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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2024

Auszeit in Schweden

Draußen zu Hause
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Schweden.

Wer denkt da nicht direkt an Stille, Ruhe, unendliche Weiten, Seen und Wälder?

Genau das möchte Johannes Likar in einem Jahr alles erleben. Er nimmt uns Leser mit an die Anfänge des Gedankens ...

Schweden.

Wer denkt da nicht direkt an Stille, Ruhe, unendliche Weiten, Seen und Wälder?

Genau das möchte Johannes Likar in einem Jahr alles erleben. Er nimmt uns Leser mit an die Anfänge des Gedankens "auszusteigen", erzählt wie er dazu kam, um schlussendlich den Sprung "ins Zelt" zu wagen.

Eine Insel wird für 12 Monate sein neues Zuhause.

Überwältigt von den Begegnungen und der Hilfsbereitschaft der Schweden richtet er sich sein Zelt ein. Schnell merkt er, das es in Schweden viel stressfreier als anderswo ist. Er möchte innere Ruhe finden, sich selbst reflektieren und über seinen Glauben nachdenken.

Das er ein großes Herz für die Natur hat, merkt man an den bildhaften Beschreibungen der Tiere, seiner Wanderungen und Bootstouren.

Ich bin mit einer gewissen Erwartungshaltung an das Buch herangegangen und habe mich auf völlige Einsamkeit eingestellt. Dem ist aber nicht so, denn Likar arbeitet noch an Land, hat viel Besucher und fährt zwischendurch auch weg. Mir kam er sehr ruhelos vor. Seine Unruhe schreibt er sich vom Herzen und merkt dabei, dass wenn man Gott sucht, er sich zeigen wird. Ob er ihn gefunden hat, lesen wir leider nicht. Ich wünsche es ihm von Herzen.

Für alle, die die Natur und Schweden lieben, ist es ein schönes Buch. In der Mitte des Buches ist ein schöner Bildteil, so dass man sich vieles besser vorstellen kann.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Aus Fremden werden Freunde

Der Club der Bücherfreundinnen
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Wer träumt nicht von einer eigenen Privatbibliothek und Freundinnen, die auch gerne lesen?

Louise hat von ihrem Vater eine solche geerbt, kann aber so gar nichts damit anfangen und möchte sie so schnell ...

Wer träumt nicht von einer eigenen Privatbibliothek und Freundinnen, die auch gerne lesen?

Louise hat von ihrem Vater eine solche geerbt, kann aber so gar nichts damit anfangen und möchte sie so schnell wie möglich los werden. Aber oft kommt es so ganz anders, als wir es uns vorstellen.

In der fiktiven Stadt Derby wird im Jahre 1942 ein Buchclub mit den unterschiedlichsten Leuten gegründet. Avis, die eine gute Ehefrau sein möchte und immer wieder an ihre Grenzen stößt, Ginny, die für ihr Leben gerne Süßes schlemmt und Martina, die mit ihren beiden Kindern schon viel erlebt hat und natürlich Louise, die oft als hartherzig und gefühllos rüberkommt.

Das ist der Kern des Clubs und er entwickelt sich recht dynamisch. Das anfängliche zurückhaltende Beobachten und Wahrgenommenwerden gibt Raum für Zuhören, Füreinanderdasein und Freundschaften.

Den Schreibstil der Autorin fand ich ganz angenehm, obwohl mir manches etwas zu langatmig war. Sie widmet den einzelnen Frauen immer abwechselnd ein Kapitel. Meist endet es mit einem Protokoll des Buchclubs. Dort wird die Diskussion des gelesenen Buches festgehalten. Teilweise recht lustig und humorvoll.

Die Charaktere waren sehr unterschiedlich, haben schlussendlich gut zueinander gepasst und sich gut ergänzt, denn jeder hat eine andere Lebenserfahrung mitgebracht.

Was mir nicht gefallen hat, waren etliche Lügen der Protagonisten. Da habe ich mich schwer mit getan. Der christliche Glaube wird sehr zaghaft eingebracht. Mir fehlte das persönliche Glaubensleben der einzelnen Protagonisten.

Hinten im Buch ist noch die Leseliste des Buchclubs abgedruckt, von denen ich aber keins kenne.

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Veröffentlicht am 14.05.2024

Freiheit um jeden Preis?

Der Wind flüstert von Freiheit
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Band 3 der "Neuanfang in Colorado" Reihe liegt vor uns. Wer Pferde, bzw. Mustangs gerne mag, ist hier genau richtig. Wilde Herden, die eingefangen und liebevoll gezähmt werden. Denn das zeichnet Brody ...

Band 3 der "Neuanfang in Colorado" Reihe liegt vor uns. Wer Pferde, bzw. Mustangs gerne mag, ist hier genau richtig. Wilde Herden, die eingefangen und liebevoll gezähmt werden. Denn das zeichnet Brody McQuaid aus, der mit tief verwundeter Seele aus dem Krieg wiedergekommen ist und jetzt besonders verletzten, verwilderten und ungestümen Pferden ein Zuhause geben möchte. Heilt seine Seele bei dieser Arbeit?

