Seelenverwandtschaft
LunaticsZu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts treffen Virginia Woolf und Lytton Strachey, ein Studienfreund ihres Bruders Thoby, zum ersten Mal aufeinander, lernen sich besser kennen und stehen ein paar Jahre ...
Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts treffen Virginia Woolf und Lytton Strachey, ein Studienfreund ihres Bruders Thoby, zum ersten Mal aufeinander, lernen sich besser kennen und stehen ein paar Jahre später im Fokus der Bloomsbury Group. Das ist die Gruppierung, bestehend aus Intellektuellen, Künstlern und Wissenschaftlern, die einen bedeutenden Einfluss auf die kulturelle Entwicklung in England zur damaligen Zeit besaß. Die Beziehung der beiden Literaten zeigt sich als Seelenverwandtschaft, die sicherlich nicht zuletzt auch aus dem stets angespannten Verhältnis von Virginia zu ihrem Mann entstanden ist, der ihrem gesundheitlichen Zustand ganz und gar nicht förderlich war.
Christiane Hanke erzählt in 'Lunatics' in einem wunderschön lesbaren Schreibstil von einer Beziehung zwischen zwei Menschen, die ihre ganz besonderen Herausforderungen mit sich und der sie umgebenden Welt hatten. Ein Highlight des Buches ist der abgebildete Briefwechsel zwischen beiden, der tiefe Einblicke in ihr Seelenleben erlaubt und ein Stück Historie aus dem Leben von Virginia Woolf wiedergibt.