Roman | Eine bewegende Mutter-Tochter-Geschichte über eine Frau, die zerrissen ist zwischen Berufung und Familie
Johanna und ihre Tochter Elsa stehen sich schon lange nicht mehr nahe – Elsa hat nie überwunden, dass ihre Mutter früher beruflich viel unterwegs war und wenig Zeit für die Familie hatte. Viele Jahre später erbt Johanna das Haus ihrer Tante Toni am Rhein, wo sie und Elsa herrliche Sommer miteinander verbracht haben. Als Elsa sie dort besucht, stellen sie sich endlich der Vergangenheit – und Johanna offenbart ihrer Tochter ein
schwerwiegendes Geheimnis.
Ein bewegender Roman über die Zerrissenheit einer Frau zwischen der Leidenschaft für ihren Beruf und dem Bedürfnis, für ihre Familie da zu sein, über tief sitzenden Schmerz, Schuld und Versöhnung – vor großartigen internationalen Settings.
„Der Morgen nach dem Regen“ ist ein stiller und sehr emotionaler Roman, der mich von Anfang an nachdenklich gemacht hat. Im Mittelpunkt stehen Johanna und ihre Tochter Elsa, die sich über die Jahre entfremdet ...
„Der Morgen nach dem Regen“ ist ein stiller und sehr emotionaler Roman, der mich von Anfang an nachdenklich gemacht hat. Im Mittelpunkt stehen Johanna und ihre Tochter Elsa, die sich über die Jahre entfremdet haben. Als Johanna das Haus ihrer Tante Toni am Rhein erbt, treffen die beiden nach langer Zeit wieder aufeinander und plötzlich kommt vieles ans Licht, das lange ungesagt blieb.
Ich fand total toll, wie feinfühlig Melanie Levensohn die Beziehung zwischen Mutter und Tochter beschreibt. Es sind oft die kleinen Gesten, unausgesprochenen Worte und Erinnerungen, die hier mehr sagen als jede große Szene. Man spürt, wie viel Verletzung, Liebe und Sehnsucht zwischen den Zeilen liegen.
Auch sprachlich ist das Buch wunderschön – ruhig, klar und manchmal fast poetisch. Für mich war es kein Roman, den ich einfach so weggelesen habe, sondern einer, der Zeit brauchte. An manchen Stellen fand ich das Tempo etwas langsam, aber genau das passt zu der nachdenklichen, melancholischen Stimmung.
Der Morgen nach dem Regen ist für mich ein Buch über Versöhnung, über das Älterwerden und darüber, wie schwer und gleichzeitig befreiend es sein kann, ehrlich zu sich selbst und zu anderen zu sein. Eine ruhige, gefühlvolle Geschichte, die mich noch lange beschäftigt hat.
Wieder einmal ein Rezensionsexemplar, das meine Erwartungen weit übertroffen hat!
Das Cover strahlt in bunten Farben und ich kann den Duft des Regens fast schon riechen während ich gedanklich aus dem ...
Wieder einmal ein Rezensionsexemplar, das meine Erwartungen weit übertroffen hat!
Das Cover strahlt in bunten Farben und ich kann den Duft des Regens fast schon riechen während ich gedanklich aus dem Fenster in den Garten schaue und mein Blick über die glänzenden Äpfel schweift.
Das Verhältnis zwischen Johanna und ihrer Tochter Elsa ist seit Jahren zerrüttet, doch dann zieht es beide in das beschauliche Dorf Sankt Goar am Rhein. An diesem Ort haben beide Frauen von klein auf ihren Sommer bei Tante Toni verbracht und nun kehren sie zurück, um den Stress des Großstadt-Alltags hinter sich zu lassen.
Beide Charaktere sind starke Frauen; doch sie verbindet nicht nur ihre Zielstrebigkeit, sondern auch ihre Probleme. Während die beiden kaum einen Satz miteinander wechseln können ohne sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, wird die Stimmung immer wieder von den Erinnerungen an die lebensfrohe Toni aufgelockert.
Obwohl der Klappentext mit einem internationalen Setting wirbt, dem die Rückblicke auf jeden Fall gerecht werden, besticht das Buch in meinen Augen genau mit dem Gegenteil: Während alle Welt in den Flieger steigt, um an den schönsten Urlaubsort zu gelangen, ist es manchmal die unberührte Schönheit vor der eigenen Haustür, die die Seele heilt!
