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Veröffentlicht am 02.08.2024

Eine fantastische Sage im wahrsten Sinne des Wortes

Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe
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"Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe" ist ein fantastischer Roman, der in drei Bücher unterteilt ist.
In den drei Büchern wird die Geschichte der verschiedenen Völker des sogenannten Geborgenen Landes ...

"Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe" ist ein fantastischer Roman, der in drei Bücher unterteilt ist.
In den drei Büchern wird die Geschichte der verschiedenen Völker des sogenannten Geborgenen Landes erzählt.
Im ersten Buch dreht sich fast alles um den albischen Künstler Amânoras, der mit seinen selbst geschaffenen Statuen versucht, das Andenken des untergegangenen Reiches von Dsôn Khamateion zu bewahren. Dabei muss er jedoch darauf bedacht sein, nicht entdeckt zu werden.
Im zweiten Buch versucht ein Zwerg in Brandenwall das Volk der Albae aufzuspüren. Die junge Albin Sajùtoria möchte ihre Heimat verlassen, um höhere Ziele zu erlangen und ihre Zauberkraft zu steigern.
Im dritten Buch schließlich treffen die Völker Meredith und Elben aufeinander, um jeweils an die Macht zu gelangen und ein seltenes Artefakt zu finden.
Das bindende Glied der drei Bücher ist die beeindruckende Figur des Telìnâs, der seine ganz eigene Art und Weise entwickelt hat, die Geschicke der einzelnen Personen, die seinen Weg kreuzen zu lenken.

Markus Heitz lässt uns Leser/innen in seinem 510 Seiten starken Roman tief in ein geheimnisvolles und sagenumwobenes Land eintauchen. Sehr schnell sind wir durch den sehr flüssigen und anschaulichen Schreibstil mit den einzelnen Protagonisten vertraut und entwickeln Sympathie wie auch Antipathie ihnen gegenüber.
Die Beschreibungen der Landschaften, Städte und Dörfer sind so detailliert beschrieben, dass man förmlich die Protagonisten auf ihren Reisen mit begleiten kann.
Das Cover des Buches verstärkt diesen Eindruck noch. Hinter der vordergründigen Figur des Telìnâs wird - im Hintergrund farblich hervorragend aufeinander abgestimmt - Untergang und aufstrebende Macht dargestellt.
Durch den Protagonisten Telìnâs erhält die Sage zum einen ihren roten Faden und zum anderen einen sehr gelungenen Spannungsbogen, der alle drei Bücher durchläuft.
Ein der Sage vorangestelltes Glossar, in dem sowohl alle in den einzelnen Büchern vorkommenden Personen erläutert werden als auch die eigene Zeitrechnung, Orte, Titel und Bezeichnungen und die Völker und Arten beschrieben sind und vor allen Dingen auch eine Übersichtskarte des Geborgenen Landes und der Stadt Brandenwall runden das Lesevergnügen wunderbar ab.
Allen Leser/innen, die sich schon an Sagen wie "Der Herr der Ringe" oder auch "Games of Thrones" begeistern konnten oder es einfach lieben, in ein fantastisches neues Reich mal abzutauchen, kann ich diesen Roman nur unbedingt ans Herz legen. Einziger Kritikpunkt: Das Schicksal eines Hauptprotagonisten bleibt so völlig offen und verblasst ein wenig, daher "nur" 4 statt 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.06.2024

Wenn Südtirol einfach nicht zur Ruhe kommt.

Bombenjahre
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In Holger J. August Südtirol-Thriller "Bombenjahre" werden uns Leser/innen die terroristischen 1960er Jahre gepaart mit einem aktuellen Mordfall noch einmal vor Augen geführt.

In Gossensass einem kleinen ...

In Holger J. August Südtirol-Thriller "Bombenjahre" werden uns Leser/innen die terroristischen 1960er Jahre gepaart mit einem aktuellen Mordfall noch einmal vor Augen geführt.

In Gossensass einem kleinen Ort vor dem bekannteren Ausflugsziel Sterzing wird die Leiche eines älteren Mannes gefunden. Offenbar ist dieser ermordet worden. Doch wer hat Interesse bzw ein Motiv den 83jährigen Alfred Kerschbaumer zu erschiessen? Die junge Journalistin Marie, die über ihren Informanten, einem Carabinieri, zum Tatort gerufen wird, bekommt eine verschlüsselte Nachricht und lässt von da an an dem Fall nicht mehr los. Ihr älterer deutscher Berufskollege Tom Bauer glaubt zunächst nicht an eine aufregende und interessante Story und unterlässt Marie gegenüber seine Unterstützung. Die junge Journalistin jedoch bleibt hartnäckig, so dass sich die Schlinge(n) immer enger um sie herum zieht und sie selber in Gefahr gerät.

"Bombenjahre" spielt über einen Zeitraum von etwas mehr als einen Monat und ist in drei Teile gegliedert. Der Autor stellt den einzelnen Kapiteln in jedem der drei Teile das entsprechende Datum vor Kopf, sodass wir hautnah miterleben können wie zäh und zerreissend zum Teil eine derart schwierige Ermittlung in einem Mordfall sein kann. Durch die Nennung bekannter Orte, Straßen, Berge und Sehenswürdigkeiten wirken die Schauplätze noch realer und authentischer. Auch die Protagonisten werden durch kleine, den Lesefluss nie stoppende, persönliche Situationen sehr nah und real uns dargestellt, so dass auch bei ihnen eine emotionale Bindung zustande kommt.

Durch den Bezug zu den tatsächlich stattgefundenen Terroranschlägen in den 1960er Jahren in Südtirol entsteht ein sehr schöner Spannungsbogen, der in einem turbulenten und rasanten Finale glaubwürdig endet. Das Cover ist für mich ein wenig blass gestaltet. Vor dem verschwommen dargestellten Zwölferturm der Stadt Sterzing steht eine junge Frau in einem warmen Mantel. Der Grundton des Covers ist ein kräftiges Rot. Der Name des Autors und des Buchtitels heben sich durch ihr strahlendes Weiss kräftig von diesem Hintergrund ab.

Mit "Bombenjahre" ist Holger J. August ein spannender und sehr interessanter Thriller gelungen, der durch ein wunderbares Lokalkolorit und den historisch reellen Bezug besticht. Eine kleine Länge im ersten Drittel des Buches wird durch einen sehr reisserischen Showdown am Ende des Thrillers mehr als wett gemacht.

Allen Leser/innen, die eine spannende Erzählung gepaart mit belegter Historie vor der Kulisse Südtirols lieben, kann ich "Bombenjahre" uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Spannendes Buch mit eigenwilligem Schreibstil

Benoyu und der Wind
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"Benoyu und der Wind" beschreibt die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Orte auf der Tropeninsel Thulao Palok, deren Einwohner zunehmend in Konflikte geraten. Diese werden durch das Auftreten von ...

"Benoyu und der Wind" beschreibt die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Orte auf der Tropeninsel Thulao Palok, deren Einwohner zunehmend in Konflikte geraten. Diese werden durch das Auftreten von dem kleinen Jungen Benoyu noch verstärkt, obgleich Benoyu im Grunde genommen nur dazugehören möchte. Ungeklärte Vorfälle geben dem Anführer des wohlhabenden Ortes Symarya Dumar dann ausreichend Anlass seine Bürger gegen das einfache Fischerdorf Morbota aufzuwiegeln und für seine Zwecke nutzen zu wollen.

Gelingt es dem Herrscher Sompoya, die Einwohner von Morbota endgültig von der Insel zu vertreiben? Welche Rolle spielt Benoyu dabei?

Bodo Staudacher erzählt diese phantasievolle Erzählung in drei Teilen, in denen die Leser/innen die Insel, ihre Bewohner und auch einen Teil der Historie sehr genau kennenlernen. Die Insel ist dabei vor dem eigenen Auge gut vorstellbar. Zu den einzelnen Bewohnern kommt jedoch kein direkter Bezug zustande. Dieses liegt voraussichtlich an dem etwas eigenwilligen Schreibstil des Autors. Vieles wird binnen weniger Zeilen wiederholt und durch die indirekte Erzählweise fehlt die Nähe zu den Protagonisten.

Das Buch regt aber sehr wohl zum Nachdenken an. Insbesondere die Person Benoyu betreffend, bleibt bis zum Ende des Buches ausreichend Spielraum, um hinter dessen Beweggründe und seiner Herkunft oder Entstehung überhaupt zu gelangen. Trotz der Erzählweise gelingt es dem Autor, Emotionen bei den Leser(n)/innen auszulösen, sei es in Form von Sympathie, Antipathie, bis sogar Hass, Trauer, Mitleid, Freundschaft und ähnlichen Gefühlsregungen.

Das Cover ist in meinen Augen bewusst sehr dunkel und abstrakt gehalten. Benoyu, der vor einem tropischen Blatt hockt, bleibt wie auch in der Erzählung nicht so recht greifbar, so dass ausreichend Interpretationsmöglichkeit verbleibt, was dieser Junge in Bezug auf der Auseinandersetzung zwischen den Orten im Grunde eigentlich darstellt.

Allen Leser/innen, die phantasievolle, zum Teil etwas spukige und unheimlich wirkende, zum Nachdenken anregende Erzählungen lieben, kann ich dieses Buch gerne empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Thriller mit langem Anlauf

Gestehe
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"Gestehe" von Henri Faber ist ein Thriller, der nach langem, behutsamen Aufbau erst zum Ende hin richtig Fahrt aufnimmt und zu überzeugen weiß.

Der Thriller ist in sechs Teilen zuzüglich eines Prologes ...

"Gestehe" von Henri Faber ist ein Thriller, der nach langem, behutsamen Aufbau erst zum Ende hin richtig Fahrt aufnimmt und zu überzeugen weiß.

