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Veröffentlicht am 18.05.2025

spannende Struktur, distanzierte Figuren

Gestern waren wir unendlich
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Gestern waren wir unendlich

hat mir insgesamt gut gefallen, besonders der Anstieg der Handlung hat mich mitgenommen.

Die Erzählweise mit zwei oder mehr Perspektiven ist mein Favorit, weil sie viel Abwechslung ...

Gestern waren wir unendlich

hat mir insgesamt gut gefallen, besonders der Anstieg der Handlung hat mich mitgenommen.

Die Erzählweise mit zwei oder mehr Perspektiven ist mein Favorit, weil sie viel Abwechslung bringt. Besonders die ersten Kapitel machen neugierig auf die fortlaufende Handlung, ohne zu viel vorwegzunehmen, was das Lesen spannend macht.

Der Schreibstil war zu Beginn sehr flüssig und angenehm. Leider hat sich das im weiteren Verlauf etwas verändert, einige Dialoge wirkten aufgesetzt oder nicht ganz stimmig mit dem Hintergrund und Logik der Figuren. Das hat die Authentizität mancher Szenen geschwächt und mich stellenweise aus der Geschichte gerissen.

Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen: zum einen die Zeit des Kennenlernens der beiden, etwa drei Jahre zuvor, und zum anderen die Gegenwart. Die Geschichte wird Stück für Stück aus beiden Zeiten erzählt, was gut funktioniert und Spannung aufbaut. Das Buch regt aufgrund des Themas: Tod, zum Nachdenken an, aber auch, weil es um queere Liebe geht und sich von klassischen Liebesgeschichten abhebt. Die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Lebensrealitäten von Louis und Henry fand ich gelungen. Die Idee der Zeitschleife im Geschehen ist interessant umgesetzt. Es fühlt sich nicht eintönig an, denn immer wieder werden neue Varianten des Tages gezeigt, was das Lesen abwechslungsreich macht.

Schade fand ich allerdings, dass viele emotionale Schlüsselmomente und wichtige Informationen nicht direkt zwischen den beiden Protagonisten stattfinden, sondern oft in Gesprächen mit Nebencharakteren abgehandelt werden, diese Szenen tragen wenig zur Hauptgeschichte bei und hätten meiner Meinung nach intensiver behandelt werden können. Dadurch fehlte mir die emotionale Tiefe und Nähe zu Louis und Henry, was es schwierig machte, sich richtig in die Figuren hineinzuversetzen.

Das Ende hat mir insgesamt gefallen, auch wenn einige Fragen offenbleiben, was wahrscheinlich mit der Fortsetzung zu tun hat. Leider wirkte die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten auf mich nicht ganz überzeugend, und die Konflikte schienen mir nicht plausibel genug, um die gesamte Handlung zu tragen.

Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen beendet, auch wenn mich nicht jede Entscheidung im Handlungsverlauf überzeugen konnte, war die Geschichte insgesamt angenehm und stellenweise bewegend, jedoch fehlte mir die emotionale Bindung zu den Figuren. Auch wenn mich nicht alles überzeugt hat, interessiert mich die Fortsetzung, ich bin gespannt, ob sich dort noch einige Fragen klären werden.

Ich vergebe solide 3,5 Sterne, mit Tendenz nach oben

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Gefühlvoll, aber unausgewogen - Eine Geschichte mit Potenzial

Our Infinite Fates
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"Hart und weich. Schmerz und Lust. Unsere gesamte Existenz kondensiert... und zu einem einzelnen diamantenen Augenblick kristallisiert"

Inhalt & Einstieg

Das Buch beginnt mit einem neugierig machenden ...

"Hart und weich. Schmerz und Lust. Unsere gesamte Existenz kondensiert... und zu einem einzelnen diamantenen Augenblick kristallisiert"

Inhalt & Einstieg

Das Buch beginnt mit einem neugierig machenden und interessanten Einstieg, der sofort mein Interesse geweckt hat. Die Geschichte entfaltet sich über verschiedene Zeitebenen hinweg, wobei die Themen Identität, Wiedergeburt und queere Liebe eine zentrale Rolle spielen.

