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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2025

Furioser Eheklamauk mit kriminellen Elementen

Die Müllers und die Pekingente
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Bei Ehepaar Müller aus dem Schwarzwald, läuft schon lange nichts mehr, die Kinder sind aus dem Haus und jeder macht mittlerweile sein eigenes Ding.
Unerwartet bekommen die Beiden von ihren Kindern einen ...

Bei Ehepaar Müller aus dem Schwarzwald, läuft schon lange nichts mehr, die Kinder sind aus dem Haus und jeder macht mittlerweile sein eigenes Ding.
Unerwartet bekommen die Beiden von ihren Kindern einen Kurztrip auf eine ostfriesische Insel geschenkt, den sie gezwungenermaßen dann doch gemeinsam antreten. Auf der Insel angekommen nimmt das Schicksal dann seinen Lauf, denn Dackel Hildegard gräbt am Strand ein verhängnisvolles Paket aus!

Die Krimi-Komödie mit dem lustigen Titel "Die Müllers und die Pekingente" von Autorin Ilka Gerdes hat mich neugierig gemacht. Der Plot klang recht unkonventionell und auch das Cover kommt sehr einladend und fröhlich sommerlich daher.
Den Schreibstil fand ich recht geschmeidig zu lesen, die Szenen und Ortswechsel folgten schnell, oft Schlag auf Schlag und des Öfteren spielt sich eine Art abruptes Wunschdenken im Kopf der Protagonisten ab. Das kann schon recht zynisch und amüsant ausarten, keiner der beiden Eheleute bleibt dem anderen etwas schuldig.
Vermisst bei der Geschichte habe ich etwas Ausschmückung, verbindende Elemente und eine detailliertere Beschreibung der Örtlichkeiten, um mein Kopfkino zu füttern. So holprig die Handlung für die beiden Eheleute beginnt, wird es am Ende dann immer lebhafter und auch spannender. Die gesamten Charaktere, mitsamt der angereisten Verbrecherbande, sind allesamt eigen, ja geradezu selbstverliebt. Das macht sie nicht gerade sympathisch, ist wohl aber so gewollt. Der Rüde Hildegard war natürlich mein Highlight und sicherlich der Sympathischste in der ganzen Runde;). Für viele bitterböse und sarkastische Augenblicke ist jedenfalls gesorgt, deren spezieller Humor absolut unterhaltsam ist. Die Story selbst ist recht abenteuerlich und kurios inszeniert.

Mein Fazit:
Ziemlich abstruse Story, die für kurzweilige Unterhaltung sorgt und perfekt für den Strandkorb geeignet ist. Der Focus ist aber mehr auf Ehekrise als Krimi ausgerichtet.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Aktuell und witzig unterwegs, gegen die Schockstarre des Alterns

Älter werden ist wie jung sein, nur krasser
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Wenn man so langsam auf die 60 zugeht und nicht mit Scheuklappen durch die Welt läuft, wird man sich durch viele der im Buch angesprochenen Themen des Öfteren ertappt fühlen!

Ob es der Mann ist, der plötzlich ...

Wenn man so langsam auf die 60 zugeht und nicht mit Scheuklappen durch die Welt läuft, wird man sich durch viele der im Buch angesprochenen Themen des Öfteren ertappt fühlen!

Ob es der Mann ist, der plötzlich zum Rentner mutiert, die Auseinandersetzung mit der Gesundheitsoptimierung, Eisbaden, Rente, ein Kind, das nicht erwachsen wird, oder, oder, oder … man findet sich in der ein oder anderen Rolle wieder.



Natürlich gibts etliche Tipps und Empfehlungen, denn in ihrem Buch „Älter werden ist wie jung sein, nur krasser“ sprechen die beiden Autorinnen Fröhlich/Kleis diese Themen nicht nur an, sondern geben auch ihren Senf dazu und ihre Erfahrungen weiter. Selbst wenn es um ernstere Anliegen geht, wie Altersarmut oder Krankheit, bleibt der Ton entspannt und lösungsorientiert. Der angesagte Langlebigkeits-Hype, das Eisbaden oder das Tattoo-Studio, sind Angelegenheiten die beide Damen umzutreiben scheint. Hier konnte man jedenfalls einiges darüber erfahren.

