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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2025

Klassischer Krimi mit vielen Handlungssprüngen

Campion. Tödliches Erbe
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Klassische Krimis lese ich sehr gerne zur Abwechslung, da sie sich von Stil und Atmosphäre doch sehr von aktuellen Krimis unterscheiden. Ähnlich wie bei den Klassikern von Agatha Christie steht hier auch ...

Klassische Krimis lese ich sehr gerne zur Abwechslung, da sie sich von Stil und Atmosphäre doch sehr von aktuellen Krimis unterscheiden. Ähnlich wie bei den Klassikern von Agatha Christie steht hier auch ein intelligenter privater Ermittler im Mittelpunkt.
Die Geschichte beginnt bereits sehr abstrus. Ein mysteriöser Kelch, ein sehr altes Familienerbstück soll von einer geheimen Organisation gestohlen werden. Campion ein privater Ermittler möchte dies verhindern und nimmt Kontakt zu der Familie auf, die diesen besonderen Kelch seit Generationen beschützt.
Trotz des Roten Faden: die Verhinderung des Diebstahls hat sich bei mir kaum eine richtige Spannung aufgebaut. Immer wieder gab es Nebenhandlungen, diese blieben aber sehr oberflächlich. Die Charaktere blieben mir auch wenig greifbar. Persönliche Verstrickungen hätte man vielleicht etwas mehr ausbauen können. So konnte ich kaum eine Verbindung zu diesen aufbauen.
Insgesamt wirkte die Geschichte zum Teil sehr konstruiert und unrealistisch. Das kenne ich zum Teil auch aus anderen Krimis dieser Zeit, aber hier wirkte es für mich zu wenig zusammenpassend. Die Sprünge in der Geschichte waren für mich oft nicht nachvollziehbar und ich hatte auch oft das Gefühl, dass mir etwas in der Entwicklung fehlt. Dennoch hat der Roman etwas von dem typischen britischen Charme, den ich so sehr liebe.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Atmosphärisch gut, Handlung zu viele Lücken

Der Passagier der Polarlys
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Mit diesem Graphic Novel wurde versucht einen klassischen Krimi neu aufzulegen. Ich liebe Krimis, auch die Klassiker, dennoch habe ich noch keinen Roman von Georges Simenon gelesen. Ohne Vorkenntnisse ...

Mit diesem Graphic Novel wurde versucht einen klassischen Krimi neu aufzulegen. Ich liebe Krimis, auch die Klassiker, dennoch habe ich noch keinen Roman von Georges Simenon gelesen. Ohne Vorkenntnisse bin ich an dieses Werk gegangen.
Die Geschichte beginnt mit einem Mord und wechselt dann zu einem Linienschiff, welches an der Nordküste Europas entlangfährt. Es befördert Fracht und wenige Passagiere. Kapitän Petersen hat von Anfang an ein schlechtes Gefühl bei der Reise. Dies wird kurze Zeit später bestätigt mit dem Mord eines Passagiers. Nun geht es darum herauszufinden, wer von den Passagieren ist der Mörder und was hat der Mord zu Beginn des Krimis damit zu tun.
Es ist sicher nicht einfach die komplexe Handlung in Bildern und wenigen Sprechblasen darzustellen. Meiner Meinung ist dies hier nur zum Teil gelungen. Gelungen ist die Atmosphäre auf dem Schiff und auch die undurchsichtigen Charaktere darzustellen. Die Dunkelheit des Winters, die Kälte, die Fahrt an sich, konnte ich sehr gut nachempfinden. Leider ist dabei etwas die Handlung auf der Strecke geblieben. Ich mag es sehr selbst zu rätseln, wer der Täter ist, hier fehlte es völlig. Dauernd hatte ich das Gefühl mir fehlen wichtige Aspekte und Handlungsstränge. Gleichzeitig fehlte mir bei den Zeichnungen der Charaktere die Emotionen. Ich kenne das von anderen Graphic Novels, dass man besonders die Emotionen gut in den Gesichtern darstellen kann. Einen Pluspunkt erhalten die 4 ausführlichen Seiten am Ende des Buchs über den Autor und die Entstehungsgeschichte des Romans. Das war sehr interessant.
Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt. Atmosphärisch gut gestaltet, aber die Geschichte war für mich nicht immer nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Interessante Welt, leider zu oberflächlich

Heart & Shadow
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Die Farben und die Gestaltung des Covers haben mich sehr angesprochen, obwohl ich den Titel des Buches etwas nichtsagend und in der Vielzahl der Bücher dieses Genres geht er unter. Die kurze Inhaltsangabe ...

