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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2018

etwas blass

Die Henry Frei-Thriller / Böses Kind
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In seinem Buch "Böses Kind" führt Martin Krist die beiden Ermittler Henry Frei und Louisa Albers ein. Es ist der Beginn einer Reihe, daher auch der Untertitel "Alanna".
Über Alanna erfährt man in dem ...

In seinem Buch "Böses Kind" führt Martin Krist die beiden Ermittler Henry Frei und Louisa Albers ein. Es ist der Beginn einer Reihe, daher auch der Untertitel "Alanna".
Über Alanna erfährt man in dem Buch allerdings nicht viel. Begonnen wird mit einem Mord an einer Frau, der schnell aber ins Hintertreffen gelangt. Hauptsächlich geht es dann um Suse und ihre verschwundene Tochter.
Das Buch ist mit seinen 324 Seiten schnell durchgelesen; für mich war es das erste Buch von Krist. Die Erwartungen an so einen bekannten Autor waren hoch und wurden nicht ganz erfüllt. Insgesamt liest sich das Buch gut und ist auch spannend, aber die Hauptfiguren bleiben blass. Suse wirkt etwas überzogen und z.T. wird die Handlung etwas zu schnell vorangetrieben. Der Schluss wartet zwar mit einer Wendung auf, ist aber recht schnell abgehandelt. Dann folgt noch ein Cliffhanger. Mich konnte das Buch nicht überzeugen und ich werde die Reihe auch nicht weiterverfolgen.

Veröffentlicht am 06.12.2017

Tick Tack

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nic fährt nach langer Zeit zurück in ihren Heimatort. Eine Kleinstadt voller Lügen. Ab da sollte dem Leser klar sein, dass hier mit Wahrheiten gespielt wird. die Idee, die Geschichte rückwärts zu erzählen ...

Nic fährt nach langer Zeit zurück in ihren Heimatort. Eine Kleinstadt voller Lügen. Ab da sollte dem Leser klar sein, dass hier mit Wahrheiten gespielt wird. die Idee, die Geschichte rückwärts zu erzählen fand ich sehr spannend. Bei den ersten Kapiteln habe ich ab und an zurück gelesen, habe es dann aber gelassen da es dem Lesespass nicht zuträglich war. Ab da hat sich das buch gut gelesen und war - bis auf einen kleinen Hänger zum ende hin - auch spannend. Ziemlich schnell war mir klar wie es Beziehungstechnisch ausgehen wird. Einige Wendungen haben mich auch überrascht. Insgesamt fand ich einiges sehr unrealistisch - ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen in so einem Ort voller Lügen leben zu wollen bzw. wie ein Mensch mit all diesen Lügen leben kann. Trotzdem habe ich mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt, das Buch konnte mich aber nicht vollends überzeugen.

Veröffentlicht am 17.11.2017

vorhersehbar

Dunkel Land
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Verena landet auf einem Gut mitten im Havelland, dort beginnt Sie als Kindermädchen für 3 Monate einen neuen Job. Mit dabei ihre Nichte Amelie, die Verena nach dem Tod ihrer Mutter bei sich aufgenommen ...

Verena landet auf einem Gut mitten im Havelland, dort beginnt Sie als Kindermädchen für 3 Monate einen neuen Job. Mit dabei ihre Nichte Amelie, die Verena nach dem Tod ihrer Mutter bei sich aufgenommen hat. Doch dann die Überraschung: das zu betreuende "Kind" ist bereits erwachsen und zufällig selbständiger Ermittler. So also der Start für ein ungewöhnliches Ermittlerduo.

