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Veröffentlicht am 03.11.2024

Die spannende Adventskalender- Variante

Fantastische Weihnachten in Snow Falls / Fantastische Weihnachten in Snow Falls: Hexenwinter
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Als Mystia zurück nach Snow Falls kommt, hat sie nicht nur ihren Verlobten Ben im Gepäck, sondern auch die feste Intention diesen Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen, sobald die Weihnachtszeit ...

Als Mystia zurück nach Snow Falls kommt, hat sie nicht nur ihren Verlobten Ben im Gepäck, sondern auch die feste Intention diesen Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen, sobald die Weihnachtszeit vorbei ist. Ben scheint das Familienleben mit den Darkmore Frauen ziemlich zu genießen, trotz dessen, das immer wieder seltsame Dinge passieren, denn: Ihr Verlobter weiß nichts von Mystias speziellen Fähigkeiten. Diese muss sich währenddessen mit ganz anderen Problemen rum schlagen, denn ihre Tante Nyra flippt wegen der Dunkelheit in ihr so langsam aus und das führt zu größeren Problemen, als zu Beginn gedacht war.

A. C. Kott hat in ihrem Adventskalenderbuch eine eher spannende Geschichte mit vielen typischen Hexendingen geschrieben. Vor allem das Setting mit ihrem Haus in der Natur und den Erklärungen über ihre Elemente, ihre Gaben und die besonderem Familienbegleiter fand ich wirklich toll. Der Spannungsbogen in der Story hat sich nach und nach hoch geschraubt und die Autorin schaffte es damit konstant den Leser mitzureißen.

Allerdings muss ich leider auch gestehen, dass dieser Teil so sehr überwiegt hat, dass bei mir wenig weihnachtliche Stimmung und vor allem auch keine zwischenmenschlichen Emotionen ankamen. Die Verlobung von Ben und Mystia war eine komplette Nebensache, alles wurde mehr erzählt, als gezeigt oder so, das man die Gefühle nach empfinden hätte können und auch die Erklärungen über manche Hergänge waren manchmal einfach zu wenig, sodass viele Fragen offen blieben und ich eher etwas verwirrt zurück blieb.

Im Großen und Ganzen bekommt ihr eine aufregende, mystische Kurzgeschichte mit allerlei Hexeninfos, die sich flott runter lesen ließ, mich jetzt aber nicht ganz so berührt oder überzeugt hat, wie ich das für einen Adventskalender gedacht hätte. Ich wäre aber neugierig auf die anderen Hexenschwestern und ob die auch ihre Geschichten bekommen, und würde mich nochmal an einer versuchen. Solltet ihr aber eher einen Adventskalender suchen, der nicht diesen typischen Kitsch hat und sich eher auf eine spannende Story stützt, dann seid ihr hier genau richtig. Das ist einfach totale Geschmackssache!

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Eine Liebesgeschichte mit falschem Fokus

I'll look for you, Everywhere
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Dieses Buch spaltet mein Gemüt. Zu aller erst muss ich gleich mal gestehen, hätte ich nicht auf meiner Musikapp das Hörbuch mit Marylu Poolman und Henning Decker gefunden, wäre das wohl ein Abbruch geworden. ...

Dieses Buch spaltet mein Gemüt. Zu aller erst muss ich gleich mal gestehen, hätte ich nicht auf meiner Musikapp das Hörbuch mit Marylu Poolman und Henning Decker gefunden, wäre das wohl ein Abbruch geworden. Die zwei Sprecher mit ihren unglaublich intensiven, individuellen Stimmen haben es geschafft, mich an der Geschichte zu halten. Sie sind unglaublich und haben mir die Story nochmal anders näher gebracht, als die Autorin allein das konnte.

Wir haben es hier mit zwei tief verletzten und geprägten Charakteren zu tun und die haben sich – für ihre Persönlichkeiten – definitiv nachvollziehbar verhalten. Allerdings läuft für mich hier quasi viel falsch, dass ich nicht weiß, wie ich das erklären soll. Meiner Meinung nach wird ein völlig falsches Bild gezeichnet, wieviel man aus Liebe ertragen kann/soll und auch wenn ich gerne Dark Romance Geschichten fernab jeglicher Realität lese, sollte diese Geschichte doch nicht in diese Sparte fallen. Es gab so viel seelische Grausamkeit zwischendurch, das ich einiges nicht nachvollziehen wollte! Ich wollte die Protagonistin packen, weg zerren und trösten. Ich wollte auch ihm bei stehen, so ist es nicht. Aber die Erlebnisse der Vergangenheit sollten keine Entschuldigung dafür sein, seine Mitmenschen schei*e zu behandeln. Zumindest nicht komplett, denn natürlich weiß ich, dass die Vergangenheit prägt. Aber Theo und Magdalen sind… toxisch pur. Ganz ehrlich. Und das beide sich keine Hilfe suchen, oder ihnen welche angeboten wird…. das hat mich in dieser Story echt fertig gemacht!

