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Veröffentlicht am 06.02.2018

SECRET – Niemand schweigt für immer

Secret - Niemand schweigt für immer
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SECRET – Niemand schweigt für immer,
von Brad Meltzer und Tod Goldberg

Cover:
Dunkel und beängstigend, passend zum Inhalt.

Inhalt:
Hazel Nash erwacht nach einem Autounfall (bei dem ihr Vater ums Leben ...

SECRET – Niemand schweigt für immer,
von Brad Meltzer und Tod Goldberg

Cover:
Dunkel und beängstigend, passend zum Inhalt.

Inhalt:
Hazel Nash erwacht nach einem Autounfall (bei dem ihr Vater ums Leben kam) im Krankenhaus. Sie hat erhebliche Erinnerungslücken, vor allem alles was ihre Emotionen angeht ist weg. So kann sie sich nicht an ihr Verhältnis zu ihrem Bruder erinnern, sogar nicht einmal an sich selber, was war sie für eine Person??
Und was ist mit ihrem Vater, er war ein berühmter Fernsehjournalist mit einem Faible für Verschwörungen.
Ein FBI Agent taucht auf und deutet an ihr Vater könnte ermordet worden sein. Hazel fängt an zu ermitteln und muss sich bald selber fragen: Bin ich selber in eine Verschwörung verstrickt, habe ich meinen Vater selber umgebracht??

Meine Meinung:
Von Anfang bis zum Ende ein wirklich undurchschaubarer und sehr mysteriöser Agenten-Thriller.
Wer ist „böse“ wer ist „gut“, eigentlich lässt sich keiner so richtig einsortieren.
Sogar die Hauptprotagonistin Hazel, muss sich fragen: wer bin ich – das macht schon richtig Gänsehaut.
Es sind viele sehr eigenwillige Charaktere: aber auch am Ende des Buches habe ich eigentlich keinen so richtig durchschaut.
Viele Schauplätze (weltweit), deren Bedeutung sich mir aber nicht immer erschloss. Z.B. warum wurde das zweite Opfer nach Dubai gelockt und dort umgebracht?
Auch manche Handlungen waren mir zu unlogisch: z.B. warum sammelt und verteilt der „undercover“ Leibwächter belastendes Material gegen Personen die er schützen will/soll?
Solche für mich unlogischen Handlungen gibt es einige.
Es wird verschleiert und verwirrt, betrogen, gelogen und hintergangen am laufenden Band.

Autoren:
BRAD MELTZER geb. 1970 in Brooklyn, in Miami aufgewachsen, lebt mit seiner Frau in Florida.
Tod Goldberg IST Autor mehrerer Romane.

Mein Fazit:
Ein Thriller der total verwirrt und mit Rätsel über Rätsel aufwartet.
Undurchschaubar, mysteriös; wem kann man glauben, wenn nicht einmal sich selber? Aber auch wenn man nicht alles versteht, macht gerade das vermutlich die Spannung aus.
Von mir ganz knapp 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Die Frau im hellblauen Kleid

Die Frau im hellblauen Kleid
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Die Frau im hellblauen Kleid, von Beate Maxian

Cover:
Helle Farben und ein nostalgischer Touch machen neugierig.

Inhalt:
Eine Familiensaga über vier Generationen hinweg.
Darin waren die Frauen alle Schauspielerinnen.
Es ...

Die Frau im hellblauen Kleid, von Beate Maxian

Cover:
Helle Farben und ein nostalgischer Touch machen neugierig.

Inhalt:
Eine Familiensaga über vier Generationen hinweg.
Darin waren die Frauen alle Schauspielerinnen.
Es beginnt in der Gegenwart, als Vera, das Leben ihrer berühmten Eltern, einem berühmten uns schillernden Schauspielerehepaar, als Doku verfilmen will.
Im Gegensatz zum Klappentext, drängt ihre Mutter Marianne darauf, weiter zurückzugehen und mit dem Durchbruch ihrer berühmten Mutter Käthe zu beginnen.
Diese Vergangenheit geht zurück bis 1927 und so kommen wir auch in die Nazizeit und es werden einige Familiengeheimnisse (sowohl in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit) aufgedeckt und aufgearbeitet.

Meine Meinung:
Der Einstieg war für mich nicht so einfach.
Vom Klappentext her hatte ich erwartet, dass Marianne alles tut um die Vergangenheit weiterhin zu verschweigen, doch im Gegenteil dazu ist sie es die alles vorantreibt, war für mich sehr verwirrend.
Dann ist mir die Schreibweise zu sprunghaft(Zeit, Handlung, Personen). Ich konnte nicht immer gleich auf Anhieb problemlos folgen. Es werden auf einmal viele Personen eingeführt deren Beziehungen und Verflechtungen mir nicht klar werden. Dadurch wirkt das Ganze auf mich etwas zäh und es kommt für mich irgendwie keine Spannung auf.
Ich empfinde es teilweise zu unlogisch und zu unrealistisch. Manches wird vorweggenommen oder in einem Nebensatz erwähnt so dass bei der „Auflösung“ später, der Effekt weg ist.
Die beiden Erzählstränge: Vergangenheit + Gegenwart sind mir „mehr oder weniger“ nebeneinander her erzählt und weniger miteinander verknüpft als dass daraus Spannung entstehen könnte.
Vor allem die Gegenwart ist in meinen Augen sehr konstruiert und für mich unglaubwürdig, wirr und konfus.
Die Vergangenheit wird im letzen Drittel besser erzählt.
Vor allem die unglaublichen Denunziationen der Nazizeit werden mit sehr viel Emotion erzählt.

Autorin:
Beate Maxian lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Oberösterreich und Wien. Ihre in Wien angesiedelten Krimis haben eine treue Leserschaft erobert.

Mein Fazit:
Eine interessante Idee und gute Geschichte, aber für mich persönlich war die Umsetzung nicht gerade spannend geschrieben.
Ich bin hin und her gerissen, zwischen 3 und 4 Sternen, hier kann ich 3,5 vergeben.

Veröffentlicht am 08.09.2017

Und morgen das Glück

Und morgen das Glück
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Und morgen das Glück, von Franziska Stalmann

Cover:
Ein bisschen „leblos“, ich hätte in einer Buchhandlung nicht nach dem Buch gegriffen.

Inhalt:
Nina (48) lebt jahrelang glücklich mit ihrem „stinkreichen“ ...

Und morgen das Glück, von Franziska Stalmann

Cover:
Ein bisschen „leblos“, ich hätte in einer Buchhandlung nicht nach dem Buch gegriffen.

Inhalt:
Nina (48) lebt jahrelang glücklich mit ihrem „stinkreichen“ Lebensgefährten Robert zusammen. Der lebt lediglich getrennt von seiner Frau, keiner denkt an die Zukunft.
Nach seinem plötzlichen Unfalltod, steht Nina mit leeren Händen da.
Da kein Testament zu finden ist nimmt der missgünstige Stiefsohn Nina alles.
Nun steht Nina mit leeren Händen da, doch Not macht erfinderisch.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Der Einstig in die Geschichte ist auch interessant und sehr emotional.

Doch so nach und nach möchte ich mehr und mehr über Nina den Kopf schütteln. Sie ist in meine Augen sehr sprunghaft, manchmal finde ich sie verhält sich nicht wie eine 48 jährige Frau. Mal macht sie sich klein und schluckt alles und dann wieder ist sie zu stolz um einen Satz der Entschuldigung zu sagen, der ihre Probleme lösen würde. Dann ist sie wieder sehr weltfremd und naiv, obwohl sie doch, bevor sie ihren Robert kennengelernt hat, alleinerziehende Mutter und Journalistin war und das Leben doch auch in den Griff bekommen hat.
Auf der einen Seite war Robert ihr alles und sie ist ja so am Boden zerstört, und dann landet sie schnell im Bett des nächstbesten (weil der Robert ähnlich sieht?) und kurz später hat sie einen wesentlich jüngeren Mann aufgetan mit dem sie hemmungslosen Sex (just for fun) hat.

Nina ist eine Person die mich spaltet.
Sie ist ein toller Familienmensch, für ihre Familie (Tochter und Enkelin) tut sie alles.
Die „Freunde“ fliegen ihr eigentlich so zu, sie muss dafür nichts tun.

Die Geschichte läuft mit lauter glücklichen Zufällen (die ich mir so im Leben nicht vorstellen kann), und für mich doch recht konstruiert, auf ein Happy End zu.

Das Schöne an dem Buch ist auch, es zeigt, Geld ist nicht alles, und wahre Freundschaft kann man nicht kaufen.

Einen tollen Satz habe ich im Buch gefunden:
Zitat: Wenn man nur Leute lieben darf, die perfekt sind, dann muss man die Liebe ändern.

Autorin:
Franziska Stalmann eroberte mit ihrem Roman "Champagner und Kamillentee", verfilmt mit Andrea Sawatzki, ein Millionenpublikum. Die Autorin und Psychologin lebt in München.

