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Veröffentlicht am 08.02.2025

Ostseekrimi der anderen Art

Die Brandung – Leichenfischer
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"Leichenfischer" ist der 2.Band aus der Serie "Die Brandung" von Karen Kliewe und ist im dtv Verlag erschienen.
Es ist schon der zweite Fall für ein deutsch-dänisches Ermittlerduo. Zuerst war ...

"Leichenfischer" ist der 2.Band aus der Serie "Die Brandung" von Karen Kliewe und ist im dtv Verlag erschienen.
Es ist schon der zweite Fall für ein deutsch-dänisches Ermittlerduo. Zuerst war mir das nicht so richtig klar und der 2. Band ist auch ohne Vorkenntnisse lesbar, es wäre aber manchmal ein klein wenig von Vorteil, wenn man den Vorgänger gelesen hätte.
(Das hole ich auf jeden Fall nach..)

Das Cover gefällt mir super. Es ist eine Abendstimmung am Meer zu sehen und stimmt einen auf die Region ein.

Handlung:

Fria Svensson, eine dänische Archäologin findet bei Ausgrabungen eine Frauenleiche die nach einem Ritual der Wikinger bestattet wurde.Es gibt noch eine weitere tote Frau, zwei Frauen werden vermisst.
Die Morde sind im deutsch-dänischen Grenzgebiet passiert und so wird Fria, erst unwillig dann aber wohlwollend, in die Ermittlungen einbezogen, zudem Sie als Archäologin viel beizutragen hat. Ohlsen, ein wortkarger deutscher Polizist und Fria, die aus einer Polizisten Familie kommt,sind eigenwillig,fast schon skuril, aber sehr sympathisch, genau wie die anderen Protagonisten*innen.
Es gibt mehrere Perspektivwechsel mit anderen Frauen (Opfer..Stalker..)Was am Anfang ein wenig schwierig zu lesen war, da die Personen nicht so ganz einzuordnen waren, z.B. Nettie, eine junge Frau mit Kleinkind, etwas geistig beeinträchtigt, lebt bei einem Mann....?Wie passt das in die Geschichte?
Nach und nach wird man aber von der Komplexität des Falls in den Bann gezogen und die Fäden werden entwirrt.

Meinung:

Diesen Krimi habe ich schnell gelesen, denn er ist sehr spannungsgeladen und hat so viele Facetten die mir gut gefallen haben.
Der Schreibstil ist flüssig und die etwas andere Art und Weise diesen Fall zu lösen,erst ein wenig irritierend, gefällt mir super.

Fazit:

Diese Krimireihe kann ich nur sehr empfehlen. Werde Band 1 nachträglich lesen und auf den 3.Band warten....

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Aufbruchsstimmung und der Beginn einer neuen Zeit

Die Telefonistinnen - Verbindungen fürs Leben
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Die Telefonistinnen "Verbindungen fürs Leben" ist der gelungene 3.Teil der Reihe, von Nadine Schojer, um die Freundinnen in der Kölner Versicherung Pering. Das Buch ist ebenfalls im Lübbe Verlag erschienen ...

Die Telefonistinnen "Verbindungen fürs Leben" ist der gelungene 3.Teil der Reihe, von Nadine Schojer, um die Freundinnen in der Kölner Versicherung Pering. Das Buch ist ebenfalls im Lübbe Verlag erschienen und umfasst 364 Seiten.
Wir haben jetzt 1949 und es geht langsam etwas aufwärts in der neuen Republik.

Handlung:
Die Telefonistinnen Charlie, Hanni, Gisela und Julia erleben viele Lebenssituationen gemeinsam, unterstützen sich und es ist sehr gut nachzuempfinden wie es in dieser Zeit zugegangen ist.
Charlie kämpft weiter für die Emanzipation der Frauen, obwohl Sie Michael heiraten will.
Hanni häkelt Ihre Handschuhe und kann sie im Kaufhaus Falkenberg verkaufen.
Es geht um Aufschwung, um Aufarbeitung und um neue Anfänge die nicht immer leicht zu bewältigen sind.
Die Kriegszeit und was diese angerichtet hat, ist nach wie vor in den Köpfen und die Menschen können sich nur schwer von den "Moralvorstellungen" der Vergangenheit befreien.
Am meisten habe ich mit Julia und Gisela gelitten. Julia entdeckt ein Bild auf dem Flohmarkt und entdeckt ein Geheimnis.
(Was die Nazis getan haben wird hier sehr gut in die Geschichte eingebracht und das hat mir sehr gut gefallen,)
Gisela wird Anton heiraten und was ja ein Happy End ist, ist für mich auch mit viel Schmerz verbunden.
(Auch dieses Schicksal teilen unendlich viele Frauen, vermisste Ehemänner und Väter.)
Die Frauen werden lebendig dargestellt und die Lebensfreude, der Mut und Ihre Emotionen schön geschildert.

Das Cover ist wie die anderen Bände schön illustriert.

