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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2024

sehr spannend

Die Vermisste von Holnis
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Inzwischen schon das 11. Buch mit der Inselkommissarin Lena Lorenzen.

Dieser Fall fordert Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen vor allem psychisch. In Dänemark wurde die Leiche einer jungen Frau ...

Inzwischen schon das 11. Buch mit der Inselkommissarin Lena Lorenzen.

Dieser Fall fordert Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen vor allem psychisch. In Dänemark wurde die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Was das Ganze aber sehr spannend macht ist, dass die Tote, die vor einigen Jahren vermisste Sophia Jepsen ist. Sophia, 16 Jahre lebte auf der Insel Holnis. Von heute auf morgen ist sie verschwunden und wird seither vermisst. Die damalige aufwändige Suche führte zu keinem Ergebnis. Schnell stellt sich heraus, dass sie ermordet wurde. Nach weiteren Untersuchungen gibt es Hinweise, dass sie inzwischen ein Kind geboren hat.

Der sehr akribische Schreibstil der Autorin zieht einen von der ersten Seite an voll in seinen Bann. Nur ungern legte ich das Buch für einen Unterbruch auf die Seite. Die Protagonisten stehen bis fast zum Schluss vor einem Rätsel, das die betroffenen Personen eher mauerten als die Kommissare unterstützten. Schlussendlich konnte die Kommissarin und ihr Team den Fall lösen und die beteiligten entsprechend bestraft werden.

Lena Lorenzen ist eine sehr engagierte Hauptkommissarin und lässt keine Ruhe, bis alles geklärt ist. Sie setzt alles daran, dass ihr der Spagat zwischen Beruf und Familie ausgeglichen wirkt. Dazwischen spürte ich jedoch immer mehr, dass dies keine bleibende Lösung sein wird. Ich frage mich, ob Lena diese Situation ändern wird, so wie ihre Kollegin Naya?

Insgesamt hat mir dieser Fall und wie er gelöst wurde, sehr gut gefallen. Anne Johannsen versteht es einfach, sehr spannende und teilweise aufwühlende Krimis zu schreiben. Eine Empfehlung meinerseits.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2024

Realität und Fiktion

Lupus
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Tierärztin Jenny Rausch ist neu als Wolfsschutzbeauftragte in ihrem Landkreis ernannt worden. Nachdem Jenny ihre Mutter im Teenageralter verloren hat, ist sie bei ihrem Vater allein aufgewachsen. Jo, Jennys ...

Tierärztin Jenny Rausch ist neu als Wolfsschutzbeauftragte in ihrem Landkreis ernannt worden. Nachdem Jenny ihre Mutter im Teenageralter verloren hat, ist sie bei ihrem Vater allein aufgewachsen. Jo, Jennys Vater, ist ein passionierter Jäger. Seine Leidenschaft fürs Jagen hat auch Jenny gepackt.

Nach einer heftigen Auseinandersetzung verschwand dieser im Wald und ist nicht mehr zurückgekehrt. Auf der Suche nach ihm findet Jenny nur sein Auto und Bruno, seinen Hund. Von Jo fehlt jede Spur. Ganz in der Nähe befindet sich ein Hochsitz, unter dem ein Toter aufgefunden wird. Todesursache Genickbruch.

Beunruhigende Beobachtungen eines Start-up-Unternehmens Fanceattack verdichten die Theorie, dass ein äusserst gefährlicher Wolf die umliegenden Wälder unsicher macht. Fanceattack entwickelte einen speziellen Wolfsschutzzaun. Die montierten Kameras sowie mit künstlicher Intelligenz konnte ebenfalls bewiesen werden, dass sich ein sehr gefährliches Wesen in der Nähe aufhält.

Jenny Rausch und Staatsanwalt Frederik Bach verfolgen gemeinsame diverse Spuren. Dabei stossen sie auf ungewöhnliche Vorkommnisse, die weit in die ehemalige DDR-Zeit reichen.

