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Veröffentlicht am 18.08.2024

Ein weiterer schöner Fall von Lost

Weiße Fracht
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Der dritte Fall von Lost hat mir wieder sehr zugesagt. Ich habe eine Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, was eventuell auch daran liegt, dass ich ausnahmsweise einmal nur das Hörbuch und ...

Der dritte Fall von Lost hat mir wieder sehr zugesagt. Ich habe eine Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, was eventuell auch daran liegt, dass ich ausnahmsweise einmal nur das Hörbuch und kein physisches Buch parat hatte, aber sobald ich dann einmal eingetaucht war, fand ich den Fall genauso spannend wie vorherige Fälle auch.
Anfangs waren gerade die persönlichen Schwierigkeiten leider nicht nach meinem Geschmack, da ich das Gefühl hatte, dass alles zwischen Lost und Soraia etwas zu künstlich war (dafür, wie gut sie ihn versteht und alles von ihm einordnen kann, hatte ich anfangs das Gefühl, sie hätte sich etwas doof angestellt), aber zum Glück nahmen diese Schwierigkeiten keineswegs den Großteil der Geschichte ein, und alle weiteren persönlichen Probleme fand ich durchaus gut gemacht.
Gerade Losts Unfähigkeit zu Lügen spielt in diesem Fall eine größere Rolle, ebenso wie sein Verhältnis generell zu Leuten, und das hat mir gut gefallen. Ebenso hat der Fall mir sehr zugesagt. Er war nicht wirklich etwas zum Miträtseln in meinen Augen, da viel doch sehr klar war, das hat aber nichts daran geändert, dass ich sehr gespannt die Geschichte verfolgt habe.
Auch trifft man zum ersten Mal auf zwei Kollegen von Lost, und sieht auch einmal direkt, wie groß der Unterschied zwischen Losts ehemaliger und jetziger Arbeitsumgebung ist. Und der ist schon sehr gewaltig.
Ich fand den Fall auf jeden Fall wieder sehr spannend, und trotz anfänglicher Probleme mit dem Buch hat mich das alles dann doch sehr bald abgeholt und ich hatte viel Freude an der Geschichte und bin weiterhin gerne dabei, wenn Lost Fälle aufklärt!

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Märchenhaft, düstere Welt, nur leider ein wenig schnelles Ende

Herzenmacher
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Der Großteil dieses Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. El-Bahay hat einen tollen Schreibstil und die magische Welt hat mich wirklich schnell eingefangen und begeistern können. Auch die Figuren ...

Der Großteil dieses Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. El-Bahay hat einen tollen Schreibstil und die magische Welt hat mich wirklich schnell eingefangen und begeistern können. Auch die Figuren waren nachvollziehbar geschrieben, und mit Léo gemeinsam die andere Seite kennenzulernen und langsam zu erfahren, was genau vor sich geht, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Buch war außerdem auf eine sehr angenehme Art und Weise ziemlich ernst und Düster, aber ohne je zu dunkel zu werden, in meinen Augen.
Leider hat die Geschichte für mich gerade zum Ende hin immer mehr nachgelassen. Der Großteil war dennoch fantastisch, aber die letzten 50 Seiten (mehr oder weniger) fühlten sich für mich leider etwas zu schnell an, und an der Stelle ist plötzlich zu viel auf einmal passiert, und auch auf eine Art, die es mir schwer gemacht hat, tatsächlich etwas zu empfinden, weil nicht alles davon so absehbar war/die nötige Zeit hatte, um wirklich Spuren zu hinterlassen. Es war trotzdem kein schlechtes Ende, nur für mich war es nicht ganz so zufriedenstellend wie ich mir nach allem anderen erhofft hatte, weil es einfach so zügig auch gleich wieder vorbei war, dass ich gar nicht wirklich mit dem zurechtkommen musste, was passiert, weil immer sofort das nächste war und dann war es auch schon vorbei. Ich wünschte, an der Stelle hätte El-Bahay sich genauso viel Zeit gelassen, wie es beim gesamten Rest der Fall war.
Es war aber trotzdem ein sehr schönes Buch, mit tollen Figuren, einer wirklich schönen Welt, und ich bin auch keineswegs unzufrieden damit, wie alles ausgegangen ist. Im Gegenteil, ich finde es durchaus ein sehr passendes Ende. Nur eben etwas schnell, aber abgesehen davon hatte ich wirklich viel Freude mit dem Buch und seiner Geschichte.

