Profilbild von NiKe

NiKe

Lesejury Star
offline

NiKe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit NiKe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2024

Smaragour Teil 1

Smaragour – Die Dracheninsel
0

Jamie ist 12 und sein größter Wunsch ist es, Drachenreiter zu werden. Als er endlich an der berühmten Drachenreiterschule Eldurskòla angenommen wird, landet er allerdings nicht bei den anderen Drachenreiterschülern ...

Jamie ist 12 und sein größter Wunsch ist es, Drachenreiter zu werden. Als er endlich an der berühmten Drachenreiterschule Eldurskòla angenommen wird, landet er allerdings nicht bei den anderen Drachenreiterschülern in den oberen Stockwerken, sondern im Untergeschoss bei den Drachenputzern und anderen Arbeitern und findet heraus, dass in der Drachenreiterwelt nicht alles so läuft, wie er es sich vorgestellt hatte. Die Drachen werden durch sogenannte Calmer manipuliert und ihre Gefühle unterdrückt. Und eine geheime Verschwörung scheint einen Angriff zu planen.

Die Geschichte ist der erste Teil einer Reihe und eignet sich für Kinder ab etwa 10 Jahren. Sie ist spannend und gut geschrieben, nicht zu kompliziert, und wir haben sie sehr gern gelesen. An einigen Stellen waren die Erklärungen für mich ein wenig zu einfach gehalten, z. B. als besonders starke Seile zum Einsatz kamen, die von Zwergen hergestellt wurden. Zwerge wurden in dem ganzen Buch nur an dieser einen Stelle erwähnt und hielten lediglich für diese eine Erklärung her. Oder auch die Frage, wer bzw. was Flapper ist. Das "Flederküken" wird von Jamie gefunden und aufgepäppelt, aber wir erfahren nichts mehr von ihm, als dass es fliegen kann und Mücken frisst. Ist es auch ein Drache, nur in klein? Oder ein anderes Tier? Auch bei einigen anderen Stellen fehlte mir der Hintergrund bzw. eine genauere Erklärung, oder es wurde plötzlich als gegeben dargestellt, obwohl vorher nie die Rede davon war. Allerdings sage ich das aus Sicht einer Erwachsenen, meine Tochter haben diese Kleinigkeiten nicht gestört.

Insgesamt hat dieser erste Teil viel Spaß gemacht und wir würden sehr gern wissen, wie es weitergeht mit Jamie und den anderen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2024

Vampire und Revolution

Scarlet
1

Im Jahr 1793 ist die französische Revolution voll im Gange und richtet sich sowohl gegen menschlichen als auch gegen vampirischen Adel. Eine kleine Gruppe aus England versucht, Mitglieder der französischen ...

Im Jahr 1793 ist die französische Revolution voll im Gange und richtet sich sowohl gegen menschlichen als auch gegen vampirischen Adel. Eine kleine Gruppe aus England versucht, Mitglieder der französischen Königsfamilie zu retten, wird aber nicht nur von den Revolutionären, sondern auch von den Vampiren bedroht.

Im Mittelpunkt dieser abenteuerlichen Geschichte steht das Dienstmädchen Eleanor, das wegen ihrer Ähnlichkeit zu Marie Antoinette von ihrer vampirischen Dienstherrin an die Liga des Scarlett Pimpernell "verliehen" wird, um eine wichtige Rolle bei der Befreiung der Königsfamilie zu übernehmen.



Eleanor ist zu Beginn der Geschichte ein junges, naives Mädchen, das bisher aus ihrer Heimat in England und ihrem Dienstmädchen-Dasein nicht herausgekommen ist. Dies ändert sich, als sie Kontakt zu der Liga bekommt, und im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich schnell und deutlich zu einer mutigen jungen Frau. Ich fand sie sehr sympathisch und nahbar und habe sie im Laufe der Geschichte sehr ins Herz geschlossen. Leider ging es mir mit den anderen Mitgliedern der Liga nicht so. Es waren zwar viele an sich interessante Charaktere dabei, aber leider niemand, der sich besonders hervorgehoben hat. Selbst Charles, der zumindest stellenweise auf Eleanor anziehend wirkt, bleibt relativ blass.



Die Geschichte an sich ist toll und spannend geschrieben und hat mich durchgehend gut unterhalten. Es gibt vorab einige Informationen zu den historischen Hintergründen, die ich ganz hilfreich fand, um verschiedene Vorkommnisse zu verstehen. Außerdem ein Personenregister, falls man zwischendurch mit den Namen nicht ganz zurecht kommt.

Leider bleiben bis zum Ende des Buches viele Fragen offen, besonders was die magischen Wesen betrifft. Da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt, werden diese sicherlich noch irgendwann aufgelöst, aber ich hätte mir schon noch etwas mehr als die wenigen Häppchen an Informationen gewünscht. Andererseits bin ich nun so neugierig, dass ich die Fortsetzungen auch gerne lesen möchte.



Für mich war das Buch zwar kein absolutes Highlight, aber ein unterhaltsamer und gut geschriebener Beginn eines Abenteuers und ich freue mich auf mehr davon.



  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 29.08.2023

Tage im warmen Licht

Tage im warmen Licht
0

Maria lebt mit ihrer 13jährigen Tochter Linnea in München. Linnea hat große Probleme in der Schule und als Maria auch noch ihren Job und die Wohnung verliert, ziehen beide spontan in das alte Haus der ...

Maria lebt mit ihrer 13jährigen Tochter Linnea in München. Linnea hat große Probleme in der Schule und als Maria auch noch ihren Job und die Wohnung verliert, ziehen beide spontan in das alte Haus der verstorbenen Großmutter in Marias Heimatdorf. Das Dorfleben tut Linnea gut, aber Maria leidet unter alten Wunden aus der Vergangenheit, die nun immer wieder aufgerissen werden.

Mich hat dieser Roman sehr gefesselt. Kristina Pfister beschreibt das Dorf, die Menschen und die Handlung so detailliert, dass man sich beim Lesen fast wie ein Teil davon fühlt. Es kommt mir vor, als wären Marias Freundinnen auch meine Freundinnen geworden, und dieses Haus der Großmutter für eine kurze Zeit auch mein Rückzugsort. Mit Marias Handlungen und Vorstellungen war ich nicht immer einverstanden, manchmal habe ich mich richtig über sie geärgert. Und die Handlung an sich war an vielen Stellen vorhersehbar und wenig überraschend, wenn auch trotzdem spannend genug, um mich zu fesseln. Aber das hat das Lesevergnügen für mich nicht geschmälert, sondern hat eher dazu beigetragen, dass ich mich mit der Geschichte wohl gefühlt habe. Am liebsten hätte ich jetzt noch mehrere Nachfolgebände vor mir liegen, um mir die kommenden Herbsttage damit zu verschönern.

Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle, die nach einer Wohlfühlgeschichte suchen und auf Action und unvorhersehbare Wendungen verzichten können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2023

Von Salz und Göttern

Salzberggöttin
0

"Die Salzberggöttin" spielt ca. 600 Jahre v Chr.. Am Hallstätter See ist das erste Salzbergwerk der Geschichte entstanden und eine kleine Gemeinschaft, angeführt von der Bergherrin Sina eher die Berggöttin, ...

"Die Salzberggöttin" spielt ca. 600 Jahre v Chr.. Am Hallstätter See ist das erste Salzbergwerk der Geschichte entstanden und eine kleine Gemeinschaft, angeführt von der Bergherrin Sina eher die Berggöttin, baut das Salz ab und verteilt es an andere Gemeinschaften. Es wäre eine friedliche kleine Welt, wenn nicht der Sohn der Bergherrin nach mehr Macht und Reichtum hungern würde.

Der Roman handelt vor allem von diesen Sohn Tolan, der nach einer langen Reise in den Süden mit einem neuen Freund, Arnu, und neuen Ideen zurückkehrt. Während Arnu sich in die friedliche Gemeinschaft einfügt und sich Tolans Schwester Renis annähernd, kommt Tolan selbst mit seinen neuen Vorstellungen aber bei seiner Familie aber nicht weiter und entwickelt einen verhängnisvollen Plan.