Der Autor hat mit «Lupus» einen Thriller geschrieben, der von der ersten Seite an hochspannend, aber auch dramatisch ist. Realität und Fiktion halten sich gut im Gegengewicht. Der Wolf, von vielen gefürchtet und zudem ein aufgeheiztes Politikum. Gut recherchiert entstand eine unglaubliche Geschichte, wobei der oder die Wölfe einmal mehr für vieles hinhalten mussten, unter anderem auch den Tod einiger Jäger. Der Schreibstil flüssig, die einzelnen Szenen in kurzen Kapiteln gefasst. Dabei kam bei mir auch das Gänsehautfeeling nicht zu kurz.

Die Protagonisten haben ein sehr natürliches Auftreten, ihren Charakteren entsprechend gut beschrieben. Einfühlsam, aber auch sehr direkt.

Das Cover mit dem auffälligen weissen Wolf modern und gelungen und sehr passend zum Inhalt.

Die vielen offenen Fragen werden am Schluss gekonnt erklärt. Ein wissenschaftlicher Thriller, den ich gerne empfehle.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Nervenkitzel versprochen

Deine größte Angst
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Das 4. Buch mit dem Fallanalytiker Falk Hagedorn beginnt mit einem emotionsgeladenen Prolog. Der gutbesuchte Weihnachtsmarkt in Konstanz ist Schauplatz einer unvergesslichen Tragödie. Ein unbekannter Täter ...

Das 4. Buch mit dem Fallanalytiker Falk Hagedorn beginnt mit einem emotionsgeladenen Prolog. Der gutbesuchte Weihnachtsmarkt in Konstanz ist Schauplatz einer unvergesslichen Tragödie. Ein unbekannter Täter schlägt mit einer Brutalität und Schonungslosigkeit zu, indem er mit einem kleinen Lieferwagen durch die engen Gassen rast. Alle, die ihm Wege stehen werden umgemäht. Vor niemanden hält er an, Klein und Gross, ein Riesenblutbad. Als es nicht mehr weiterging, konnte der Fahrer unerkannt abtauchen.

Schnell wird eine eine Soko Vito zusammengestellt unter der Leitung von Hauptkommissar Marius Bannert. Falk Hagedorn war zufällig auf dem Weihnachtsmarkt und das brutale Vorgehen des Täters eins zu eins miterlebt. Nur widerstrebend ist er anfänglich bereit, diese indirekt zu unterstützen.

Matthias Bürgel hat einen flüssigen Schreibstil, der mich sofort abgeholt hat. Mein Kopfkino lief auf Hochtour. Die einzelnen Charakteren hervorragend ausgearbeitet und sehr authentisch. Jedes einzelne Schicksal gut beschrieben. Die Kapitel mit der Lebensgeschichte des Mörders geben einen guten Eindruck über das frühere Leben des Täters, was ihn antrieb. Ist in meinen Augen ein Grund entschuldigt aber gar nichts. Hass, Wut und Rache, Eigenschaften die in der heutigen Gesellschaft immer mehr für Tragödien sorgen.

Die Erzählungen der einzelnen Opfer sorgen für Gänsehautfeeling pur. In diesen Erzählungen musste ich öfters unterbrechen und tief durchatmen. Trotzdem habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Im Finale kommt es nochmals zu einem wahren Showdown.

Das Cover und der Titel reiht sich gut zu den Vorgängerbücher ein.

Ein Thriller der alles beinhaltet. Emotionsgeladen, blutig und leider auch realistisch. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 17.09.2024

Realitätsnaher Polit-Thriller

Höllenfeuer
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München, 12. September 2022 ein Anschlag in der U-Bahn, ausgeführt von einer IS-Terrorzelle. Es gibt viele Tote und noch mehr Verletzte. Dieses Mal haben die Ausführenden zu einer Waffe gegriffen, die ...

München, 12. September 2022 ein Anschlag in der U-Bahn, ausgeführt von einer IS-Terrorzelle. Es gibt viele Tote und noch mehr Verletzte. Dieses Mal haben die Ausführenden zu einer Waffe gegriffen, die viel Leid unter die Bevölkerung rief. So nach dem Motto, der IS gibt niemals auf, um Tot und Verderben unter die Ungläubigen zu bringen.

Peter Grandl zeigt in diesem Buch, was ihn wirklich bewegt. Seine langjährigen intensiven Recherchen zeigen hier eindrücklich die Früchte. Gekonnt hat er Realität und Fiktion verwoben und diese eindrücklich und schonungslos verarbeitet. Wie Menschen manipuliert für den Glauben und instrumentalisiert eingesetzt werden. Von der ersten Seite an wird es dramatisch und tödlich. Diese Situation hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen, so nach dem Motto und was kommt jetzt noch, was schlimmer ist als was vorher schon geschehen ist. Dazwischen immer wieder ruhigere Phasen zum Durchatmen.

Zum besseren Verständnis ist am Schluss eine Personalliste angehängt, mit allen vorkommen den Namen und Funktionen. Dies fand ich sehr hilfreich.

Fazit: Ein Polit-Thriller den ich persönlich auf die Besten-Liste setze. Mich hat er nachdenklich zurückgelassen mit der Frage, wohin soll das alles noch führen?

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Veröffentlicht am 19.08.2024

hervorragende Fortsetzung

Die Gewalt des Sturms
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Dies ist das zweite Buch mit den beiden sehr erfolgreichen Autorinnen Anna Johannsen und Elke Bergsma. Für mich ist «die Gewalt des Sturms» der erste Fall, in dem die beiden Hauptkommissarinnen Lina Lübbers ...

Dies ist das zweite Buch mit den beiden sehr erfolgreichen Autorinnen Anna Johannsen und Elke Bergsma. Für mich ist «die Gewalt des Sturms» der erste Fall, in dem die beiden Hauptkommissarinnen Lina Lübbers und Kea Siefken zusammenarbeiten. Normalerweise ist der Arbeitsort von Lina in Osnabrück. Ihr Chef, hat sie mit einer sehr heiklen Aufgabe betraut einen Maulwurf in den eigenen Reihen aufzudecken. Dafür wurde sie in die Aussenstelle Aurich entsandt.

Dort wurde Lina mit einem Tötungsdelikt konfrontiert. Der Inhaber einer Anwaltskanzlei wurde brutal ermordet. Die ersten Spuren weisen auf einen Raubmord.

Am gleichen Morgen wird Kea ebenfalls zu einem spektakulären Unfall mit Todesfolge gerufen. Auf einem kleineren Feldweg wurde der Inhaber einer Speditionsfirma während des Joggens rücksichtslos überfahren, wobei sich dieser tödlich verletzte. Der Fahrer entfernte sich vom Unfallort ohne Hilfeleistung. Ungewöhnlich war, dass es keine Bremsspuren vor oder nach dem Unfall gab.

Im Laufe der Ermittlungen stellt sich immer mehr raus, dass der Unfall sowie das Tötungsdelikt auf einem gemeinsamen Hintergrund basieren. Dabei werden die beiden Kommissarinnen von weiteren Mitarbeitern intensiv unterstützt.

Gleich zu Beginn wird alles sehr spannend und vielfach aufregend erzählt. Ungewöhnlich ist, dass die Kapitel in Ich-Form von der jeweiligen Kommissarin erzählt wird. Ich bin ein Fan beider Autorinnen. Dadurch fiel es mir leicht die jeweilige detaillierte Erzählweise auseinander zu halten. Auch die privaten Einschübe gefielen mir. So konnte ich mir über die weiteren Personen ebenfalls ein gutes Bild machen.

Gegen den Schluss ereilt das Team ein böser Schicksalsschlag und für Lina Klärung ihrer geheimen Mission.

Erst in den letzten Kapiteln werden ein paar wichtige Puzzleteile an die richtige Stelle gesetzt und doch gibt’s ein offenes Ende. Jetzt heisst es warten, bis das nächste Buch erscheint.

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