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Veröffentlicht am 20.06.2024

Anders als erwartet und sehr bewegend

Das Jahr, in dem ich dich traf
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Ein weiteres Buch von Ahern, das mich sehr bewegt hat, und außerdem die ein oder andere Wendung hatte, mit der ich wirklich nicht gerechnet hätte.
Jasmine war eine sehr menschliche Protagonistin, mit vielen ...

Ein weiteres Buch von Ahern, das mich sehr bewegt hat, und außerdem die ein oder andere Wendung hatte, mit der ich wirklich nicht gerechnet hätte.
Jasmine war eine sehr menschliche Protagonistin, mit vielen Fehlern, Vorurteilen, Falschannahmen, und teils fand ich es darum auch ein wenig unangenehm, in ihrem Kopf zu stecken, vermutlich weil man nie gerne sieht, was auch eigene Fehler sein könnten, aber gleichzeitig war es auch sehr angenehm, aus ihrer Perspektive etwas über das Leben zu lernen, und ihr Leben und das von anderen mitzuerleben, und insgesamt habe ich es einfach sehr genossen, durch sie diese ganze Geschichte betrachten zu können.
Außerdem mochte ich auch ihre Schwester sehr gerne, empfand jegliche Nebenfiguren und kleinere Hauptfiguren als sehr angenehme Begleiter, und alles in allem hatten alle Leute ihre Fehler, die teils auch bis zum Ende nicht gelöst worden sind oder so, aber das passt auch irgendwie ganz gut. Weil Menschen eben Fehler haben, und manchmal lässt sich nicht alles klären sondern es bleibt schwierig, oder ist einfach nicht perfekt. Was auch teils schwer zu lesen war, aber auch hier hat es mir gleichzeitig trotzdem gut gefallen.
Außerdem war ich sehr positiv überrascht von der Liebesgeschichte. Ich habe mit etwas ganz anderem gerechnet, und tatsächlich bin ich richtig begeistert davon, wie es sich stattdessen entwickelt hat.
Insgesamt ein in meinen Augen wirklich schönes Buch, mit vielen verschiedenen Charakteren und teils war es zwar etwas langsam oder es gab sehr offensichtliche Fehler, aber gleichzeitig hat es zu den Figuren und der Geschichte gepasst, und alles in allem hat es mir einfach sehr gut gefallen.
Mein einziges richtiges Problem besteht wahrscheinlich in der Tatsache, dass der Titel vom "Jahr, in dem ich dich traf" spricht, und Jasmine Matt in der Übersetzung aber durchgängig Siezt, was für mich leider eine ganze Weile dafür gesorgt hat, dass ich nicht richtig in die Geschichte reinkam, weil ich das ununterbrochen aktiv im Kopf umdenken musste. Das wäre aber wirklich meine größte Beschwerde, alles andere waren eher wirkliche Kleinigkeiten.

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Lebendige Figuren, die Lust auf mehr machen

Lost in Fuseta
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Dieses Buch hat mir viel Spaß gemacht. Zwischenzeitlich hatte ich gerade anfangs ein wenig Bedenken, wie genau Leander Lost dargestellt wird, und dass es eine sehr stereotypische Darstellung von jemandem ...

Dieses Buch hat mir viel Spaß gemacht. Zwischenzeitlich hatte ich gerade anfangs ein wenig Bedenken, wie genau Leander Lost dargestellt wird, und dass es eine sehr stereotypische Darstellung von jemandem auf dem Autismus-Spektrum wäre, aber dann ist das ganze mir doch mehr ans Herz gewachsen, und ich hatte im Endeffekt durchaus das Gefühl, als hätte Gil Ribeiro sich mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt, und nicht einfach nur drauf los geschrieben. Teilweise war es trotzdem etwas einfach und simpel, oder ich hatte das Gefühl, dass das ganze irgendwo aneckt, aber es kam mir nicht vor, als wäre das aus Unwissenheit geschehen, und kann mir sogar auch gut vorstellen, dass das hauptsächlich an mir liegt, da ich mich nicht auf dem Spektrum befinde, und ich darum kleine Nuancen des Aufbaus vielleicht auch gar nicht wahrnehme, ich kann also am Ende gut damit leben, wie es ist (aber eben aus Sicht von jemandem, der sich über ein wenig Interesse hinaus nicht wirklich viel mit Autismus beschäftigt hat).
Davon abgesehen hat mir aber auch der Rest gut gefallen. Der Fall war durchaus interessant, die Figuren sehr lebendig und sympathisch, und insgesamt habe ich einfach sehr gerne gelesen, wie Leander mit anderen Menschen und andere Menschen mit ihm umgehen, und er nach und nach lernt, sich mit Ort und Kollegen zurechtzufinden. Es hat wirklich echt Spaß gemacht, das Buch zu lesen!