Struktur & Verständlichkeit

Ein großer Kritikpunkt für mich war die Orientierung innerhalb der verschiedenen Zeitebenen. Die Geschichte springt zwischen mehreren Jahrhunderten hin und her, und es war oft schwierig nachzuvollziehen, in welcher Epoche man sich gerade befindet. Die Namen der Figuren änderten sich mit den Zeitsprüngen, was das Ganze noch komplexer machte. Zwar wurden manchmal Hinweise auf das Geschlecht der Figuren gegeben, aber sie gingen im Verlauf oft unter. Die Verwendung von Pronomen war inkonsistent: Obwohl anfangs „they/them“ angekündigt wurde, wurde dann doch oft „sie“ verwendet, was für Verwirrung sorgte.

Sprache & Stil

Ein weiterer Punkt, der mir aufgefallen ist, war der sprachliche Stil in den verschiedenen Zeitabschnitten. Während die Geschichte sich über viele Jahrhunderte erstreckt, unterschied sich die Sprache nur minimal. Gerade bei den Passagen aus dem Jahr 1200 hätte ich mir eine deutlichere sprachliche Anpassung gewünscht. Erst gegen Ende wurde die Wortwahl etwas besser an die jeweilige Epoche angepasst, aber insgesamt blieb dieser Aspekt unterentwickelt. Dadurch wirkte der Übergang zwischen den Zeiten oft zu nahtlos, und ich musste mehrfach auf mein Handy schauen, um zu überprüfen, in welcher Zeit ich mich gerade befand.

Aber besonders im letzten Teil, kurz vor dem Ende, wurde der Schreibstil überraschend poetisch, was mir sehr gefallen hat. Es gab einige Sätze, die so schön formuliert waren, dass ich mir sogar ein Zitat herausgeschrieben habe, das habe ich mir mehrmals angehört, weil es mich so berührt hat. Dieser plötzliche poetische Tonfall hat die Geschichte noch einmal aufgewertet und ihr einen emotionalen, fast melancholischen Abschluss verliehen, den ich sehr genießen konnte.

Protagonisten

Evelyn war als Protagonistin gut geschrieben, besonders ihre emotionale Tiefe und Hilfsbereitschaft haben mir gefallen. Ihre Liebe zu Arden entwickelte sich langsam, anfangs distanziert, später intensiv, aber nicht immer ganz nachvollziehbar. Arden selbst blieb für mich eher blass. Seine Geheimniskrämerei machte ihn anfangs unsympathisch, und obwohl seine Emotionen später greifbarer wurden, fehlte mir insgesamt die Tiefe, um wirklich mit ihm mitzufühlen.

Handlung & Spannung

Der Spannungsbogen entwickelte sich für mich erst spät. Anfangs war ich mir unsicher, worauf die Geschichte hinauswollte, und fragte mich, welches Genre eigentlich dominiert. Die Fantasy-Elemente, insbesondere das Konzept der Wiedergeburt, waren für mich eher ein Nebenaspekt. Viel mehr wirkte das Buch wie ein Liebesdrama zwischen den beiden Hauptfiguren, mit starkem Fokus auf deren Beziehung. Wer sich auf einen reinen Fantasy-Roman freut, könnte enttäuscht sein. Erst gegen Ende nahm die Handlung für mich richtig Fahrt auf, und ich wollte unbedingt wissen, was es mit der Wiedergeburt auf sich hat. Hier konnte mich das Buch schließlich fesseln, auch wenn die Umsetzung des Konzepts insgesamt nicht vollends überzeugt hat.

Gesamteindruck

Buch hatte viele interessante Ideen, konnte diese aber nicht immer konsequent umsetzen. Die schwammige Struktur der Zeitsprünge, die mangelnde sprachliche Differenzierung und der geringe Fantasy-Anteil haben mich stellenweise herausgerissen.