Meinung:
Die Protagonisten*innen sind warmherzig, gefühlvoll und repräsentieren sehr gut die Nachkriegszeit in vielen Facetten. Man kann sich super in diese Zeit hineinversetzen und vieles ist immer noch in unseren Köpfen. Die Zeit wird wirklich lebendig geschildert. Sie ist manchmal fröhlich und manchmal getrübt, aber immer in einer guten Mischung und mit der Portion Hoffnung und Lebensfreude.

Fazit:
Ein tolles Buch mit unserer Geschichte, authentisch und sehr unterhaltsam.
Obwohl leichte Kost ist es eine historische Trilogie die daran erinnert, wie es damals in Deutschland gewesen ist.

Ich kann die Reihe sehr empfehlen, und obwohl ich nur Band 2 und 3 gelesen habe, ist es sicher gut mit Band 1 zu beginnen.

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Bücher sind Kraftquellen

Die Glücksfrauen - Die Kraft der Bücher
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"Die Glücksfrauen" von Anna Claire ist eine Trilogie über 3 Freundinnen die zur Zeit vor dem 2.Weltkrieg in Berlin lebten und Ihren Enkeltöchtern die sich 2023 auf den Weg machen um mehr über Ihre Grossmütter ...

"Die Glücksfrauen" von Anna Claire ist eine Trilogie über 3 Freundinnen die zur Zeit vor dem 2.Weltkrieg in Berlin lebten und Ihren Enkeltöchtern die sich 2023 auf den Weg machen um mehr über Ihre Grossmütter herauszufinden.
"Die Kraft der Bücher" ist der 2.Band der Reihe.
Obwohl ich den 1. Band nicht gelesen habe, kam ich sehr gut in die Geschichte.

In dieser Geschichte geht es um Maria, Ihren Mann Jacob, Ihren Kinder Tabea und Noah.Es ist 1939 und Jacob will Deutschland, seine Heimat, nicht verlassen.Als es fast unmöglich geworden ist zu emigrieren, gelingt es Maria Jacob zu überreden und es beginnt eine gefährliche Flucht über Cannes,Grasse, die Pyrenäen nach Lissabon und dann nach Rio de Janeiro.

In der Gegenwart geht es um Sandra, die in Rio de Janeiro die Buchhandlung Ihrer Grossmutter Maria mehr recht als schlecht weiterführt und um June, der Enkeltochter von Luise. Sie wollen die Fluchtroute von Maria nachreisen und erfahren in dem Fluchttagebuch viel von dem Leben aus dieser so grausamen Zeit.Die jungen Frauen verändern sich durch diese Reise in die Vergangenheit.
Im Grunde sucht June die Nachkommen der Freundinnen Ihrer Grossmutter um Ihr Erbe anzutreten.
Die 3. Freundin Anni hat hier nur einen kleinen Anteil im Buch und wird im 3.Band die Hauptfigur sein.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt und das gefällt mir unwahrscheinlich gut, ist fesselnd und spannend.
Die Protagonisten werden gut dargestellt, vor allem Maria, die eine unwahrscheinlich starke Persönlichkeit ist, mit viel Mut und Entschlossenheit Ihre Familie in der allerletzten Minute mit Hilfe von Freunden retten kann.
Ein kleiner Minuspunkt: wir erfahren nichts mehr von Ihrer Familie.
Der Schreibstil ist flüssig und viele Situationen sind so emotional beschrieben, sind so herzergreifend.
Man kann die Ängste , die Entbehrungen und all den Kummer spüren den es in dieser Zeit gab.
Diese Zeit darf nie vergessen werden und es ist so wichtig sich zu erinnern. Dafür sind Bücher eine wirklich grosse Hilfe.

Mir hat sehr gut gefallen, das Maria 3 Bücher mit auf die Flucht genommen hat, denn das ist der Kernpunkt des Buches: Bücher sind Hoffnung, geben Kraft und können heilend sein.
Ich habe mir zudem die Frage gestellt: was würde ich mitnehmen wenn ich fluchtartig mein zu Hause verlassen müsste....?Maria hat für sich eine gute Wahl getroffen und das hat Sie durch viel Leid getragen.Was trägt uns..?

Vielleicht gibt es ein paar Schwachpunkte, wie die kleinen "Zufälle" mit Gabriel und seiner Schwester, das die beiden Frauen, ohne viel Geld zu haben, eine Europareise machen, aber das Thema der Flucht und die Zeitreise macht das alles wieder wett.

Fazit:
Ein packender historischer Roman der zum nachdenken anregt und den ich unbedingt empfehlen kann!
Jetzt warte ich auf den 3. Band, denn ich möchte das Geheimnis um Luise und Anni gerne geklärt wissen











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Veröffentlicht am 18.06.2024

Was man nicht sieht....

Die Sehenden und die Toten
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"Die Sehenden und die Toten" ist der Auftakt einer Krimireihe von Sia Piontek.
Das düstere Cover mit dem Fachwerkhaus und den dunklen Vögeln vermittelt eine eigenartige Stimmung.
Da ich aus der ...

