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Veröffentlicht am 10.04.2025

Wenn die eigene Familie zum Problem wird

Die Garnett Girls
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Butter bei die Fische…Könntet ihr euch vorstellen, in der Nähe eurer Eltern zu wohnen und beinahe täglich kommen diese vorbei und nutzen euer Haus, feiern hierin Partys und machen Vorschriften, wie ihr ...

Butter bei die Fische…Könntet ihr euch vorstellen, in der Nähe eurer Eltern zu wohnen und beinahe täglich kommen diese vorbei und nutzen euer Haus, feiern hierin Partys und machen Vorschriften, wie ihr euer Leben zu gestalten habt?
Bei mir wäre das wohl der Punkt, wo ich das Weite suchen würde. Was nicht daran liegt, dass ich meine Familie nicht mag. Aber ein bisschen Selbstverwirklichung und Privatsphäre hätte ich schon gern 😉

Das Buch handelt von 3 Schwestern und ihrer Mutter, die eine sehr toxische Bindung zueinander haben. Eine der Töchter wohnt im alten Elternhaus, welches dauerhaft von der Mutter besetzt wird. Eine andere ist in Übersee und die dritte versucht es allen anderen recht zu machen und verliert sich dabei selbst.
Nun, das Drama ist hier vorprogrammiert und davon gibt es in diesem Buch nicht zu wenig…

Bevor die eigentlichen Geschehnisse stattfinden und wir die aktuelle Situation der Frauen kennenlernen, werden unterschiedliche Kapitel aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mich hat das zunächst wirklich sehr verwirrt, weil ich dann absolut nicht wusste, wie die Konstellationen aussehen, wer mit wem liiert ist und wie die Zusammenhänge sind. Ich habe mich mit den Informationen schlichtweg überladen gefühlt.
Erst gegen Mitte des Buches wurde es besser, sodass ich mehr und mehr die Charaktere verstanden habe – bis auf die Mutter. Die war bei mir bis zum Ende des Buches ein Dorn im Auge und absolut unsympathisch. Was aber auch daran liegen könnte, dass sie enorm negativ dargestellt wird.

Leider werden die Probleme aus der Vergangenheit bis zum Ende des Buches nicht offen kommuniziert und angesprochen. Dabei geht es nicht nur um die Konflikte, die sich aufgebaut haben, sondern auch die fehlende Vaterfigur, die ständig wechselnden Männer und Liebschaften der Mutter, die Bevormundung, Alkohol,…Die Liste wäre einfach zu lang.
Die Aufarbeitung hätte ich mir wirklich gewünscht, denn dies scheint bei allen ein sehr tiefes Trauma hinterlassen zu haben, was sich bis ins Erwachsenenleben durchgezogen hat. Viel eher werden diese Punkte totgeschwiegen, damit man Konfrontationen aus dem Weg geht. Daher war auch das ‚heile Welt‘-Ende nicht wirklich das, was mich überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Spannende Geschichte mit einigen Schwachstellen

All the Hidden Monsters 1: All The Hidden Monsters
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Wie steht ihr zu Cozy Fantasy gemischt mit Kriminalelementen? Klingt spannend?
Nun vielleicht wäre dann diese Reihe genau das Richtige für euch 😉

Zu Beginn lernen wir Sage -eine Werwölfin – kennen, deren ...

Wie steht ihr zu Cozy Fantasy gemischt mit Kriminalelementen? Klingt spannend?
Nun vielleicht wäre dann diese Reihe genau das Richtige für euch 😉

Zu Beginn lernen wir Sage -eine Werwölfin – kennen, deren Freundin Opfer einer Mordserie wird. Wild entschlossen will Sage ihren Mord aufklären und schließt sich dabei Oren, einem Hexenmeister, an. Können die beiden dem Täter das Handwerk legen? Und welche Geheimnisse werden dabei noch ans Licht befördert?

