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Veröffentlicht am 26.04.2026

Spiel auf Leben und Tod

Gilded Ruin – Gods of New Olympia
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Die Götter des Olymp sind auf die Erde zurück gekehrt. Sie bringen der Menschheit Wunder; in Form von Glücksspiel. Mitten im Ozean, auf einer ehemaligen Bohrinsel erbauten sie ein Spieleparadies auf dem ...

Die Götter des Olymp sind auf die Erde zurück gekehrt. Sie bringen der Menschheit Wunder; in Form von Glücksspiel. Mitten im Ozean, auf einer ehemaligen Bohrinsel erbauten sie ein Spieleparadies auf dem es keine Grenzen zu geben scheint. Zumindest für die Reichen und Mächtigen. Denn die Medaille hat auch eine Kehrseite. Und das ist die der arbeitenden Bevölkerung.
Briar wächst auf der Insel auf und muss für alles, einfach für alles kämpfen. Für jedes Quäntchen Glück, für Essen, für ihr Leben. Als sie eines Tages die Leiche ihrer Schwester identifizieren muss, die offensichtlich von einem der Götter ermordet wurde, reicht es ihr. Sie tritt zu einem Pokerspiel an. Gewinnt sie es, wird sie in den Olymp aufgenommen. Und erhält endlich die Chance, tödliche Rache an den Göttern zu nehmen.

Das Cover zeigt eine Säule und darüber ein Relief. Es ist schlicht in Cremefarben gehalten, einzig die Rosen, die alles umranken sind in einem zarten Rosa. Das Bild wirkt auf mich beruhigend, zärtlich, fast schon mild und steht damit im krassen Kontrast zum Inhalt des Buches.

Phantastischer Götter-Krimi. Oder eher ein Fantasy-Thriller. Vielleicht auch eine abgefahrene Liebesgeschichte mit Selbstüberschätzung.
Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich das Buch von Emily Bähr las. Sie schreibt spannend, durchdacht und verblüffend logisch für eine Göttergeschichte, die in der heutigen Zeit spielt. Oder vielleicht auch eher traurig, dass es mir logisch vorkommt, dass Geld die Welt regiert und die Reichen und Mächtigen mit allem durchkommen; selbst mit Mord.
Und doch genoss ich die Magie getränkten Schilderungen der Umgebung! Eine alte Bohrinsel, aus der mit Magie eine völlig neue Welt erschaffen wurde. Etage auf Etage und alles ist größer und ausladender, als dies möglich sein sollte. Die Götter machen sich die Welt ganz nach ihrem Gusto! Emily Bähr ließ alles vor meinem inneren Auge entstehen und ich folgte der Autorin nur allzu bereitwillig in diese spannende Welt! Denn neben der Magie der Antike, existieren natürlich Smartphones, Autos, Kasinos und vieles mehr, was eben unsere jetzige Zeit ausmacht. Und doch herrschen die alten Götter. Mit Blitz und Donner, den Wind befehlend, Angst und Schrecken verbreitend oder auch Liebe. Die Mischung ist für mich etwas ganz besonderes gewesen, was ich sehr gelesen habe!

Und dann natürlich das Leben in New Olympia. Eine Insel, auf der das Glückspiel vorherrscht. Wie Las Vegas, ein einziges Spiel. Nur eben ein Spiel, das mit dem Tod enden kann. Wie bei dem jährlichen Poker Event, bei dem es die Aufnahme in den Olymp zu gewinnen gibt. Noch nie hat einer die Götter besiegt. Bis, ja bis heute.
Denn Briar wird von puren Hass getrieben. Sie will ihre Schwester rächen. Und der ganzen Ungerechtigkeit der Götter ein Ende setzen. Dabei ist sie nicht selbstlos. Sie hängt nur nicht am Leben. Sie kämpft für andere und das lässt sie als Heldin in meinen Augen dastehen.