Obwohl ich einige Male den Faden verloren habe, welche der Autorinnen gerade am Zug war, fand ich das Buch dennoch absolut unterhaltsam, aufschlussreich und gut lesbar.



Mein Fazit:

Ein humorvoller Ratgeber mit einem guten Schwung an kunterbunten Themen und erleuchtender Vorbereitung auf das Älterwerden.

Der Ruhestand wird auf alle Fälle nicht ruhig, sondern bunt, und hält hoffentlich für uns alle, ob Boomer oder Generation X, viele schöne und entspannte Tage bereit, denn jeder soll nach seiner Fasson glücklich sein. Das sagte jedenfalls schon meine Oma.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Delikater Focus auf die Region Schwarzwald

Schwarzwald. Meine kulinarische Heimat
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In seinem Buch „SCHWARZWALD-Meine kulinarische Heimat“, stellt uns Autor Hannes Finkbeiners bekannte und unbekannte Spezialitäten dieser Region vor. In Form eines kulinarischen Reiseführers mit heimatlichen ...

In seinem Buch „SCHWARZWALD-Meine kulinarische Heimat“, stellt uns Autor Hannes Finkbeiners bekannte und unbekannte Spezialitäten dieser Region vor. In Form eines kulinarischen Reiseführers mit heimatlichen Geschichten und Hintergründen geht es quer durch den Schwarzwald. Nach einem kurzen Vorwort zum Lebensweg des Autors folgt etwas Kulturgeschichte, dann dreht sich alles um Bier, Brot, Alltagskost, sowie weiteren Details zu regionalen und spezielleren Produkten und Spezialitäten. Die Texte sind unterhaltsam und informativ zu lesen. Ergänzend befinden sich auch hilfreiche Adressen von Lokalen und Geschäften als Ergänzung zu jeden Abschnitt.
Am Ende gibt es noch eine Handvoll Rezepte, mit Fotos und guter Beschreibung. Nicht so viele wie ich erwartet hatte, aber die wichtigsten wie Spätzle oder Maultaschen sind dabei.


Mein Fazit:
Ein absolut interessanter Einblick in typische Schwarzwälder Traditionen.
Dabei fand ich es interessant, typische Schwarzwälder Produkte näher kennenzulernen und deren Herstellung oder Genuss zu entdecken. Der Autor kennt sich zweifelsohne gut aus in der Region. Wer allerdings ein Kochbuch erwartet, wird eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Kurzweiliger Krimi mit fantasievoller Handlung

Kein Land in Sicht
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Kriminelle Machenschaften auf hoher See

Auf einem Kreuzfahrtschiff erwacht eine Frau und hat den totalen Blackout. Wer ist sie und was macht sie nur auf einem Schiff? Auch nachdem ihr erklärt wird, sie ...

Kriminelle Machenschaften auf hoher See

Auf einem Kreuzfahrtschiff erwacht eine Frau und hat den totalen Blackout. Wer ist sie und was macht sie nur auf einem Schiff? Auch nachdem ihr erklärt wird, sie würde als Animateurin arbeiten, fühlt sich alles völlig fremd in ihrem Leben an. Währenddessen kämpft irgendwo im Bauch des Schiffes ihr Kollege Michael, zusammen mit einigen entführten Kindern ums Überleben.
Es geschehen merkwürdige Dinge auf dem Kreuzfahrtschiff und man kann nur hoffen das sich Sarah Peters endlich erinnert!