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte, die allerdings mit der Person von Nina steht und fällt.
Und da Nina (für mich) viel zu ambivalent ist, ist meine anfängliche Begeisterung zum Ende des Buches etwas verflüchtigt.
Ich schwanke stark zwischen 3 und 4 Sternen.

Veröffentlicht am 20.03.2026

Katzenpfade – Aussage für mich zweifelhaft

Katzenpfade
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Katzenpfade, von Sara Lundberg

Cover:
Das Cover gefällt mir.

Inhalt und meine Meinung:
Ein Kind geht mir seiner Katze spazieren, es bestimmt immer wo sie lang gehen. Bis es zum Streit kommt und die Katze ...

Katzenpfade, von Sara Lundberg

Cover:
Das Cover gefällt mir.

Inhalt und meine Meinung:
Ein Kind geht mir seiner Katze spazieren, es bestimmt immer wo sie lang gehen. Bis es zum Streit kommt und die Katze auch mal bestimmen will weo es lang geht. Also darf am nächsten Tag die Katze bestimmen und plötzlich gehen sie ganz neue unbekannte Wege und entdecken neues.

Soweit so gut. Und man kann auch viele Aussagen da hineininterpretieren, die gut und wichtig sind:
- Nicht immer alle selber bestimmen.
- Auch andere mal zu Wort kommen lassen.
- Andere Meinungen zu akzeptieren.
- Neues entdecken und neuem unvoreingenommen begegnen.
Finde ich alles gut.
ABER:
Nicht immer ist es gut unbekanntem einfach zu folgen, in einem unbekannten Wald zu verschwinden, wenn man sich nicht auskennt einfach weiter zu gehen und so weiter. Diese Aussaugen (die ich aus dem Buch lesen) finde ich bedenklich.

Die Illustrationen (außer die ausklappbare Sternenseite, die ist wunderschön) sind nicht so mein Ding, zu „modern“.

Mein Fazit:
Ich habe das Buch auf einer Buchseite gewonnen, hätte ich es im Buchladen ganz durchschauen können, hätte ich es für meine Enkel nicht gekauft.
Von mir schwache 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Trügerisches La Rochelle - baut zu sehr auf den Vorgängern auf

Trügerisches La Rochelle
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Trügerisches La Rochelle, von Jean-Claude Vinet

Cover:
Ein wunderschönes Cover das ein Bild des Handlungsortes zeigt.

Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der vierte Fall von Commissaire Chevaier, leider ...

Trügerisches La Rochelle, von Jean-Claude Vinet

Cover:
Ein wunderschönes Cover das ein Bild des Handlungsortes zeigt.

Inhalt und meine Meinung:
Dies ist der vierte Fall von Commissaire Chevaier, leider habe ich die ersten drei Bände nicht gelesen und mir blieb Chevalier auch unnahbar und alles was so persönlich um ihn herum war blieb mir fremd und bruchstückhaft. Auch das Team um Chevalier bleibt mir fremd und blass.

Bei Arbeiten an einem Windpark, kommt ein Mann auf einem Schiff zu Tode.

Die Krimihandlung ist spannend aufgebaut. Obwohl der Täter auf dem Schiff zu finden sein muss, und daher nur eine begrenzte Anzahl von Personen in Frage kommt, tun sich die Ermittler schwer ein Motiv zu finden und den richtigen Ermittlungsansatz zu verfolgen.
Immer wieder müssen sie von vorne anfangen weil sich neues ergeben hat und somit alle bisherigen Absätze verworfen werden müssen.

Privat versucht Chevalier die Vergangenheit seiner Mutter zu enthüllen, hierzu gab es ein paar Bruchstücke, aber da mir viel Vorwissen fehlt ist es zwar bestimmt spannend aber es stört mich dann mehr beim Lesen. Genauso die Andeutungen zu den „Beziehungen“ seines Vorgesetzten zur rechten Szene.

Autor:
ean-Claude Vinet ist das Pseudonym eines deutschen Autors von Kriminalromanen, den seine Liebe zu der wundervollen Region um La Rochelle am Atlantik dazu inspiriert hat, diese zum Schauplatz seiner neue Krimi-Reihe zu machen. Der Autor, der von sich behauptet, kein Land besser zu kennen als Frankreich, lebt mit seiner Familie in Trier

Mein Fazit:
Ein interessanter Krimi, mit viel Hin und Her und vielen Wendungen.
Allerdings sollte man die ersten Bände gelesen haben, sonst bleiben der Kommissar und auch die anderen Personen fremd.
Ich habe einfach nicht rein gefunden deshalb von mir 3 Sterne.

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