Emily Bähr sind ihre Protagonisten außerordentlich gut gelungen! Ich liebte jeden, auch wenn die Rolle nur klein und am Rand war. Jeder einzelne ist authentisch geworden und man merkte deutlich, dass Gilded Ruin der Autorin viel bedeutet.
Ob das die Überheblichkeit der Götter war oder die Hilflosigkeit der Sterblichen. Und ganz viel dazwischen. Jede Person gefiel mir gut! Allen voran natürlich Briar. Eine Einzelkämpferin, die in der Welt des Olymp groß geworden ist und sich ewig durchschlagen musste. Ihr ist nie etwas in den Schoß gefallen, alles war Kampf. Einzig ihr bester Freund Miguel steht ihr treu zur Seite, was sie auch zu schätzen weiß. Als Briar endlich die Gelegenheit bekommt, Rache für all das Leid zu nehmen, scheint auch sie über Leichen zu gehen. Rache um jeden Preis! Und dabei verliert sie aus dem Blick, dass eben nicht alles nur schwarz oder weiß ist. Ihre Entwicklung zu beobachten und an ihrer Seite zu stehen, habe ich sehr genossen und fand es stets aufregend und spannend!
Aber auch die Götter sind einfach grandios geworden. Viele Klischees wurden von der Autorin bedient, was mir gut gefiel. Denn trotz der offensichtlichen Oberflächlichkeit steckt mehr dahinter. Und das zu ergründen war spannend und toll!

Mir hat das Buch viel Freude gemacht und ich bin gerne in die Welt der Götter abgetaucht!

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Veröffentlicht am 08.01.2026

auch mein Kopf hat Hunger: Kopfhunger

Die neue Wissenschaft vom Sattsein
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Das Buch von Pia Roser beschäftigt sich nicht mit dem Abnehmen. Sie hält keinen Zeigefinger mahnend in die Höhe und erklärt, was man, bzw. ich bei einer Diät und meiner Lebenseinstellung doch alles falsch ...

Das Buch von Pia Roser beschäftigt sich nicht mit dem Abnehmen. Sie hält keinen Zeigefinger mahnend in die Höhe und erklärt, was man, bzw. ich bei einer Diät und meiner Lebenseinstellung doch alles falsch mache. Das nur Sport, Hungern und eiserner Wille zählen.

Ganz im Gegenteil! Frau Dr. med. Pia Roser erklärt mit einfachen, mir verständlichen Sätzen und viel Bildmaterial, wie Hunger mit mir und meinem Körper zusammen hängt. Sie bezeichnet das Hungergefühl, das gerne aus Langeweile oder Gewohnheit entsteht, als Kopfhunger, was ich sehr einprägsam fand!
Und ich muss ehrlich gestehen, dass nach der Lektüre viel besser verstehe, was in meinem Körper passiert! Wer hier gerade wen austrickst und warum ich das Gefühl habe, jetzt unbedingt sofort Schokolade essen zu müssen, damit kein Unglück passiert!

Vieles wusste ich bereits. Pizza, Pommes und Co machen mich glücklich und sind nicht gesund! Eine rohe Möhre wird nie das Glücksgefühl einer Nougatpraline für mich ersetzen! Soll es auch gar nicht! Aber mein persönliches Ziel ist es, Heißhungerattacken bekämpfen, nicht wahllos, plan und ziellos essen und eben eine, einzige Nougatpraline oder ein Stück Kuchen von Herzen genießen und es dann auch wieder gut sein zu lassen. Denn ich bin satt! Ich habe keinen Hunger!

Zum Glück für mich, erklärt die Autorin nicht nur, sondern gibt auch praktische Tipps mit an die Hand. Mal klappt die Umsetzung, mal eher nicht. Hand aufs Herz, ich gehe auch nicht allzu streng mit mir um. Was ich Jahrzehnte lang falsch gemacht habe, brauche ich nicht von jetzt auf gleich zu ändern.

Der Anfang ist gemacht und darauf bin ich stolz!

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Veröffentlicht am 15.03.2025

der Mensch hinterlässt Spuren

Lyneham
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Nachdem die Zerstörung der Erde durch die Menschen nicht mehr aufzuhalten ist, gelingt einigen wenigen, privilegierten die Flucht. Wissenschaftler, Bauern, Arbeiter, Reiche, einem Querschnitt durch die ...

