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Veröffentlicht am 11.10.2024

Schamland

Schamland
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Schamland“ ist ein Buch, bei dem es um die derzeitigen Zustände in der Gesellschaft bei der Behandlung von Armen und sozial Schwachen und um die Situation der Tafeln im besonderen geht. Dabei sieht der ...

Schamland“ ist ein Buch, bei dem es um die derzeitigen Zustände in der Gesellschaft bei der Behandlung von Armen und sozial Schwachen und um die Situation der Tafeln im besonderen geht. Dabei sieht der Autor die Situation einseitig mit den Augen der Betroffenen und macht sich zu deren Sprachrohr. Dies war so beabsichtigt und ist in meinen Augen auch völlig in Ordnung, denn diese Menschen haben kaum bis keine Lobby und damit auch keine Stimme, die gehört wird. Der Autor hat mit vielen Betroffenen gesprochen und man merkt ihm an, wie ihn das Ganze aufgerührt hat. Es ist ein sehr persönliches Buch und es ist auch eine Kritik am System der Tafeln und an deren Marktmechanismen. Dem kann ich in großen Teilen zustimmen. Es hat sich mittlerweile eine regelrechte Industrie in diesem Bereich entwickelt wie eine Parallelgesellschaft. Man kann dem Buch nur wünschen, dass es die richtigen Leute vor allem in der Politik lesen. Aber selbst, wenn das passiert, mache ich mir wenig Hoffnung auf eine Änderung. Das System funktioniert für die Verantwortlichen so gut, dass sie keine Änderungen wünschen werden.
In einem kann ich mit dem Autor nicht übereinstimmen. Für ihn sind pauschal alle in Not geratenen Menschen an der Situation schuldlos. Das trifft sicher für viele, aber in meinen Augen nicht für alle zu – selbst die von ihm gewählten Beispiele drücken das für mich aus. Wer sich vor Jahren seine Rente hat auszahlen lassen für diversen Konsum ist in meinen Augen nicht schuldlos daran, dass er jetzt in Not gerät. Unabhängig davon steht ihm natürlich aber Hilfe zu. Nur jegliche Eigenverantwortung oder –initiative außen vor zu lassen, ist für mich nicht richtig. Aber dies ist sicher einer der Punkte, bei dem der Autor eine Diskussion erwartet und auch wünscht.
Generell jedenfalls ist es für mich ein gutes Buch – ein Buch, das wichtig ist und vielleicht schon fast zu spät geschrieben wurde. Positiv ist außerdem, dass es direkt und allgemein verständlich geschrieben wurde. Man kann es gut lesen, ohne mit einem Fremdwörterbuch arbeiten zu müssen. Dadurch ist es auch gut verständlich, was bei einem Sachbuch nicht immer selbstverständlich ist. Leider werden es die direkt Betroffenen kaum lesen – sie können es sich nicht leisten. Dabei wäre es gerade auch für sie wichtig zu wissen, dass jemand da ist, der sie gut versteht und der für sie Verbesserungen erreichen will.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Ziemlich beste Freundinnen

Ziemlich beste Freundinnen
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Dieses Buch hat mich überrascht - und zwar sehr positiv. Ich erwartete so ein leichtes seichtes Frauenbuch, alles irgendwie rosarot. Aber es war ein Buch mit vielen klugen Gedanken, mit viel Humor und ...

Dieses Buch hat mich überrascht - und zwar sehr positiv. Ich erwartete so ein leichtes seichtes Frauenbuch, alles irgendwie rosarot. Aber es war ein Buch mit vielen klugen Gedanken, mit viel Humor und Wärme, aber keinesfalls nur seicht.
Angelehnt an den bekannten französischen Film treffen wir zwei völlig unterschiedliche Frauen notgedrungen aufeinander. Konstanze, Herzchirurgen, sehr erfolgreich, sehr ehrgeizig mit einem Arzt-Ehemann und 2 Kindern, hat ihr Leben im Griff. Alles ist durchorganisiert, alles auf Erfolg und Effizienz ausgerichtet. Dann bricht sie sich ein Bein und muss zur Reha. Dort trifft sie auf Jaqcueline - 3 Kinder von 3 Männern, 4 Nebenjobs, aber keine richtige Arbeit. Ihre Vorstellung vom Leben ist: ein Mann als Versorger und dann zu Hause bleiben, vielleicht ein bißchen als Kosmetikerin arbeiten. Nach einem schweren Bandscheibenvorfall landet auch sie in der Reha und beide auf dem gleichen Zimmer. Die Probleme sind vorprogrammiert bei diesen so unterschiedlichen Lebensmodellen. Und doch - so nach und nach kommen sich beide näher und werden sogar Freundinnen.
Genau diese Entwicklung wird wunderbar dargestellt. Die Hauptfiguren haben Zeit für eine Reife und für die Erkenntnis, dass das eigene Leben hinterfragt werden kann. Die Autorin vermeidet dabei aber, für eines der Lebensmodelle Partei zu ergreifen. Sie fordert den Leser zu eigenem Denken heraus. Ich habe dabei bedauert, dass die Nebenfiguren leider nicht so detailliert gezeichnet wurden. Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Den Punktabzug gibt es für das Cover. Beim ersten Ansehen dachte ich: wie ideenlos für ein lustiges Buch. Nach dem Lesen dachte ich: wie wenig sorgfältig für so ein gutes Buch. Hier hätte man viel mehr draus machen können.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Klack

Klack
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Westdeutschland Anfang der 1960er Jahre. Der Schüler Markus gewinnt auf dem Rummel eine Kamera und knipst ab und zu ein Bild. Viele Jahre später beim Aufräumen findet er die alte Kamera und erinnert sich ...

Westdeutschland Anfang der 1960er Jahre. Der Schüler Markus gewinnt auf dem Rummel eine Kamera und knipst ab und zu ein Bild. Viele Jahre später beim Aufräumen findet er die alte Kamera und erinnert sich Bild für Bild an die damalige Zeit. An die Schule und die Auseinandersetzungen mit den Eltern und der Oma, die noch sehr viel althergebrachtes Gedankengut mit sich herumträgt und jedem Ausländer mehr als skeptisch gegenübersteht. Und dann zieht auch noch eine italienische Familie ins Nachbarhaus … und Markus verliebt sich in Clarissa, die etwa gleichaltrige Tochter.
Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel bezieht sich auf ein Foto und beginnt mit teilweise allgemeinen Erläuterungen bzw. philosophischen Gedanken, um dann in die konkreten Erinnerungen von Markus einzusteigen. So erlebt man sowohl die große Weltgeschichte wie auch die persönlichen Erlebnisse Heranwachsender in dieser Zeit. Untermalt ist das Ganze mit herrlichen Zitaten aus alten Schlagern.
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Wechsel von Vorspann in den Kapiteln zur eigentlichen Geschichte vermittelt persönliches wie auch allgemeines. Auch wenn man die Zeit nicht selbst erlebt hat, kann man sich gut hineinversetzen. Mich haben gerade die Schlager wirklich amüsiert. Und in vielem habe ich meine Eltern bzw. Großeltern wiedererkannt. Für mich ist das Buch ein gelungenes Zeitzeugnis – ohne zu langweilen, sondern gut zu unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Fünf

Fünf
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Eine Frau wird gefunden – ermordet. Und unter ihre Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert. An dem angegebenen Ort finden sich Leichenteile und ein Rätsel für erneute Koordinaten. So geht das Spiel weiter. ...

Eine Frau wird gefunden – ermordet. Und unter ihre Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert. An dem angegebenen Ort finden sich Leichenteile und ein Rätsel für erneute Koordinaten. So geht das Spiel weiter. Geocaching nach Leichen bzw. Teilen derselben. Und je mehr Einzelheiten ans Licht kommen, desto mehr wird die Salzburger Ermittlerin Beatrice in den Fall persönlich verwickelt – mit einem überraschenden Ende. Oder doch nicht?
„Fünf“ ist in meinen Augen ein solider Krimi (ich würde das Buch nicht als Thriller bezeichnen). Was dem Buch eindeutig fehlt, ist vor allem bis mindestens zur Hälfte irgendeine Art von Spannung. Man „beobachtet“ die Ermittler bei der Arbeit, erfährt viele Details von Geocaching, von der Familiensituation der Ermittler, den Problemen mit einem unmöglichen Chef und einem arroganten Profiler. Dabei lässt sich das Buch gut lesen und ist keinesfalls langweilig, aber ich konnte an wirklich jeder Stelle mit dem Lesen aufhören, ohne „hibbelig“ zu werden, wie es weitergeht. Ich konnte aber auch jederzeit sofort wieder in das Geschehen einsteigen. Zum Ende hin verdichtet sich das Ganze zwar, richtig viel Spannung kommt aber trotzdem nicht auf. Eher ein Krimi der ruhigen Art.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Pink Pirates und der Prinzenkuchen

Pink Pirates und der Prinzenkuchen
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Lila, Lotte und Lulu sind Schwestern und als Piratinnen unterwegs. Sie wollen gute Piraten sein und helfen, wo sie nur können. In diesem Buch z. B Prinz Divo, der Schwierigkeiten mit seiner Mannschaft ...

Lila, Lotte und Lulu sind Schwestern und als Piratinnen unterwegs. Sie wollen gute Piraten sein und helfen, wo sie nur können. In diesem Buch z. B Prinz Divo, der Schwierigkeiten mit seiner Mannschaft und mit dem Piraten der Kahle Kai hat.
Die Geschichte dazu ist sehr nett erzählt, der Text lang genug, um zum Vorlesen zu dienen, aber auch kurz genug, um für Leseanfänger interessant zu sein. Das Buch selbst ist sehr hochwertig und besticht vor allem durch die zauberhaften Bilder, die so viel Entdeckenswertes bieten bis in viele kleine Details hinein. Allerdings denke ich, dass die Handlung und das viele Rosa im Buch wohl eher die Mädchen ansprechen wird. Den Punktabzug gibt es aber für die halb englische Überschrift, die ich für das Lesealter als nicht gut empfinde.

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