Profilbild von Lesemaus-Hamburg

Lesemaus-Hamburg

Lesejury Star
offline

Lesemaus-Hamburg ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lesemaus-Hamburg über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2025

Nette Momente ...

Lass uns noch bleiben
0

LASS UNS NOCH BLEIBEN
Saskia Luka
ET: 3.11.25

Anna lebt in Berlin ein zurückgezogenes, fragiles Leben.
Allein in einer Wohnung, die sie sich eigentlich nicht leisten kann, und mit dem plötzlichen Verschwinden ...

LASS UNS NOCH BLEIBEN
Saskia Luka
ET: 3.11.25

Anna lebt in Berlin ein zurückgezogenes, fragiles Leben.
Allein in einer Wohnung, die sie sich eigentlich nicht leisten kann, und mit dem plötzlichen Verschwinden der Frau, in die sie unsterblich verliebt war.

Tagsüber verkauft sie Topfpflanzen in ihrem kleinen Laden.
Der feste Anker in ihrem Alltag ist der tägliche Gang zu einem Café, wo sie Kaffee to go für sich und den Antiquariatsbesitzer Henning holt.
Ein paar Worte, ein kurzer Austausch – mehr Nähe entsteht zwischen ihnen nicht.

Erst als ein junger Mann ihren Laden betritt und fragt, ob er ein Wohnungsgesuch aufhängen darf, gerät Annas ruhige Routine ins Wanken.

Der Einstieg und das Setting haben mir sehr gut gefallen.
Leider verliert die Geschichte danach an Tempo und entwickelt keinen wirklichen Sog.
So feinfühlig und atmosphärisch die Autorin auch schreibt, die Handlung bleibt für mich zu zaghaft und kommt nicht richtig in Gang.

Fazit:
Eine kurze Geschichte mit schönen Momenten und guter Grundidee, die sich über weite Strecken zu ruhig entfaltet und dadurch Längen entwickelt.
Kann man lesen, muss man aber nicht.
2½/5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2025

Eine Geschichte über zwei unreife Männer

Koller
0

KOLLER
Annika Büsing
ET: 27.3.23

Zwei junge Männer, Chris und Koller, lernen sich zufällig im Park kennen und beschließen spontan, gemeinsam an die Ostsee zu fahren. Doch wie so oft im Leben kommt alles ...

KOLLER
Annika Büsing
ET: 27.3.23

Zwei junge Männer, Chris und Koller, lernen sich zufällig im Park kennen und beschließen spontan, gemeinsam an die Ostsee zu fahren. Doch wie so oft im Leben kommt alles anders: In der Eifel wütet gerade ein verheerendes Hochwasser, das alles mit sich reißt. Als Koller einen Anruf erhält, in dem er gebeten wird, dort nach seiner Tochter zu sehen – von deren Existenz er bis zu diesem Moment nichts wusste – nimmt die Reise eine unerwartete Wendung.

Ein Roadtrip, geprägt von Eifersucht, Nähe und der Suche nach Liebe.

Annika Büsing zeichnet ihre beiden sehr unterschiedlichen Figuren mit viel Gespür, doch mich konnte die Geschichte leider nicht wirklich erreichen. Sprachlich stark wie gewohnt, aber thematisch einfach nicht meins. Vielleicht hatte ich es schon geahnt – sonst hätte das Buch wohl nicht so lange auf meinem SuB gelegen.

Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2025

Schade ...

Die Assistentin
1

Die Assistentin
Caroline Wahl
ET: 28.8.25

Nachdem mir die beiden vorherigen Bücher von Caroline Wahl ausgesprochen gut gefallen haben, war ich natürlich sehr gespannt auf Die Assistentin. Ich mag Wahls ...

Die Assistentin
Caroline Wahl
ET: 28.8.25

Nachdem mir die beiden vorherigen Bücher von Caroline Wahl ausgesprochen gut gefallen haben, war ich natürlich sehr gespannt auf Die Assistentin. Ich mag Wahls Schreibstil und wie sie Figuren lebendig wirken lässt – deshalb war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch.

Grundsätzlich finde ich es toll und mutig, dass die Autorin mit diesem Buch einen etwas anderen Weg eingeschlagen hat. Es ist nicht einfach, sich aus der Komfortzone zu bewegen und neue Themen oder Tonalitäten auszuprobieren – das respektiere ich sehr. Leider hat mich die Umsetzung diesmal aber nicht ganz überzeugen können.

Die Grundidee war interessant, und an manchen Stellen blitzt auch wieder dieser Charme durch, den ich an Wahl so schätze. Aber insgesamt hat mich die Geschichte nicht so richtig gepackt. Einige Figuren blieben für mich zu blass, die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren konnte mich nicht mitreißen, und zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung etwas zieht. Während ich bei den vorherigen Büchern regelrecht mitgefiebert habe, bin ich hier oft auf Distanz geblieben.

