erfrischend anders
Das Haus in dem Gudelia stirbt"Das Haus in dem Gudelia stirbt" des Autors Thomas Knüwer hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Sicht der 81-jährigen Gudelia, die sich trotz Evakuierungen ...
"Das Haus in dem Gudelia stirbt" des Autors Thomas Knüwer hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus der Sicht der 81-jährigen Gudelia, die sich trotz Evakuierungen bei dem angekündigten Hochwasser in ihrem Haus versteckt. In diesem, ihrem Haus verbirgt sich ihr dunkelstes Geheimnis, welches sie bis zum Schluss bewachen und wahren möchte.
Mit der Zeit steigt das Wasser immer weiter und es schwimmen nicht nur Schweine an ihrem Haus vorbei, auch Leichen, die augenscheinlich ermordet wurden, gelangen in ihr Blickfeld. Die Zeitspanne in dem Gudelias Geschichte erzählt wird erstreckt sich über die Jahre 1984, 1998 und der Gegenwart. Der Autor hat mit Gudelia eine Figur geschaffen, die auf den ersten Blick alles andere als eine Sympathieträgerin ist, aber anhand ihres traurigen Lebens kam bei mir so etwas für Verständnis für ihre Handlungen auf. Die Ehe mit einem Alkoholiker prägte sie sehr, als dann noch ein schwerer Schicksalsschlag dazu kommt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen.
Insgesamt konnte mich das Buch fesseln, auch wenn ich es nicht unter dem Genre klassischer Kriminalroman einreihen würde. Der Schreibstil war super gut zu lesen und ich werde nun nach anderen Büchern des Autors Ausschau halten.