Anfangs war ich richtig begeistert, tolle Charaktere, mal was anderes, da Carl ja immer wieder alles vergisst. Ich fühlte mich auch etwas an 50 erste Dates erinnert, aber machte nichts. Das Buch war anfangs spannend und liest sich dank der kurzen Kapitel schnell. Aber bereits bei der Hälfte war mir klar wer der Mörder ist und ab da zogen sich v.a. die letzten 100 Seiten schon etwas. Am liebsten hätte ich die zwei Ermittler mal geschüttelt, so dumm sind sie ja sonst nicht. Auch seltsam, dass sie immer einen Parkplatz findet; und ein 5jähriges Kind, das vor kurzem seine Mutter verloren hat, würde ich auch nicht so viel allein lassen. Aber das geht ja nicht anders, sonst könnten die zwei ja nicht ermitteln.
Ein seichter Krimi, der alles hat was man sich so vorstellt - auch eine Portion Gefühl, aber nichts besonderes. Für Spürnasen ist das Ende vorhersehbar.

Veröffentlicht am 19.07.2017

spannend, aber Vorgänger waren besser

Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6)
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Das ist der 6. Band der Reihe um Brennan/Esposito und ich war schon gespannt, wie es mit den Beiden weitergeht. So ganz konnte mich die Handlung rund um den"Rechtssprecher" aber nicht überzeugen. Der Einstieg ...

Das ist der 6. Band der Reihe um Brennan/Esposito und ich war schon gespannt, wie es mit den Beiden weitergeht. So ganz konnte mich die Handlung rund um den"Rechtssprecher" aber nicht überzeugen. Der Einstieg ist spannend und gut. Im späteren Verlauf immer noch spannend, aber irgendwie platt und flach. Phil und Marina sind mir irgendwie zu kurz und auch zu flach beschrieben, manche Szenen sind auch völlig an der Realität vorbei (ein einzelner Polizist macht keinen Gefangenentransport) und langatmig. Am Ende wird alles durch Zufall und Glück aufgelöst. Ist im wirklichen Leben bestimmt so, aber lesen würde ich gerne was zum miträtseln. Insgesamt ein spannendes Buch, aber die Vorgänger in dieser Reihe fand ich besser. Dank des Cliffhangers am Ende wird sicher noch ein Band 7 folgen.

Veröffentlicht am 11.03.2026

Octopodenliebe

Das White Octopus Hotel
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Die Autorin hat definitiv einen Narren an diesen possierlichen Tierchen gefunden - sie sind ein fester, immer wiederkehrender Bestandteil der Geschichte und Eves Rettungsanker. Diese versucht im White ...

Die Autorin hat definitiv einen Narren an diesen possierlichen Tierchen gefunden - sie sind ein fester, immer wiederkehrender Bestandteil der Geschichte und Eves Rettungsanker. Diese versucht im White Octopus Hotel ihr Glück.

Den Start fand ich einfach nur fulminant - der Schreibstil und die Art und Weise wie bedacht, achtsam und wunderschön die Autorin schreibt hat mich sofort in den Bann gezogen. Nicht zu ausschweifend, zum dahinschmelzen und Wegträumen. Leider konnte für mich die Handlung da nicht so ganz mithalten, meiner Meinung nach hat sie sich (und mich;) in den Zeitreisen verloren. Ab da ist die Handlung deutlich düsterer geworden. Es geht um Krieg und seine Folgen. Eve springt hier munter in den Zeitebenen hin und her und mir fehlte irgendwann der Überblick. Am Ende habe ich nur noch auf die mega Überraschung gewartet, die dann irgendwie an mir vorbei gegangen ist. Einige Entwicklungen waren ziemlich vorhersehbar. Themen wie Kunst und Musik fand ich spannend, aber mir wurde insgesamt zu viel in das Buch reingequetscht. Dank des unbeschreiblich schönen Schreibstils wurde ich gut unterhalten und die Magie der Oktopoden fand ich sehr faszinierend, für ein Highlight hat mir aber noch eine durchgehend spannende Handlung gefehlt. Eve war mir zu sehr auf sich und die Änderung ihrer Geschichte und die Schnitzeljagd fixiert. Als Leserin, die seit jeher von Zeitreisenthemen angezogen wird, ging mir das hier auch nicht tief genug. Dennoch ein schöner Roman, der im Mittelteil gerne etwas straffer hätte sein können.

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