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Veröffentlicht am 29.04.2025

wie bekommt man eine normalgroße Fettpfanne oder Springform in eine Heißluftfriteuse?

Heißluftfritteuse GOLD Kochbuch - SPIEGEL Bestseller
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Antje Watermann stellt in diesem Kochbuch Rezepte für die Heißluftfiteuse vor, unterteilt in die Kapitel: Snacks und Partyfood, Hauptgerichte vegetarisch, Hauptgerichte Fleisch, Hauptgerichte Fisch, Hauptgerichte ...

Antje Watermann stellt in diesem Kochbuch Rezepte für die Heißluftfiteuse vor, unterteilt in die Kapitel: Snacks und Partyfood, Hauptgerichte vegetarisch, Hauptgerichte Fleisch, Hauptgerichte Fisch, Hauptgerichte Geflügel, Pasta, Trendklassiker, Beilagen, Kuchen-Kekse-Gebäck sowie Desserts. Die Rezepte sind gut erklärt und jeweils durch ein ganzseitiges Foto der fertig zubereiteten Speise, manchmal auch durch einen Tipp, ergänzt.

Für jemanden, der seine Heißluftfriteuse zum Kochen und Backen nutzen will, bietet das Buch eine schöne Auswahl an Rezepten. Mich stört jedoch sehr, dass unterschiedliche Modelle von Heißluftfriteusen verwendet werden, mal welche mit Schubladen, andere Male eine runde, in die man eine Springform (mit Käsekuchen) setzen soll. Ich hatte mal ein rundes Modell, das in der Mitte eine komplette Erhebung für die Drehachse aufwies; hierein hätte man keine Springform stellen können: Mir ist nicht bekannt, welche Modelle hier genutzt wurden; sie werden auch nicht abgebildet oder vorgestellt. Bei etlichen Gerichten, nicht nur beim Käsekuchen, sondern auch bei Aufläufen, die in einer Form gebacken wurden, und auch in dieser nicht kompartiblen Form fotografiert wurden, hatte ich jedoch den Eindruck, dass sie ganz normal im Backofen oder einer „normalen“ Friteuse zuberereitet wurden, beispielsweise beim gebackenen Kürbis, dem Lavakuchen, dem Shortbread, das in einer Fettpfanne, auf einem Backofengitter abgestellt, gezeigt wird, beim Kartoffelgratin, Mac and Cheese…. In manchen Rezpten steht dabei „Auflaufform, die in eine Heißluftfriteuse passt“ oder man soll eine Grillplatte in die Heißluftfriteuse legen und gezeigt werden Portionen, die weder in zwei Schubladen noch in den mir bekannten runden Tefal/Genius ActiFry Platz finden würden.

Das hinterlässt bei mir keinen guten Eindruck, lässt mich am Sinn und der Nutzbarkeit dieses Buches zweifeln, denn wenn der Leser beim Nacharbeiten selber die Mengen für eine Heißluftfriteusenschublade umrechnen, sich die Temperatur und Backzeit selber ausdenken muss, ergeben für mich diese Rezepte wenig Sinn. Demzufolge kann ich dieses Buch nicht wirklich weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 05.01.2025

homöpatisch kleine Portionen aus Fertigprodukten zusammengefügt

Fix mit Tricks zum Sternekoch
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Mich hatte der Titel in riesigen Lettern auf eine ganz falsche Spur gebracht; leider habe ich dem Untertitel nicht die dringend notwendige Aufmerksamkeit geschenkt! So hatte ich mit Tricks und Kochen gerechnet ...

Mich hatte der Titel in riesigen Lettern auf eine ganz falsche Spur gebracht; leider habe ich dem Untertitel nicht die dringend notwendige Aufmerksamkeit geschenkt! So hatte ich mit Tricks und Kochen gerechnet und erhalte in riesigen Buchstaben gedruckte Anleitungen, wie man Fertigprodukte zusammensetzt. Manchmal gehen die knappen „Rezepte“ über zwei Seiten, hätten bei normalem Schriftsatz aber kaum eine füllen können. „Rezept“beispiele: Falafel und Hummus; hierfür werden fertige Falafel mit Fertig Humus angerichtet und mit Fertigsaucen tupfen, Fertigdressing, fertigem Frischkräutersalat sowie Fertigem Granatapfelsirup dekoriert und mit Fertigfladenbrot gereicht. Es gibt ein „Rezept“ für ein Kaviar-Tasting, für das immerhin die Drillinge selber gekocht werden; die dazu rereichten MIni-Blinis sind auch wieder ein Fertigprodukt und dann werden noch fertige Schalottenwürfel in crème fraîche eingerüht. Alles große Küche – große Sterneküche mit homöpatisch kleinen Portionen. So ungefähr werden auch die anderen Sternekoch-Rezepte zubereitet. Ich muss gestehen, von den Rezepten spricht mich nicht wirklich eines an und Gästen würde ich das auch nicht vorsetzen. Punkten könnte ich damit wohl auch nicht. Für mich ist diese „Kochkunst“ dicht an einfach eine eingefrorene Mahlzeit in der Microwelle aufwärmen, dicht vorbei geschrabbt. Wahrscheinlich sind die Zutaten hier edler, aber TK gibt es vermutlich auch in edel.

Veröffentlicht am 03.11.2024

Fotoalbum mit Rezepten

Hofgut
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Das Buch enthält viele ganzseitige Fotos vom Hofgut Hafnerleiten und von Zutaten, wie pilen oder einem schmutzigen Teller. Zwishendrin finden sich Rezepte, deren fertige Speise leider nicht immer durch ...

Das Buch enthält viele ganzseitige Fotos vom Hofgut Hafnerleiten und von Zutaten, wie pilen oder einem schmutzigen Teller. Zwishendrin finden sich Rezepte, deren fertige Speise leider nicht immer durch ein Foto der fertigen Speise ergänzt wurde. Viele der vielen Fotos sind für mich absolut nichtssagend: ein Mann mit Huhn auf dem Arm, ein Mann mit Messer, ein Ausschnitt einer Sellerieknolle und, auf der nebenliegenden Seite ein Stück abgeschnittene Sellerieknolle, eine Doppelseite mit einem aufgeschnittenen (auf einer Seite unscharfen) Sommertrüffel, eine Doppelseite mit Enokis auf dem Grill, eine Seite mit ein paar Blaubeeren oder eine mit ein paar Keksrrümmeln, eine Doppelseite mit einem Kürbis und vielem mehr in dieser Art. Für meinen Geschmack wurden da viele Seiten gefüllt, bzw. ein nicht unerheblicher Teil des Buches, mit denen ich nichts angangen kann und die das Buch einfach nur dicker machen.Auch die persönlichen Anekdoten fesseln mich nicht. Unter den Rezepten finden sich unter anderem Minestrone, verschiedene, nicht unbedingt neue, Nudelsaucen, eine gegrillte Dorade, frische Bandnudeln mit Kräuterpilzen, Spagetti alla Vongole, gegrillte Nektarinen, Spagetti mit frischen Tomaten….. Mein absolutes Rezept-Highlight war die geeiste Mascarpone-Torte

Insgesamt finde ich dieses Buch nicht sonderlich ansprechend; ich habe den Eindruck, eine aufwendig erstellte Werbebroschüre für das Hofgut Hafnerleiten in den Händen zu halten, mit unzähligen Fots vom Hof, einzelnen Gebäuden, Ferienunterkünften (?), den Mitarbeitern und der Gastronomie. Die Texte sprechen mich nicht an; da ist mir einfach zuviel Selbstdarstellung, wie bei den Fotos, enthalten und die schon fast eingestreut wirkenden Rezepte bieten leider auch nicht viel Neues.

Veröffentlicht am 27.10.2024

sehr unspektakulär

Klassische Strickmuster – modern interpretiert
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Karin Reder stellt in dem fast 70 Seiten starken Buch verschiedene Strickarbeiten mit Anleitung vor, in denen sie Zopf-, Rechts-Links-wechsel- oder Patentmuster verwendet hat. Die Anleitungen sind als ...

Karin Reder stellt in dem fast 70 Seiten starken Buch verschiedene Strickarbeiten mit Anleitung vor, in denen sie Zopf-, Rechts-Links-wechsel- oder Patentmuster verwendet hat. Die Anleitungen sind als Text verfasst, die Strickschrift ist farbig, klein, aber ausreichend. Insgesamt finden sich 29, leider nicht wirklich abwechslungsreiche Projekte in diesem Buch. Beispielsweise finden sich in dem ersten Kapitel mit Titel „Kleidung“, das ungefähr die Hälfte des Buches ausmacht insgesamt zwei Anleitungen für ein Stirnband (Kind, Erwachsener), zwei für eine Mütze (K., E.), , vier für einen Schal (Kleinkind, Kind, im Patentmuster, im Zopfmuster) sowie eine Reihe von Westen, eigentlich immer das gleiche Modell, manchmal etwas kürzer oder mit einem angearbeiteten Kragen. Die Westenmodelle heißen entsprechend: in Rot, in Grün, in Blau, in Gelb mit Schalkragen und in Grau).In den Kapiteln Deko sowie Taschen gibt es die Modelle auch immer in groß und in klein, beispielsweise Glasumstrickung groß, klein und Serviettenring, Säckchen klein, groß oder kleine Tasche und große Tasche.

Die Modelle, die sich häufig sehr ähneln, finde ich sehr unspektakulär. Zudem hatte ich mir weitaus mehr klassische Muster erhofft. Mich kann dieses gebundene Buch, das ungefähr die Seitenzahl einer Illustrierten hat, leider so gar nicht begeistern.

Veröffentlicht am 07.08.2024

Viel Lärm um Nichts

Viel Lärm um Achtsamkeit
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Der Autor erläutert zunächst, dass er seine Dissertation zum Thema Achtsamkeit geschrieben habe und nun, akademisch ausgedrückt, anderen seine Erkenntnisse nahe bringen möchte. Sein Schlüsselerlebnis, ...

Der Autor erläutert zunächst, dass er seine Dissertation zum Thema Achtsamkeit geschrieben habe und nun, akademisch ausgedrückt, anderen seine Erkenntnisse nahe bringen möchte. Sein Schlüsselerlebnis, das ihn dazu geführt hat, liegt schon ein paar Jahre zurück: Er hat an einem Retreat teilgenommen um bei einem buddistischen Lehrer die Meditation zu erlernen. Dort konnte er aber nicht meditieren, sondern nur daran denken, dass er „pinkeln“ gehen muss. Dieses Erlebnis wird ungeähr auf einer halben Seite beschrieben und ist das allumfassende Grunderlebnis, dass Jacob Schmidt veranlasst hat, seine Dissertation zu dem Thema Achtsamkeit und dieses Buch zu schreiben. Dieses Erlebnis wird noch häufig im Buch erwähnt um seine Qualifikation zu einem Standpunkt herauszuarbeiten.

Jacob Schmidt wagt in seinem Buch einen Rückblick der Geschichte um die Achtsamkeit; der Rückblick umfasst Jahrhunderte und ist in wenigen Seiten abgehandelt.Dazu nennt in einzelnen Halbsätzen einzelne Vertreter der letzten Jahrhunderte, beispielsweise wird Thich Nhat Hanh nur in einem halben Nebensatz erwähnt. Den größten Anteil an der Lehre der Achtsamkeit räumt er Jon Kabat-Zinn ein; ihm widmet er mehrere Kapitel. Alle anderen, von denen ein paar Worte zitiert oder erzählt werden, kommen nur sehr kurz zu Wort, was keine vielschichtige oder ausgewogene Darstellung bieten kann. Jacob Schmidt schmückt damit eher seine Sichtweise aus. Zum Schluß des Buches will er darstellen, dass es unmöglich ist, durch Achtsamkeit die Welt zu verbessern, führt immer wieder zur Bestätigung seiner Sicht, Einzelbeispiele an, beispielsweise von einem Freund Paul, die dann genau das belegen, was er dargestellt hat.

Mich hat das Lesen dieses Buches sehr gefordert; ich brauchte etliche Anläufe und musste mich überwinden, weiterzulesen. Den Schreibstil fand ich sehr arrogant, selbstgefällig und unangenehm belehrend, dabei wenig Neues mitteilend; vieles wurde sehr oberflächlich dargestellt. Er beschreibt viele Einzelerlebnisse mit einer Person, wertet diese allumfänglich aus. Es ist eine ganz persöliche Sicht , mit einzelnen kleinen, selbstgemalten Strichdiagrammen an einigen Stellen untermauert. Mir enthält dieses Buch viel zu viel Selbstdarstellung. Insgesamt ist der Titel schon recht trffend gewählt….