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Veröffentlicht am 11.10.2024

Das Geheimnis der Schwestern

Das Geheimnis der Schwestern
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Nach dem frühen Tod ihrer Mutter werden die Schwestern Winona, Aurora und Vivi quasi allein auf der Ranch groß. Der Vater vergräbt sich in Arbeit und hat mit Vivi seine absolute Lieblingstochter. Die Schwestern ...

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter werden die Schwestern Winona, Aurora und Vivi quasi allein auf der Ranch groß. Der Vater vergräbt sich in Arbeit und hat mit Vivi seine absolute Lieblingstochter. Die Schwestern halten zusammen, doch im Laufe der Jahre gibt es immer mehr Konflikte. Anfangs war ich nicht so ganz glücklich über das Buch. Die 3 Schwestern waren mir ein bißchen zu sehr schwarz/weiß gezeichnet. Winona als die teilweise gefühlskalte und nur kopfgesteuerte Anwältin, die nur die Zahlen und den Aufstieg im Kopf hat und die vom Vater keine Anerkennung erfährt, obwohl sie so darauf hofft. Aurora steht in der Mitte, vermittelt nach allen Seiten und wirkt ein wenig wie eine graue Maus ohne eigene Meinung. Vivi ist der Sonnenschein. Nicht schlau, aber wunderschön und ihr liegen alle Männer zu Füßen. Im Laufe der Geschichte allerdings bekommen die Figuren wesentlich mehr Profil und Entwicklungsmöglichkeiten und so gerät die Geschichte nicht zu Kitsch, sondern zu einer gut erzählten Familiensaga mit der Betonung auf der Wichtigkeit von Treue, Freundschaft und Familienzusammenhalt, aber auch Treffen von Entscheidungen und nicht immer nur Rücksichtnahme. Insgesamt empfinde ich das Buch als sehr gut gelungen. Der Stil ist nicht sehr anspruchsvoll, aber keinesfalls platt. Man kann sich richtig festlesen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Die Schriften von Accra

Die Schriften von Accra
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Das neue Buch von Paulo Coelho spielt vordergründig im Jerusalem des Jahres 1099 kurz vor dem Angriff der Kreuzritter. Die verschiedenen Menschen, die in der Stadt verblieben sind, stellen einem Fremden ...

Das neue Buch von Paulo Coelho spielt vordergründig im Jerusalem des Jahres 1099 kurz vor dem Angriff der Kreuzritter. Die verschiedenen Menschen, die in der Stadt verblieben sind, stellen einem Fremden – einem Kopten – sie bewegende Fragen. Die Menschen sind total unterschiedlich, vom Alter, von Beruf, von der Religion. Und genauso unterschiedlich sind die Fragen – zur Familie, zum Sex, zum Krieg, zur Religion usw. Was in erster Linie aussieht wie eine Frage-Antwort-Spiel kurz vor dem Beginn eines Krieges, entpuppt sich beim Lesen eher als eine sehr philosophische Abhandlung über die Fragen des Alltags auch in der heutigen Zeit – oder besser gesagt, über zeitlose immerwährende Fragen in jeder Generation. Die Antworten erfolgen ein wenig im Stil der Bibel, aber Coelho erweist sich hier wieder als einer der bedeutendsten Schriftsteller unserer Zeit, der religionsübergreifend eine Antwort findet, die auf der einen Seiten doch allgemeingültig ist, auf der anderen Seite aber jedem Individuum und damit auch jedem Leser die Möglichkeit lässt, Coelhos Antworten zu akzeptieren, gleichzeitig aber eigene Antworten zu finden, Anregungen für das eigene Leben. Große wie kleine Fragen des Alltags und der Allgemeinheit werden gestellt, beantwortet, aber nicht dogmatisch, sondern mit vielen klugen Gedanken und Ideen. Und was die Religionen angeht – das Buch ist erschreckend aktuell auch bezogen auf die jetzige Situation im Nahen Osten.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Kater mit Karma

Kater mit Karma
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Das Vorgängerbuch „Cleo“ handelt von einer neuseeländischen Familie, deren 9-jähriger Sohn bei einem Unfall stirbt. Kurz danach kommt die Katze Cleo in die Familie und hilft bei der Verarbeitung des Schmerzes. ...

