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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2025

Aktuell und witzig unterwegs, gegen die Schockstarre des Alterns

Älter werden ist wie jung sein, nur krasser
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Wenn man so langsam auf die 60 zugeht und nicht mit Scheuklappen durch die Welt läuft, wird man sich durch viele der im Buch angesprochenen Themen des Öfteren ertappt fühlen!

Ob es der Mann ist, der plötzlich ...

Wenn man so langsam auf die 60 zugeht und nicht mit Scheuklappen durch die Welt läuft, wird man sich durch viele der im Buch angesprochenen Themen des Öfteren ertappt fühlen!

Ob es der Mann ist, der plötzlich zum Rentner mutiert, die Auseinandersetzung mit der Gesundheitsoptimierung, Eisbaden, Rente, ein Kind, das nicht erwachsen wird, oder, oder, oder … man findet sich in der ein oder anderen Rolle wieder.



Natürlich gibts etliche Tipps und Empfehlungen, denn in ihrem Buch „Älter werden ist wie jung sein, nur krasser“ sprechen die beiden Autorinnen Fröhlich/Kleis diese Themen nicht nur an, sondern geben auch ihren Senf dazu und ihre Erfahrungen weiter. Selbst wenn es um ernstere Anliegen geht, wie Altersarmut oder Krankheit, bleibt der Ton entspannt und lösungsorientiert. Der angesagte Langlebigkeits-Hype, das Eisbaden oder das Tattoo-Studio, sind Angelegenheiten die beide Damen umzutreiben scheint. Hier konnte man jedenfalls einiges darüber erfahren.

Obwohl ich einige Male den Faden verloren habe, welche der Autorinnen gerade am Zug war, fand ich das Buch dennoch absolut unterhaltsam, aufschlussreich und gut lesbar.



Mein Fazit:

Ein humorvoller Ratgeber mit einem guten Schwung an kunterbunten Themen und erleuchtender Vorbereitung auf das Älterwerden.

Der Ruhestand wird auf alle Fälle nicht ruhig, sondern bunt, und hält hoffentlich für uns alle, ob Boomer oder Generation X, viele schöne und entspannte Tage bereit, denn jeder soll nach seiner Fasson glücklich sein. Das sagte jedenfalls schon meine Oma.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Delikater Focus auf die Region Schwarzwald

Schwarzwald. Meine kulinarische Heimat
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In seinem Buch „SCHWARZWALD-Meine kulinarische Heimat“, stellt uns Autor Hannes Finkbeiners bekannte und unbekannte Spezialitäten dieser Region vor. In Form eines kulinarischen Reiseführers mit heimatlichen ...

In seinem Buch „SCHWARZWALD-Meine kulinarische Heimat“, stellt uns Autor Hannes Finkbeiners bekannte und unbekannte Spezialitäten dieser Region vor. In Form eines kulinarischen Reiseführers mit heimatlichen Geschichten und Hintergründen geht es quer durch den Schwarzwald. Nach einem kurzen Vorwort zum Lebensweg des Autors folgt etwas Kulturgeschichte, dann dreht sich alles um Bier, Brot, Alltagskost, sowie weiteren Details zu regionalen und spezielleren Produkten und Spezialitäten. Die Texte sind unterhaltsam und informativ zu lesen. Ergänzend befinden sich auch hilfreiche Adressen von Lokalen und Geschäften als Ergänzung zu jeden Abschnitt.
Am Ende gibt es noch eine Handvoll Rezepte, mit Fotos und guter Beschreibung. Nicht so viele wie ich erwartet hatte, aber die wichtigsten wie Spätzle oder Maultaschen sind dabei.


Mein Fazit:
Ein absolut interessanter Einblick in typische Schwarzwälder Traditionen.
Dabei fand ich es interessant, typische Schwarzwälder Produkte näher kennenzulernen und deren Herstellung oder Genuss zu entdecken. Der Autor kennt sich zweifelsohne gut aus in der Region. Wer allerdings ein Kochbuch erwartet, wird eher enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 13.10.2024

Kurzweiliger Krimi mit fantasievoller Handlung

Kein Land in Sicht
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Kriminelle Machenschaften auf hoher See

Auf einem Kreuzfahrtschiff erwacht eine Frau und hat den totalen Blackout. Wer ist sie und was macht sie nur auf einem Schiff? Auch nachdem ihr erklärt wird, sie ...

Kriminelle Machenschaften auf hoher See

Auf einem Kreuzfahrtschiff erwacht eine Frau und hat den totalen Blackout. Wer ist sie und was macht sie nur auf einem Schiff? Auch nachdem ihr erklärt wird, sie würde als Animateurin arbeiten, fühlt sich alles völlig fremd in ihrem Leben an. Währenddessen kämpft irgendwo im Bauch des Schiffes ihr Kollege Michael, zusammen mit einigen entführten Kindern ums Überleben.
Es geschehen merkwürdige Dinge auf dem Kreuzfahrtschiff und man kann nur hoffen das sich Sarah Peters endlich erinnert!

„Kein Land in Sicht“ ist ein treffender Titel für das Krimi-Debüt von Autorin Christina Pertl, da sich alles auf einem Kreuzfahrtschiff abspielt. Das herausragende Thema ist sowohl spannend als auch gruselig, denn es geht um Organhandel. Die Handlung ist unterhaltsam, auch wenn sich, für meinen Geschmack alles ein wenig zu konstruiert und übertrieben anfühlt.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Beschreibung des Kreuzfahrt-Kosmos sehr anschaulich, amüsant und detailliert geschildert. Darunter leidet für meinen Geschmack ein wenig der Handlungsablauf der ja schon sehr ernst und dessen kriminelle Spannung, oft nebenbei erzählt und unrealistisch wirkt. Die zum Teil dramatischen Szenen, hätte es gar nicht gebraucht, da wäre weniger mehr gewesen. Dafür blieben die kriminellen Aktivitäten und deren rohes Geschäftsgebaren zumeist im Dunklen und wirkten gar „easy going“. Man hatte von dem eigentlich nicht existenten Ermittler-Team keinen besonders professionellen Eindruck, aber das könnte vielleicht bewusst so gewollt sein, der Krimi ist ja der erste Teil von weiteren Folgen.
Das Buch glänzt durch sein wundervoll gestaltetes Klapp-Cover mit einem richtigen Bullauge, das ist ein richtiger Hingucker bzw. Durchgucker und fällt auf:).

Mein Fazit:
Der Krimi mit seinen überraschenden Turnarounds, ist trotz seiner Übertreibungen und ein paar kleinen Längen, sehr kurzweilig. Sein Thema finde ich hochbrisant und aktuell, als Trigger-Warnung sei gesagt: Organhandel mit Kindern ist nichts für schwache Nerven!

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Veröffentlicht am 27.07.2024

Einfache und schnelle Gerichte aus Österreich

Österreich express
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Die österreichische Autorin Katharina Seiser kenne ich schon durch ihr drittes Kochbuch mit dem Thema „Schnell mal vegan“, das mir sehr gut gefallen hat. Dieses Mal widmet sie sich aber in allen Belangen ...

Die österreichische Autorin Katharina Seiser kenne ich schon durch ihr drittes Kochbuch mit dem Thema „Schnell mal vegan“, das mir sehr gut gefallen hat. Dieses Mal widmet sie sich aber in allen Belangen ihrer Heimat Österreich und präsentiert mit ihrem neuen Kochbuch „Österreich Express“, schnell gemachte Rezepte quer durch die Alpenrepublik. Focus liegt wohl auf der Region Wien, denn ein paar Rezepte, die ich eigentlich immer mit Österreich verbinde, habe ich leider nicht gefunden. Vermisst habe ich speziell Germknödeln, Kaspressknödel oder auch Kartoffelblattln, davon hätte ich gerne mal ein richtig gutes Rezept gehabt.