Die Mischung aus beiden Genres fand ich äußerst gelungen, da das Zusammenspiel der übernatürlichen Fähigkeiten den Fall zu etwas Besonderen macht. Gerade wenn es um die Ermittlungsmethoden und Analysen geht.
Die kurzen Kapitel und der einfach gehaltene Schreibstil haben zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Gleiches gilt für einige der Charaktere. Am besten haben mir hierbei P und ihre Herzlichkeit gefallen. Sie wirkte in meinen Augen wie eine sehr alte und weise Frau und wusste immer im richtigen Moment, was zu sagen ist oder hat mit Metaphern die Unterschiede und Wirkungsweisen des Gegenübers erklärt.

Allerdings muss ich an dieser Stelle auch sagen, dass mir die anderen Charaktere zu kurz kamen. Klar gab es eine Entwicklung und mit der Zeit haben wir mehr über unsere Protagonisten und deren Beweggründe erfahren, aber eine wirkliche Beziehung konnte ich dennoch nicht aufbauen.
Gleiches galt für die Mordserie selbst. Anfangs wurden die Tatorte und detailliert geschildert, aber Ende eher erwähnt. Da dies mit Hauptthema des Buches sind, hätte ich mir hier mehr Einblicke versprochen. Auch fand ich es schade, dass die Auflösung des Falles am Ende im Vergleich überhandnahm. Dadurch kam das Gefühl auf, dass man auf die Lösung gar nicht hätte kommen können und man einige Beweise und Indizien, die das Motiv und die Verkettung ausmachten einfach fehlten.

Alles in allem ist es ein gutes Buch für Zwischendurch. Dem ein paar mehr Seiten nicht geschadet hätten, um den Themen und Charakteren die nötige Tiefe zu geben.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Hat mich leider nicht erreicht

Alle Farben des Regens
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Wer die Bücher von Jessica Winter kennt weiß, dass ihre Charaktere immer eine ganz besondere Vergangenheit haben, welche geprägt ist von einigen Schattenseiten. So auch in diesem Buch, wo es um Kasey und ...

Wer die Bücher von Jessica Winter kennt weiß, dass ihre Charaktere immer eine ganz besondere Vergangenheit haben, welche geprägt ist von einigen Schattenseiten. So auch in diesem Buch, wo es um Kasey und Arya geht, die sich beide von Kindesbeinen an kennen und aufgrund von Schicksalsschlägen den Kontakt zueinander ‚verlieren‘.
Erst als Kasey aufgrund eines neuen Tiefschlags in die alte Heimat zurückkehrt, begegnen sich beide wieder und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Eigentlich mag ich die Bücher der Autorin sehr gerne, jedoch konnte mich dieses nicht so sehr begeistern.
Die Geschichte beginnt mit dem Verlust der Mutter von zwei Kleinkindern. Mir ging es hier irgendwie zu schnell, dass alle Beteiligten darüber hinweggekommen sind und ihr Leben ‚normal‘ weiterführen. Klar, kommt der plötzlich alleinstehende Vater oftmals an seine Grenzen, aber wirklich Trauer ist nicht ersichtlich.
Gleiches gilt für die Liebesbeziehung zwischen den beiden Protagonisten. Hier wird sich nicht wirklich Zeit genommen, sich neu kennenzulernen und den anderen zu entdecken. Eher hatte ich das Gefühl, dass es nur ein Fingerschnippen bedurfte und schon war alles da.
Leider war mir auch am Ende viel zu viel Dramatik, was die Geschichte zwar beschleunigt hat, bei mir jedoch eher zu konstruiert wirkte und deshalb zu rundgelutscht.
Dennoch möchte man unbedingt erfahren, wie es weitergeht und welche Hürden die beiden noch zu meistern haben. Durch die Rückblicke in die Vergangenheit lernen wir auch mehr über deren Beweggründe und Interessen kennen.
Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, war der Schreibstil selbst. Die Autorin es schafft es, mit wenigen Worten eine eigene Welt zu kreieren, bei der man gut und gern eintaucht und dessen Handlungsorte wunderbar beschrieben sind.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Das Buch konnte mich leider nicht begeistern

Das Haus meiner Schwester
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Glaubt ihr alles was ihr auf Instagram seht?
Dieses Buch ist ein weiteres Beispiel dafür, es besser nicht zu tun. Denn was hier gezeigt wird, ist das Leben von Margo, die scheinbar im Märchenland lebt ...