Wenn ein Mensch, vor allem ein Jugendlicher schon quasi indirekt um Hilfe bittet, sollte man helfen. Das wird hier komplett außen vor gelassen. Das Geheimnis ist heftig ja und ich kann nachvollziehen, dass sich daraus keine Friede Freude Eierkuchen – Welt entwickelt, aber wie kann man denn eine Story nur auf eine Sache definieren und die Dramatik nebenbei laufen lassen, obwohl die Auswirkungen viel heftiger sind, als die Leidenschaft und der Spice?! Und die Nebencharaktere haben mich echt traurig gemacht. Sie sind übrigens die schlimmsten und egoistischsten, die ich je in einem Buch getroffen habe. Da habe ich wirklich Unmut gefühlt über so viel Egozentrik und Ignoranz. Annika und Dante sind für mich Menschen, für die ich keine Worte habe. Ich weiß nicht, wie man das als beste Freunde bezeichnen kann.

Jedenfalls tut es mir leid so hart damit umgehen zu müssen, denn eine Sache ist positiv. Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft in den Emotionen und wirklich großartig. Sonst hätte ich das Buch nicht beenden können. Nimmt man allein die Zeichnung des Settings, das italienische Flair, die poetischen Vergleiche was Gefühle angeht und die Erzählungen von Theo und Magdalen konnte Cameron Capello unglaubliches erschaffen. Und das muss ich ihr wirklich zugestehen, denn sonst wäre ich nicht am Ball geblieben. Sie hat mich auf verquere Weise damit gefesselt und ich musste wissen, wie die Story endet! Die Sprachwahl war vielfältig leicht zu lesen.

Der Verlauf gefällt mir allerdings nicht, weil das körperlichen Thema und die Geheimnisse bzw. das tieftraurige Drama unausgeglichen für mich waren. Es war auch wirklich anstrengend, die Geheimnisse erst weit am Ende aufgeklärt zu bekommen, denn eher bekommt man nur minimale Bröckchen. Ja ich weiß… angepriesen wurde es als eine Art “Romeo und Julia” – Werk. Ich bin dennoch enttäuscht, da ich finde, man hätte hier mehr aufarbeiten und am Ende positiver gestalten können, trotz typischer Assoziation zum Shakespeare – Werk.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Nicht so ganz meins

Flat-Out Celeste
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Nach “Flat Out Love” kommt nun die Geschichte über Celeste und Justin. Ich war sehr gespannt, was Jessica Park der besonderen, speziellen Celeste angedacht hatte. Sie tut sich wirklich schwer im Leben. ...

Nach “Flat Out Love” kommt nun die Geschichte über Celeste und Justin. Ich war sehr gespannt, was Jessica Park der besonderen, speziellen Celeste angedacht hatte. Sie tut sich wirklich schwer im Leben. Soziale Kontakte sind absolut nicht ihr Ding, mit ihrer hohen Intelligenz wird das alles auch nicht leichter, doch als sie Justin kennen lernt, kommt Hoffnung in die junge Frau.

Leider hat die dritte Erzählform dem emotionalen Hergang nichts Gutes getan, auch wenn ich die Protagonisten sympathisch finde. Ich wäre absolut für eine Ich-Sichtweise gewesen, weil ich mich in die besser rein versetzen hätte können. So habe ich ein bisschen Gefühlsleben von Celeste bekommen und zu wenig von Justin, was dem Buch einige Leeren bescherte. Teilweise musste ich schmunzeln, weil die Zwei so unbeholfen waren, aber leider konnte das nicht immer helfen.

Jessica Park hat eine leichte, lockere Schreibweise und generell mag ich ihre Bücher. Dieses Mal konnte sie mich aber nur mäßig überzeugen und ich kann es nur für Zwischendurch empfehlen, da es mich nicht länger beschäftigen konnte.

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Nicht ganz so unser Fall

One Pot Family
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“One Pot Family” von Susanne Dorner bewirbt mit dem Slogan “100 einfache Rezepte für Groß und Klein” und wir waren neugierig, was uns das Kochbuch an neuem Input für unseren Küchentisch bringt.

Als Erstes ...

“One Pot Family” von Susanne Dorner bewirbt mit dem Slogan “100 einfache Rezepte für Groß und Klein” und wir waren neugierig, was uns das Kochbuch an neuem Input für unseren Küchentisch bringt.

Als Erstes beginnt die Autorin mit einer schön verständlichen Einführung in die “Küchensprache” inkl. einer Übersetzungstabelle für deutsch/österreichisch/schweizerisch. Das gefällt mir richtig gut. Auch Mehlsorten und Öle, sowie Tipps wie man den Zuckerkonsum reduzieren kann, findet man hier.

Die Rezepte selbst sind verständlich geschrieben und vor allem die Bilder fanden wir schön und ansprechend gestaltet. Ich hatte mir aber etwas anderes vorgestellt, bei einem Familienkochbuch, und mir mehr Rezepte wie zum Beispiel Pfannenpizza oder Aufläufe für Kinder gewünscht. Halt eher geschmacklich Sachen, die für Kinder interessanter sind. Zumindest meine waren jetzt nicht ganz so interessiert.

