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Venice

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Veröffentlicht am 22.09.2024

Der Pumuckl ist wieder da

Pumuckl, Tiergeschichten
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Nach der Neuauflage der alten Serie im Fernsehen fühlte ich mich wieder in die Kindheit versetzt mit den lustigen Abenteuern von Meister Eder und seinem Kobold.
Jetzt möchte der Pumuckl ein Haustier haben ...

Nach der Neuauflage der alten Serie im Fernsehen fühlte ich mich wieder in die Kindheit versetzt mit den lustigen Abenteuern von Meister Eder und seinem Kobold.
Jetzt möchte der Pumuckl ein Haustier haben und kommt auf allerhand Ideen. Kurzerhand entführt er Enten und Gänse aus dem Stadtpark in die Werkstatt. Meister Eder ist alles andere als begeistert. Auch im Zoo muss er aufpassen was der Pumuckl so alles anstellt.

Zum Vorlesen ist dieses Buch bestimmt gut geeignet, ansonsten müssen die Kinder schon gut selbst lesen können da gibt es viel Text und nur spärliche Illustrationen.

Ich fand das Buch als Unterhaltung ganz nett, allerdings hätte ich mir mehr Illustrationen oder hier sogar eher einen Comic gewünscht. Hin und wieder wirkt der geschriebene Text etwas sperrig was als Comic durch Bilder leichter darzustellen wäre.

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Mathematik mal anders

Pi mal Daumen
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Für Oscar stand es schon seit Kindertagen fest, er studiert später Mathematik. Jetzt endlich beginnt für den hochbegabten aber leicht autistischen jungen Mann sein Studium. Erstaunt über die Fülle der ...

Für Oscar stand es schon seit Kindertagen fest, er studiert später Mathematik. Jetzt endlich beginnt für den hochbegabten aber leicht autistischen jungen Mann sein Studium. Erstaunt über die Fülle der ersten Vorlesungen wird er auf eine Frau aufmerksam die auf dem ersten Blick so gar nichts mit den ganzen jungen Leuten zu tun hat. Sie wird sogar als Putzfrau gehalten. Ausgerechnet Oscar findet einen guten Draht zu der Frau und unterstützt sie bei ihrem Studium.

Zugegeben, Mathematik ist so gar nicht mein Fach und ich war erst mistrauisch ob ich das Buch lesen soll. Die mathematischen Rätsel und die Theorien habe ich nicht nachvollziehen können, war aber auch okay für mich. Der Schreibstil dieses außergewöhnlichen Buches hat etwas fesselndes.

Während man sich manchmal über den besserwisserischen Ton von Oscar ärgert, holt einem die patente Art von Moni wieder zurück. Sie ist einfach eine patente Frau und Oma. Das Buch hat einfach etwas besonderes an sich und ich habe manchmal herzhaft lachen können.

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Die letzte Reise

Reise nach Laredo
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Karl der V hat abgedankt und verbringt jetzt seinen Lebensabend in einem Kloster in Yuste, Spanien. Durch seine Freude am guten Essen litt er an Gicht und Wechselfieber. Er beschäftigt eine große Zahl ...

Karl der V hat abgedankt und verbringt jetzt seinen Lebensabend in einem Kloster in Yuste, Spanien. Durch seine Freude am guten Essen litt er an Gicht und Wechselfieber. Er beschäftigt eine große Zahl an Dienern die eigentlich nur darauf warteten dass wieder Abwechslung kam während Karl sich alleine und trübsinnig langweilte. In dem Kloster trifft Karl der V auf seinen unehelichen Sohn Gernonimo durch den der kranke Mann wieder etwas Lebensmut bekommt. Er beschließt mit ihm mitten in der Nacht dem Kloster den Rücken zu kehren und nach Laredo aufzubrechen. Auf Pferd und Maulesel reiten die beiden los was Erinnerungen an Don Qujiote und Sancho Panza aufkommen läßt. Unterwegs treffen sie auf Cagots, Honza und seine Schwester. Karl hilft dem verletzten Honza zu einer Heilerin und nach dessen Genesung brechen sie gemeinsam auf bis zu einem Gasthof wo sie lange verweilen und Karl sein Vermögen beim Kartenspiel verliert.