Glaubt ihr alles was ihr auf Instagram seht?
Dieses Buch ist ein weiteres Beispiel dafür, es besser nicht zu tun. Denn was hier gezeigt wird, ist das Leben von Margo, die scheinbar im Märchenland lebt und alles hat, was man sich nur vorstellen kann. Das lässt sie zumindest ihre Follower und ihre Schwester glauben, welche eines Tages eine Einladung erhält und dieser nachkommt.
Wenn das mal gut geht….

Die Geschehnisse beginnen zunächst recht ruhig, sodass der Leser zunächst alles kennenlernen kann: die Welt, die Figuren und deren Beziehungen zueinander und die jeweiligen Lebensumstände. Doch schnell gerät Danielle in die Fänge von Ed und genau das ist der Punkt, wo es so richtig spannend wird und man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.
Gerade als die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht, schwenkt die Sichtweise und man erfährt alles bis zu diesem Zeitpunkt aus der Sicht von Margo, bevor beide Perspektiven am Ende zu einer Story zusammenwachsen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, wobei es ein paar Punkte gibt, die ich nicht recht nachvollziehen konnte. Darunter einige der Handlungen oder Entscheidungen, die die beiden Schwestern betreffen. Auch die zwei Antagonisten wirkten etwas konstruiert und ich habe mich an der einen oder anderen Stelle gefragt, warum man ‚absichtlich‘ in gewisse Fallen läuft.
Leider muss ich auch gestehen, dass mich der Aufbau der Geschichte sehr an eine andere Reihe erinnert hat, wodurch ich mich kurzfristig in diese Bücher zurückversetzt fühlte.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Spannendes Thema - jedoch mangelnde Umsetzung

Die Flucht der Ameisen
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Die meisten wissen, dass es in Deutschland noch den einen oder anderen Vulkan gibt. Doch was würde passieren, wenn diese plötzlich wieder aktiv werden würden? Wie groß wären wohl die Auswirkungen der betroffenen ...

Die meisten wissen, dass es in Deutschland noch den einen oder anderen Vulkan gibt. Doch was würde passieren, wenn diese plötzlich wieder aktiv werden würden? Wie groß wären wohl die Auswirkungen der betroffenen Gebiete?

Diesen Fragen hat sich der Autor in diesem Buch gestellt und hierbei nicht nur das Zusammenspiel von Geologischen Zusammenhängen erklärt und diese mit der Biologie der Ameisen in Einklang gebracht, sondern auch die Effekte auf den Menschen beleuchtet.

Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert, wobei der erste viele Erläuterungen enthält, welche zwar in die Geschichte mit eingebunden werden, das Ganze dennoch etwas trocken gestalten. Erst im zweiten Abschnitt wird es interessanter, dass man mehr über die Geschehnisse erfahren möchte.

Leider gab es auch den einen oder anderen Punkt, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte und welche ich als störend empfunden habe.
Darunter alles um die Ex-Freundin, die ebenfalls eine größere Rolle in diesem Buch spielt. Zwar habe ich eine Vermutung, was der Zweck des Charakters sein soll, aber leider hat dieser Teil nicht zum Rest gepasst. Zu viel blieb ungeklärt und die Beschreibungen und Darstellungen des weiblichen Bildes entsprechen nicht dem heutigen Zeitbild.

Was mich jedoch sehr fasziniert hat, waren die detaillierten Beschreibungen von den einzelnen Schritten, wie man das Gestein bestimmt und daran ablesen kann, wie viel Zeit noch bleibt und in welchem Stadium des Ausbruchs sich der Vulkan befindet. Auch die Ideen, wie man eine Katastrophe verhindern kann und wie die Wechselwirkung mit den einzelnen Behörden ist, fand ich gut beschrieben.

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