"Die Sehenden und die Toten" ist der Auftakt einer Krimireihe von Sia Piontek.
Das düstere Cover mit dem Fachwerkhaus und den dunklen Vögeln vermittelt eine eigenartige Stimmung.
Da ich aus der Heide komme, hat mich die Gegend,in der die Mordermittlerin Carla Seidel arbeitet, sehr interessiert.
Handlung:
Die ehemalige Mordermittlerin Carla S. aus Hamburg hat sich in das ländliche Wendland versetzten lassen um Ihre Traumata und die Ihrer Tochter Lana zu verarbeiten und mehr Ruhe zu bekommen. Diese wird dann durch einen grausamen Mord an dem 18-jährigen Justus beendet. Dem Jungen wurden Spiegelscherben in die Augenhöhlen gesetzt und während der Ermittlungen stellt sich heraus, das die Eltern Ihren Sohn nicht wirklich kannten.
Die hochsensible Tochter Lana bringt sich in die Ermittlung ein, da Sie durch Ihre Mitschüler/innen viele Dinge in Erfahrung bringt die äußerst gefährlich werden können.
Das Miteinander von Mutter und Tochter ist nicht ganz einfach und doch werden Sie beide gut beschrieben. Die Landschaftsbilder gefallen mir ebenfalls gut.

Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung wird von Kapitel zu Kapitel mehr.
Um den Fall zu lösen erleben die Ermittler/innen viele durchdachte Möglichkeiten und doch kommt es, kurz vor Schluss, ganz anders. Das Ende habe ich nicht vorhergesehen und das mochte ich an diesem Buch.
Die Personen sind mir sympathisch, auch die von den Kollegen, dem Pathologen(da geht es wohl auch weiter..), der Rechtsmedizinerin und den vermutlichen Tätern. Sie werden mit Ihren Ecken und Kanten dargestellt, so wie es wohl auch wirklich zugehen könnte.
Ein Punkt gefiel mir nicht so ganz gut, das evtl. Alkoholproblem von Carla, das wurde mir ein wenig zu viel.
Vielleicht ist das im 2. Band, wenn man mehr von Ihr und Ihrem Hintergrund erfährt, besser.

Fazit:
Ein Krimi den ich auf jeden Fall gut empfehlen kann. Er ist lebhaft, nicht zu blutig und durch die ländliche Gegend in Norddeutschland gefällt er mir sehr gut.


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Veröffentlicht am 17.05.2024

Stürmische Ermittlung

Im Sturm
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"Im Sturm" ist der zweite Band der "Vier-Elemente" Reihe von Pernilla Ericson, erschienen im Scherz-Verlag.
Hier ermittelt Lilly Red zusammen mit ihrer befreundeten Kollegin Liv Kaspi im kleinen Dorf Skageby.
Ein ...

"Im Sturm" ist der zweite Band der "Vier-Elemente" Reihe von Pernilla Ericson, erschienen im Scherz-Verlag.
Hier ermittelt Lilly Red zusammen mit ihrer befreundeten Kollegin Liv Kaspi im kleinen Dorf Skageby.
Ein unaufgeklärter Mordfall an einem älteren Mann schockiert den Ort. Die beiden Ermittlerinnen aus Stockholm sollen der örtlichen Polizei helfen den Fall zu lösen, was zuerst nicht so gut ankam.
Mitten in die Ermittlungen zieht ein extremer Sturm auf, setzt Starkregen ein und zu allem Überfluss fällt der Strom aus.Das erschwert allen das Leben und als dann weitere Morde passieren spitzt sich Lage dramatisch zu, weil Spuren nicht zu sichern sind, die Toten nicht richtig aufbewahrt werden können.
Der Ort ist von der Aussenwelt abgeschnitten und die Nerven der Bewohner liegen blank.

Das Cover ist typisch schwedisch, ähnlich gezeichnet wie der 1. Band, nur diesmal mit dunkelblauem Hintergrund, passend zum Sturm. Es gefällt mir sehr gut.

Die Charaktere werden wieder sehr gut dargestellt und sind mir sympathisch. In diesem Band wird mehr von Liv und Ihrer Familiensituation erzählt.Sie hat mit Ihrem Mann Rickard eine 11jährige Pflegetochter aufgenommen. Was Rickard unternimmt um Felicia zu behalten, fand ich allerdings ziemlich fragwürdig.Ebenso fand ich die Hilfe, die ein Polizeibeamter, durch Jesper (Lillys Freund) erhielt und wie es dazu kam, komisch.
Die privaten Belange und die Nebenschauplätze, wie die Hausgeburt einer Nachbarin, haben mir zu viel Platz eingenommen. Dadurch kam der eigentliche Fall manchmal in den Hintergrund.
Trotzdem sind die Wendungen spannend und bis zum Schluss weiss man nicht so genau wer die Taten warum begangen hat.
Das Thema Klimawandel wird auch hier thematisiert und das gefällt mir sehr gut.

Fazit: trotz einiger Schwächen, wie beschrieben, habe ich auch den 2. Band der Reihe in einem Rutsch
durchgelesen und ich freue mich auf den 3. Band im Sommer.
Ein leichter, spannender Krimi mit einem flüssigen Schreibstil den ich dennoch empfehlen
kann. Die Thematik mit dem Klimawandel gefällt mir sehr gut.




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