Der Schreibstil von Arno Geiger ist schon außergewöhnlich, kein Buch das sich so nebenbei lesen läßt sondern literarisch sehr anspruchsvoll. Es ist die Geschichte einer Reise zu sich selbst mit ungewöhnlichen Zeitgenossen. Vermisst habe ich ein Nachwort und Erläuterungen zum Leben der Cagots und von Karl des V. Trotz der überschaubaren Seitenzahl hat das Buch doch einige Längen.

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Veröffentlicht am 02.09.2024

Die letzte analoge Kindheit

Geile Zeit
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In persönlichen Rückblicken erzählt Niclas Seydack, geboren 1990, von der letzten analogen Kindheit in einem beschaulichen Dorf an der Ostsee, wo man noch spontan bei den Freunden klingeln konnte und immer ...

In persönlichen Rückblicken erzählt Niclas Seydack, geboren 1990, von der letzten analogen Kindheit in einem beschaulichen Dorf an der Ostsee, wo man noch spontan bei den Freunden klingeln konnte und immer jemand Zeit hatte. Vom gemeinsamen Fernseheabenden mit der Familie und Nutella Brot. Die heile Welt zerbricht mit 9/11, Schweigeminuten in der Schule die einem so unendlich lange vorkam. Kurz darauf gesellen sich Aufklärung von der Polizei über potentielle Amokläufer an der Schule dazu. Die Bedrohungen nehmen zu, von rechts, von links oder es weht ein Virus aus China die Welt komplett durcheinander. Statt nach Zivildienst und Studium, irgendwas mit Medien, also den ersten Job mit Freunden und Party zu feiern sitzen wir alle alleine im Homeoffice, die Kollegen auf kleine Bildschirmkacheln geschrumpft. Alles andere als eine geile Zeit war das.

Was anfangs noch eher in Romanform gefasste Erinnerungen daherkam, dreht sich am Ende ein ums andere Mal um die schwierige persönliche und allgemeine Lage. Der Schreibstil ist einfach, teilweise vulgär und einige Male stark übertrieben. Dennoch eine durchaus ehrliche und ungeschminkte Biographie einer Generation.

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Veröffentlicht am 14.08.2024

Menschliche Abgründe

Dunkler Abgrund
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Clara Lofthus hat es geschafft, sie wird als neue Justizministerin vereidigt. Für sie als alleinerziehende Mutter keine leichte Aufgabe, wird ihr doch eingeredet von nun an ständig in Dienstbereitschaft ...

Clara Lofthus hat es geschafft, sie wird als neue Justizministerin vereidigt. Für sie als alleinerziehende Mutter keine leichte Aufgabe, wird ihr doch eingeredet von nun an ständig in Dienstbereitschaft sein zu müssen. Doch sie brennt für ihr neues Amt und hofft darauf fällige Gesetzesentwürfe zum Thema Kindeswohl durchzusetzen.

Privat meint es das Schicksal nicht leicht mit ihr, als Mutter von Zwillingen hat sie gerade erst ihren Mann bei einem Unglück verloren, die Mutter ist seit Jahren in einem psychichen Pflegeheim. Um so größer der Schock, als eines Tages die Kinder verschwunden sind und ein kryptischer Brief auftaucht. Ist Clara doch nicht so unschuldig? Gemeinsam mit ihrem Chauffeur und Bodyguard begiebt sie sich auf eine dramatische Schnitzeljagt in der sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss.

Ein recht guter Spannungsroman mit einem kurzen knappen Ende das für mich sehr überraschend kam, kam doch endlich im 2. Drittel die nötige Spannung auf. Der Schreibstil in kurzen knappen Kapiteln aus Sicht von nur wenigen Personen ist ruhig, die Personen werden gut eingeführt. Eine Kenntnis des ersten Teils ist nicht nötig.

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