Die Farben und die Gestaltung des Covers haben mich sehr angesprochen, obwohl ich den Titel des Buches etwas nichtsagend und in der Vielzahl der Bücher dieses Genres geht er unter. Die kurze Inhaltsangabe hat mich wiederum sehr angesprochen. Das der Roman in zwei Handlungssträngen aufgebaut ist. Sorgt für eine hohe Dynamik in der Handlung und erhöht die Spannung.
Die Autorin hat eine interessante neue Welt geschaffen mit viel Magie, interessanten mystischen Gestalten und sehr unterschiedlichen Schauplätzen. Leider hat die Autorin es nicht geschafft mir diese abwechslungsreiche Welt wirklich näher zu bringen. Ich konnte mir bis zum Ende des Romans weder die Gesellschaftsordnung, noch die einzelnen Städte richtig vorstellen.
Leider finde ich auch die Charakterzeichnung nicht gelungen. Die zwei Handlungsstränge haben jeweils eine Protagonistin. Einmal Rah, die als Waise in einer Art Kloster aufwuchs und zur mächtigen Wächterin ausgebildet wurde. Sie hat die Fähigkeit chaotische Energie (so eine Art böse Energie) umzuwandeln und zu beruhigen. Rah trägt aber ein Geheimnis in sich, dass sie noch mit niemanden geteilt hat, sie sieht und spricht mit 5 Wölfen. Für was diese stehen oder warum Rah sie sieht, erfährt man im Roman nicht. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen und gutaussehenden Irin macht sie sich auf die Suche nach der Ursache der gesteigerten chaotischen Energie.
Daneben gibt es Shina, sie ist Studentin der staatlichen Universität. Sie hat eine beste Freundin Mae, die sich immer merkwürdiger verhält. Als sie das Geheimnis von Mae erfährt, macht sie sich zusammen mit ihr auf die Flucht vor der Staatsmacht.
Während ich Rah sehr interessant fand und ihrem Handlungsstrang gerne verfolgt habe, fand ich Shina total anstrengend. Ihr Charakter besteht nur darin sich um Mae Sorgen zu machen und sie anzuschmachten. Wer Shina eigentlich ist und was sie ausmacht, habe ich nicht erfahren. Und auch Mae bleibt farblos. Angeblich sind sie die besten Freundinnen, die aber kaum voneinander wissen und nicht miteinander reden. Für mich war die Beziehung sehr unglaubwürdig.
Rahs Liebesgeschichte zu Irin war schon früh klar, es fehlte aber eindeutig das Prickeln. Insgesamt konnte ich mich wenig mit den Charakteren identifizieren, sie blieben für mich wenig greifbar, ähnlich wie die Welt in der sie leben.
Der Roman hat für mich interessante und viele gute Ansätze. Die magische Welt und die verschiedenen Wesen sind spannend und auch die Geschichte der zwei Protagonistinnen sind spannend erzählt. Aber vielleicht hätte die Autorin doch ab und zu innehalten sollen, um sich für ihre Welt und Charaktere mehr Zeit zu lassen. Am Ende wurden eigentlich keine Fragen beantwortet, das passiert wahrscheinlich im zweiten Teil. Wobei ich noch nicht weiß, ob ich ihn lesen werde.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Spannende Geschichte, aber ausbaufähig

Totenmoor - Ich sehe dich
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Der Roman ist der erste Band einer neuen Reihe mit den Protagonisten Kriminalkommissarin Emma Claasen und dem Rechtsmediziner Kai Plathe. Der Roman spielt in Hamburg und Umgebung. Der Roman startet mit ...

Der Roman ist der erste Band einer neuen Reihe mit den Protagonisten Kriminalkommissarin Emma Claasen und dem Rechtsmediziner Kai Plathe. Der Roman spielt in Hamburg und Umgebung. Der Roman startet mit dem Fund zweier Moorleichen, da diese nicht mit Ötzi zu vergleichen sind, sondern nur ca. 20 Jahre im Moor liegen und auch nicht von allein dorthin gelangt sind, ist es ein Fall für die Mordkommission.
Emma Claasen kommt bei diesem Fall nur schwer voran, vor allem da die Spuren schon älter sind und auch weil es zu mysteriösen Mordfällen in und um Hamburg kommt, die sie auf Trab halten. Kai Plathe steht ihr kompetent zur Seite. Neben den Mordfällen spielt auch das Privatleben der zwei Protagonisten eine Rolle. Vor allem Plathe hat mit einer kriselnden Ehe und beginnenden Gefühlen für seine Kollegin zu kämpfen. Auch Emmas hat einiges an privates Gepäck zu tragen.
Die Geschichte um die Moorleichen und die Rachemorde ist an sich ganz gut gelungen. Zu Beginn wird auch immer wieder aus Sicht der Täter und späteren Opfer erzählt, dass lässt das abrupt nach, ich weiß nicht warum. Denn der Perspektivwechsel hat es für mich interessanter gemacht. Das Geplänkel zwischen Plathe und Claasen fand ich persönlich jetzt nicht so spannend. Emma blieb, was ihren Charakter betrifft eher im Hintergrund. Sie ist eigentlich eine Führungsperson, was für mich aber überhaupt nicht deutlich wurde. Ihre Kommunikation innerhalb des Kommissariats wirkte wenig professionell. Plathe wird als der perfekte Rechtsmediziner beschrieben, der deshalb auch keine Zeit hat sich mit den Problemchen seiner Frau auseinanderzusetzen.
Sprachlich fand ich den Roman sehr einfach. Einfache Sätze, viele Wortwiederholungen. Es ist ein Krimi, ich erwarte keine hochgestochene Sprache, aber hier war es mir doch etwas zu einfach gestrickt. Als Leserin fühlte ich mich weder beim Lesen, noch beim Miträtseln herausgefordert. Es ist ein einfacher Krimi mit einer Protagonistin, die für mich auch wenig Tiefe hat. Für mich hätte man aus der Geschichte sicher mehr machen können.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Schönes Setting mit schwachen Charakteren

Todeskalt
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Der Roman ist der 2 Teil einer Reihe um die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein und Kommissar Simon Berger. Die Fälle sind abgeschlossen, aber die persönliche Entwicklung der Protagonisten geht natürlich ...

Der Roman ist der 2 Teil einer Reihe um die Kriminalpsychologin Caro Löwenstein und Kommissar Simon Berger. Die Fälle sind abgeschlossen, aber die persönliche Entwicklung der Protagonisten geht natürlich innerhalb der Reihe weiter, weshalb ich empfehlen würde die Reihe nacheinander zu lesen. Ich habe mit dem zweiten Band gestartet, was es mir manchmal schwerer machen die persönlichen Verbindungen zu verstehen, des Weiteren wird Berger sehr von Geschehnissen in der Vergangenheit beeinflusst, was auch zu seinen Entscheidungen führt, die ich mit dem Lesen des ersten Teils vielleicht besser verstanden hätte.
Das Setting ist gelungen. Ein kleines Dorf im Taunus während des Winters inklusive einer alten Legende. Caro wird durch den Anruf einer alten Freundin in das Dorf gelockt. Ihre Freundin bat sie zu kommen. Caro findet ihre Freundin nicht dafür eine Tote. Die Polizei vor geht von Selbstmord aus und blockt jede Hilfe von Caro ab. Das ganze Dorf scheint gegen eine Aufklärung der Todesumstände zu sein. Caro sucht weiterhin ihre Freundin und glaubt auch nicht einfach an einen Selbstmord. Da Berger mit den Dämonen der Vergangenheit kämpft, kann er ihr kaum helfen.
Der Fall scheint aber immer komplizierter zu werden und auch Verbindungen nach Frankfurt zu haben, wo es weitere Tode gibt. Es eröffnen sich mehrere Handlungsstränge, die weit voneinander entfernt zu sein scheinen.
Den Krimi empfand ich schon als spannend und gerade am Ende wurde es immer actionreicher. Es wirkte auf mich aber zum Teil sehr konstruiert und die Charaktere hatten für mich wenig Tiefe. Caro hat eine Teenagertochter, scheinbar alleinerziehend. Das erfährt man kurz am Anfang, danach spielt die Tochter keine Rolle mehr, auch nicht in den Gedanken von Caro. Das fand ich sehr unrealistisch. Insgesamt fiel es mir oft schwer, die Entscheidungen der Charaktere nachzuvollziehen. Alle lieben Alleingänge, auch wenn sie noch so gefährlich sind. Ich hoffe sehr, dass sich Kommissare in der Realität professioneller verhalten.
Mich konnte der Krimi nicht wirklich überzeugen trotz gutem Setting und einer guten Grundgeschichte. Die Schwächen in den Charakteren und der Story empfand ich als zu groß. Ich könnte mir vorstellen, dass ein gutes Lektorat das hätte verhindern können.

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