Bewertung: 3,5 von 5 Sternen.
Ein interessantes Konzept voller Emotion, aber in der Umsetzung mit Schwächen. Wer sich auf die Geschichte ohne den Anspruch eines klaren roten Fadens einlässt, kann dennoch ein fesselndes Leserlebnis genießen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2025

Eine Geschichte über Freundschaft, Theater und ein bisschen Liebe

Kate in Waiting
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Nachdem mir Becky Albertallis Hörbuch „Imogen, Obviously“ sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf ein weiteres Werk von ihr. „Kate in Waiting“ hat mich durch seine lebendigen Charaktere und die schöne ...

Nachdem mir Becky Albertallis Hörbuch „Imogen, Obviously“ sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf ein weiteres Werk von ihr. „Kate in Waiting“ hat mich durch seine lebendigen Charaktere und die schöne Erzählweise ebenfalls angesprochen, jedoch konnte es mich nicht ganz so sehr fesseln wie erhofft.

Inhalt & Thematik

Die Geschichte dreht sich um Kate und ihren besten Freund Anderson, die eine besondere Freundschaft verbindet, bis sie sich in denselben Jungen verlieben. Im Mittelpunkt stehen jedoch nicht nur romantische Gefühle, sondern vor allem das Band zwischen den beiden, ihr gemeinsames Hobby Theater und der ganz normale Highschool-Alltag. Das Besondere: Ein Schultheaterstück dient als zentraler Handlungsrahmen und verleiht der Geschichte eine frische Dynamik

Während ich anfangs erwartete, dass das Buch stärker auf queere Themen eingeht – da ich es in der LGBTQ+-Kategorie gefunden hatte –, stellte sich schnell heraus, dass diese hier weniger explizit im Vordergrund stehen.

Charaktere & Schreibstil

Was Becky Albertalli wirklich auszeichnet, ist ihr Talent für authentische und vielschichtige Charaktere. „Kate in Waiting“ bietet eine Vielzahl an liebenswerten Figuren, deren Dynamiken sich realistisch und herzerwärmend anfühlen. Besonders die Freundschaft zwischen Kate und Anderson ist glaubhaft und tiefgehend dargestellt, was mir sehr gefallen hat.

Auch der Schreibstil ist wieder einmal wunderbar flüssig, leicht verständlich und angenehm zu verfolgen. Man findet sich schnell in der Geschichte zurecht und kann den Ereignissen mühelos folgen.

Handlung & Spannung

Trotz der sympathischen Charaktere und der charmanten Atmosphäre fehlte mir in der Handlung jedoch ein wenig die Spannung. Während „Imogen Obviously“ für mich emotional mitreißender war, verläuft die Geschichte von „Kate in Waiting“ eher in einem ruhigen, schleichenden Tempo. Es gibt keine großen Wendepunkte oder dramatischen Höhepunkte, sondern eher viele kleine, schöne Momente. Das macht die Geschichte zwar angenehm, ließ mich aber nicht so sehr mitfiebern, wie ich es mir gewünscht hätte.

Fazit

„Kate in Waiting“ ist eine liebevolle und charmante Geschichte über Freundschaft, Theater und die erste Liebe. Die Charaktere sind vielschichtig, die Erzählweise ist angenehm und die Atmosphäre des Buches lädt zum Wohlfühlen ein. Dennoch fehlte mir ein klarer erzählerischer Höhepunkt, und die ruhige Handlung konnte mich nicht durchgehend fesseln.

Für Fans von Becky Albertalli oder ruhigen, charakterzentrierten Geschichten ist dieses Buch dennoch eine Empfehlung wert – auch wenn es mich persönlich nicht ganz so sehr begeistern konnte wie ihr anderes Werk.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2025

Eine Geschichte über Freundschaft, Theater und ein bisschen Liebe

Kate in Waiting
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Nachdem mir Becky Albertallis Hörbuch „Imogen, Obviously“ sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf ein weiteres Werk von ihr. „Kate in Waiting“ hat mich durch seine lebendigen Charaktere und die schöne ...

