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Veröffentlicht am 19.06.2024

Was wäre wenn…

Das andere Tal
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Was wäre wenn…



Scott Alexander Howard entführt die Leser in "Das andere Tal" in eine mysteriöse und fesselnde Welt, die sowohl durch ihre atmosphärische Dichte als auch durch ihre tiefgründige Erzählweise ...

Was wäre wenn…



Scott Alexander Howard entführt die Leser in "Das andere Tal" in eine mysteriöse und fesselnde Welt, die sowohl durch ihre atmosphärische Dichte als auch durch ihre tiefgründige Erzählweise besticht. Geht man nach Osten oder Westen, stößt man auf die gleichen Häuser, Hügel, Straßen – doch alles ist zwanzig Jahre zeitversetzt. Doch nur bei einem Trauerfall darf dieser Weg gegangen werden. Irgendwann erkennt Odile die Eltern ihres Freundes Edme. Da sie die ältere Version sind, gelangt sie in einen Konflikt.



Ich fand das Buch und den Ansatz dahinter sehr spannend. Was ist, wenn unser Wissen die Zukunft oder die Vergangenheit beeinflussen kann? Und was passiert mit mir, wenn die Vergangenheit beeinflusst wurde? Solche Fragen hat sich vermutlich jeder von uns schon einmal gestellt. In dieser Form, der beieinander liegenden Dörfer, fand ich es interessant. Eine Zeitlinie, die zusammenhängt - nur eben greifbar als Gemeinschaft.



Howard gelingt es mit seinem Schreibstil sehr gut, eine düstere und zugleich faszinierende Atmosphäre zu erschaffen. Die Beschreibungen sind glaubwürdig und auch wenn natürlich viel der Fantasie entspringen muss, konnte ich mich in das Dorfleben einfühlen.



Sprachlich besticht "Das andere Tal" durch einen poetischen und zugleich präzisen Stil. Howard versteht es, die Stimmung der Szenen durch seine Wortwahl zu unterstreichen.



Es wurde ein kurzweiliges Werk geschaffen, das mich definitiv zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Wohlfühlkrimi rund um Jane Austen

Miss Austen ermittelt. Die glücklose Hutmacherin
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Wohlfühlkrimi rund um Jane Austen

Wir alle kennen Jane Austen wohl hauptsächlich als britische Schriftstellerin aus dem 18. Jahrhundert. Doch was könnte sie gemacht haben, bevor das Schreiben ihre Leidenschaft ...

Wohlfühlkrimi rund um Jane Austen

Wir alle kennen Jane Austen wohl hauptsächlich als britische Schriftstellerin aus dem 18. Jahrhundert. Doch was könnte sie gemacht haben, bevor das Schreiben ihre Leidenschaft wurde? Darüber hat sich die Autorin Jessica Bull Gedanken gemacht und "Miss Austen ermittelt. Die glücklose Hutmacherin" geschrieben. Einen leichten, historischen Kriminalroman, der die Leser in das frühe 19. Jahrhundert entführt.
Die Geschichte dreht sich also um Jane Austen, die als Amateurdetektivin in einem mysteriösen Mordfall verwickelt wird.

Am Abend, als Jane eigentlich auf einen Antrag hofft, wird die Festlichkeit plötzlich unterbrochen und die sich aktuell im Ort anwesende Hutmacherin wird ermordet aufgefunden. Jane hatte vorher einen kurzen Kontakt zu ihr und erkennt sie daher direkt wieder. Als ihr jüngerer Bruder verdächtigt und auch noch verhaftet wird, kann sie das nicht akzeptieren und beginnt selbst zu ermitteln.

Bull gelingt es sehr gut, die historische Atmosphäre der Regency-Ära einzufangen. Die Sprache des Buches ist leicht verständlich und dennoch an die frühere Zeit angelehnt. Die gute Recherche und Details in der Beschreibung von Kleidung, Architektur und gesellschaftlichen Gepflogenheiten lassen die Zeit lebendig werden.

Ich fand Jane direkt sympathisch. Sie hat im Laufe der Zeit erkannt, dass zu heiraten nicht das einzige große Ziel sein kann. Und doch - und ich weiß nicht, ob es an der zugrunde liegenden Zeit liegt, war sie mir ab und an doch zu naiv. Jeder war erstmal verdächtig, bis er es nicht mehr war. Hier hätte ich mir eine etwas strategische Lösung gewünscht. All die falschen Fährten gehören zwar etwas zur Spannung, dennoch hätte ich mir davon noch ein bisschen mehr gewünscht. Man kann das Buch wohl als Wohlfühlkrimi betiteln. Man kann eine Spur verfolgen, ohne dass es zu dramatisch wird.

Im Großen und Ganzen waren die Beschreibungen der Protagonisten für mich gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir alle bildlich vorstellen.
Insgesamt ist "Miss Austen ermittelt." ein gut gelungener historischer Krimi, der sowohl durch seine Handlung als auch durch seine liebevolle Hommage an Jane Austen besticht. Wer diese Mischung mag - der sollte hier auf jeden Fall zugreifen.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Wunderschön gestaltet

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Wunderschön gestaltet

Fast jeder kennt die Geschichte von Jane Austen rund um die vier Schwestern.
Doch ist das Buch mit seiner "alten" Schreibart wohl nicht mehr so für die heutige Jugend gedacht.

Umso ...

