Stückchen abwechselnd mit der Serie gelesen, weshalb es mir eventuell nicht ganz gelingen wird, beides voneinander zu trennen, aber auf jeden Fall hatte ich eine Menge ...

Ich habe Lockwood & Co immer an Stückchen abwechselnd mit der Serie gelesen, weshalb es mir eventuell nicht ganz gelingen wird, beides voneinander zu trennen, aber auf jeden Fall hatte ich eine Menge Spaß beim Lesen. Ich war überrascht, dass das Buch nicht aus Sicht von Lockwood geschrieben ist, denn irgendwie gehe ich immer automatisch davon aus (oder sehr schnell), dass wenn ein Name vorkommt, es um die Person auch hauptsächlich gehen wird, aber dadurch war es eine schöne Überraschung für mich, dass es tatsächlich hauptsächlich um das ganze Team und seine Fälle geht, und Lockwood nicht im Fokus steht. Also schon, weil das Team nur drei Agenten hat, und eventuell kommt George auch eher etwas kurz, aber ich hatte das Gefühl, dass es nicht zu viel um ihn geht.
Eher viel um Lucy, dadurch, dass man alles durch ihre Augen sieht, aber auch sie nimmt keineswegs alles an Aufmerksamkeit ein, sondern ich fand die Mischung zwischen Fall und Figuren sehr angenehm eingeteilt.
Die Figuren sind alle nicht Fehlerfrei und sehr menschlich, und teilweise waren sie mir leider alle recht unsympathisch (Lucy ist recht voreingenommen gegenüber George, Lockwood ist oft auf sich selbst konzentriert, George ist ... generell sehr unfreundlich gewesen), aber mit der Zeit sind sie mir trotzdem ans Herz gewachsen, wobei ich auch sagen würde, dass die Serie dazu einiges beigetragen hat. Die aber auch ihre Figuren hatte, die ich gar nicht mochte, und die im Buch dann wieder sympathischer waren, insofern haben Serie und Buch sich da eigentlich ganz nett ergänzt.
Der Fall war sehr spannend beschrieben, und den mochte ich im Buch etwas mehr, vermutlich weil da mehr Fantasie alles etwas düsterer werden lassen konnte, und als ich dann in der Serie die dritte Folge gesehen habe, war ich eher enttäuscht, da hat das Buch mir doch um einiges besser gefallen, und insgesamt mochte ich den Schreibstil und Aufbau der Geschichte einfach sehr gern. Auch finde ich, dass das Buch schön in sich abgeschlossen ist, aber trotzdem mit Cliffhanger und dass es neugierig auf mehr macht, und ich denke, ich werde die Reihe durchaus fortsetzen.
Ich habe außerdem ungefähr die Hälfte auf deutsch, die andere auf Englisch gelesen, und auch die Übersetzung ist da ganz gut gelungen, würde ich behaupten. Schien zumindest nicht zu weit weg vom Original zu sein.
Insgesamt eine schöne spannende Geschichte, bei der man auch sogar selbst etwas miträtseln konnte, was mir viel Spaß gemacht hat, und am Ende kam die Auflösung für mich tatsächlich sogar recht erwartet, was für mich immer für einen eher logischen Aufbau spricht, und damit ein Pluspunkt ist, denn so habe ich es eindeutig lieber, als wenn man sich irgendeinen Twist aus den Fingern saugt, nur damit niemand es vorhersehen konnte.
Insgesamt ein sehr neugierig machender erster Band der Reihe, und ich bin gespannt, was mich in zukünftigen Büchern erwarten wird (bzw. wie es mich erwarten wird, denn ich gehe davon aus, dass die letzten Folgen der Serie zumindest zum was schon Antworten liefern werden, diese geht ja offensichtlich über Band 1 hinaus)!

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Ganz anders als ich dachte

Mary Shelley, Frankenstein. Ein Schauerroman
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Ich wollte bereits seit sehr langer Zeit ein paar mehr Klassiker lesen, und nachdem mir im Buchladen zufällig Frankenstein in die Hände fiel, musste ich mich natürlich daran versuchen, und muss sagen, ...

Ich wollte bereits seit sehr langer Zeit ein paar mehr Klassiker lesen, und nachdem mir im Buchladen zufällig Frankenstein in die Hände fiel, musste ich mich natürlich daran versuchen, und muss sagen, ich war ziemlich überrascht von der Geschichte.
Ich wusste vorher absolut nichts über die Geschichte (gut, das ist gelogen, jeder kennt Frankensteins Monster, aber abgesehen davon wusste ich nichts von der Geschichte), hatte nie einen Film geguckt, mich näher damit beschäftigt, oder sonst irgendetwas, und entsprechend aus dem Nichts kam für mich die Tatsache, dass es sich technisch gesehen um einen Briefroman handelt (mehr oder weniger), in dem dann die tatsächliche Geschichte erzählt wird, und wie unglaublich ruhig die Geschichte ist. Ruhig genug, dass man sie zweifellos auch streckenweise als langweilig empfinden oder bezeichnen könnte, aber ich muss sagen, dass mir diese eher entspannte Lebensgeschichte sehr viel Spaß zu lesen gemacht hat. Es war vom Aufbau her überhaupt nicht, was ich gedacht hätte, aber Victor Frankensteins Lebensgeschichte und wie sein Geschöpf in diese eingegriffen hat, hat mir gut gefallen. Auch ist sehr klar, welche Meinung Frankenstein zu dieser ganzen Sache hat, aber obwohl er die Geschichte erzählt, ist das Buch dennoch nicht einseitig geschrieben und lässt auf jeden Fall Raum dafür, sich selbst seine Meinung zu bilden, da sehr offensichtlich ist, dass es sich bei Frankenstein nicht um einen zuverlässigen Erzähler handelt. Auch gab es auf jeden Fall stellen, die ich persönlich unglaublich amüsant geschrieben fand (vermutlich nicht zwingend beabsichtigt, aber an zwei/drei Stellen hatte ich wirklich viel zu viel Freude, und insgesamt hat es mir einfach sehr viel Spaß gemacht.
Auch liebe ich das Aussehen meiner Ausgabe von Frankenstein, muss allerdings sagen, dass ich die Übersetzung teils etwas gezwungen kompliziert fand. Ich habe zwischen meiner Ausgabe, der Originalausgabe, und einem Hörbuch einer anderen deutschen Ausgabe variiert, und hatte teils das Gefühl, dass meine Ausgabe am Umständlichsten zu verstehen ist, da die Sätze unnötig geschwollen waren. Was auch dafür gesorgt hat, dass ich anfangs bestimmt 20 Seiten brauchte, um überhaupt entspannt lesen zu können, da ich vorher viel zu lange brauchte, um mich jeweils auf das Geschriebene einzulassen. Ich habe nicht das Gefühl, dass es unverständlich war, aber gerade die letzten 20% (ungefähr), die ich als Hörbuch gehört habe, klangen ebenfalls nicht modern und waren aber um einiges einfacher formuliert (und nicht gekürzt, alle Ausgaben, die ich gelesen habe, waren ungekürzte Ausgaben), sodass die Sprache zum Setting genauso gut passte, es aber um einiges leichter fiel, genau verfolgen zu können, was genau passierte.
Abgesehen von der nicht immer idealen Übersetzung (oder so kam es mir vor), hatte ich aber mit allen Varianten sehr viel Spaß und habe es sehr genossen, endlich zum Lesen zu kommen.

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Veröffentlicht am 05.07.2024

Toller Abschluss einer tollen Reihe

Arlo Finch (3). Im Königreich der Schatten
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Dieses Buch ist ein in meinen Augen würdiger Abschluss der Reihe, und ich hatte wirklich viel Spaß daran, Arlo ein weiteres Mal auf seiner Reise zu begleiten.
Leider hatte ich das Gefühl, dass einige Dinge ...

Dieses Buch ist ein in meinen Augen würdiger Abschluss der Reihe, und ich hatte wirklich viel Spaß daran, Arlo ein weiteres Mal auf seiner Reise zu begleiten.
Leider hatte ich das Gefühl, dass einige Dinge zu kurz kamen oder ein paar Fragen offen geblieben sind, von denen ich aber auch nicht unbedingt wüsste, wie oder wo man in dieses Buch noch Antworten hätte hineinschreiben sollen, abgesehen davon war es aber wieder wirklich super. Auch teils erstaunlich brutal, muss ich sagen, und auf einem in meinen Augen anderen Level als die ersten zwei Bände, aber mir persönlich hat's durchaus gefallen.
Auch gibt es zwar ein paar Dinge, die ich nicht unbedingt zufriedenstellend fand, wie sie am Ende ausgingen, aber gleichzeitig passe es alles wirklich gut in die Welt, also war es jetzt auch nichts, was mich wirklich gestört hat.
Und inhaltlich hatte ich wieder eine Menge Freude an allem. Es war toll, diesmal so viel mehr von den Long Woods zu sehen, und ich habe mich auch gefreut, wie sich die Figuren über die Zeit entwickelt haben, und dass man einen Unterschied zum ersten Buch so stark gemerkt hat. Auch finde ich es super, dass man zwar in allen Büchern merkt, dass Arlo etwas besonderes ist, aber er ist nie zu besonders, oder kann alles, oder braucht deshalb niemanden. Ich finde es wirklich erfrischend, zu lesen, wie jemand mit seinen Fähigkeiten trotzdem auch nur ein ganz normales Kind ist. Und auch die Nebenfiguren waren wieder toll. Generell waren die Charaktere wie so oft wirklich fantastisch (ein zwei Nebenfiguren/"Gegenspieler" gingen mir vielleicht auf die Nerven, aber den Rest fand ich echt stark), die Geschichte war spannend erzählt, und ich war auch sehr zufrieden mit dem Ausgang insgesamt und dem allerletzten Kapitel. Das fühlte sich alles echt ziemlich passend an. Es hätte zwar auch durchaus mehr sein können, oder ich hätte nichts dagegen, generell mehr Bücher der Reihe zu Gesicht zu bekommen, aber es passt auch so, wie es aufgehört hat.
Insgesamt eine wirklich schöne Buchreihe, die jetzt zum Ende teils überraschend düster wurde, auch wenn man damit vermutlich hätte rechnen können, insgesamt aber trotzdem sehr "leicht" geschrieben war, und einen mit seiner magischen Stimmung eher fröhlich als unglücklich zurücklässt, oder so habe ich es empfunden.

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Veröffentlicht am 28.06.2024

Tolles Buch, wenn auch nicht ganz so wie erwartet

Arlo Finch (1). Im Tal des Feuers
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Ich habe zuerst den zweiten Band gelesen, den ich so gut fand, dass ich unbedingt auch Band eins lesen musste, um zu sehen, wie sehr er tatsächlich dem entspricht, was ich mir vorgestellt habe, und leider ...

Ich habe zuerst den zweiten Band gelesen, den ich so gut fand, dass ich unbedingt auch Band eins lesen musste, um zu sehen, wie sehr er tatsächlich dem entspricht, was ich mir vorgestellt habe, und leider war es nicht ganz so sehr das, mit dem ich gerechnet hatte, aber trotzdem verdammt gut. Die Charaktere haben mir hier zum Beispiel sogar besser gefallen , irgendwie wurde ich mit ihnen schneller warm, und gerade Arlo ist einfach ein unglaublich sympathischer Hauptcharakter, dessen Gedanken ich wirklich gerne folge und bei dem ich richtig gerne dabei bin, aber leider waren meine Erwartungen fürchte ich doch ein wenig hoch. Viele Dinge, die ich vom zweiten Band her erwartet hätte (zum Beispiel Figuren, die eine Rolle spielen, oder ein paar mehr Antworten) blieben leider aus oder waren eher kurz vorhanden, andere Dinge haben sich aber durchaus geklärt und haben auch schon früher auf spätere Ereignisse vorgegriffen, was ich wirklich super finde. Man merkt auf jeden Fall, dass mit Band eins bereits klar war, wohin die Reise gehen würde (oder auf jeden Fall bilde ich mir das ein), und Band zwei wirkt nicht wir "es sollte einfach noch weiter gehen", sondern tatsächlich wie eine von Anfang an geplante Fortsetzung, was mir sehr gut gefällt.
Im Vergleich zu Band 2 hat mich leider auch das Abenteuer nicht so richtig mitgenommen, das war in Band 2 einfach noch mal sehr viel spannender, aber die tollen Figuren und das Setting konnten mich trotzdem wieder überzeugen, und ich bin froh, dass ich dazu kam, auch den ersten Band jetzt zu lesen (und auch, dass ich Band 3 in den nächsten Tagen voraussichtlich auch lesen kann, denn ich mag die Bücher wirklich gerne).

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Spannender Fall, tolle Figuren

Lost in Fuseta - Spur der Schatten
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Eine schöne Fortsetzung zu Band eins, mit wieder einmal sehr liebenswerten und lebendigen Figuren, und auch einem spannenden Fall.
Ich mag Lost als Figur immer noch sehr gerne, und es ist sehr interessant, ...

Eine schöne Fortsetzung zu Band eins, mit wieder einmal sehr liebenswerten und lebendigen Figuren, und auch einem spannenden Fall.
Ich mag Lost als Figur immer noch sehr gerne, und es ist sehr interessant, wie aus seiner Sicht alle Tatsachen beschrieben werden, und wie er durchs Leben geht. Teilweise kam es mir auch hier wieder etwas vereinfacht vor, wie das Asperger-Syndrom dargestellt war, da es sich auch bei den beiden Figuren, die es in dieser Geschichte hatten, so ähnlich geäußert hat, aber wie in Band eins auch schon wirkte es gleichzeitig nicht zu überzogen oder zu simpel, sodass ich (aus Perspektive von jemandem, der sich eher bedingt mit dem Thema auskennt) sehr gut damit leben konnte, wie Lost (und Eva) dargestellt wurden.
Der Aufbau des Falls und wie sich langsam an die Lösung herangetastet wird, hat mir ebenfalls wieder zugesagt, und als jemand, der vor ein paar Monaten festgestellt hat, dass er Krimis zwar durchaus etwas abgewinnen kann, aber meist nur, wenn auch die zugehörigen Figuren stark präsent sind, passt die Mischung zwischen Fall und Figuren in der Reihe bisher wirklich gut zu meinem Geschmack.
Ich hätte zwar sogar noch mehr mit einem Fokus auf Figuren leben können (hauptsächlich, weil ich zum Beispiel Lost und Zara wirklich gerne interagieren sehe), aber sie kamen keineswegs zu kurz, und ich werde die Reihe auf jeden Fall auch weiter verfolgen, denn bisher machen Figuren, Setting und Plot eigentlich alles ziemlich richtig in meinen Augen!

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