Für mich war es eine wirklich tolle Geschichte über das Verhältnis zwischen Menschen und das Verhältnis zu sich selbst, in die sich durch den Wechsel der Perspektiven sowohl jung als auch alt hineinversetzen können. Klare Leseempfehlung!
Zunächst muss ich sagen, dass ich nur per Zufall auf dieses Buch gestoßen bin. Weder das Cover noch der Text haben mich direkt angesprochen. Ich habe es dennoch lesen wollen, da ich gemerkt ...
Von s.a.m.
Zunächst muss ich sagen, dass ich nur per Zufall auf dieses Buch gestoßen bin. Weder das Cover noch der Text haben mich direkt angesprochen. Ich habe es dennoch lesen wollen, da ich gemerkt habe, dass das Buch in der Nähe meiner Heimat spielt. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut. Elsa lebt in Den Haag und arbeitet am internationalen Gerichtshof. Ihre Mutter Johanna ist vor kurzem aus New York nach Sankt Goar an den Rhein gezogen. Was für unterschiedliche Welten. Die beiden haben leider keine gute Beziehung zueinander, da Johanna sich früher wenig um Elsa gekümmert hat. Johanna war bei internationalen Hilfsorganisationen weltweit im Einsatz und konnte sich nur schwer um die kleine Elsa kümmern. Durch ein Schicksalsschlag werden die beiden in Sankt Goar wieder zusammengeführt.
So unterschiedlich beide Welten zunächst scheinen, so ähnlich sind die beiden sich dann doch.
Die Autorin Melanie Levensohn erzählt geschickt und mit sehr viel Gefühl und Emotionen abwechselnd aus der Sicht von Johanna und Elsa. Dabei bleibt auch die Vergangenheit der beiden nicht außen vor. Nach und nach wird die Lebensgeschichte der beiden zu einer gemeinsamen.
Ebenso muss man an einigen Stellen selbst innehalten und sein eigenes Leben reflektieren. An vielen Stellen gibt das Buch Impulse zum eigenen überdenken verschiedener Lebenssituationen wie z.B. Wo lebe ich am besten?
Ich konnte das Buch kaum weglegen! Ich bin froh zufällig auf dieses Buch gestoßen zu sein! Sehr zu empfehlen!
«Der Morgen nach dem Regen» von Autorin Melanie Levensohn, ist ein Roman, der sich mit der komplexen Beziehung zwischen Mutter Johanna und Tochter Elisa auseinandersetzt. Die beiden gehen getrennte Wege ...
«Der Morgen nach dem Regen» von Autorin Melanie Levensohn, ist ein Roman, der sich mit der komplexen Beziehung zwischen Mutter Johanna und Tochter Elisa auseinandersetzt. Die beiden gehen getrennte Wege bis Johanna das alte Haus ihrer Tante Toni am Rhein erbt. Da Elisa zudem unter einem Burnout leidet, beginnt ein Prozess der Annäherung, der Zeit beinsprucht.
Ich habe mich schnell in die Geschichte eingefunden und konnte somit die Handlung von Anfang bis zum Schluss folgen. Es wird abwechselnd aus der Sicht der Mutter und Tochter erzählt, sodass man die Gedanken und Gefühle der Charaktere nachvollziehen bzw. mitfühlen kann., Beide sind starke Charaktere, die lebendig und glaubwürdig gestaltet sind.
Mich persönlich konnte die Geschichte überzeugen. Diese Geschichte bringt einem über Beziehungen, Beruf und Familie nachzudenken.
Insgesamt ist «Der Morgen nach dem Regen» ein Roman, der mit viel Empathie die Herausforderungen von Mutter-Tochter-Beziehungen thematisiert. Ein absolut empfehlenswerter Roman! Ich gebe 5 von 5 Sterne!⭐⭐⭐⭐⭐
St. Goar am Mittelrhein ist der Wohlfühlort, an dem die Welt noch in Ordnung ist. Hier kann man die Seele baumeln lassen und sich vom Stress der übrigen Welt wieder erholen.
Das gilt auch für Hanna und ...
St. Goar am Mittelrhein ist der Wohlfühlort, an dem die Welt noch in Ordnung ist. Hier kann man die Seele baumeln lassen und sich vom Stress der übrigen Welt wieder erholen.
