Leider nicht meins
Immerland – Die Stadt der EwigkeitManchmal braucht man etwas abseits vom eigenen Beuteschema und so habe ich mich an dieses fantastische Kinderbuch gewagt, denn Cover und Inhaltsangabe haben mich sofort gecatched.
Der Anfang ist dann ...
Manchmal braucht man etwas abseits vom eigenen Beuteschema und so habe ich mich an dieses fantastische Kinderbuch gewagt, denn Cover und Inhaltsangabe haben mich sofort gecatched.
Der Anfang ist dann auch sehr gelungen. Ein flüssiger Schreibstil und ein etwas makabrer Humor (man lese den ersten Satz, darauf folgen Situationen in denen sich dieser bewahrheiten könnte) haben den Start für mich perfekt gemacht. Leider konnte das Buch dann dieses Level für mich nicht halten, denn nach Ankunft in der "Stadt" gings bergab. Einerseits stellt unser Mika keine Fragen. Gar keine. Klassischer Fantasy-Fehler: Protagonsiten akzeptieren einfach alles und hinterfragen gar nichts. Klar, sobald Mika den Armreif trägt, ist es aus Gründen verständlich. Aber vorher? Keine einzige Frage... Andererseits liest sich der Mittelteil wie der Fiebertraum eines 10-Jährigen. Ich selber habe in dem Alter einen Aufsatz über "Eine Welt ohne Erwachsene" geschrieben. Der las sich in etwa ähnlich. Klar, Zielgruppe sind 10- bis 14-Jährige. Aber für 10-Jährige ist das Buch definitiv zu brutal (zumindest im letzten Drittel) und für 14-Jährige wohl sonst einfach zu uncool. Und für mich als Erwachsene wars einfach irgendwie nervig.
Meinen Geschmack hat es trotz des guten Ansatzes, den knackig kurzen Kapiteln und des Schreibstils leider nicht getroffen.
Und so bleibt mein Abstecher ins Kinderbuchgenre wohl für eine Weile genau das: ein Abstecher.
2 Sterne