Profilbild von Buch4ever

Buch4ever

Lesejury Star
offline

Buch4ever ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buch4ever über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2024

"Nehmen Sie ihn als Gedankenspiel, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung - und behalten Sie im Blick, was auf der Welt passiert."

Die Abschaffung des Todes
0

James Windover lebt und arbeitet in Amsterdam. Als Journalist und Chef einer analytischen Zeitung, mit höchst auserlesenen de lux Abonnementen bittet ihn eines Tages seine wichtigste Kundin an einem Geschäftstreffen ...

James Windover lebt und arbeitet in Amsterdam. Als Journalist und Chef einer analytischen Zeitung, mit höchst auserlesenen de lux Abonnementen bittet ihn eines Tages seine wichtigste Kundin an einem Geschäftstreffen im Silicon Valley teilzunehmen, zögernd sagt er zu. Vor Ort erfährt er von dem geheimen Plan des Start-up-Unternehmens. Als Unterstützung mit an Bord des Start-up's sind zwei bekannte Experten, eine Gentechnikerin und ein Nanotechnologe. Alle drei erklären auf sehr spannende Art, wie man es schafft den Tod zu überlisten.
Wieder zurück in Amsterdam stellen James und sein Redaktionsteam weitere Nachforschungen an, dabei wird mehr aufgedeckt als eigentlich erwartet ...

Der Autor greift in seinem Thriller ein umstrittenes Thema auf, packend, spannend, faszinierend zugleich und sehr gut recherchiert wird in diesem Buch über "Die Abschaffung des Todes" von der ersten Seite an erzählt. Sehr interessant sind dabei die wissenschaftlichen und philosophischen Aspekte.

Andreas Eschbach, 1959 geboren, ist ein deutscher Schriftsteller, der mit 12 Jahren zu Schreiben begann und mit seiner Familie seit über 2 Jahrzehnten in der Bretagne lebt. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem "Literaturpreis des Science Fiction-Clubs Deutschland" und Pro7 verfilmte bereits einen seiner erfolgreichen Thriller. Heute gehört er zu den deutschen Top-Thriller-Autoren.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, das Erzähltempo sehr angenehm.
Der Thriller ist in 9 Hauptkapitel mit mehreren kleinen Kapiteln eingeteilt.
Anfangs ein bisschen wie ein Roman und danach wie ein Thriller mit einem überraschenden Ende gestaltet.
Das Cover sagt mir nicht so zu, es ist sehr einfach und unauffällig. Aber wie so vieles im Leben Geschmackssache.

Fazit:
Sicherlich sind die wissenschaftlichen Erläuterungen nicht jedermanns Geschmack. Mich hat es aber keineswegs gestört, ganz im Gegenteil, ich fand es zur Erzählung sehr passend. Zudem regt dieser tiefgründige Thriller auch sehr zum Nachdenken an. Ich mochte das dicke Buch kaum aus der Hand legen.
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung! Und 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2024

"Das Mädchen mit den roten Haaren"

Wir waren nur Mädchen
0

Hannie Schaft, eine niederländische Jurastudentin, Widerstandskämpferin und die Hauptprotagonistin, deren wahre Lebensgeschichte hier in Romanform erzählt wird.
1940 im durch deutsche Nationalsozialisten ...

Hannie Schaft, eine niederländische Jurastudentin, Widerstandskämpferin und die Hauptprotagonistin, deren wahre Lebensgeschichte hier in Romanform erzählt wird.
1940 im durch deutsche Nationalsozialisten besetzte Amsterdam erlebt sie mit, wie ihre Freundinnen und deren zum teil jüdischen Familien durch die Besatzer in Gefahr geraten.
Zufällig trifft sie auf Menschen, die einer Widerstandsbewegung angehören und schließt sich ihnen an.
Sie helfen Juden und sabotieren die Nationalsozialisten. Oberstes Gebot: menschlich bleiben. Nicht nur
Hannie beweist großen Mut und bis zum Schluss viel Durchhaltevermögen ...


Es ist interessant und sehr erschreckend zugleich auch einmal lesen zu können, wie es in einem unserer Nachbarländer während der deutschen Besatzungszeit der einheimischen Bevölkerung erging. Bisher kümmerte mich die niederländische Geschichte diesbezüglich nicht wirklich.
Aber das Cover sprach mich an, dazu noch der Titel "Wir waren nur Mädchen". Was steckt nur dahinter, dachte ich mir, eine Nachkriegserzählung vielleicht ... ?
Ich laß den Klappentext und hätte vieles erwartet, aber nicht so etwas. Meine Neugierde auf Hannie und alle anderen war geboren ...

Das Cover passt zur Hauptprotagonist in schwarz/weiß und die unaufdringlichen Farben in der oberen Hälfte spiegeln, meiner Meinung nach, sehr gut die Zeit des 2. WK wider. Mir gefällt das Cover gut.
Buzzy Jackson ist preisgekrönte Autorin dreier Sachbücher und hat in Geschichte promoviert. Sie lebt in Colorado.

Fazit:
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und schildert Hannie's Leben und ihre Erfahrungen sehr beeindruckend. Man sollte hierbei nicht vergessen, dass es sich um keine fiktive Romanfigur handelt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr anschaulich. Emotional, spannend, mitreißend, aufwühlend kann ich nur sagen. Aber Vorsicht, dieser Roman ist nichts für schwache Nerven!
Eine klare Leseempfehlung gibts von mir! Und 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2024

Ein Gewinnspiel, keine Lügen, viel Geheimnisse und 5 Millionen Euro

Scandor
0

100 Menschen nehmen an einem Gewinnspiel der besonderen Art teil.
Hierbei wird ein neu entwickelter Lügendetektor getestet, der jede Halbwahrheit, Ausflucht, nicht ernstgemeinte Floskel und vor allem JEDE ...

100 Menschen nehmen an einem Gewinnspiel der besonderen Art teil.
Hierbei wird ein neu entwickelter Lügendetektor getestet, der jede Halbwahrheit, Ausflucht, nicht ernstgemeinte Floskel und vor allem JEDE LÜGE sofort entdeckt.
Sein Name: SCANDOR.
Ausgestattet mit Scandor müssen alle 100 ihren Alltag meistern ohne auch nur annähernd zu lügen. Und manchmal gibt es obendrauf sogar noch ein paar kleine fiese Challenges zu bestehen. Es gilt durchzuhalten bis sich die anderen 99 Gegner aus dem Rennen werfen und dann winken 5 Millionen Euro als Gewinn. Jedoch verliert man, bleibt einem nur übrig, sich seiner allergrößten Angst zu stellen. Für alle Verlierer der Albtraum ihres Lebens ...


Wir lernen Tessa & Philipp, die beiden Hauptprotagonisten, kennen. Beide nehmen natürlich am Spiel teil und werden von der Autorin sympathisch dargestellt. Erzählt wird aus der Sicht von Tessa und Philipp, wie deren Alltag sich mit Scandor gestaltet und die Empfindungen dazu. Schnell merken sie, ebenso wie die Leserschaft, wie oft man eigentlich am Tag lügt und sei es auch nur die kleinste Notlüge.
In der Rahmengeschichte wird uns in allerbester Crime-Time-Manier geschildert, wie es zu dem Gewinnspiel kam. Und das Ende war bis kurz vor Schluss nicht vorhersehbar.

Der Schreibstil ist fantastisch, sehr flüssig und fesselnd.
Das Cover mit der Gestaltung von Scandor ist sehr gut gelungen.

Fazit:
Das Buch hab ich kaum aus der Hand legen können, so sehr hat mich dieser Thriller begeistert. Aber auch zum Nachdenken gebracht.
Wie oft lügt man, bewusst und unbewusst? Was geschieht mit mir und meinem Umfeld, wenn man ständig die Wahrheit sagt und andere somit vor den Kopf stößt? Einen guten Einblick in unsere oft verlogene Welt vermag uns dieses Buch im Nachgang zu geben!
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Und 5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2024

Ein beliebtes Traditionscafé. Ein großer Traum. Ein geniales Rezept.

Café Alba
0

Alba im Piemont, Norditalien, 1946.
Die 16-jährige Winzertochter Francesca wird von ihrer Familie in die Stadt Alba geschickt. Sie soll als Hausmädchen für die Familie Milani arbeiten, die dort das erfolgreiche ...

Alba im Piemont, Norditalien, 1946.
Die 16-jährige Winzertochter Francesca wird von ihrer Familie in die Stadt Alba geschickt. Sie soll als Hausmädchen für die Familie Milani arbeiten, die dort das erfolgreiche Café Alba betreibt. Francesca arbeitet schon bald in der Backstube mit, denn sie fühlt sich von diesen verführerisch süßen Düften magisch angezogen und kommt dadurch auch Matteo, dem Sohn des Hauses, näher.
Aber die Kosten für Kakao sind enorm gestiegen, was wird nun mit ihrer Arbeit und dem Café? Doch Francesca könnte der Familie helfen. Sie erinnert sich an die Haselnusshaine in ihrer Heimat und hat eine grandiose Idee ...


"Cafe Alba - Ein Traum aus Nuss und Schokolade" ist Band 1 der "Café-Alba-Serie".
Die Autorin hat hier eine wundervolle Familien-Saga erschaffen. Ihre Fähigkeit, Elemente aus der Vergangenheit nahtlos mit frischen Perspektiven zu verbinden, ist wirklich bewundernswert. Die lebendigen Beschreibungen und fesselnden Charaktere zieht die Leserschaft mühelos mit in die Welt von Francesca, wir erleben alle Höhen und Tiefen mit ihr mit. Wir freuen uns, wenn sie sich freut und sind traurig, wenn auch sie traurig ist.
Und eins noch ist gewiss, die Creme, der Kuchen, die Torten, das Gebäck, all die Leckereien kann man förmlich beim Lesen riechen ...
Es wird eine mitreißende, charmante Geschichte erzählt über ein junges schüchternes Mädchen, das sich zu einer selbstständigen, starken jungen Frau entwickelt, die weiß, was sie will.