Nach kurzen Worten zu ihrer Buch-Motivation, folgen etwas Warenkunde zu den Zutaten und Lebensmitteln, des Weiteren Erklärungen zu den benötigten Werkzeugen.
Dann geht es auch schon los, mit einer Übersicht über alle Rubriken und Rezepte, gerade beim E-Book sehr praktisch mit Link versehen, klasse Idee!
Die Küche reicht von deftig bis süß, mit Klassikern wie Wiener Schnitzel, Hendl, allerlei Knödel oder Kaiserschmarren. Auffällig viele ganz einfache Gerichte sind vertreten, die wirklich simpel und sehr gut klingen, darunter viele Aufstriche und Salate, Imbisse, Gemüse, Teigwaren und Mehlspeisen, Fisch, Fleisch, sowie natürlich Süßes. Die Rubrik Imbiss ist meiner Meinung nach allerdings überflüssig, für Würstel mit Senf und Kren, Bauernomelett oder Hawaii-Toast braucht man eigentlich kein Kochbuch.
Viele Fotos ergänzen die Rezepte und sind auch ansprechend anzusehen.
Die Rezepte selbst sind ausführlich und gut beschrieben, lustig dabei fand ich die speziellen österreichischen Begrifflichkeiten, die zum Glück am Ende erklärt werden;). Das Paradeiser Tomaten sind, war mir klar, aber unter Zeller konnte ich mir erst gar nichts vorstellen! Gut fand ich die vielen Tipps und Informationen zu den einzelnen Gerichten.

Mein Fazit:
Ein Kochbuch, das ich mir gut für Kochanfänger vorstellen kann, es ist schon inspirierend gerade für einfache Gerichte.
Für mich als fortgeschrittene Köchin waren leider viele der Gerichte nichts Neues und mir fehlten darin einige Gerichte, die ich mit Österreich verbinde, aber das ist wahrscheinlich ein regionales Ding. Allerdings spricht der Titel eben von Österreich, was für mich auch Tirol einschließt.

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Veröffentlicht am 27.10.2023

Gruseliges Endzeit-Szenario

Ein Fluss so rot und schwarz
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Eine Handvoll Auserwählter erwachen auf einem Kriegsschiff, das in einem unheimlichen Nebel treibt. Insgesamt sind sie zu sechst an Bord, ein siebter hat sich das Leben genommen. Keiner der gemischten ...

Eine Handvoll Auserwählter erwachen auf einem Kriegsschiff, das in einem unheimlichen Nebel treibt. Insgesamt sind sie zu sechst an Bord, ein siebter hat sich das Leben genommen. Keiner der gemischten Truppe kann sich an irgendetwas erinnern, nur jeweils ein Name ist auf ihren Unterarm tätowiert und alle tragen die gleichen Operationsnarben. Während unter den Passagieren großes Rätselraten und Spekulieren beginnt, nähert sich das auf Autopilot gestellte Schiff einer Stadt. Eine zerstörte Brücke Londons taucht aus dem Nebel auf. Doch das ist kein Grund zur Freude, denn es lauert dort das Grauen, die Apokalypse scheint ausgebrochen zu sein!

„Ein Fluss so rot und schwarz“, alleine der Titel des Romans von Autor Anthony Ryan lässt schaurigen Inhalt vermuten. Das Buch umhüllt dafür ein ansprechendes Cover, hinter seinem glänzenden, haptisch erhabenen Titel, erhebt sich eine schwarze Stadt, mit der Silhouette von London, die in blutroten Schein getaucht wird. Ein Titel und Cover, das mich gleich neugierig werden ließ.
Der geheimnisvolle Auftakt und die ungewöhnliche Handlung fesselt dann auch von Beginn an und verspricht spannende Unterhaltung. Angespannter Argwohn der beteiligten Protagonisten wird gekonnt in Szene gesetzt und auch die apokalyptischen Begebenheiten sind vom Autor recht anschaulich dargestellt. Was genau zu diesem Endzeitszenario führt, wird ganz langsam peu à peu enthüllt. Der Blick auf das Setting wird bildreich, intensiv beschrieben und obwohl man ahnt, wohin die Reise geht, bleibt die Spannung bis zum Ende bestehen. Allerdings werden die Ausmaße der Darstellung im Laufe des Buchs immer abstruser, es wirkt plötzlich unwirklich und überzogen, die Handlung mutiert leider von einer spannungsvollen Dystopie zu extrem unwahrscheinlichen Mutanten-Horror à la Alien und Zombie.

Mein Fazit:
Schon eine interessante Mischung, allerdings hätte mir am Ende etwas weniger Horror besser gefallen, hier ist mir ein Touch zu viel Geisterbahn, Gewalt, Blut und andere Flüssigkeiten. Zum Glück habe ich das Ende tagsüber gelesen, um mir den anschließenden Alptraum zu ersparen;). Auf alle Fälle eine unterhaltsame, zu Halloween passende Lektüre.

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