„Kein Land in Sicht“ ist ein treffender Titel für das Krimi-Debüt von Autorin Christina Pertl, da sich alles auf einem Kreuzfahrtschiff abspielt. Das herausragende Thema ist sowohl spannend als auch gruselig, denn es geht um Organhandel. Die Handlung ist unterhaltsam, auch wenn sich, für meinen Geschmack alles ein wenig zu konstruiert und übertrieben anfühlt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Beschreibung des Kreuzfahrt-Kosmos sehr anschaulich, amüsant und detailliert geschildert. Darunter leidet für meinen Geschmack ein wenig der Handlungsablauf der ja schon sehr ernst und dessen kriminelle Spannung, oft nebenbei erzählt und unrealistisch wirkt. Die zum Teil dramatischen Szenen, hätte es gar nicht gebraucht, da wäre weniger mehr gewesen. Dafür blieben die kriminellen Aktivitäten und deren rohes Geschäftsgebaren zumeist im Dunklen und wirkten gar „easy going“. Man hatte von dem eigentlich nicht existenten Ermittler-Team keinen besonders professionellen Eindruck, aber das könnte vielleicht bewusst so gewollt sein, der Krimi ist ja der erste Teil von weiteren Folgen.
Das Buch glänzt durch sein wundervoll gestaltetes Klapp-Cover mit einem richtigen Bullauge, das ist ein richtiger Hingucker bzw. Durchgucker und fällt auf:).

Mein Fazit:
Der Krimi mit seinen überraschenden Turnarounds, ist trotz seiner Übertreibungen und ein paar kleinen Längen, sehr kurzweilig. Sein Thema finde ich hochbrisant und aktuell, als Trigger-Warnung sei gesagt: Organhandel mit Kindern ist nichts für schwache Nerven!

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Einfache und schnelle Gerichte aus Österreich

Österreich express
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Die österreichische Autorin Katharina Seiser kenne ich schon durch ihr drittes Kochbuch mit dem Thema „Schnell mal vegan“, das mir sehr gut gefallen hat. Dieses Mal widmet sie sich aber in allen Belangen ...

Die österreichische Autorin Katharina Seiser kenne ich schon durch ihr drittes Kochbuch mit dem Thema „Schnell mal vegan“, das mir sehr gut gefallen hat. Dieses Mal widmet sie sich aber in allen Belangen ihrer Heimat Österreich und präsentiert mit ihrem neuen Kochbuch „Österreich Express“, schnell gemachte Rezepte quer durch die Alpenrepublik. Focus liegt wohl auf der Region Wien, denn ein paar Rezepte, die ich eigentlich immer mit Österreich verbinde, habe ich leider nicht gefunden. Vermisst habe ich speziell Germknödeln, Kaspressknödel oder auch Kartoffelblattln, davon hätte ich gerne mal ein richtig gutes Rezept gehabt.

Nach kurzen Worten zu ihrer Buch-Motivation, folgen etwas Warenkunde zu den Zutaten und Lebensmitteln, des Weiteren Erklärungen zu den benötigten Werkzeugen.
Dann geht es auch schon los, mit einer Übersicht über alle Rubriken und Rezepte, gerade beim E-Book sehr praktisch mit Link versehen, klasse Idee!
Die Küche reicht von deftig bis süß, mit Klassikern wie Wiener Schnitzel, Hendl, allerlei Knödel oder Kaiserschmarren. Auffällig viele ganz einfache Gerichte sind vertreten, die wirklich simpel und sehr gut klingen, darunter viele Aufstriche und Salate, Imbisse, Gemüse, Teigwaren und Mehlspeisen, Fisch, Fleisch, sowie natürlich Süßes. Die Rubrik Imbiss ist meiner Meinung nach allerdings überflüssig, für Würstel mit Senf und Kren, Bauernomelett oder Hawaii-Toast braucht man eigentlich kein Kochbuch.
Viele Fotos ergänzen die Rezepte und sind auch ansprechend anzusehen.
Die Rezepte selbst sind ausführlich und gut beschrieben, lustig dabei fand ich die speziellen österreichischen Begrifflichkeiten, die zum Glück am Ende erklärt werden;). Das Paradeiser Tomaten sind, war mir klar, aber unter Zeller konnte ich mir erst gar nichts vorstellen! Gut fand ich die vielen Tipps und Informationen zu den einzelnen Gerichten.

Mein Fazit:
Ein Kochbuch, das ich mir gut für Kochanfänger vorstellen kann, es ist schon inspirierend gerade für einfache Gerichte.
Für mich als fortgeschrittene Köchin waren leider viele der Gerichte nichts Neues und mir fehlten darin einige Gerichte, die ich mit Österreich verbinde, aber das ist wahrscheinlich ein regionales Ding. Allerdings spricht der Titel eben von Österreich, was für mich auch Tirol einschließt.

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