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Absurd und amüsant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
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Ich hatte dieses Buch bereits einmal vor Jahren gelesen (vielleicht nicht ganz zum Erscheinungsdatum, aber auch nicht so viel später), konnte mich nur noch daran erinnern, dass ich eigentlich eine Menge ...

Ich hatte dieses Buch bereits einmal vor Jahren gelesen (vielleicht nicht ganz zum Erscheinungsdatum, aber auch nicht so viel später), konnte mich nur noch daran erinnern, dass ich eigentlich eine Menge Spaß an der Geschichte hatte, und als es mir jetzt wieder in die Hände fiel, wollte ich meine Erinnerungen gerne noch einmal auffrischen, und wurde ehrlich nicht enttäuscht.
Das Buch liest sich zwar teilweise etwas langsam (weshalb ich das Hörbuch nur empfehlen kann, das auch sehr angenehm gesprochen ist), geht inhaltlich aber wirklich schnell voran, und Allan ist in meinen Augen ein sehr angenehmer Charakter, um ihn bei seiner Reise zu begleiten.
Das ganze Buch ist eigentlich in zwei Geschichten aufgeteilt, einmal Allans Vergangenheit und einmal das, was jetzt gerade passiert, und beide Geschichten entwickeln sich dabei sehr unvorhersehbar und zufällig, was das Lesen gleichermaßen absurd und amüsant macht, es passt aber auch gut zu dem Stil, in dem das Buch geschrieben ist. Man kann nicht wirklich eine ernste Geschichte erwarten, auch wenn ernste Themen angesprochen werden und das Buch an einigen Stellen auch sehr düster wird, aber der Ton ist gleichzeitig so leicht, dass auch die ernsten Themen eher wie Nichtigkeiten wirken. Vermutlich, weil Allen die meisten Dinge auch einfach als Nichtigkeiten ansieht.
Auch die Figuren um Allan herum fand ich sehr amüsant und habe sie gerne dabei gehabt, und ganz besonders mag ich an dem ganzen Buch, wie sich einfach zufällig alles ergibt. Irgendetwas an dieser Art von Geschichte ist einfach sehr angenehm zu lesen.
Teils verwendet das Buch sehr veraltete Sprache und Worte, die inzwischen eindeutig nicht mehr okay sind, was ich auch während des Lesens eher unangenehm fand, gleichzeitig passt es aber irgendwie zu den Zeiten, zu denen die entsprechenden Worte fallen, und es kommt keineswegs so rüber, als würde Johnasson sich über irgendetwas lustig machen oder so, sondern es ist schon eine bewusste zur Zeit passende Entscheidung. Ich bin aber nicht sicher, ob es das besser macht. Ich persönlich kam beim Lesen nicht so richtig damit klar, andere Leute haben vielleicht gar kein Problem damit, oder ein noch größeres Problem damit, also einfach damit die Warnung gegeben ist: Das N-Wort fällt, häufig. In historischem Kontext und nicht wirklich als Schimpfwort gebraucht, aber es sei hiermit davor gewarnt.
Abgesehen davon kam ich eigentlich ganz gut mit allem klar, was war, fand es lediglich zum Lesen teils sehr mühsam, aber wenn irgendwer ein Buch mit humorvoller Geschichte sucht, die nicht zwingend einem roten Faden folgt sondern eher Allan so ein wenig durch 100 Jahre (nicht ganz wahre) Weltgeschichte führt, dem kann ich den Hundertjährigen durchaus empfehlen.

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