Der Thriller ist in sechs Teilen zuzüglich eines Prologes und eines Epiloges aufgeteilt und aus drei Blickwinkeln geschrieben. Der eine Blickwinkel erzählt die Ereignisse aus der Sicht von dem Wiener Ermittler Johann "Jacket" Winkler, der andere beschreibt die Sichtweise des jungen Beamten Mohammad Moghaddam und des dritten Betrachters "Er".

Die Wiener Polizei bekommt es mit einigen, sehr brutalen Morden zu tun. Allen Opfern ist gemeinsam, dass ihnen ein Organ entnommen wurde und das Wort Gestehe am Tatort auftaucht. Jacket wird dadurch total verunsichert, da die Tatorte und auch die Vokabel "Gestehe" in seinem noch nicht veröffentlichen Buch ebenfalls erscheinen. Er gerät so immer mehr in Verdacht, die Morde selber begangen zu haben. Bestätigt sich zum Ende dieser Verdacht? Behalten seine Gegner und Neider die Oberhand? Oder steckt doch jemand anderes dahinter?

In den ersten Teilen des Thrillers baut sich die Spannung zunächst nur sehr langsam auf, da viel über das Privatleben der beiden Hauptprotagonisten Jacket und Mo (Mohammad) erzählt wird. Auch der Perspektivwechsel führte zu Beginn des Thrillers bei mir eher zu Verwirrung als zu erhöhter Spannung. Das Finale jedoch ist unglaublich rasant und besticht durch einen immer größer werdenden Spannungsbogen, der nie zu enden scheint, da der Autor mit immer neuen Überraschungen aufwartet.
Herauszuheben sind für mich zudem die sehr schöne Selbstironie, der immer wieder aufblitzende Humor und die beinahe satirische Verwendung diverser Namen, die bei den Leser/innen Bilder bekannter Promis hervorzaubern.

Ein Thriller, den ich allen Leser/innen von Krimis und spannungsgeladener Literatur, empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.12.2023

Eisiges und dunkles Familienabenteuer

Die Polidoris und der Fluch aus dem Eismeer (Bd. 2)
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Mit "Die Polidoris und der Fluch aus dem Eismeer" ist Anja Fislage eine absolut gelungene Fortsetzung ihres ersten Bandes über diese außergewöhnliche Familie geglückt. Diese abenteuerliche Geschichte wird ...

Mit "Die Polidoris und der Fluch aus dem Eismeer" ist Anja Fislage eine absolut gelungene Fortsetzung ihres ersten Bandes über diese außergewöhnliche Familie geglückt. Diese abenteuerliche Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt, was der Spannung von Beginn an zugute kommt. Erneut müssen sich die drei Geschwister Roberta, Petronella und Pellegrino Polidori trennen, um eine neue Herausforderung anzunehmen und hoffentlich zu bewältigen. Während Roberta im Polidorium, dem Zuhause der Familie mit ihrem Onkel verbleibt, begeben sich ihre beiden jüngeren Geschwister zusammen mit ihren Großeltern mit dem Schiff "Polidoria" auf der Suche nach ihrem Vater Dr Oscar in Richtung Arktis, nicht ahnend, was sie hier erwartet.

Werden sie ihren Vater finden? Welchen Gefahren und Abenteuern werden die drei Kinder dieses Mal ausgesetzt und werden sie diese auch bestehen?

Das 422 Seiten starke Buch ist in drei Teilen geschrieben. Das Buch kann als eigene Geschichte gelesen werden, jedoch sind Vorkenntnisse des ersten Bandes von Vorteil. Der Autorin gelingt es in diesem Band von Beginn an einen wunderbaren Spannungsbogen aufzubauen. Wer den ersten Band bereits gelesen hat, dem sind die Figuren sofort wieder sehr vertraut. Jedes der Kinder und auch deren Großeltern haben einzigartige Eigenschaften, die sie von anderen Protagonisten hervorheben. Die Geschichte ist in einem sehr flüssigen Schreibstil verfasst, so dass die über 400 Seiten dennoch gut und schnell zu lesen und zu verstehen sind. Erneut wartet die Autorin mit unglaublichen Wendungen und Figuren in ihrem Familienabenteuer auf, die die Leser/innen immer wieder in Staunen versetzen. Die bestechenden Illustrationen von Verena Wugeditsch tragen erneut zur besseren Vorstellung der Geschichte und zum Aufbau von jeglichen Emotionen auf ihre einzigartige Weise bei.

Mein Fazit:

Der zweite Band über "Die Polidoris" hat mich noch wesentlich mehr begeistern können als es Band 1 vermochte. Er liefert noch mehr Spannung, noch mehr Humor und noch mehr Emotionen und enthält sogar die ein oder andere erwähnenswerte Botschaft an die sowohl junge wie auch ältere Leserschaft. Allen Leser/innen, die eine außergewöhnliche und skurrile Familie mal etwas näher kennenlernen möchten und dazu noch einen spannende Geschichte geliefert haben wollen, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

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