Emilia Lombardi ist das Pseudonym einer deutschen Bestsellerautorin, die sich in Land und Leute Italiens verliebt hat. Sie hat unterdessen erfolgreich zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen es um Liebe, Geheimnisse und starke Frauen geht.

Für diesen Roman ist das Cover wunderbar gelungen. Man will direkt nach der Tasse Kakao und der Schokolade greifen.


Fazit:
Von der ersten Seite an hat mich dieser Roman gefesselt. Ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Und kann das Buch wärmstens den Leserinnen & Lesern empfehlen, die eine mitreißende und wundervoll geschriebene Geschichte suchen verbunden mit ein bisschen Historie.
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung! Und 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2024

Wer gehört wirklich auf die Anklagebank?

Der 1. Patient
0

Dr. Sasha Müller ist eine erfahrene und erfolgreiche Chefchirurgin eines Berliner Krankenhauses und davon überzeugt, dass KI in der Medizin, speziell im OP-Bereich, unterstützen kann und soll. Sie macht ...

Dr. Sasha Müller ist eine erfahrene und erfolgreiche Chefchirurgin eines Berliner Krankenhauses und davon überzeugt, dass KI in der Medizin, speziell im OP-Bereich, unterstützen kann und soll. Sie macht sich dafür auch in den Medien stark.
Nun ist es soweit. Das KI-System wird das erste Mal im Operationssaal bei einem Routineeingriff, indem Dr. Müller die Leitung hat, eingesetzt. Allerdings verläuft die OP nicht wie geplant, denn nach einem Zwischenfall endet es für den Patient tödlich.
Einige Zeit später findet sich Dr. Müller unter Anklage neben ihrem Verteidiger im Gerichtssaal wieder.
Wie konnte es nur zu diesen fatalen Fehler kommen? Vor allem, wer trägt die Schuld? Ist der Ärztin ein Fehler unterlaufen? Ist die KI doch noch nicht so weit, um in der Medizin eingesetzt zu werden? Und sind somit die schwedischen Hersteller schuldig?
Fragen über Fragen ...
Das Team, bestehend aus dem Verteidiger Rocco Eberhardt, dem Gerichtsmediziner Justus Jarmer und dem Privatermittler Tobias Baumann, hat das Ziel die Mandantin herauszuboxen. Wird es dem Trio rund um Rocco Eberhardt gelingen?


Wie es für einen Justiz-Krimi der Fall ist, spielt die Haupt-Handlung vor Gericht, die Leserschaft sitzt als Zuschauer im Gerichtssaal.
Natürlich gibt es Anfangs auch kurze Einblicke in die Medienwelt, in der die Hauptprotagonistin dem Publikum im Showroom und vor dem TV die KI näher bringt. Kurze Einblicke in ihr Privatleben und ihre Klinikarbeit gibt es ebenfalls. Wie die Print- und Online-Medien mit ihrer Gier nach Sensationslust, vielen Auflagen und Klicks arbeiten kommt nicht zu kurz. Das Team rund um die Verteidigung bekommt ebenfalls viel Platz im Roman und genau so ist es mit der schwedischen Hersteller-Firma.
"Der 1. Patient" ist der 4. Band der "Eberhardt & Jarmer ermitteln-Reihe" des Autorenduos, der in sich abgeschlossen und ohne die Vorbände lesbar ist. Die Autoren verstehen es, einen aufregenden Spannungsbogen aufzubauen, der viele Wendungen hat mit einem unvorhersehbaren Ende.

Schwiecker hat viele Jahre in Berlin als Strafverteidiger gearbeitet. Seit
3 Jahren ist er im Bereich KI in der Medizin tätig, hält weltweit Vorträge auf medizinischen Fachveranstaltungen und ist mit dem Für & Wider der Medical-KI vertraut.
Tsokos ist Professor und seit 2007 Leiter der Berliner Rechtsmedizin, außerdem internationaler Experte für Forensik.
Das Cover ist schlicht in nur drei Farben gehalten. Weiß, Schwarz, Rot und passt hervorragend zum Inhalt des Romans.

Fazit:
Dieser Justiz-Krimi war für mich der erste Krimi des Autorenduos und grenzt schon fast an einen Thriller. Gute flüssige Schreibweise, Erklärungen auch für Laien sehr verständlich und mit dem Einsatz einer Medical-KI am Puls der Zeit. Denn eine KI, nicht nur im medizinischen Bereich, sondern generell in den falschen Händen, kann viel Schaden anrichten.
Von Anfang bis Ende ist der Roman packend und fesselnd.
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung! Und 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere