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Veröffentlicht am 11.09.2024

Was möchte man im Leben erreichen?

Sterne, die im Sommer tanzen
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Was erwarte ich von meinem Leben? Was möchte ich erreichen? Wo möchte ich es erreichen?
Das sind Fragen, die sich Sage und Fisher beide stellen, auch wenn ihnen das erst nach und nach bewusst wird.
Fisher ...

Was erwarte ich von meinem Leben? Was möchte ich erreichen? Wo möchte ich es erreichen?
Das sind Fragen, die sich Sage und Fisher beide stellen, auch wenn ihnen das erst nach und nach bewusst wird.
Fisher ist (Sterne)Koch und von seiner Chefin dazu verdammt worden, den Sommer in Spunes zu verbringen, um dort den Ausbau eines neuen Restaurants zu bewachen und in der Zeit die Speisekarte zu entwerfen. Doch ihm will einfach nichts einfallen.
Da kommt ihm seine Nachbarin Sage gerade recht. Sie ist Lehrerin, gerade aber in den Ferien und kümmert sich um ihre Tiere und Pflanzen. Die beiden treffen zunächst immer in lustigen und peinlichen Situationen aufeinander, doch schnell entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen. Und ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie ihm bei seiner Nichte Indy Tipps geben kann.
Fisher und Sage inspirieren sich gegenseitig bei ihren Hobbys und Jobs und weil sie viel Zeit zusammen verbringen, kommt schnell das Gerücht auf, dass die beiden zusammen wären. Doch Fishers Zeit in Spunes ist begrenzt und zudem haben er und seine Nichte nur schlechte Erfahrungen mit Kleinstädten gemacht. Ob das Sommerfest seine Meinung ändern wird? Denn die beiden werden dort zusammen antreten. Doch dann kommt das Schicksal dazwischen.

Eine tolle sommerliche Geschichte, die gemütliche Lesestunden verspricht. Die beiden Charaktere waren mir sehr sympathisch und ich habe es geliebt ihnen bei ihren Unternehmungen und Unterhaltungen zuzusehen. Nicht selten muss ich auch mal Schmunzeln. Sehr schön fand ich auch, wie sich das Verhältnis zwischen Fisher und Indy am Ende gebessert hat. Doch das war wirklich ein langer Weg. Sage und Fisher haben am Ende beide ihre Bestimmung gefunden, wenn man es so nennen möchte, und es war ein schöner aber teilweise auch schwieriger Weg dorthin. Der Schreibstil ist schön locker und angenehm, bloß manchmal hat es sich für mich etwas gezogen. Aber es gibt trotzdem eine große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Liebe zu dritt

Everything Under the Sun
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Kat arbeitet als Barkeeperin in der Bar von Jonas Vater. Nach Feierabend nimmt sie oft einen der Gäste mit nach Hause, denn sie muss sich ablenken. Ablenken von ihren Gedanken die um alles und nichts kreisen. ...

Kat arbeitet als Barkeeperin in der Bar von Jonas Vater. Nach Feierabend nimmt sie oft einen der Gäste mit nach Hause, denn sie muss sich ablenken. Ablenken von ihren Gedanken die um alles und nichts kreisen. Sie hat ihre Mutter früh verloren und seitdem nur noch sporadischen Kontakt zu ihrem Vater, von ihrem Bruder ganz zu schweigen. Der ist mit seinem besten Freund auf Reisen gegangen. Kat weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Eigentlich ist sie glücklich, aber trotzdem fehlt ihr etwas. Ob Jonas ihr das geben kann? Gerade als sie sich dazu entscheidet es rauszufinden, taucht Rafael überraschen auf. Bester Freund ihres Bruders und irgendwie auch von ihr, bis da vor knapp einem Jahr mal mehr war. Zunächst versucht Kat sich von ihm fernzuhalten, zu sehr hat er sie damals verletzt. Doch die Gefühle sind noch da. Aber da ist auch noch Jonas, mit dem sie viele schöne Stunden verbringt. Wen von beiden soll sie wählen? Denn man kann doch nicht zwei Menschen gleichzeitig lieben, oder? Das ist doch unnormal.