Nachdem die Zerstörung der Erde durch die Menschen nicht mehr aufzuhalten ist, gelingt einigen wenigen, privilegierten die Flucht. Wissenschaftler, Bauern, Arbeiter, Reiche, einem Querschnitt durch die Bevölkerung ist es möglich, Mutter Erde zu verlassen und einen Neuanfang auf Perm zu wagen.
Darunter auch Henry mit seiner Familie. Er und seine Geschwister werden von ihrem Vater begleitet, denn ihre Mutter gehört zu dem Vortrupp, die Perm für die Ankunft vorbereiten sollen. Doch die Familie findet ihre Mutter nicht wieder. Dafür ein Leben, dass sie nicht führen wollen.

Das Cover ist sehr düster gehalten. Es zeigt die Reste einer riesigen Hand, die Handfläche nach oben. Die Finger sind teilweise abgebrochen, der Rest erodiert. Auf dem Daumen stehen drei Menschen, vermutlich die Geschwister Chester, Henry und Loy, die versonnen in eine fremde Welt blicken. Es gibt außer ihnen kein Leben; nur Stein, Staub und die Unendlichkeit des Weltalls. Auf mich wirkt das Bild kalt und bedrohlich. Und faszinierend zu gleich.

Nils Westerboer hat einen Roman geschaffen, der mir gleich mehrfach unter die Haut ging. Anfangs konnte ich mich entspannt treiben lassen, in einem spannenden Scifi-Abenteuer! Atemlos ließ ich mich von der Möglichkeit einwickeln, ein Leben auf einem fernen Planeten in Angriff zunehmen. Die Beschreibung der Technologie war nicht nur faszinierend, sondern auch so einfach, dass ich folgen konnte und den technischen Fortschritt für absolut möglich hielt. Ich denke, dass der Autor hervorragend recherchiert hat für seinen Roman und die bisher funktionierende Technik weiter verfeinerte. Richtig spannend!

Und dann durfte ich Einblick in die menschliche Psyche nehmen; auf diesen Blick hätte ich jedoch dankend verzichten können. Die pure Verzweiflung, wenn Mutter Erde nicht nur stirbt, sondern bereits gestorben ist. Der Gedanke, heimatlos zu sein und was das mit einem macht, ist schier furchtbar! Aber noch viel schlimmer ist das, was wir Menschen daraus machen. Großartig auf der einen Seite - was den technischen Fortschritt anbelangt - und gruselig auf der anderen Seite. Denn wir wachsen nicht mit dem technischen Fortschritt. Die niedersten Instinkte scheinen in unserer DNA festgeschrieben zu sein. Das Recht des Stärkeren, egal zu welchem Preis.
Gleichzeitig ist es Nils Westerboer gelungen, mir diese Wahrheit um die Ohren zu schleudern. Anfangs sehr subtil, doch dann hielt er mir gnadenlos den Spiegel vors Gesicht und ich stellte mir unweigerlich die Frage: Was hätte ich gemacht? Leider ist die Frage sehr einfach zu beantworten: ...

Mein Fazit
Ein sehr packender Scifi-Thriller, der aktueller nicht sein könnte!

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Veröffentlicht am 27.08.2024

jede Tür führt überall hin

Das Buch der tausend Türen
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Cassie ist traurig, als einer ihrer liebsten Kunden, der ruhige und stets freundliche Mr. Webber, in der Buchhandlung während ihrer Schicht stirbt. Er hinterlässt ihr das Buch der tausend Türen und damit ...

Cassie ist traurig, als einer ihrer liebsten Kunden, der ruhige und stets freundliche Mr. Webber, in der Buchhandlung während ihrer Schicht stirbt. Er hinterlässt ihr das Buch der tausend Türen und damit beginnt für Cassie ein Abenteuer!
Noch am selben Abend öffnet sich ihre Schlafzimmertür plötzlich nach Frankreich; An einen ihrer Sehnsuchtsorte! Cassie und ihrer Mitbewohnerin Izzy trauen ihren Augen kaum und genießen die ungeahnten Möglichkeiten, die das geheimnisvolle Buch ihnen bietet.
Doch nicht zu sie kennen das Buch...

Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Es zeigt eine schier endlose Treppe, die sich durch das Nichts ins Unendlich zu schlängen scheint; von einer Tür zur nächsten. Es wirkt auf mich nicht nur geheimnisvoll, sondern auch bedrohlich und spiegelt so den Inhalt des Buches wieder.

Gareth Brown hat mich mit seinem fantastischen Roman eiskalt erwischt! Wenn man mich bitten würde aufzulisten, was ein gutes Buch ausmacht, würde dort stehen: Spannung, Magie, Liebe, Freundschaft, Unvorhersehbarkeit und bildliche Beschreibungen. Und genau das ist das Buch der tausend Türen für mich!
Ich konnte mich hoffnungslos zwischen den Zeile verlieren und tief, ganz tief in die Magie geladene Welt der Bücher abtauchen, die der Autor vor meinen Augen entstehen ließ. Dabei blieb der Faden zur Realität stets deutlich sichtbar und ich konnte mir gut vorstellen, dass mein nächstes Buch ein magisches ist und ein Tor zu einer unerforschten Welt für mich bereithält.
Besonders gut gefällt mir die Idee, dass Bücher magisch sein können. Nebel erzeugen, Illusionen, Schmerz nehmen oder eben Türen überall hin öffnen können. Die Beschreibungen von Gareth Brown fand ich hier sehr gelungen, da ich mir alles bildlich vorstellen und mich an die jeweiligen Schauplätze versetzen konnte. Ich liebe solche Bücher, die mich als Leser mit auf die Reise nehmen und das nicht nur als außenstehenden Beobachter, sondern quasi mit einsaugen ins Geschehen.
Ich spürte förmlich die Leidenschaft von Cassie, wie tief ihre Verbundenheit zu dem Buch ist, aber auch die Verantwortung, die es mit sich bringen kann.

Und während Cassie ihr Buch immer weiter erforscht und die Geheimnisse zu ergründen versucht, wird die Handlung um sie herum immer dichter und magischer. Hier taucht ein Feind auf, hier ein Freund. Gleichzeitig muss sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, um die Zukunft meistern zu können. Denn irgendwie hängt alles zusammen, jede Handlung beinhaltet eine Reaktion, die manchmal anders ist, als man es sich vorstellt und wünscht.

Gareth Brown hat eine sehr interessante und tiefgründige Ursache - Wirkung - Verstrickung kreiert, die mich teilweise schmunzeln, teilweise staunen und stets verblüfft zurück ließ. Aber auch ein Buch über Freundschaft und Liebe, das mich tief bewegte.
Ich habe sein Buch gerne gelesen und vor allem die Protagonisten beobachtet, die an ihren Aufgaben reiften. Aber nicht jeder reift an einer Aufgabe, sondern ergibt sich der Gier und der Herrschsucht. Ich fand es spannend, die einzelnen Charaktere kennenzulernen und sie zu beobachten. Oft stellte ich mir natürlich die Frage, wie ich reagiert hätte und nicht immer fiel dies positiv aus. Hin und wieder kann ich verstehen, wenn man sich den Verlockungen ergibt.

Mein Fazit
Ein spannendes und tolles Buch, mit dem ich träumen, staunen und lachen konnte! Ich war gerne in der magischen Welt der Bücher!

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Veröffentlicht am 04.08.2024

willst du wirklich die Wahrheit wissen?

Scandor
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Eine Münze

Eine Challenge

Hundert Teilnehmer

Fünfmillionen Euro

Das alles und noch viel mehr erwartet die Teilnehmer bei einer einzigartigen Herausforderung. Tessa und Philipp kommen in den Besitz ...

