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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Ein Ermittlerduo einmal anders

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Die Kluftinger-Krimis des Autorenduos habe ich immer gerne gelesen, von daher war ich jetzt neugierig auf das von Volker Klüpfel allein verfasste Buch.
Inhaltlich liegt dem Buch eine schöne Idee zugrunde, ...

Die Kluftinger-Krimis des Autorenduos habe ich immer gerne gelesen, von daher war ich jetzt neugierig auf das von Volker Klüpfel allein verfasste Buch.
Inhaltlich liegt dem Buch eine schöne Idee zugrunde, ein chaotischer Schriftsteller und seine ukrainische Putzfrau kommen einem Verbrechen auf die Spur und geraten so selbst in Gefahr. Die die Handlung treibende Figur ist Svetlana, die Putzfrau. Sie muss Tommi, den Schriftsteller immer wieder motivieren, weiter zu ermitteln.
Stilistisch liest sich das Buch locker, die humorigen, teils skurril anmutenden Passagen, nutzen sich leider im Verlauf etwas ab, viel wiederholt sich, die Handlung dreht sich im Kreis. Viel Spannung kam bei mir leider nicht auf, dem Genre Krimi wurde es nicht wirklich gerecht, auch wenn es um die Aufklärung eines Verbrechens geht. Einige gesellschaftlich relevanten Themen finden Eingang in das Buch, das hat mir gefallen. Das Buch geht ohne Cliffhanger zu Ende, der Fall ist abgeschlossen. Ein Buch für zwischendurch, ein zweites Mal werde ich es nicht lesen, es hat mich einfach nicht richtig gepackt.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Eine psychopathische Psychotherapeutin

Mordscoach
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Wer hier ein Buch erwartet, welches an die Richter-Reihe von Thorsten Schleif oder an die Achtsam-Krimis von Karsten Dusse heranreicht, wird etwas enttäuscht werden. Die Grundidee des Romans, eine psychoanalytische ...

Wer hier ein Buch erwartet, welches an die Richter-Reihe von Thorsten Schleif oder an die Achtsam-Krimis von Karsten Dusse heranreicht, wird etwas enttäuscht werden. Die Grundidee des Romans, eine psychoanalytische Supervisorin zu einer Serienmörderin mutieren zu lassen, hat durchaus Witz und ich bin auch der Meinung, dass man das Buch nicht zu ernst nehmen darf. Eine Therapeutin, die zunächst wider Willen zu mörderischer Hochform aufläuft, ist keine literarische Durchschnittskost. Zumal der Krimi voll mit ausführlichen therapeutischen Ausführungen gespickt ist, was mir mit der Zeit doch zu viel war und mich dazu brachte, auch mal längere Lesepausen einzulegen. Am Ende fehlt der richtige Schlusspunkt, so dass sicher Band zwei folgen wird. Ob ich dem dann folge, kann ich noch nicht sagen
Dennoch hat mich der Krimi auf seine eigene Art doch noch unterhalten, die ganzen Umstände des Handelns von Sophie Stach und die Tatsache, dass sie selbst auch therapiert wird, ist amüsant. Daher auch die 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Was verbirgt sich hinter den 24 Türchen?

Das Kalendermädchen
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Manchmal will man es lieber nicht wissen. Und für den Leser öffnet sich auch nicht jedes Türchen, vieles bleibt dann doch nicht auserzählt.
Kurz zum Inhalt: Olivia, eine renommierte Psychologin, ist verzweifelt. ...

Manchmal will man es lieber nicht wissen. Und für den Leser öffnet sich auch nicht jedes Türchen, vieles bleibt dann doch nicht auserzählt.
Kurz zum Inhalt: Olivia, eine renommierte Psychologin, ist verzweifelt. Ihre Adoptivtochter Alma ist sehr schwer krank und braucht eine Knochenmarkspende zum Überleben. Die biologischen Eltern sind nicht bekannt und die Vermittlungsstelle weigert sich, die Daten herauszugeben. Olivia stößt bei ihrer Suche auf eine alte Geschichte, bei der eine junge Frau einen Adventskalender lang grausam gequält wurde.
Die Geschichte wechselt zwischen drei Zeitebenen, das kann einerseits verwirren, hält aber den Spannungsbogen hoch. Dazu sind die einzelnen Kapitel, bis auf einige Ausnahmen, kurz. Mit den verschiedenen Zeithorizonten kam ich gut zurecht, nur musste ich nach Lesepausen kurz noch mal ein, zwei Seiten zurückblättern, um mich zu orientieren. Insgesamt fand ich das Buch gut lesbar, Fitzek beherrscht einen flüssigen Schreibstil. Über den Realitätsbezug sollte man lieber nicht nachdenken, einiges wirkte schon konstruiert oder auch fehlerhaft auf mich. Eine Prise weniger Psychoanalyse hätte der Story außerdem gutgetan, hier fand sich einiges an Wiederholungen.
Dies war mein erstes Buch von dem Autor, nach dem Lesen fällt es mir schwer den Hype um die Fitzek-Bücher nachzuvollziehen. Für einen Thriller fand ich das Buch und die Idee okay, die ersten zwei Drittel waren durchaus spannend zu lesen, bis es dann zum Ende hin Schlag auf Schlag ging und die Geheimnisse ihre Auflösung fanden. Dennoch ließ mich das Buch nicht richtig zufrieden zurück.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Eine Geschichte, welche einen gemischten Eindruck hinterläßt.

Das Baumhaus
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Henrik reist mit seiner Familie nach Schweden, in das Ferienhaus seines Großvaters. Er verbindet mit dem Haus und seinem Opa eigentlich gute Erinnerungen, die jedoch durch ein Kindheitserlebnis getrübt ...

Henrik reist mit seiner Familie nach Schweden, in das Ferienhaus seines Großvaters. Er verbindet mit dem Haus und seinem Opa eigentlich gute Erinnerungen, die jedoch durch ein Kindheitserlebnis getrübt wurden. Die Familiengeschichte holt ihn ein, als ein altes Kinderskelett gefunden wurd und die Handlung spitzt sich zu, als sein Sohn Fynn verschwindet.
Das Buch liest sich leicht, schnell schmökert man sich von Kapitel zu Kapitel. Die Autorin hat einige ungewöhnliche Charaktere gezeichnet, die unterschiedliche Gefühle auslösen. Und die man auch erst nach und nach in den Ablauf einordnen kann.
Insgesamt bin ich nach der Lektüre zwiegespalten, einige Handlungsstränge war mir zuviel des Guten. Nicht, weil es horrorbehaftet schien, sondern weil die Geschichte einfach überfrachtet war.
Gegen Ende erschienen einige Passagen konfus und sich widersprechend, bar jeder Logik.
Auch wenn das Buch durchaus spannend zu lesen war, bleibt ein Kopfschütteln übrig, so dass ich nur 3 von 5 Punkten vergeben kann.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Mehr ein Familienroman mit Lokalkolorit, als ein spannender Krimi

Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording (St. Peter-Mording-Reihe 3)
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Dies ist der dritte Teil der St. Peter-(M)Ording-Reihe, in der die Polizisen Ernie und Fred ermitteln.
Diesmal wird ein bekannter Schaupieler ermordet, der zu Dreharbeiten in der Gegend ist. Ein Fall, ...

Dies ist der dritte Teil der St. Peter-(M)Ording-Reihe, in der die Polizisen Ernie und Fred ermitteln.
Diesmal wird ein bekannter Schaupieler ermordet, der zu Dreharbeiten in der Gegend ist. Ein Fall, der auch Freds Vater, einen pensionierten Kriminalkommissar, zu einem Undercovereinsatz verleitet. Ernies Schwester Ilva, Lehrerin an der Schule vor Ort, stellt zudem auch ihre eigenen Ermittlungen an.
Man merkt gleich, dass es sich hier in erster Linie um einen heiteren Familienroman handelt, denn der Kriminalfall und die Spurensuche spielen nicht die wichtigste Rolle in der Geschichte. Jedenfalls habe ich so das Buch erlebt. Das Lesen war unterhaltsam, der Schreibstil locker, und auch wenn man die Vorgängerbücher nicht kennt (wie ich), findet man sich schnell mit den Protagonisten zurecht. Für Lokalkolorit ist gesorgt, denn die Schauplätze in SPO werden gut beschrieben, mit hohem Wiedererkennungswert für Ortskundige. Die Karte zu Beginn hilft zusätzlich, sich zurechtzufinden.
Der Fall kommt eher plätschernd daher. Die ins Visier genommenen Verdächtigen werden mehr oder weniger intensiv befragt, Alibis hinterfragt und die Personen entweder für unschuldig oder weiterhin als verdächtig eingestuft – alles ohne große Höhepunkte. Auch wirkt die Geschichte etwas realitätsfremd, so verwunderte es mich, das bei dem medienwirksamen Mordfall eines VIPs nicht die zuständige Mordkommission eingeschaltet wird.
Letztendlich hat es mich auch nicht sehr überrascht, wer den Mord begangen hat, denn dies zeichnete sich spätestens schon ab der Mitte des Buches für mich ab.
Wer leichte und humorvolle Sommerlektüre für den Urlaub sucht, ist hier richtig und wird nett unterhalten.

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