Das gilt auch für Hanna und Elsa, Mutter und Tochter, die gemeinsam das Haus ihrer Tante Toni in St. Goar geerbt haben. Nur verstehen sich die beiden nicht sonderlich gut.
Hanna lebte mit der Familie in New York. Die Familie bestand aus ihrem Mann Richard, ihrer Tochter Elsa und ihr. Nach einer Zeit im Büro der UNO erhält sie die Chance, weltweit als Koordinatorin in Krisengebieten eingesetzt zu werden. Ihr Mann ist zwar nicht glücklich darüber, stimmt aber letztendlich zu, die Tochter tut sich mit den ständigen Abschieden deutlich schwerer. Und natürlich verpasst Hanna auch einen Großteil von Elsas Kindheit, Auftritte in der Schule, Sportveranstaltungen, Einladungen, das alles entgeht ihr. Trotzdem: Elsa hängt an ihrer Mutter und möchte es ihr in allem recht machen. Erst ein von Hanna verpasster Ballettauftritt, den Elsa noch mit verstauchtem Fuß absolviert, weil sie ihre Mutter im Publikum wähnt, führt zum Bruch. Zum Bruch nicht nur Elsas mit ihrer Mutter, sondern letztendlich auch zum Bruch zwischen den Ehepartnern.
Nun sind die beiden seit 10 Jahren geschieden und Elsa hat unterdessen Karriere als Anwältin gemacht. Am internationalen Gerichtshof in Den Haag vertritt sie Straftäter, denen nicht nur ein Mord sondern Völkermord zur Last gelegt wird. Trotz der schwierigen Situation ist Hanna unglaublich stolz auf ihre Tochter, ein Vorfall vor 10 Jahren verbietet ihr aber, ihr das jemals zu gestehen. 2023 jedoch erleidet Elsa einen Burnout und hofft, an ihrem alten Wohlfühlort am Mittelrhein wieder gesund zu werden und Kräfte zu tanken. Dort trifft sie auf ihre Mutter, die gerade mit Renovierungsarbeiten begonnen hat.
Der Roman erzählt in Gegenwart und Rückblenden aus der Vergangenheit aus dem Leben der Frauen. Dabei sind die Passagen, die von Hannas Arbeit bei der UNO berichten, zwar interessant, aber nicht das eigentliche Thema. Hier hat die Autorin auf eigene Erfahrungen in vergleichbaren internationalen Organisationen zurückgegriffen.
Es geht um eine zunächst aussichtslos erscheinende Beziehungsstörung zwischen Mutter und Tochter. Hanna versucht, an Elsa heranzukommen und Elsa tut alles, damit ihr das nicht gelingt.
Da muss nicht nur bildlich gesprochen ein Sturm aufziehen, damit beide ihr Schweigen überwinden. „Der Morgen nach dem Regen“ hinterlässt nicht nur in der Natur ein totales Chaos, sondern auch im Kopf von Hanna und Elsa. Hanna entscheidet sich endlich, das Schweigen zu brechen, das ihr Verhältnis so lange belastet hat. Sie tritt als Mutter in Vorleistung, aber erst, als sie schon nicht mehr daran glauben will, kann sie doch noch den Zugang zu ihrer Tochter finden. Dass auch Tante Toni mit ihren Lebensweisheiten und Ratschlägen immer mal wieder auftaucht, ist ein schönes Stilmittel. Es ist, als ob sie ihnen zurufen würde: Wir haben nur ein Leben, nur eine Chance, das Beste daraus zu machen.
Mich hat das Buch aus verschiedenen Gründen angesprochen. Einmal lebe ich als Mittelrheinerin in diesem schönen Tal und freue mich, es als Wohlfühlort und Zufluchtsort beschrieben zu sehen. Aber ich fand auch die Quintessenz des Buches ausgesprochen wichtig. Wenn man gut miteinander leben will, dann ist es auch schon mal nötig, über den eigenen Schatten zu springen, sich seine eigenen Fehler einzugestehen und im ehrlichen Gespräch zu bleiben. Wie beschreibt es Silvia, die Pianistin aus der Nachbarschaft so schön:
„Der richtige Zeitpunkt, etwas aus der Welt zu schaffen, ist immer jetzt“