Der dritte Gedichtband von Steffi Steenken mobilisiert auch in mir, die ich so gar keine Poetin bin, den Drang zum Dichten.
So auf dem Punkt, so schnörkellos echt, so ehrlich und klar:
Gänsehaut, Tränen, ...
Der dritte Gedichtband von Steffi Steenken mobilisiert auch in mir, die ich so gar keine Poetin bin, den Drang zum Dichten.
So auf dem Punkt, so schnörkellos echt, so ehrlich und klar:
Gänsehaut, Tränen, Lächeln und tiefe Freude, alles dabei. So muss Poesie.
Auch Menschen, die sonst keine Gedichte lesen, werden sich wiedererkennen und staunen, welche Kraft die Sprache haben kann. Nicht laut und pathetisch sondern leise und doch voller Kraft.
Wunderschön passend die Bilder der Künstlerin Heike Niderehe.
Ein Buch zum mehrmals lesen, vorlesen, weitergeben, verschenken.
Ein dicker Fantasy-Wälzer und -wie im Genre üblich- ein Mehrteiler. Im ersten Band der neuesten Reihe um Blut und Ehre lernen wir im bekannten Ascarlia-Universum vier Protagonisten kennen. Ruhlin, das ...
Ein dicker Fantasy-Wälzer und -wie im Genre üblich- ein Mehrteiler. Im ersten Band der neuesten Reihe um Blut und Ehre lernen wir im bekannten Ascarlia-Universum vier Protagonisten kennen. Ruhlin, das Feuerblut, der sich selbst das größte Rätsel ist, Thera, eine starke Frau, die für die Schwesternköniginnen für „Gerechtigkeit sorgen soll, Felnir ihr Bruder, ungestüm und verschuldet, als Söldner im Dienst seines ungeliebten Vaters und schließlich Elvine, die am wenigsten durchschaubar, einem alten Glauben anhängt und ebenfalls in den Dienst der Königinnen verpflichtet wird. Die Welt, die Anthony Ryan zeichnet ist gewalttätig und unerfreulich. Es gilt das Recht des Stärkeren, die Mythen und Gebräuche sind nah an derzeit populären Wikingerdramen angesiedelt. Natürlich gibt es auch Magie. Es dauerte lange, bis ich mich in diesem düsteren Universum zurechtgefunden hatte, denn bis zur Hälfte des Romans hat die Geschichte nicht so recht Fahrt aufgenommen. Dann aber ging es Schlag auf Schlag, es wurde richtig spannend und ich möchte nach 600 Seiten immer weiterlesen.
Helen Rebanks ist „ die Frau des Farmers“, eine Engländerin, die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und Kunst studiert hat. Ihr Mann James, ebenfalls vom Lande, hat auch studiert, wollte sein ganzes ...
Helen Rebanks ist „ die Frau des Farmers“, eine Engländerin, die auf einem Bauernhof aufgewachsen ist und Kunst studiert hat. Ihr Mann James, ebenfalls vom Lande, hat auch studiert, wollte sein ganzes Leben aber nie etwas anderes sein als Landwirt. Zusammen meistern sie das Leben als Farmer, haben 4 Kinder, Schafe, Kühe, Hunde und einen Hof, der nachhaltig bewirtschaftet wird. In diesem -ganzen Leben an einem Tag- beschreibt Helen sehr offen und wenig glamourös wie es ist, jeden Tag den Haushalt am Laufen zu halten, für die Kinder zu sorgen, zu renovieren, zu kochen, zu putzen und 1000 Kleinigkeiten auf einem Hof gleichzeitig zu jonglieren. Da bleibt kaum Zeit, um nachzudenken. Die Corona-Zeit gab ihr den Anlass, das, was sie jeden Tag tut zu hinterfragen und aufzuschreiben. Da sich viel im Leben einer Farmersfrau ums Essen dreht, hat sie ihren Bericht mit zahlreichen, deftigen und recht konservativ anmutenden Klassikerrezepten angereichert.