Doch eines Tages taucht Savannah Marshall auf. Sie flieht vor ihrer Hochzeit, denn sie soll einen Mann heiraten, den sie nicht mag und deren Ansichten sich nicht mit ihren decken. Doch ihr Gewissen nagt an ihr, eigentlich ist er derjenige, der ihren Vater finanziell unterstützen würde. Sie ist hin- und hergerissen zwischen Opferbereitschaft ihren Eltern gegenüber und der Freiheit als Tierärztin auf Brodys aufblühender Ranch "Healing Springs". Wie wird sie sich entscheiden?

Der Schreibstil ist angenehm, obwohl mir die Adjektive "schön" und "attraktiv" zu oft vorkamen. Manches fand ich sehr unrealistisch, besonders auch für damalige Zeiten. Die Charaktere waren teilweise authentisch, teilweise konnte ich einiges nicht nachvollziehen.

Der christliche Glaube wird dezent eingefangen. Hindurchschien, dass Gott uns manche Wege versagt, bzw. Umwege gehen läßt, um uns was besseres zu schenken. Das hat mir gut gefallen.

Alles in allem ein Roman, den man gut zwischendurch oder nach einem schweren Buch lesen kann.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Ein Buch in Briefform

Die Worte, die ich niemals schrieb
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Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.

Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin ...

Ein so ganz anderes Buch als man gewohnt ist, denn es besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln und Notizen.

Johanna Berglund, eine resolute Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt kommt als Übersetzerin in ein deutsches Kriegsgefangenenlager in ihrer alten Heimatstadt. Erst voller Vorurteile, doch je mehr sie sich mit den Gefangenen befasst, stellt sie fest, dass es Menschen sind wie du und ich. Kann man ihnen deshalb genauso vertrauen wie den eigenen Landsleuten?

Wie gut, dass Johanna ihrem japanischen Freund Peter immer ihr Herz ausschütten kann. Wann werden sie sich endlich wiedersehen?

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich ein Buch in dieser Form noch nicht gelesen habe. Der Leser muss sich schon sehr konzentrieren, um dem Verlauf zu folgen.

Leider wurde ich bis zum Schluss mit Johanna, der Hauptprotagonistin nicht warm. Sie war mir zu respektlos anderen gegenüber und zu viel von sich selbst überzeugt.

Gott und der christliche Glaube wurden oft ins lächerliche gezogen, was mich beim Lesen sehr geschmerzt hat.

Schön fand ich die ermunternden Worte des Pastors und das ihr Freund Peer sie öfter zurecht gewiesen hat.

Hervorheben möchte ich Johannas wandelnde Einstellung den Gefangenen gegenüber und das sie es geschafft hat, ihnen eine Stimme zu geben. So konnten sie zeigen, dass die Menschen mit Gefühlen und einer Geschichte sind.

Es wurden Filme und Götter erwähnt, die ich nicht kannte, was den Lesefluss gestört hat.

Wer Bücher in Briefform liest, wird es bestimmt mögen.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Ein FNA Roman

Unless you try
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Für Miri geht ein Traum in Erfüllung. Sie soll mit dem großen Nachwuchsstar Julian zusammen Beachvolleyball in Malaga trainieren. Sie hofft darauf, dass es ihr Sprungbrett in die große Welt der Reichen ...

Für Miri geht ein Traum in Erfüllung. Sie soll mit dem großen Nachwuchsstar Julian zusammen Beachvolleyball in Malaga trainieren. Sie hofft darauf, dass es ihr Sprungbrett in die große Welt der Reichen und Schönen ist und sie als talentierte Volleyballerin erkannt wird. Doch es ist nicht alles Gold, was in der scheinbar schillernden Welt glänzt. Ablehnung, loses Geplänkel und Einsamkeit machen sich in Miri breit.

Dann lernt sie Max, einen gläubigen Sozialarbeiter mit seinem Hund Paco kennen. Sein Wesen ist so völlig anders und er scheint inneren Frieden zu haben. Warum spricht er andauernd von Gott und das eine persönliche Beziehung zu ihm so wichtig ist? Eigentlich möchte sie von Gott nichts wissen, hat er doch viel Leid in ihrer Familie zugelassen. Kann man ihm überhaupt vertrauen?

Allem voran möchte ich anmerken, dass es sich um einen FNA Roman handelt und die Protagonisten sehr jung sind und vieles sehr sprunghaft erscheint. Miri ist in ihrer Not gefangen, reagiert oft sehr bissig und baut dadurch eine Mauer um sich auf.

Max, der junge Sozialarbeiter hat eine sehr feinfühlige Art und möchte denen helfen, die es im Leben nicht leicht haben. Gelingt es ihm Zugang zu Miri zu finden?

Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft. Malaga wird schön vor die Augen der Leser gemalt. Der Glaube findet sich ganz dezent und Max zeigt ihn mehr in Taten. Trotzdem gibt er gute hilfreiche Hinweise.

Die spanischen Sätze haben mich gestört, weil man den Zusammenhang nicht erlesen konnte. Die Liebesgeschichte und das Ende waren ausbaufähig und mir zu abrupt. Bei Miri findet ein leises inneres Umdenken statt. Von innerer Heilung ist sie aber noch weit entfernt, denn das braucht Zeit und Aufarbeitung.

Ein Roman für junge Leute, die nach dem Sinn des Lebens suchen und merken werden, dass es das Glück nicht zu kaufen gibt.

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