Leider muss ich gestehen, das wir als 5-köpfige Familie mit den Rezepten nicht ganz so gut zurecht kamen. Die Mengen mussten bei uns immer angepasst werden, es gab nur wenige Rezepte, die wirklich interessant waren (wir ernähren uns nicht vegan und selten vegetarisch), und die Sache mit dem “günstig dafür einkaufen” sehe ich etwas anders. Die Sachen waren schon eher in einer mittleren Preisklasse vertreten. Es kommt nämlich auch drauf an, wo man in Deutschland zum Beispiel am Besten an Fisch ran kommt, habe ich festgestellt. Im Norden ist der günstiger als im Süden.

Ich finde das Kochbuch wirklich schön und wenn man mal was besonderes, neues ausprobieren möchte, ist es eine erfrischende Wahl, aber für den Alltag für uns zumindest weniger geeignet.

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Veröffentlicht am 03.07.2024

Ein wundervolles Setting

Ten Thousand Miles to My Heart
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Nur mit einem Trekkingrucksack quer durch die fremde, wilde Natur Amerikas zu wandern? Klingt nach einem anstrengenden, aber verdammt aufregenden Abenteuer! Ich war sehr gespannt auf das Buch von Michelle ...

Nur mit einem Trekkingrucksack quer durch die fremde, wilde Natur Amerikas zu wandern? Klingt nach einem anstrengenden, aber verdammt aufregenden Abenteuer! Ich war sehr gespannt auf das Buch von Michelle C. Ahrens.

Als Emmi´s Oma einen solchen Trip gewann, war klar, das nur die junge Frau auf diese Reise gehen konnte. War ihr Leben doch sowieso nicht mehr das, was es vor einem Jahr noch sein sollte und die Auszeit kam genau Recht. Die etwas tollpatschige, sympathische Emmi machte sich auf den Weg zu sich selbst und traf dabei auf Sawyer, einem Mann, der quasi das genaue Gegenteil von der bayrischen, bodenständigen Emmi war.

Sawyer, auch mitten in einem Gedankenkrieg gefangen, den sich keiner wünscht, ist ein typischer Geschäftsmann aus der Großstadt. Auch er versucht Ruhe und zu sich selbst zurück zu finden, möchte dabei aber eigentlich gerne allein sein und mit niemanden Kontakt aufnehmen. Seine Gedanken schwierig, seine Taten trotzdem stets hilfsbereit und höflich, nimmt er sich Emmi an und stellt dabei fest, das oft das Leben seine eigenen Wege schreibt und nicht alles scheint, wie es zuerst aussieht.
Die persönliche Entwicklung zweier Erwachsener, deren Welten verschiedener nicht sein könnten, prallen zusammen und versuchen trotzdem eine Reise zu bewältigen, die beide an ihre Grenzen bringt. Wie das wohl ausgeht?

Ich muss als erstes sagen, das ich Emmis vergangene Katastrophe, die sie nun bewältigen muss, wirklich unfassbar tragisch und schlimm fand. Ich hatte großes Mitgefühl mit ihr. Leider muss ich aber auch sagen, dass mich die ersten hundert Seiten des Buches auch etwas angestrengt haben. Es ist nicht mal, das die junge Frau traurig wäre – das ist ihr gutes Recht. Aber es ist ab und zu die Art, wie sie damit umgeht, die es mir erschwert hat. Es war sehr oft ein innerer Konflikt vorhanden und die Art, wie das ganze zuerst geheimnisvoll umschrieben wurde, war für mich emotional schwierig nachvollziehbar. Außerdem war auch Sawyers Gedankenbild ein wenig zwiespältig. Es gab einige Klischees, die beide miteinander erst kommunizieren musste und irgendwie ist das nicht so mein Fall gewesen.

Auf der anderen Seite ist das Setting unglaublich schön. Was das Duo Michelle C. Ahrens da an bildhaften Beschreibungen raus gehauen hat, war unglaublich beruhigend und malerisch. Ich fühlte mich, als würde ich mit wandern, die Landschaften und Abenteuer erleben und die Freiheit genießen. Es war unglaublich schön, sich diese ganzen Naturerlebnisse vorzustellen.

Emmi und Sawyer sind sehr gegensätzlich, aber ich fand das toll, wie Michelle C. Ahrens es geschafft hat, Emmis Begeisterung für ihre vegane Hütte in den Bergen zu nutzen, um Sawyer wieder mehr auf den richtigen Weg zu bringen. Er kam mehr und mehr ins Grübeln. Einzig die Gefühlswelt und wie manche Handlungen, die überstürzt ausgeführt wurden, nichg so überzeugend wirkten, hätten meiner Meinung nach ausführlicher sein können. Ich wurde mit den Charakteren nicht ganz so warm, wie ich es mir gewünscht hätte.

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