Mein Fazit: Die Assistentin war für mich persönlich leider nur mittelmäßig. Kein schlechtes Buch, aber eben auch keines, das mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Von mir gibt es deshalb 2½ von 5 Sternen. Ich hoffe aber sehr, dass Caroline Wahl auch weiterhin Neues ausprobiert – denn Mut zur Veränderung sollte man als Autorin unbedingt haben, auch wenn nicht jedes Experiment für jede Leserin gleich funktioniert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2024

Drei Freundinnen ...

Ein Wochenende
0

EIN WOCHENENDE
Charlotte Wood

Drei Freundinnen im fortgeschrittenen Alter treffen sich an einem heißen Wochenende in einem Haus am See in Australien, um den Nachlass ihrer kürzlich verstorbenen gemeinsamen ...

EIN WOCHENENDE
Charlotte Wood

Drei Freundinnen im fortgeschrittenen Alter treffen sich an einem heißen Wochenende in einem Haus am See in Australien, um den Nachlass ihrer kürzlich verstorbenen gemeinsamen Freundin zu sichten.
In der Vergangenheit verband sie eine enge Freundschaft, doch heute fällt es ihnen schwer, an diese Nähe wieder anzuknüpfen. Jede der Frauen hat einen ausgeprägten Charakter und ihre eigene Art, mit dem Leben umzugehen. Das führt zu Spannungen, Meinungsverschiedenheiten und unangenehmen Wahrheiten, die nicht jede der Damen hören möchte.

Charlotte Wood zeichnet ein Porträt von vier reifen Frauen, die mit den Herausforderungen des Alterns und den Veränderungen in ihren Beziehungen konfrontiert sind. Leider empfand ich den Austausch der Figuren als eher düster und schwerfällig. Der leichte, humorvolle Umgang miteinander, den ich nach so vielen gemeinsamen Jahren der Freundschaft erwartet hatte, blieb aus.

Auch die Charaktere konnten mich nicht für sich gewinnen. Keine der Protagonistinnen wirkte auf mich sympathisch, was dazu führte, dass ich mich emotional nicht mit ihnen verbunden fühlte. Dadurch fehlte mir auch die Spannung beim Lesen. Stattdessen hätte ich mir Rückblicke auf lustige, berührende, bedeutsame und gemeinsame Erlebnisse gewünscht, die die besondere Verbindung der Frauen greifbar gemacht hätten. Stattdessen vermittelt das Buch für mich ein beklemmendes Bild des Älterwerdens, das ich eher abschreckend fand.

Trotz des wundervollen Covers konnte mich das Buch leider nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2024

Konnte mich nicht packen ...

Die Sache mit Rachel
0

DIE SACHE MIT RACHEL
Caroline O’Donoghue

Die schwangere 31-jährige Ich-Erzählerin Rachel lässt ihre Studienjahre Revue passieren:

Rachel Murray aus Cork, Anglistik Studentin, lernt in ihrer Jobtätigkeit ...

DIE SACHE MIT RACHEL
Caroline O’Donoghue

Die schwangere 31-jährige Ich-Erzählerin Rachel lässt ihre Studienjahre Revue passieren:

Rachel Murray aus Cork, Anglistik Studentin, lernt in ihrer Jobtätigkeit in einem Buchladen den homosexuellen James Devlin kennen. Schnell werden sie beste Freunde und mieten gemeinsam ein Haus.
Seit einiger Zeit ist Rachel in ihren Englischprofessor Dr. Byrne verliebt und will unbedingt mit ihm schlafen. Dieser ist wiederum mit einer ehemaligen Masterstudentin verheiratet und widersteht ihren ersten Avancen geflissentlich.
James weiß von Rachels Schwärmerei und will sie unterstützen. Gemeinsam schmieden sie einen Plan und organisieren in dem Buchladen eine Lesung für Dr. Byrne, der kürzlich sein neuestes Buch veröffentlicht hat. Der Plan ist, dass der Doktor nach seiner Buchbesprechung länger bleiben soll und Rachel ihn dort verführen kann.
Doch wie es so im Leben ist, kommt es am Ende ganz anders.

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Rachel blieb für mich farblos, ohne Gesicht, Ecken und Kanten. Ihre Liebe für den unattraktiven Doktor konnte ich nicht nachempfinden und auch James, der nur mit einstudierten Floskeln daherkam, konnte mich nicht mal mit seinen Sexgeschichten beeindrucken. Des Weiteren drehte sich die Handlung irgendwie im Kreis: Wer mit wem schlief, welche Drogen sie rauchten und wann die dreckigen Laken von wem im Flur lagen.
Schade, ich hätte gerne einmal wieder eine spannende Coming of Age-Geschichte gelesen, zumal ja auch wichtige Themen wie die große Rezession in Irland angesprochen wurden.
Der Schreibstil ist leicht und locker, dennoch konnte er mich nicht packen.
2½ / 5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere