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Jorina_Winter

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2022

Witzig und gut zu lesen

2 Seelen. Das erste Buch der Unsterblichkeit
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Als drei geheimnisvolle junge Männer in ihr Haus ziehen, wird Kelas Leben noch verwirrender als ohnehin schon. Schließlich spricht sie seit Kurzem mit dem Geist ihres Großvaters und erhält rätselhafte ...

Als drei geheimnisvolle junge Männer in ihr Haus ziehen, wird Kelas Leben noch verwirrender als ohnehin schon. Schließlich spricht sie seit Kurzem mit dem Geist ihres Großvaters und erhält rätselhafte Briefe. Besonders einer der neuen Mitbewohner, der unnahbare Nero, bringt Kelas Herz völlig durcheinander. Dabei hat sie keine Ahnung, was er vor ihr verbirgt: Sie ist längst Teil eines Spiels um Leben und Tod – und Nero ist nicht nur unsterblich, sondern auch für immer an eine andere gebunden …

Bisher war dies mein erstes Buch des Autorinnen-Duos Rose Snow, aber wenn der 2. Band dieser Dilogie mit dem Auftakt mithalten kann, werde ich bestimmt die bereits erschienen Bücher noch nachholen.

Der Schreibstil hat mir nämlich unglaublich gut gefallen, er war an den richtigen Stellen flott oder gefühlvoll und überall schimmerte etwas Humor durch, sodass ich beim Lesen sehr oft ein Grinsen im Gesicht hatte.

Auch war Kela eine sympathisches Figur, die ich gerne begleitet hab und ihre langsame Beziehung wurde gut gestaltet.

Die Handlung selbst konnte mich ebensoo überzeugen, es gab viele kreative Ideen und das Thema um die (Un-)Sterblichkeit wurde hervorragend umgesetzt. Gegen Ende konnte ich manche Dinge vorhersehen, aber die Autorinnen hatten dennoch genügend Überraschungen auf Lager, sodass es nicht langweilig wurde.

Insgesamt hat mir die Geschichte gut gefallen und ich bin gespannt, was im nächsten Band noch geschieht, denn es steckt noch einiges Potential hierdrin!

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Solide Romantasy

The Five Crowns of Okrith 1: High Mountain Court
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A. K. Mulfort liefert mit „High Mountain Court“ eine klassische Romantasy-Geschichte, die alles bietet, was man sich von diesem Genre wünschen kann: ein faszinierendes High Fantasy Setting in einer Welt ...

A. K. Mulfort liefert mit „High Mountain Court“ eine klassische Romantasy-Geschichte, die alles bietet, was man sich von diesem Genre wünschen kann: ein faszinierendes High Fantasy Setting in einer Welt voller Magie, Hexen und Fae, und dazu eine Liebe im Angesicht einer gefährlichen Mission. Für mich funktioniert diese Mischung einfach immer wieder, egal wie oft man sie vermeintlich schon gelesen haben mag.

Auch hier konnte ich direkt in die Geschichte eintauchen und habe mich sofort wie zu Hause gefühlt, obwohl es natürlich eine Menge über die fünf Königreiche von Okrith, die ganzen Wesen und das Magiesystem zu lernen gab. Leicht gemacht wird das auch durch den von Anfang an vorhandenen Spannungsbogen, da die Handlung direkt startet und man sofort jede Menge erlebt und mit einigen aufgeworfenen Fragen Neugier geweckt wird, ohne einen zu sehr zu verwirren.

Remy als letzte Rote Hexe ist eine typische „Special Snowflake“ Protagonistin, aber ihre Geschichte und ihr Werdegang waren interessant, und mir hat besonders gefallen, dass man ihr so eine große Entwicklung im Verlauf der Handlung angemerkt hat. Dagegen fand ich ihre Lovestory mit Hale, einem Fae Krieger, eher fade. Ihre gegenseitige Anziehung war quasi von Beginn an da und es wurde nie ersichtlich, worauf ihre Gefühle für einander beruhen, wenn man hier überhaupt von richtigen Gefühlen sprechen möchte. Wahrscheinlich ist dies auch der Tatsache geschuldet, dass es sich um einen Einzelband handelt und die Autorin eine emotionale Annäherung der beiden zugunsten einer physischen, entsprechend dem aktuellen Buchmarkttrends übersprungen hat.

Generell hätte ich es vorgezogen, wenn dieses Buch insgesamt etwas länger gewesen wäre und manche Dinge ausführlicher behandelt worden wären. So wirkte es doch stellenweise etwas übereilt, auch wenn es andererseits dadurch nie langweilig wurde und immer etwas los war.

Insgesamt habe ich das Buch dennoch gerne gelesen, da mir das Konzept dieser Welt sehr gut gefallen hat, und ich freue mich, noch mehr Geschichten dazu zu lesen. Abgesehen davon bin ich mir sicher, dass Romantasy-Fans, die die gängigen Tropes mögen und ein hohes Tempo in einer Lovestory schätzen, hier viel Freude haben werden!

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Unerwartet

Das Dunkle in mir
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Mit „Das Dunkle in mir" liegt nun der erste Band der sog, Eroberer-Trilogie von Kiersten White auf Deutsch vor. Der Klappentext lässt zwar eher auf eine Romantasy-Story schließen aber weit gefehlt! Zwar ...

Mit „Das Dunkle in mir" liegt nun der erste Band der sog, Eroberer-Trilogie von Kiersten White auf Deutsch vor. Der Klappentext lässt zwar eher auf eine Romantasy-Story schließen aber weit gefehlt! Zwar geht es um eine Prinzessin, ihren Bruder und den Sohn eines osmanischen Sultans aber die sich ausbreitende Geschichte ist dann doch, zumindest in Teilen, ganz anders als erwartet.
Zum einen liest sich das Buch wie ein hervorragend recherchierter historischer Roman, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts spielt und die Ausbreitung des osmanischen Reiches thematisiert, in flüssiger, angenehm passender Sprache, so dass einem das Geschehen fast bildhaft vor Augen steht. Nur, dass diese Historie ist eine Fiktion ist, da es sich bei der Prinzessin um eine Tochter des berühmt-berüchtigten Fürsten der Walachei Vlad Dracul handelt (historisch gesehen gab ex einen Jungen statt eines Mädchens)! Ihr Bruder Radu ist allerdings historisch korrekt, und ebenso Mehmed, der Sohn eines osmanischen Sultans, dessen Hauptziel es ist, später selbst als Sultan die Stadt Konstantinopel zu erobern. Es handelt sich also nicht um Fantasy sondern um Historie, bei der eine reale Person ausgetauscht wurde und entsprechend die Handlung beeinflusst.
Diese Prinzessin, die am liebsten Lada genannt wird, ist alles andere als schön, lieblich und zahm, wie es im von ihr erwartet wird. Radu hingegen hat das Aussehen und Benehmen, dass Vlad lieber bei seiner Tochter gesehen hätte. Beide Kinder werden aus politischen Gründen als Pfand dem osmanischen Sultan übergeben und treffen dort auf Mehmed, einen Sohn des Sultans, den dieser von einer Sklavin hat. Die drei werden Freunde, und was dann kommt, ist Geschichte…
Diese Geschichte war faszinierend und hat mich gefesselt, auch wenn die Balkanstaaten und das Osmanische Reich nicht zu meinen bevorzugten Schauplätzen gehören. Alles wurde alles logisch und korrekt geschildert, und dieser erste Teil findet einen vernünftigen Abschluss. Allerdings konnte ich mit keinem der Protagonisten wirklich warm werden. Normalerweise finde ich immer jemanden, in den ich mich zumindest etwas hineinversetzen kann. Aber die Prinzessin kam teilweise derart kaltherzig, grausam und ichbezogen rüber, dass ich kaum Sympathie entwickeln konnte, trotz der immer wieder deutlichen Liebe zu ihrem Bruder, ihrer Intelligenz und ihrer kämpferischen Qualitäten. Radu wiederum ist leider das, was man wohl am ehesten als Weichei beschreiben könnte und damit das Gegenteil seiner Schwester. Er ist nicht dumm, nervt aber mit seinem Verhalten und findet erst später einen Weg, halbwegs mit seinem Anderssein klarzukommen. Der dritte im Bunde, Mehmed, ist ein typisches Kind seiner Zeit und seines Umfelds. Dafür kann er nichts, und er hat durchaus positive Eigenschaften, bleibt aber irgendwie fremd und nicht wirklich nahbar.
Fazit: Wirklich toll zu lesen für alle, die gute historische Romane mögen und denen das Setting gefällt. Letzteres lässt mich zweifeln, ob ich die nachfolgenden Bände lesen werde.

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Veröffentlicht am 17.04.2023

Für Fans

Disney Adventure Journals: Mulan und der geheimnisvolle Palast
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Ich kenne den ursprünglichen Zeichentrick Film nicht, sondern nur die Realverfilmung, war aber dennoch neugierig. Und das Büchlein ist auch wirklich ganz nett gemacht, mit teilweise Comicinhalten, Textstellen ...

Ich kenne den ursprünglichen Zeichentrick Film nicht, sondern nur die Realverfilmung, war aber dennoch neugierig. Und das Büchlein ist auch wirklich ganz nett gemacht, mit teilweise Comicinhalten, Textstellen und Zeichnungen. Der Begriff Tagebuch wurde also recht weit aufgefasst, aber so ist das Buch vermutlich für jüngere Leser interessanter und leichter zu lesen.
Die Geschichte an sich ist auch ganz schön, wobei sie nicht so Mulan typisch war und auch von irgendwem anders hätte handeln können. Dennoch konnte man wunderbar in diese asiatische Welt eintauchen, hat neue Charaktere kennengelernt und die Handlung war eigentlich auch spannend.
Für sich alleine stehend würde das Buch für mich nicht funktionieren, aber für Mulan Fans, die ein weiteres kurweiliges Abenteuer mit ihr erleben wollen, ist dieses Buch sicher ganz nett.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Okay

The Blackgate Invitation
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Dieses Buch hatte eine faszinierende Prämisse: ein Krimidinner in einem unheimlichen Herrenhaus mit Hexen – was will man mehr? Die erste Hälfte, insbesondere die Dinnerszene, hat mir sehr gut gefallen ...

Dieses Buch hatte eine faszinierende Prämisse: ein Krimidinner in einem unheimlichen Herrenhaus mit Hexen – was will man mehr? Die erste Hälfte, insbesondere die Dinnerszene, hat mir sehr gut gefallen – sie war atmosphärisch und magisch, und ich habe die Stimmung richtig genossen.

Die zweite Hälfte konnte mich allerdings nicht ganz so fesseln. Die Handlung zog sich deutlich in die Länge, und was sich wie mehrere Tage anfühlte, erstreckte sich in Wirklichkeit nur über wenige Stunden. Auch die „Knives Out“-Atmosphäre, die ich mir erhofft hatte, kam nicht auf. Obwohl die Magie und die Familiendynamik interessant waren, machten die Informationsfluten die Geschichte stellenweise etwas schwer verständlich. Auch hätte ich mir ein paar mehr überraschende Plottwists gewünscht.

Dennoch hatte die Geschichte ein schönes Ende, und ich würde gerne mehr von dieser Autorin lesen.

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