Wunderschön gestaltet

Fast jeder kennt die Geschichte von Jane Austen rund um die vier Schwestern.
Doch ist das Buch mit seiner "alten" Schreibart wohl nicht mehr so für die heutige Jugend gedacht.

Umso schöner, es als eine Graphic Novel rauszubringen. So findet man einen leichteren Zugang zu der Geschichte.

Natürlich kann man hier nicht ganz so viel Tiefgang erwarten, aber die Geschichte an sich ist gut umgesetzt. Die Texte sind recht kurz und einfach gehalten. Alles in allem können sie aber, mit Unterstützung der Illustrationen, die Handlung gut erzählen.

Auch die Zeichnungen finde ich gut. Sie sind nicht zu aufdringlich bunt und geben doch einen guten Einblick in die damalige Zeit. So hat man auch direkt einen Eindruck, wie die Welt damals ausgesehen hat.

Es kann am Ende nicht die Komplexität des Romans einfangen, doch um einen ersten Zugang zu gewähren, finde ich es Klasse und empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 03.06.2024

Ruhiger Krimi

COLD CASE - Das letzte Bild
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Ruhiger Krimi

Ich habe vorher noch nichts von der Autorin bzw. der Reihe gelesen und hatte dennoch einen guten Einstieg. Es wird zwar etwas auf einen alten Fall erwähnt, der scheint jedoch nicht in der ...

Ruhiger Krimi

Ich habe vorher noch nichts von der Autorin bzw. der Reihe gelesen und hatte dennoch einen guten Einstieg. Es wird zwar etwas auf einen alten Fall erwähnt, der scheint jedoch nicht in der Vorgängerbänden vorgefallen zu sein.

Nachdem ein Bild auf einer "Mörderwebsite" auftaucht wird Kommissarin Tess Hjalmarsson darauf aufmerksam gemacht und sie erinnert sich an einen alten Fall von ihr. Hängen diese ungeklärten Fälle zusammen?

Der Schreibstil ist leicht und gut verständlich. Gegen Ende wird es etwas "hitziger" doch alles in allem ist es ein Krimi der ohne viel und deutliche Gewalt auskommt.

Ein paar Fragen habe ich jedoch noch zum Ende, sodass mir insgesamt ein bisschen Aufklärung fehlt.
Ansonsten fand ich die Geschichte stimmig und neben ein bisschen privaten Drama, konnte ich die meisten Entscheidungen nachvollziehen.

Für Leser, die einen Kurzweiligen und dennoch spannenden Krimi lesen möchten, ist es sicher ein gutes Buch.

Ich werde sicher auch die Vorgänger nun noch lesen.

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Geheimnisvolles Teehaus

A Tempest of Tea
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Geheimnisvolles Teehaus

Ein Teehaus mit Geheimnissen und kurz vor der Schließung.
Das möchte die Besitzerin Arthie natürlich verhindern und bekommt schon bald eine gute Gelegenheit geboten. Zusammen mit ...

Geheimnisvolles Teehaus

Ein Teehaus mit Geheimnissen und kurz vor der Schließung.
Das möchte die Besitzerin Arthie natürlich verhindern und bekommt schon bald eine gute Gelegenheit geboten. Zusammen mit vier weiteren Bewohnern der Stadt wollen sie - nicht jeder mit den gleichen Absichten - etwas stehlen. Dafür müssen sie zusammenarbeiten. Ob sie wollen oder nicht.

Die Geschichte erleben wir aus verschiedenen Perspektiven.
Diese Art und Weise mag ich immer gern, denn so kann der Leser verschiedene Emotionen und Handlungen besser nachvollziehen. Wir bekommen keine einseitigen Erlebnisse vorgesetzt, sondern können verschiedene Vorgehensweisen besser nachvollziehen.

Man hat den Abschnitten und der Länge der Kapitel angemerkt, was für ein Spannungsbogen die Autorin beschreiben wollte. Der erste Abschnitt und die Einführung sind am längsten. Ebenso die Kapitel. Dann wird es kürzer und somit wird auch der Lesefluss hektischer und man wechselt schnell zwischen den Charakteren. Die Spannung und Handlung wird also nicht nur im Text beschrieben, sondern auch durch die Rahmenbedingung des Buches selbst herbeigeführt.

Die kleinen Liebesandeutungen fand ich noch im Rahmen. Wobei ich Flick und Jin noch sympathischer fand. Gern hätte ich hier noch mehr von ihrer gemeinsamen Vergangenheit erfahren. Und apropo Vergangenheit - der Leser bekommt ab und an Häppchen über die Vergangenheit von Arthie und Jin. Bis es dann am Ende zu Aufklärungen kommt, die ich nicht erwartet hätte.

Alles in allem fand ich “A Tempest Of Tea” toll, doch habe ich auch ein paar kleine Kritikpunkte, weswegen es “nur” vier Sterne gibt.
Ich fand die Charaktere - vor allem Arthie - etwas oberflächlich. Obwohl wir viel von ihr lesen, bin ich mit ihr nicht warm geworden. Sicher ist sie kühl und verschlossen, doch ein bisschen mehr von ihr hätte ich gut gefunden. Dann wurde man direkt in die Geschichte geworfen. Bei manchen Büchern super - hier fand ich es etwas zu viel. Gerade im Fantasygenre, bei denen Welten und Figuren von der Norm abweichen, braucht man etwas, um reinzukommen. Daher hätte ich mir einen sanften Einstieg gewünscht.

Dennoch freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, um zu erfahren, wie es weitergeht.

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