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Veröffentlicht am 18.10.2024

Tote trinken keinen Whisky

Tote trinken keinen Whisky (Ein Pippa-Bolle-Krimi 5)
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Pippa verschlägt es nach Schottland. Sie fährt zur Hochzeit von Duncan und Anita und möchte als Geschenk das Haus hüten, damit die beiden auf Hochzeitsreise gehen können. Dort angekommen, merkt sie aber, ...

Pippa verschlägt es nach Schottland. Sie fährt zur Hochzeit von Duncan und Anita und möchte als Geschenk das Haus hüten, damit die beiden auf Hochzeitsreise gehen können. Dort angekommen, merkt sie aber, dass die beiden mit ihrer Whiskydestillerie große Probleme haben. Es gab einen schweren Unfall und ihr Brennmeister liegt im Koma. Einige Bewohner des kleinen Ortes sind nicht gerade freundlich, Familienmitglieder bereiten Probleme und es gibt weitere Leichen … nichts neues für Pippa, wenn da nicht noch der attraktive Morris wäre.

Der 5. Band über Pippa Bolle ist für mich der beste. Gut gelungen ist wie immer die Einbeziehung einiger Figuren aus den Vorgängerbänden, ohne dass es irgendwie bemüht wirkt. Es passt einfach. Auch wieder gut gelungen die immer wichtige Katze. Es ist kein Krimi, in dem die Spannung im Vordergrund steht, obwohl man wirklich lange nicht weiß, wer der Täter ist. Wie immer wird die Landschaft und die Menschen wunderbar beschrieben und einbezogen. Und daher ist dieses Buch in der Reihe mein Favorit, denn ich bin ein absoluter Schottland-Fan und liebe Whisky und in dem Buch habe ich all das wiedergefunden. Ich hatte sofort die Landschaft und die Menschen vor Augen mit allen ihren Liebenswürdigkeiten und auch teilweise skurrilen Ideen. Schottland – wie es wirklich ist.
Und jetzt bin ich schon gespannt, wohin es Pippa demnächst verschlagen wird.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Der Sohn

Der Sohn
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Sonny ist 30 und sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Er ist ein netter ruhiger Gefangener, macht nie Ärger, beteiligt sich nie an Gruppenbildungen – und ist inzwischen für die Mitgefangenen zu einer Art ...

Sonny ist 30 und sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Er ist ein netter ruhiger Gefangener, macht nie Ärger, beteiligt sich nie an Gruppenbildungen – und ist inzwischen für die Mitgefangenen zu einer Art Beichtvater geworden. Sie erzählen ihm ihre Geschichten und bitten um seine Vergebung. Alles ist gut. Doch dann erzählt ihm ein Mithäftling davon, wie sein Vater – Sonnys Vater war Polizist – wirklich ums Leben gekommen ist. Denn bis dahin war die Version, dass Sonnys Vater korrupt war und sich selbst das Leben genommen hat. Nun erzählt der andere, dass Sonnys Vater gar nicht korrupt und der Maulwurf im Polizeipräsidium war, sondern dass er den Abschiedsbrief nur unter Zwang geschrieben hat und ermordet wurde. Sonny bricht aus dem Gefängnis aus und beginnt einen Rachefeldzug…

Auch dieser Jo Nesbo ist wieder vom „Feinsten“. Der Autor erzählt die Geschichte sehr direkt ohne größere Abschweifungen. Sonny ist kein Übermensch, es ist glaubhaft, was er macht. Die Spannung kommt vor allem daher, dass man gespannt verfolgt, ob er seine „Feinde“ findet und wirklich umbringt, wie er es macht und vor allem, was sie getan haben. Es wird nicht direkt hinterfragt, ob es richtig ist, was Sonny macht. Für mich verblüffend war, dass ich für Sonny ungeheure Sympathie empfunden habe. Dabei ist er ein Junkie, der für den Stoff ins Gefängnis geht. Und er ist ein mehrfacher und zum Teil brutaler Mörder. Aber ich hatte immer die Vorstellung, dass er kein 30-jähriger Mann ist, sondern immer noch der 18-jährige Junge, der ins Gefängnis kommt. Der Krimi ist kein Harry Hole, der mit eigentümlichen Mitteln die Verbrecher dingfest macht. Aber der hier vorkommende Kommissar Simon hat doch einige Züge von Harry Hole, er ist genau so eigenwillig und stur. Die Auflösung brigt dann doch noch eine Überraschung. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Ein Laden, der Glück verkauft

Ein Laden, der Glück verkauft
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Theodora, genannt Teddi, wächst mit ihrem jüngeren Bruder auf einer Farm in Kentucky auf. Zu Vater und Bruder hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Die Mutter ist sehr hart und oft distanziert. Die Oma liebt ...

Theodora, genannt Teddi, wächst mit ihrem jüngeren Bruder auf einer Farm in Kentucky auf. Zu Vater und Bruder hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Die Mutter ist sehr hart und oft distanziert. Die Oma liebt sie über alles. Während der Bruder sich für die Natur interessiert, hat Teddi nur einen Wunsch: sie möchte alte Möbel restaurieren. Dafür hat sie auch großes Talent. As sie am Straßenrand ein kleines Möbelstück verkauft, bekommt sie eine Visitenkarte eines Charlestoner Antiquitätenhändlers. Sie will unbedingt, diesen Beruf erlernen. Doch die Mutter schenkt ihr statt dessen eine Schreibmaschine und möchte sie zwingen, eine Ausbildung als Sekretärin zu machen. Teddi packt ihre Sachen und fährt nach Charleston und arbeitet dort im Antiquitätenladen, von dem sie viele Jahre lang die Visitenkarte hatte. Als der Chef des Ladens später stirbt, eröffnet sie einen eigenen …

