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Veröffentlicht am 14.08.2024

Literarisch schön geschrieben

Im Unterholz
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Sara Strömberg „Im Unterholz“ aus dem blanvalet Verlag

„Ich war nie Mutter geworden und würde nie Großmutter werden. Hatte nicht Schwester sein dürfen, würde nie Tante werden. Tochter war ich ...

Sara Strömberg „Im Unterholz“ aus dem blanvalet Verlag

„Ich war nie Mutter geworden und würde nie Großmutter werden. Hatte nicht Schwester sein dürfen, würde nie Tante werden. Tochter war ich noch, zumindest für einige Zeit."

Sara Strömbergs erster Roman führt uns Leser, in ihrem Kriminalroman, tief in die norwegische Natur und Kultur Jämtland. In ihrem Debütroman erzählt Sara Strömberg von der Journalistin Vera Bergström, die nicht nur ihren Job verloren hat, sondern auch ihre lebenslange Partnerschaft. Tätig als Aushilfslehrerin wird Vera einer Geschichte wahr, die sie als Journalistin unbedingt verfolgen muss. Ein Mord geschieht in dem allzu ruhigen Ort Järpen indem Vera lebt, ein alter Chef erinnert sich an sie und bittet um einen Artikel für die Zeitung. Dabei wird Veras Instinkt als Journalistin geweckt, welches nach der Kündigung und Trennung tief geschlummert hat. Ein Schritt folgt dem anderen und wir Leser machen uns mit Vera Bergström und mit ihrer ruhigen und dennoch hartnäckigen Art auf Spurensuche. Die Autorin versteht es ihre Hauptprotagonistin charakterstark und authentisch zu beschreiben. Aber auch eine andere und wichtige Perspektive wird uns Lesern erzählt. Der literarische Schreibstil überrascht und macht den Kriminalroman zu etwas ganz Besonderen. Für mich gab es dadurch wunderschöne Lesemomente. Aus einem melancholischen und teils sehnsüchtigen Blickwinkel auf das vergangene und noch kommende Leben lädt uns die Journalistin Vera Bergström und Hauptprotagonistin in ihr Leben ein.

Sara Strömberg präsentiert ihre Geschichte als eine gut durchdachte Kriminalgeschichte, die allerdings durch ruhige Gewässer fließt. Hierbei steht nicht die Spannung im Vordergrund, sondern das Erleben der Ermittlungsarbeit und Recherche von Vera, die unermüdlich an einer unglaublichen Geschichte dranbleibt und diese Stück für Stück in ihrer ganz eigenen Lebensart ans Licht bringt. Literarisch absolut lesenswert und mein Lesetipp für den Sommer.




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Veröffentlicht am 13.07.2024

Unglaubliche Geschichte

Blutender Tod - Tatort Boston
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„Blutender Tod “ - Tatort Boston Ein Thriller von Roman Just

Roman Just entführt uns Leser in seinem neuen Auftakt Roman tief in eine vielschichtige
Geschichte die sich in Boston ereignet und die Ermittlungen ...

„Blutender Tod “ - Tatort Boston Ein Thriller von Roman Just

Roman Just entführt uns Leser in seinem neuen Auftakt Roman tief in eine vielschichtige
Geschichte die sich in Boston ereignet und die Ermittlungen des Detektive Forrest Waterspoon begleiten. Während Waterspoon zu Beginn seiner Ermittlungen mit einem Mordfall einer jungen Frau beschäftigt ist, entwickelt sich dieser Fall immer mehr zu einem Phänomen vermisster junger Frauen mit osteuropäischen Wurzeln. Im Laufe der Ermittlungen ergeben sich immer mehr unerklärliche Erkenntnisse. Parallel lernen wir Molly eine Journalistin kennen die in die Geschichte zeitgleich mit hineingezogen wird. Aber wir bekommen auch Einblicke eines jungen Mannes der sich einen Auftrag gegeben hat junge Frauen vor dem Tod zu retten. Die Frage stellt sich nun was alle miteinander verbindet. Ein Geschehen spannt das andere mit ein und so geraten wir Leser wie durch ein Labyrinth immer tiefer in die unglaubliche Geschichte aus der Feder von Roman Just.
In seinem ganz eigenen Erzählstil verwickelt er uns immer tiefer in das Geschehen mit ein, welches uns lange völlig im Dunklen lässt und dadurch wächst die Spannung an.
Mir hat der Thriller gefallen, allerdings braucht es etwas Geduld um in die ganze Geschichte und den einzelnen Protagonisten gänzlich eintauchen zu können. Auch die verschiedenen Ausgangspunkte und Zeitabschnitte benötigen etwas Lesezeit, um an die richtigen Stellen gesetzt werden zu können. Wer gerne Romane mit vielen Facetten und Blickwinkeln liest ist hier aller bestens aufgehoben.

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Veröffentlicht am 09.07.2023

Loyale Schwesternliebe

Missing in Paris - Wo ist Nina?
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Cis Meijer "Wo ist Nina"

Lotte ein junges und sportliches Mädchen, welches nach dem Tod der Mutter alleine mit dem Vater lebt, erhält von ihrer Schwester Nina eine Postkarte. Diese Postkarte stammt ...

Cis Meijer "Wo ist Nina"

Lotte ein junges und sportliches Mädchen, welches nach dem Tod der Mutter alleine mit dem Vater lebt, erhält von ihrer Schwester Nina eine Postkarte. Diese Postkarte stammt aus Paris, wo sich gerade Nina aufhält, da sie einen Werbevertrag bei einer Modeagentur unterschrieben hat. Aufgrund familiärer Zwistigkeiten hat Nina einen persönlichen Kontakt eingestellt und kommuniziert nur per Post.

Für Lotte stellt die Postkarte einen wichtigen Anhaltspunkt in der Beziehung zu Nina dar. Schließlich ist dies die Möglichkeit zu lesen, wie es ihrer Schwester geht und was sie gerade macht.

Doch mit der heutigen Postkarte stimmt etwas nicht, verabschiedet sich Nina doch bei Lotte mit den Worten, die verstorbene Mutter zu grüßen. Lotte ist daraufhin völlig überzeugt davon, dass es Nina nicht gut geht und möchte sofort nach Paris aufbrechen. Den Vater kann sie mit viel Mühe zu einem Urlaub überreden.

Gleich in Paris passieren merkwürdige Dinge um Lotte herum. Dies verstärkt den Verdacht von Lotte, dass Nina in Gefahr ist. Dabei begegnen Lotte auf ihrer Suche nach ihrer Schwester Menschen und Begebenheiten die sie immer weiter zur Lösung und Findung ihrer Schwester bringen.

Selbst finde ich, dass ich ein schönes Buch mit einer gut durchdachten Geschichte gelesen habe. Es macht Spaß mitzuerleben, wie stark Lotte sich für ihre Schwester engagiert und immer wieder neue Ideen erhält an ihrem Ziel nicht zu verzweifeln, sondern sie mühelos durch das Geschehen getragen wird.

Dazu hat sich Cis Meijer einige interessante Protagonisten einfallen lassen, die zur Findung von Nina beitragen und Lotte in ihrem Engagement unterstützen.

Meines Erachtens fehlt es an Charakterentwicklung. Die einzige Person die ich hier wirklich kennengelernt habe ist Lotte. Das Buch ist spannend gestaltet und der schöne flüssige Erzählstil lässt zu, dass das Buch so beim lesen dahinfliegt, dennoch trifft die Beschreibung eines Thrillers mit Sogwirkung nicht zu. Auch wird nicht wirklich deutlich, dass das Buch sich an jugendliche Leser*innen richtet.

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Veröffentlicht am 19.09.2021

Die Stumme Tänzerin

Die stumme Tänzerin
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Helga Gläserner entführt uns Zuhörer in das Hamburg der 30'er Jahre. Es wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt die sich persönlich und gesellschaftlich in einem Beruf behauptet der zu dieser Zeit ...

Helga Gläserner entführt uns Zuhörer in das Hamburg der 30'er Jahre. Es wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt die sich persönlich und gesellschaftlich in einem Beruf behauptet der zu dieser Zeit als völlig Tabu erscheint. Sie wird Ermittlerin bei der hiesigen Polizei. Auch wenn die Geschichte mit einer weiblichen Teamcrew beginnt, wird uns Zuhörern schnell klar, dass es hier allein um Paula geht, um die sich das Mordgeschehen spannt. Dabei lässt Paula, eine junge Protagonistin, tiefe Einblicke in das vornehme Hamburg dieser Zeit zu. Paula überzeugt mit einer unglaublichen emanzipatorischen Direktheit. Sie kämpft in dieser Geschichte um Gleichberechtigung und Unabhängigkeit. Wir Zuhörer haben es mit einer starken und mutigen Frau zu tun. Natürlich kommen Gefühle nicht zu kurz und Paula lässt uns miterleben wie sie Gefühle für einen Kollegen entwickelt. Trotzdem spielt im Laufe der Geschichte die eigene Familie eine große Rolle in der Ermittlung und Paula wird stark mit hineingezogen. Meiner Meinung nach lässt sich die Geschichte wunderbar hören. Die Erzählung lebt von starken Dialogen und Überlegungen Paulas. Uns Zuhörern führt Paula durch die ganze Geschichte und zeigt sich als eine starke und mutige Frau. Sie ist einem unglaublich sympathisch und es gibt viele Momente in der man mit ihr mitfiebert. Christiane Marx als Leserin des Hörbuches verzaubert uns mit ihrer Stimme in das alte Hamburg. Sie versteht es mit ihrer Empathie und Sensibilität auf alle Situationen gerecht einzugehen und Paula gekonnt widerzuspiegeln.. Es macht Spass ihr zuzuhören. Allerdings haben wir allein Helga Gläserner diesen wunderbaren Roman zu verdanken, der es gelungen ist eine spannende Geschichte zwischen Krimi und Frauenbild zu spinnen.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Zwischen den Gezeiten

Manche Schuld vergeht nie
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MANCHE SCHULD VERGEHT NIE von Elly Griffiths aus dem Tropen Verlag

Erster Band der Zeitreise Ermittlungen mit Eli Dawson

Ich war richtig gespannt auf dieses Buch, da die Autorin eine Ermittlerin ins ...

MANCHE SCHULD VERGEHT NIE von Elly Griffiths aus dem Tropen Verlag

Erster Band der Zeitreise Ermittlungen mit Eli Dawson

Ich war richtig gespannt auf dieses Buch, da die Autorin eine Ermittlerin ins Feld zieht, die gerade 50 geworden ist und dazu in die Vergangenheit reist, um dort einen alten ungelösten Kriminalfall zu lösen. Leider war ich persönlich etwas enttäuscht, da ich beim Lesen immer wieder ins Stocken geraten bin und mir einfach das Interesse fehlte weiter zu lesen. Die sogenannte Sogwirkung wollte einfach nicht einsetzen. Natürlich ist dies eine rein individuelle Sichtweise meinerseits.

Aber worum geht es eigentlich in diesem Roman? Schließlich ist dieser Roman der erste Band einer neuen Serie der überaus bekannten und beliebten Autorin Elly Griffiths. Die Autorin schreibt in diesem Roman über ihre Hauptprotagonistin Eli Dawson, eine taffe englische Kriminalbeamtin, die in einer Abteilung arbeitet, die der strengsten Geheimhaltung unterliegt. Selbst ihr einziger Sohn Finn, der selbst für die Regierung arbeitet, weiß nichts über die geheime Arbeit seiner Mutter. So entgeht ihm auch, dass die Abteilung noch in den Kinderfüßen steckt und das Prozedere der Zeitreise noch nicht gänzlich ausgearbeitet ist. Dennoch begibt sich seine mutige Mutter, mit der Unterstützung ihres Teams, auf eine Reise in das viktorianische Zeitalter Englands. Dort wartet auf sie ein Kriminalfall, der noch immer ungelöst ist. Dem nicht genug dreht sich der Cold Case um den Ururgroßvater von Elis Einsatzleiter Cain. Was mit der Suche eines Medaillons beginnt, entspinnt sich immer mehr um die Aufklärung eines Mehrfachmörders. Während Eli dann zu allem Überdruss im Zeitalter feststeckt, gerät ihr Sohn Finn in der Gegenwart gleichzeitig in ernste Schwierigkeiten.

Mein Fazit dieser Geschichte, wie Eingangs bereits erwähnt, fällt nicht 100 % positiv aus. Mir ist es auch sehr schwer gefallen diese Rezension, im Rahmen einer Leserunde, zu schreiben. Dies mag aber wirklich an ganz individuellen Dingen hängen. Dies war mein erster Roman der Autorin und zugleich der Auftakt einer neuen Serie. Mir sind manche Passagen einfach zu langlebig geblieben. Erklärungen zu weit hergeholt. Am Ende sind noch Fragen offengeblieben. Dennoch lebt der Kriminalroman von seiner Raffinesse und Innovation der Zeitreise. Es macht Spaß, mit Eli das viktorianische Zeitalter zu besuchen und die heutigen Entwicklungen mit der damaligen Zeit zu vergleichen. Die Idee die dahinter steckt ist unglaublich gut und wie ich finde, ist die Umsetzung der Autorin sehr gut gelungen. Daher ist dieser Kriminalroman, aufgrund seiner Idee absolut lesenswert und die ungewöhnlichen Ermittlungen der Vergangenheit haben natürlich ihren Reiz. Darüber hinaus können wir natürlich gespannt sein, wie sich der zweite Band der Serie liest. Dennoch vergebe ich erstmal nur drei Sterne.

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