Nachdem mir Becky Albertallis Hörbuch „Imogen, Obviously“ sehr gut gefallen hat, war ich gespannt auf ein weiteres Werk von ihr. „Kate in Waiting“ hat mich durch seine lebendigen Charaktere und die schöne Erzählweise ebenfalls angesprochen – jedoch konnte es mich nicht ganz so sehr fesseln wie erhofft.

Inhalt & Thematik

Die Geschichte dreht sich um Kate und ihren besten Freund Anderson, die eine besondere Freundschaft verbindet, bis sie sich in denselben Jungen verlieben. Im Mittelpunkt stehen jedoch nicht nur romantische Gefühle, sondern vor allem das Band zwischen den beiden, ihr gemeinsames Hobby Theater und der ganz normale Highschool-Alltag. Das Besondere: Ein Schultheaterstück dient als zentraler Handlungsrahmen und verleiht der Geschichte eine frische Dynamik

Während ich anfangs erwartete, dass das Buch stärker auf queere Themen eingeht – da ich es in der LGBTQ+-Kategorie gefunden hatte –, stellte sich schnell heraus, dass diese hier weniger explizit im Vordergrund stehen.

Charaktere & Schreibstil

Was Becky Albertalli wirklich auszeichnet, ist ihr Talent für authentische und vielschichtige Charaktere. „Kate in Waiting“ bietet eine Vielzahl an liebenswerten Figuren, deren Dynamiken sich realistisch und herzerwärmend anfühlen. Besonders die Freundschaft zwischen Kate und Anderson ist glaubhaft und tiefgehend dargestellt, was mir sehr gefallen hat.

Auch der Schreibstil (bzw. in diesem Fall die Erzählweise des Hörbuchs) ist wieder einmal wunderbar flüssig, leicht verständlich und angenehm zu verfolgen. Man findet sich schnell in der Geschichte zurecht und kann den Ereignissen mühelos folgen. Die Sprecherstimme trägt ebenfalls dazu bei, dass das Hörbuch angenehm zu hören ist.

Handlung & Spannung

Trotz der sympathischen Charaktere und der charmanten Atmosphäre fehlte mir in der Handlung jedoch ein wenig die Spannung. Während „Imogen, Obviously“ für mich emotional mitreißender war, verläuft die Geschichte von „Kate in Waiting“ eher in einem ruhigen, schleichenden Tempo. Es gibt keine großen Wendepunkte oder dramatischen Höhepunkte, sondern eher viele kleine, schöne Momente. Das macht die Geschichte zwar angenehm, ließ mich aber nicht so sehr mitfiebern, wie ich es mir gewünscht hätte.

Fazit

„Kate in Waiting“ ist eine liebevolle und charmante Geschichte über Freundschaft, Theater und die erste Liebe. Die Charaktere sind vielschichtig, die Erzählweise ist angenehm und die Atmosphäre des Buches lädt zum Wohlfühlen ein. Dennoch fehlte mir ein klarer erzählerischer Höhepunkt, und die ruhige Handlung konnte mich nicht durchgehend fesseln.

Für Fans von Becky Albertalli oder ruhigen, charakterzentrierten Geschichten ist dieses Hörbuch dennoch eine Empfehlung wert – auch wenn es mich persönlich nicht ganz so sehr begeistern konnte wie ihr anderes Werk.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2024

schwacher Start, starkes Ende

Everlasting Fate – Ein Reich aus Silber und Magie
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Das orientalisch angehauchte High-Fantasy-Buch hat auf den ersten Blick viel Potenzial. Interessante Charaktere und eine interessante Welt versprechen Spannung und Tiefe. Doch trotz einiger positiver Aspekte ...

Das orientalisch angehauchte High-Fantasy-Buch hat auf den ersten Blick viel Potenzial. Interessante Charaktere und eine interessante Welt versprechen Spannung und Tiefe. Doch trotz einiger positiver Aspekte schöpft die Autorin das Potenzial nicht vollständig aus, was den Lesefluss und das Gesamtvergnügen trübt.