Eine schöne Geschichte, die uns die Polyamorie näherbringt. Manchmal braucht man einen Stupser in die richtige Richtung und in diesem Falle hat Kat das Tagebuch ihrer Mutter geholfen. Kat hat am Ende einige Lösungen für sich gefunden und ich fand es toll, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Und auch die Chemie zwischen Rafael und Jonas fand ich von Anfang an bemerkenswert. Der Schreibstil war sehr angenehm, aber es gab Stellen, da hat es sich für mich etwas gezogen.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Spannung auf Sylt

Vor uns das Rauschen des Meeres
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Sophie kehrt nach vielen Jahren auf die Insel Sylt zurück, weil sie das Ferienhaus ihrer Familie geerbt hat. Zuletzt hat ihr Vater darin gelebt, der nach einer Verhaftung einfach aus ihrem Leben verschwand. ...

Sophie kehrt nach vielen Jahren auf die Insel Sylt zurück, weil sie das Ferienhaus ihrer Familie geerbt hat. Zuletzt hat ihr Vater darin gelebt, der nach einer Verhaftung einfach aus ihrem Leben verschwand. Sie ist sich sicher, dass das damals ein Missverständnis war und ihr Vater nichts mit der Sache zu tun hatte. Oder dass er reingelegt wurde. Ein „Verdächtiger“ ist Leopold, ihr Onkel, bester Freund der Familie und Maximilians Vater. Maximilian spielt eine große Rolle bei ihren Recherchen, denn irgendwie muss sie ja an die Familie rankommen und eventuell auch ins Haus gelangen. Schon an ihrem ersten Abend läuft sie ihm am Strand über den Weg und der restliche Abend verläuft anders, als sie geplant hatte. In den nächsten Tagen verbringt sie viel Zeit damit, weiter zu recherchieren, doch immer wieder kommt ihr Max dazwischen. Manchmal in Person, manchmal in ihren Gedanken. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aber wie kann sie dem nachgeben, wenn sie quasi dabei ist seine Familie und somit auch ihn zu zerstören?
Max genießt jede Minute mit Sophie, denn bei ihr sind seine Gedanken still. Keine Ängste, keine Sorgen, keine Panik. Da kann er einfach sein, wie er ist. Im Gegensatz zu seinem Elternhaus und dem Hotel seiner Familie. Doch genau dort findet er einen Verbündeten -Tim -, um seinem Traumjob als Koch näher zu kommen. Bis er herausfindet, wer Tim wirklich ist.

Max fand ich richtig sympathisch. Nicht nur von seinem ganzen Charakter und dass er sich irgendwann durchsetzen konnte, sondern auch dass er hochsensibel ist und das mal thematisiert wurde. Hatte ich bis jetzt noch in keinem Buch. Er geht wirklich gut damit um, hat sich auch Hilfe gesucht und ich finde es schrecklich, wie er – teilweise auch deswegen – von seinem Vater behandelt wird. Die Liebe zwischen ihm und Sophie baut sich nur langsam auf, aber das passt perfekt zu der Story. Der Schreibstil ist an sich sehr angenehm, aber manchmal hat es sich ziemlich gezogen. Trotzdem eine tolle Geschichte!

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Schöne Lovestory

Strangers Again
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Jamie zieht für ihr Studium nach Seattle und in die Wohnung ihres Bruders Max. Doch neben den beiden wohnt auch Sam dort. Schnell stellt sich heraus, dass er ein Alkoholproblem hat. Jamie kennt sich leider ...