Das Vorgängerbuch „Cleo“ handelt von einer neuseeländischen Familie, deren 9-jähriger Sohn bei einem Unfall stirbt. Kurz danach kommt die Katze Cleo in die Familie und hilft bei der Verarbeitung des Schmerzes. Sie bleibt fast 24 Jahre in der Familie, erlebt Geburten, Krankheit und Tod, Scheidung und Neuheirat und sogar einen Umzug nach Australien mit, ehe sie hochbetagt selbst stirbt. Das Nachfolgebuch „Kater mit Karma“ setzt ein paar Jahre später in Australien die Geschichte der Familie fort. Die Mutter und Autorin Helen erkrankt schwer an Brustkrebs und nach der Operation kommt eine neue Katze – der Kater Jonah – ins Haus. Nun ist dies wie auch der Vorgänger keine Tiergeschichte, sondern ein Buch über eine Familie, deren Höhen und Tiefen, den Umgang mit Krankheit, aber auch Freude. Die Konflikte zwischen Mutter und der selbständig werdenden Tochter, aber auch ein Buch über ganz viel Mut, Liebe und Toleranz zwischen Menschen und Religionen. Ein Buch über neues Lernen und altes Wissen, ein Buch über die Wichtigkeit einer Familie und auch eines Haustieres. Es ist ein sehr schönes Buch, auch wenn ich zugeben muss, dass der Kater mit Karma Jonah es nicht geschafft an, an seine Vorgängerin Cleo anzuknüpfen.
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Veröffentlicht am 11.10.2024

Willkommen auf Skios

Willkommen auf Skios
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Auf der griechischen Ferieninsel Skios warten die elitären Gäste auf den berühmten Wissenschaftler Dr. Norman Wilfred. Was sie nicht wissen ist, dass aufgrund einer Verwechslung der Lebenskünstler Oliver ...

Auf der griechischen Ferieninsel Skios warten die elitären Gäste auf den berühmten Wissenschaftler Dr. Norman Wilfred. Was sie nicht wissen ist, dass aufgrund einer Verwechslung der Lebenskünstler Oliver Fox auftaucht und für den Wissenschaftler gehalten wird. Und damit nimmt die rasante Verwechslungskomödie – es wechseln die Männer, die Frauen, die Koffer, die Identitäten, die Themen .... – mit typisch britischem Humor seinen Lauf. Das Buch erinnerte mich immer an einen Schwank von früher – klappende Türen, wechselnde Protagonisten und herrlich viel Spaß.
Das Buch an sich ist kein Schenkelklopfer, trotzdem habe ich mich wirklich amüsiert und keine Sekunde gelangweilt. Die teils offenen, teils versteckten Seitenhiebe auf die Wissenschaftler und deren Anhänger, auf die sogenannte bessere Gesellschaft und auf einige „bessere“ Lebensweisen verbunden mit wunderbaren Wortspielen (die Übersetzerin hat hier ganze Arbeit geleistet) machen es zu einem schrägen und witzigen Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Im Tal des wilden Eukalyptus

Im Tal des wilden Eukalyptus (Die Australien-Saga 2)
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Der 2. Teil der Australien-Saga ist mit 300 Seiten um 1/3 kürzer als sein Vorgänger. Die Geschichte der Iren Moira und Duncan wird fortgesetzt. Moira – verheiratet mit dem Arzt der Sträflingskolonie – ...

Der 2. Teil der Australien-Saga ist mit 300 Seiten um 1/3 kürzer als sein Vorgänger. Die Geschichte der Iren Moira und Duncan wird fortgesetzt. Moira – verheiratet mit dem Arzt der Sträflingskolonie – und ihr Geliebter Duncan – ein ehemaliger Sträfling – leben in wilder Ehe auf einem eigenen kleinen Grundstück und bekommen einen Sohn. Dieser wird vom „Noch-Ehemann“ von Moira rechtmäßig eingefordert. Rund um diese Geschichte berichtet der Roman vom Leben der Sträflinge und den Siedlern, teilweise auch von den Eingeborenen. Das alles wird ganz nett erzählt, allerdings hinterließ das Buch bei mir keinen sehr tiefen oder bleibenden Eindruck. Einige Begebenheiten waren dann doch zu fantastisch. Auf der anderen Seite ist das Buch auch nicht so schlecht (wie die vorherigen Zeilen vermuten lassen). Es ist gut geschrieben, teilweise spannend. Auf jeden Fall hintereinander zu lesen, angenehme Unterhaltung, ohne langweilig zu werden und auch ohne allzu viele fantastische Begebenheiten einzubauen. Für Leute, die historische Romane mit ein wenig Hintergrundwissen und eingebauter Liebensgeschichte, ein paar Abenteuern und gutem Ausgang lieben, ist das ein sehr empfehlenswertes Buch. Nicht glücklich gewählt finde ich allerdings das Titelblatt. Die Figuren sind keineswegs aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts, in dem das Buch spielt.
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