Eine Münze

Eine Challenge

Hundert Teilnehmer

Fünfmillionen Euro

Das alles und noch viel mehr erwartet die Teilnehmer bei einer einzigartigen Herausforderung. Tessa und Philipp kommen in den Besitz einer Münze, hinter der sich die Teilnahme an einem Experiment verbirgt. Ein einzigartiger Lügendetektor mit Namen Scandor soll getestet werden. Hunter Teilnehmer wurden ausgewählt und müssen sich der Challenge stellen, nicht zu lügen. Weder Notlügen, noch Nettigkeitslügen dürfen über ihre Lippen kommen. Und jede ihnen gestellte Frage muss beantwortet werden. Wer lügt, fliegt nicht nur aus dem Experiment und verliert die Chance auf das Preisgeld von fünf Millionen Euro, sondern muss sich auch seiner größten Angst stellen.

Das Cover zeigt eine Art Folie. Genauso habe ich mir Scandor an den Unterarmen der Probanden vorgestellt und finde das Bild dementsprechend gut zu Titel und Inhalt gewählt, auch wenn es mir optisch nicht gefällt.

Ursula Poznanskis neuer Roman treibt nicht nur die Teilnehmer zur Verzweiflung, sondern bringt auch mich als Leser als Grübeln. Wie oft lüge ich eigentlich am Tag? Wie oft nutze ich Floskeln, um einem Gespräch zu entkommen, das ich nicht führen möchte? Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf, konnte ich mich sehr gut in die zu bewältigende Aufgabe hineindenken.
Hundert Münzen scheinen wahllos verteilt worden zu sein. Auf jeder ein Barcode, der den Scannenden auf eine geheimnisvolle Internetseite lotst und anschließend zu den Entwicklern von Scandor, einem neuartigen Lügendetektor. Die Macher wollen diesen unter realen Bedingungen testen und werben hindert Probanden an, die diesen testen sollen. Denn Scandor entdeckt nicht nur ausgesprochene Lügen, sondern auch Halbwahrheiten, Notlügen und geschriebene Ausflüchte. Wer lügt, fliegt sofort aus dem Programm. Wer lügt, kann nicht mehr die 5 Millionen Euro Preisgeld gewinnen. Alles scheint erlaubt, nur andere dürfen körperlich nicht verletzt werden. Eigentlich eine einfach Idee, doch Ursula Poznanski setzt dies mit ihrem gewohnt spannenden und mitreißendem Schreibstil um, der mir schier den Atem raubt. Aber nicht nur die Spannung steht im Mittelpunkt, sondern die Überlegung, wie oft ich selber lüge und ob ich dieses Experiment schaffen würde. Nein, würde ich nicht!

Tessa und Philipp stellen sich diesem simpel klingenden Experiment. Doch als sie ihre schlimmste Angst als Einsatz setzen müssen, kommen ihnen erstmals Zweifel. Denn der Einsatz beim Versagen ist gewaltig; Für jeden der Teilnehmenden! Und schnell kam bei mir die Überlegung auf, was wirklich hinter Scandor steckt! Mal rasten meine Gedanken in die Richtung, mal in jene. Ich liebe dieses Verwirrspiel der Autorin, die mir wieder viel Platz für eigenen Überlegungen lässt und trotzdem gekonnt und klar ihren eigenen Weg verfolgt. Die Wendungen waren für mich nicht vorhersehbar, was das Lesen noch spannender gestaltete.

Ich mochte die beiden Protagonisten Tessa und Philipp von Beginn an. Sie sind ganz normale junge Erwachsene, die sich in ihrem Leben zurecht finden. Sie wirken wie du und ich; natürlich mit dem ein oder anderen Schicksalsschlag, aber wer kennt das nicht. Durch diese Nahbarkeit, wirken die beiden authentisch und lebensnah. Mir waren sie sympathisch und blieben dies auch, egal welche Richtung die Handlung des Buches einschlug.

Mein Fazit
Ein starker, spannender und tiefgründiger Roman, der mir viel Freude beim Lesen bereitet hat. Die Seiten verflogen wie nichts!

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