Ich fand die Lektüre sowohl interessant, als auch ermüdend. Die Autorin sagt einmal, sie möchte sich nicht dafür rechtfertigen, die Mutter von 4 Kinder zu sein und Hausfrau, bzw.“die Frau des Farmers“, aber dennoch klingt sie dabei etwas trotzig. Sie tut das, was ihr entspricht und es macht sie zufrieden. Dennoch klingt darin auch Erschöpfung, Frustration und mangelnde Würdigung ihrer selbst. Ganz sicher ist es hart in der heutigen Zeit, genau so zu sein. Umso schöner, wenn das eine Stimme bekommt.
Was mir fehlte, war eindeutig eine Prise Humor, ansonsten solides, sättigendes Lesefutter.
Ich mochte das Setting: Justizministerin bewegt sich auf Pfaden völlig abseits der Legalität. Clara Lofthus, Schwedens frisch ernannte Ministerin begegnet ihrem schlimmsten Alptraum: Ihr Zwillinge sind ...
Ich mochte das Setting: Justizministerin bewegt sich auf Pfaden völlig abseits der Legalität. Clara Lofthus, Schwedens frisch ernannte Ministerin begegnet ihrem schlimmsten Alptraum: Ihr Zwillinge sind verschwunden und es gibt eine mysteriöse Entführerforderung. Dabei ist Claras Leben sowieso schon äußerst kompliziert, sie hat ihren Mann verloren, ihre Mutter ist psychisch krank, der Vater kriegstraumatisiert. Gut, dass ihr neuer Chauffeur nicht nur Auto fahren kann. Ich fand die Geschichte spannend, wenn auch teilweise etwas unglaubwürdig. Mir fehlte immer wieder der innere Bezug zu Claras Handlungen. Womöglich würde ich die Protagonistin besser verstehen, hätte ich den ersten Teil gelesen? So oder so, der Roman hat einen Spannungsbogen mit hypnotischem Drive, der Stil ist flüssig und gefällig. Unterhaltsam, aber nicht packend. Ich weiß nicht, ob ich Teil Drei lesen werde.
Mit Yasira Saad hat der bekannte Schriftsteller und geniale Erfinder der Känguru-Chroniken Marc Uwe Kling eine Ermittlerin geschaffen, die gleich mehrere Kriterien erfüllt für eine interessante Figur. ...
Mit Yasira Saad hat der bekannte Schriftsteller und geniale Erfinder der Känguru-Chroniken Marc Uwe Kling eine Ermittlerin geschaffen, die gleich mehrere Kriterien erfüllt für eine interessante Figur. Yasira steht in ihrem Team als „Vorzeige- Migrantin“ für eine moderne Polizei und für Antidiskriminierung, obwohl sie Deutsche ist. Persönliche Erfahrung mit der Diskriminierung als Frau, potentiellen Muslima durch Namen und Aussehen ( sie ist keine praktizierende Religiöse), Alleinerziehende einer Teenagertochter, das alles prädestiniert sie für die Position als leitende Ermittlung in einem politisch hochbrisanten Vergewaltigungs-Fall. Die toughe Yasira merkt bald, dass es diesmal für sie deutlich gefährlicher ist, als ihre üblich. Denn es geht um „Heimatschutz“, Meinungsmache durch Klick-Medien und um nationale Hetze. Sie und ihre Tochter geraten ins Fadenkreuz der Rechtsnationalen.
Dabei ist nichts, wie es scheint.
Ich habe den locker geschrieben Krimi gerne gelesen. Er hat durch die Thematik KI, social media und Fake-News hochaktuellen Zeitbezug, die Figuren sind mit Humor gezeichnet, manchmal etwas überzogen, aber durchaus glaubwürdig. Es ist definitiv kein Spaß, sondern wirklich spannend, zumindest bis zum letzten Viertel. Dort verliert der Roman für mich an Glaubwürdigkeit, das Ende wirkt auf mich etwas überhastet und unfertig. Dennoch absolut empfehlenswerte Lektüre.