Positives

Zu den Stärken des Buches gehört zweifellos die Charakterentwicklung. Besonders die Hauptfiguren, Ilya und Leianna, stechen hervor. Ihre Beziehung und Dynamik sind facettenreich und stellen einen der emotionalen Ankerpunkte der Geschichte dar. Während Ilya eine tiefgründige und interessante Persönlichkeit entwickelt, wirkt das Leianna hingegen oft naiv und trist, was teilweise störend auffällt.

Ein weiterer Pluspunkt ist der Schreibstil der Autorin. Sie verwendet gelegentlich sehr kurze und prägnante Sätze, die in ihrer Form ungewöhnlich sind und dadurch positiv hervorstechen. Ihr Wortschatz ist selten und teilweise erfrischend, was den Text stilistisch von anderen Werken des Genres abhebt.

Kritikpunkte

Leider bleiben viele Handlungselemente unausgereift. In einigen Schlüsselszenen hätte es an emotionaler Tiefe und Detailreichtum gefehlt. Die Autorin schreibt oft knapp, wo mehr Ausführlichkeit nötig gewesen wäre, um den Leser tiefer in die Handlung und die Gefühlswelt der Figuren eintauchen zu lassen. Dies führt dazu, dass bestimmte Momente nur oberflächlich behandelt werden und das erwünschte emotionale Echo nicht auslösen können.

Besonders problematisch war für mich die fehlende Weltenbeschreibung. Wichtige Details zu Orten und Begebenheiten werden nur angedeutet, was es schwer macht, sich die Umgebung und die Handlung bildlich vorzustellen. Dies erschwerte mir den Einstieg in die Geschichte erheblich, da es mir an der notwendigen Orientierung in der fiktiven Welt fehlte.

Auch der Schreibstil in den ersten 200 Seiten stellte eine Herausforderung dar. Es war oft nicht klar, wer spricht, und Dialoge wirkten verwirrend, sodass ich mehrmals Passagen erneut lesen musste. Dadurch wurde mein Lesefluss erheblich beeinträchtigt. In Verbindung mit der zähen Handlung der ersten 200 Seiten, in der kaum etwas Nennenswertes passiert, führte dies zu Frustration und Langeweile.

Wendepunkt und Abschluss

Ab Seite 180 beginnt die Handlung an Fahrt aufzunehmen. Hier spürte ich erstmals die Motivation, weiterzulesen. Spätestens ab Seite 250 wurde es dann wirklich spannend, und das Buch entwickelte sich in eine Richtung, die mich fesselte. Die Beziehungen zwischen den Figuren nahmen interessante Wendungen, auch wenn die Entwicklung zwischen Ilya und Leianna für mich nicht vollständig nachvollziehbar war. In den ersten Kapiteln gab es keine Anzeichen für die plötzliche Veränderung ihrer Beziehung, was etwas unglaubwürdig wirkte.

Dennoch muss ich hervorheben, dass der letzte Abschnitt des Buches wirklich gelungen ist. Der Schreibstil wird klarer und verständlicher, die Emotionen der Figuren sind intensiver und die Handlung ist endlich packend und mitreißend. Besonders das Ende hat mich begeistert und mein Interesse an einem möglichen Folgeband geweckt.

Fazit

Das Buch hat durchaus seine Stärken, vor allem in der zweiten Hälfte. Interessante Charaktere und emotionale Dynamiken können fesseln, wenn auch nicht von Anfang an. Die ersten 200 Seiten ziehen sich und wirken unklar, sowohl in der Handlung als auch in der Sprache. Wer jedoch durchhält, wird gegen Ende mit Spannung und emotionaler Tiefe belohnt. Mit etwas mehr Detailreichtum und einem stärkeren Fokus auf klare Dialoge und Weltenbau hätte das Buch sein volles Potenzial ausschöpfen können.

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