Jamie zieht für ihr Studium nach Seattle und in die Wohnung ihres Bruders Max. Doch neben den beiden wohnt auch Sam dort. Schnell stellt sich heraus, dass er ein Alkoholproblem hat. Jamie kennt sich leider damit aus und versucht ihm daher zu helfen, doch das ist gar nicht so einfach. Denn neben der Tatsache, dass sie Sam sehr attraktiv findet und sie sich manchmal näherkommen, gibt es auch wieder Momente, in denen er sich wie ein Arsch verhält und sie von sich stößt. Was allerdings nichts mit dem Alkohol zu tun hat, sondern mit seiner Vergangenheit. Doch Jamie schafft es mit viel gemeinsamer Zeit und Gesprächen, ihn besser kennenzulernen, aber so ganz öffnet er sich noch nicht. Stattdessen schreibt er lieber in sein kleines Notizbuch. Denn es gibt einen Grund, warum er so ist wie er ist. Und den erfährt Jamie, als ein Foto aus diesem Buch fällt, das ihr den Boden unter den Füßen wegreißt.

Ich habe mich mit dem Buch etwas schwergetan. Manche Reaktionen von Jamie konnte ich nicht nachvollziehen und waren mir etwas drüber. Und mit dem Thema Alkoholsucht wurde mir etwas zu locker umgegangen, als es ums Aufhören ging. Aber alles in allem war es eine tolle Geschichte, die sich auch mit dem Thema psychische Gewalt befasst. Sie zeigt, wie schwierig es ist davon loszukommen und wie gerne die Betroffenen die Augen davor verschließen. Der Schreibstil war sehr angenehm und schön zu lesen.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

Schöne Geschichte

My Lucky Star
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Marlowe zieht nach einer Trennung nach LA, doch dort muss sie von null anfangen und die Jobaussichten sind auch nicht rosig. Als Produktionsassistentin träumt sie jeden Tag von ihrem Traumjob und wie sie ...

Marlowe zieht nach einer Trennung nach LA, doch dort muss sie von null anfangen und die Jobaussichten sind auch nicht rosig. Als Produktionsassistentin träumt sie jeden Tag von ihrem Traumjob und wie sie ihrer Chefin entkommen kann. In Cherry, einer Kollegin, findet sie eine Freundin, die sie auch dringend braucht. Denn nach einer spontanen Komparsenrolle in der Serie, an dessen Set sie arbeitet, wird sie von den Fans als neue Serienfreundin des Hauptdarstellers Angus gehandelt. Als wäre das nicht schon schlimm genug, können die beiden sich auf den Tod nicht ausstehen und auch sonst möchte sie mit dem Rampenlicht nichts zu tun haben. Sie lernt auch sehr schnell die Schattenseiten kennen und als sie dann für weitere Szenen in der Serie mitspielen soll, ist sie für jede Unterstützung dankbar. Und Angus spielt dabei eine ganze bedeutende Rolle. Die beiden kommen sich nicht nur am Set näher, sondern auch privat und schnell vermischt sich beides. Denn Gefühle sind da, das können beide nicht leugnen. Aber das Rampenlicht? Die Fans? Das will Marlowe alles nicht und dann ist da auch noch ihre ausstehende Bewerbung in New York. Denn sie will wieder zurück. Aber was ist mit der Liebe?

Ich habe etwas gebraucht, um so richtig in der Geschichte anzukommen, aber dann hat es mir doch gut gefallen. Durch Marlowe erfahren wir wieder, wie schlimm eine toxische Beziehung sein kann, in ihrem Falle, wenn der Mann eine Frau unterdrückt. Sie macht eine tolle Entwicklung durch und traut sich am Ende viel mehr zu als noch zu Beginn. Auch von Angus lernen wir bis zum Ende eine ganz andere Seite kennen als zu Beginn. Man sollte eben nicht alles glauben, was online zu lesen ist und es ist nicht alles Gold was glänzt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es ist eine schöne, lockere Geschichte, mit Humor und Leidenschaft, aber auch mit ernsten Themen.

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