Beth Hoffmann ist ein wundervolles Buch gelungen. Sie zeigt, dass es sich lohnt, für seine Wünsche und Vorstellungen zu kämpfen, auch wenn es immer wieder Niederlagen gibt. Sie zeigt, wie viel Freundschaft und Familie Wert ist und wie die Freundlichkeit, die man anderen Leuten gibt, auf einen zurück kommt. Natürlich ist das ganze auch wie ein modernes Märchen. Immer, wenn es Teddi ganz schlecht geht, bekommt sie oft unerwartet Hilfe: beim Verkauf ihrer ersten Möbel, bei der Aufnahme des Kredits, beim Verkauf der Farm oder beim Verschwinden des Bruders. Aber gerade, weil sie selbst so oft unterstützt wurde, gibt Teddi das weiter: sie hilft verschiedenen Tieren, bezahlt ihrer Oma das Heim, beschenkt eine notorische Diebin. Das alles klingt so hintereinander geschrieben sehr kitschig, aber gerade das ist das Buch nicht wirklich. Natürlich gibt es einige solche Stellen, aber sie passen immer wunderbar in die Handlung. Ich habe mich am Nachmittag hingesetzt und mit dem Lesen angefangen – spät Abends war ich damit fertig – überrascht, wie die Zeit vergangen ist. Aber ich konnte nicht aufhören. Nach dem Lesen fühlte ich mich traurig, weil das Buch zu Ende war. Gleichzeitig aber sehr froh. Dieses Buch hat eines: es ist absolut warmherzig.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Rauhnacht

Rauhnacht
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Kommisar Kluftinger erhält eine Einladung in ein nobles Berghotel. Er hat der Besitzerin im vorherigen Fall das Leben gerettet und aus Dank erhält er mit seiner Frau eine Einladung über Silvester – all ...

Kommisar Kluftinger erhält eine Einladung in ein nobles Berghotel. Er hat der Besitzerin im vorherigen Fall das Leben gerettet und aus Dank erhält er mit seiner Frau eine Einladung über Silvester – all inklusive. Das Ehepaar Langhammer begleitet sie, worüber Kluftinger nicht wirklich glücklich ist. Dabei ist es nicht einfach nur ein schöner Urlaub, sondern alles wird noch aufgewertet durch ein Kriminalspiel. Kluftinger ist selbstverständlich auch hier ein berühmter Detektiv, nämlich Hercule Poirot. Doch was wie ein schönes Silvester aussieht, entpuppt sich schon am 1. Abend als sehr ernst, als ein weiterer Gast tot aufgefunden wird. Kluftiger hat seine Zweifel an einem natürlichen Tod und beginnt zu ermitteln. Leider ist er da nur auf Dr. Langhammer angewiesen, denn aufgrund eines Schneesturms sind alle im Hotel eingeschlossen…



Natürlich hat man beim Lesen sofort Erinnerungen an berühmte andere Detektivromane, allen voran Agatha Christies. Das ist sicher auch so gewollt. Trotzdem ist es nicht etwa ein einfacher „Abklatsch“. Statt dessen eher ein großer Spaß. Denn nicht nur die vielen Marotten von Kluftiger (wie das Einstecken diverser Hotelkleinigkeiten oder das Benutzen des Frühstücksbüfetts) sind öfter zum Schmunzeln, auch die von Dr. Langhammer und vor allem der Schlagabtausch zwischen beiden. Da wird die Tätersuche fast zur Nebensache. Obwohl sie sich hier große Mühe geben. Diverse Seitenhiebe auf die moderne Technik eingeschlossen. Auch wenn vielleicht die ganz große Spannung fehlt, was mich nicht gestört hat. Das Ende kommt dann doch etwas überraschend, was den Täter angeht. Das Ende des Buches war dann für mich schon ein bißchen übertrieben … aber lassen wir Kluftinger auch hier seine Besonderheiten. Auf jeden Fall wieder absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Außergewöhnlicher Krimi

Spiegelberg
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Cora ist Journalistin und beobachtet während einer Feier, wie die ehemalige Botschafterin von Frankreich mit einem Mann in Streit gerät und wenig später hat die Frau einen Unfall. Sie bittet Cora, Camille ...

Cora ist Journalistin und beobachtet während einer Feier, wie die ehemalige Botschafterin von Frankreich mit einem Mann in Streit gerät und wenig später hat die Frau einen Unfall. Sie bittet Cora, Camille zu schützen. Cora hat keine Ahnung, wer das überhaupt ist. Als sie recherchiert, begegnet ihr überall nur Ablehnung bis Hass. Und je tiefer sie die Geheimnisse hinterfragt, desto gefährlicher wird es für sie.

Das Buch ist der dritte Teil der Reihe um die Journalistin Cora. Ich kannte die Vorgängerteile nicht, allerdings war das für das Verständnis dieses Buches kein Problem. Wichtige Sachen der Vergangenheit wurden zumindest kurz skizziert und ansonsten steht die Geschichte eigenständig für sich. Von Beginn an ist eine große Grundspannung vorhanden, die sich im Verlauf des Buches von Kapitel zu Kapitel immer mehr steigert. Die Geschichte hat viele, zum Teil völlig unvorhergesehene, Wendungen. Ganz nebenbei erfährt man viel zur Geschichte der Kantone Jura und Bern und die Probleme in den 1980er Jahren, von denen ich vorher nie etwas gehört hatte. Dieser historische Ausflug macht das Buch ebenfalls sehr interessant und zu einem ungewöhnlichen und aus der Masse herausstehenden Krimi, für den ich eine Leseempfehlung ausspreche

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