Ich fand diese Geschichte sehr spannend und informativ erzählt und habe stellenweise richtig mitgefiebert. Abgesehen von Tolan, den ich bis zum Schluss nicht wirklich verstehen konnte, mochte ich die Protagonisten auch sehr gern. Am einigen Stellen fand ich den Verlauf etwas vorhersehbar, und es wäre vielleicht ganz schön gewesen, etwas mehr darüber zu erfahren, wie die Geschwister aufgewachsen sind. Aber das sind nur sehr kleine Kritikpunkte, insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Gut fand ich auch, dass am Ende die historischen Fakten noch erklärt wurden, zumal ich über diese Zeit noch so gut wie gar nichts wusste. Richtig super wäre vielleicht noch eine Karte der Gegend gewesen, aber auch ohne diese habe ich mir durch die guten Beschreibungen alles vorstellen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2023

Die Auserwählte

This Vicious Grace - Die Auserwählte
0

Alessa lebt als Finestra isoliert in ihrem Palast. Auf Grund ihrer Gabe wurde sie ausgewählt, ihre Mitmenschen und ihr Volk vor den Angriffen des Bösen zu beschützen. Die Gabe sorgt allerdings auch dafür, ...

Alessa lebt als Finestra isoliert in ihrem Palast. Auf Grund ihrer Gabe wurde sie ausgewählt, ihre Mitmenschen und ihr Volk vor den Angriffen des Bösen zu beschützen. Die Gabe sorgt allerdings auch dafür, dass jeder, den sie berührt, stirbt - und wenn sie dies nicht in den Griff bekommt, sind alle dem Untergang geweiht.

This vicious grace - Die Auserwählte ist der erste Band einer Dilogie von Emily Thiede. Mir hat diese italienisch angehauchte Fantasy-Welt richtig gut gefallen, auch wenn ich zumindest im ersten Drittel das Gefühl hatte, dass die Geschichte nur sehr langsam Fahrt aufnimmt. Alessa war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist zwar die Heldin dieser Dilogie, aber sie hadert doch sehr mit ihrer Rolle. Es fällt ihr schwer, wie verlangt auf Freunde und Familie zu verzichten und sie leidet sehr darunter, dass sie ungewollt schon mehrere Menschen mit ihrer Gabe getötet hat. Um das Divorando - der Tag des Kampfes gegen das Böse - zu bestehen, muss sie ihren oder ihre auserwählte Fonte heiraten und dann seine bzw. ihre Kräfte benutzen und verstärken. Bei den vorherigen Versuchen haben bereits drei Fonte nicht überlebt und nun muss sie sich für einen vierten entscheiden, während nach und nach immer mehr Kandidaten vor ihr flüchten.
Zu Beginn zieht sich die Story allerdings ein wenig. Alessa versucht irgendwie, ihre Rolle wie gewünscht zu erfüllen und zaudert aus Angst, Fehler zu machen. Sie muss Mordversuchen und Intrigen entgehen, da auch ihre Mitmenschen natürlich Angst haben und sie lieber durch eine kompetentere Person ersetzen würden. Eine zeitlang dreht sich aber scheinbar alles im Kreis, alles geht schief und es ist nicht ersichtlich, wie Alessa da herausfinden kann.
Dann aber kommt der Punkt, an dem sie es satt hat und anfängt, eigene Entscheidungen zu treffen. Sie zieht los, um sich einen loyalen selbstgewählten Leibwächter zu suchen und trifft auf den Straßenkämpfer Dante, von dessen dunklem Geheimnis sie nichts ahnt. Ab da entwickelt sich Alessa stetig weiter zu einer wahren Heldin und die Geschichte wird mit jeder Seite spannender. Die Lovestory macht das alles noch einmal interessanter und auch die weiteren Figuren entwickeln sich im letzten Drittel des Buches so gut, dass man mit jeder einzelnen mitfiebert.
Zuletzt mochte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen und nun warte ich sehr gespannt auf den zweiten Teil, denn der verspricht noch einmal spannender zu werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl