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Veröffentlicht am 05.11.2024

Der Tote am Gletscher

Der Tote am Gletscher
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Von raschke64

Skipisten-Toni ist bei Schneesturm in einer Schutzhütte auf dem Gletscher, als er ein Licht sieht. Beim Nachsehen findet er eine Leiche und wird niedergeschlagen. Commissario Grauner – alteingesessener ...

Von raschke64

Skipisten-Toni ist bei Schneesturm in einer Schutzhütte auf dem Gletscher, als er ein Licht sieht. Beim Nachsehen findet er eine Leiche und wird niedergeschlagen. Commissario Grauner – alteingesessener Südtiroler – und Ispettore Saltapepe – junger neuer Kollege aus Neapel – ermitteln in den Bergtälern und in Bozen. Es ist nicht einfach, denn die Bewohner unterstützen sie nicht gerade.

Das Buch ist ein klassischer Krimi. Man verfolgt die Ermittlungen der beiden Polizisten. Am Anfang erfährt man sehr viel über die Geschichte von Südtirol und die Eigenarten der Bewohner. Das ist ein bißchen zu ausführlich und bremst die Spannung. Auch ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Es wirkt ein wenig abgehackt. Doch das ändert sich im Laufe des Buches. Die allgemeinen Ausführungen fallen weg und der Stil wird besser bzw. man gewöhnt sich daran. So ist das Buch doch gut lesbar. Die beiden so gegensätzlichen Ermittler sind gut getroffen und das in vielen Büchern übliche Gegeneinander findet hier nicht statt. Sie ermitteln jeder auf seine Weise, aber immer mit dem gleichen Ziel. Die Bewohner der Bergregionen sind gut getroffen, auch die Landschaft ist gut beschrieben. Wer schon einmal dort war, wird vieles wiedererkennen. Sehr gut gefallen haben mir die Karten in den Innenseiten. Und auch die Verknüpfung mit dem wohl berühmtesten „Bewohner“ dieser Gegend. Alles in allem ein solider Krimi mit noch etwas „Luft“ nach oben, was die Spannung angeht.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Blutsommer

Blutsommer
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In Köln geschieht ein Mord nach dem anderen – die Leichen sind grausam „ausgewaidet“, verstümmelt und Teile fehlen. Bald hat der Serienmörder den Namen „Der Metzger“ weg. Martin Abel wird von Stuttgart ...

In Köln geschieht ein Mord nach dem anderen – die Leichen sind grausam „ausgewaidet“, verstümmelt und Teile fehlen. Bald hat der Serienmörder den Namen „Der Metzger“ weg. Martin Abel wird von Stuttgart geholt, um die Polizei in Köln zu unterstützen. Er ist Profiler und bekommt Hannah Christ zur Seite. Sie soll von ihm lernen. Doch beide verstehen sich nicht so gut, denn Martin ist eigentlich ein Einzelgänger. Doch sie kommen dem Mörder immer näher und es wird immer gefährlicher.

Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Spannung durchgehend, einige Verdächtige und gute Ermittlungen. Durch die Rückblenden erfährt man, warum der Täter so geworden ist. Die Widersprüche zwischen den beiden Profilern und auch zwischen Abel und dem Kölner Team sind verständlich und nachvollziehbar. Umso weniger hat mir dann das Ende gefallen, das ging zu schnell und war eigentlich auch unnötig. Auch beim Ende des Falls war es ein wenig zu dick aufgetragen für meinen Geschmack. Doch insgesamt war das Buch sehr gut und flüssig lesbar, ein guter Thriller und ich würde es trotzdem uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Zauberkuchen

Zauberkuchen
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Ein zwar etwas schmales Buch, das aber mit seiner Aufmachung und Optik total überzeugt. Auf jeder Seite ein Rezept, gegenüber das entsprechende – sehr schöne – Foto dazu. Das spornt an, auch wenn meine ...

Ein zwar etwas schmales Buch, das aber mit seiner Aufmachung und Optik total überzeugt. Auf jeder Seite ein Rezept, gegenüber das entsprechende – sehr schöne – Foto dazu. Das spornt an, auch wenn meine ersten Ergebnisse optisch noch nicht so gut aussahen.
Den Anfang machen erst mal 5 Grundregeln, die man sich genau durchlesen sollte und die wirklich befolgt werden müssen, wenn man Erfolg haben will.
Danach folgen die süßen Rezepte, unterschiedlich je nach Jahreszeit. Das finde ich gut, so kann man das ganze Jahr über etwas anderes probieren. Die Zutaten sind bis auf wenige Ausnahmen eher „normal“ und gut erhältlich, die Beschreibung nachvollziehbar und ausführlich genug auch für „Nicht-Profis“.

Am Ende des Buches sind dann noch 3 Rezepte für herzhaften Kuchen. Man merkt vielen Rezepten an, dass sie aus der französischen Küche kommen. Das finde ich gut, weil sie teilweise dadurch auch neu sind.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, dass mir das Buch gut gefällt und es auch aufgrund des Preises gut als kleines Geschenk für Backfreunde geeignet ist.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Auentod

Auentod
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Kommissar Voss ist ein paar Tage in Polen bei einer Hochzeit von Majas Verwandten. Eigentlich ist Maja „nur“ die Pflegerin seiner Mutter, doch inzwischen hat er mit ihr auch ein Verhältnis. Auch wenn er ...

Kommissar Voss ist ein paar Tage in Polen bei einer Hochzeit von Majas Verwandten. Eigentlich ist Maja „nur“ die Pflegerin seiner Mutter, doch inzwischen hat er mit ihr auch ein Verhältnis. Auch wenn er noch nicht richtig dazu steht. Kaum in Polen, erhält er einen Anruf seines Mitarbeiters, der zu Hause einen Unfall vermeldet. Ein Softwareentwickler ist von einem Baugerüst gefallen und Voss meint, dass er sich darum nicht kümmern muss. Doch dann wird Maja entführt und auf der Suche nach ihr in Polen entdeckt Voss mehr und mehr, dass er von Maja so gut wie nichts weiß. Sie hat ein Kind, eine Pistole und scheint überhaupt in einige kriminellen Machenschaften verwickelt zu sein. Und dann hat sie n och etwas von einer Verlobung und Hochzeit erzählt mit Voss, aber nichts von ihrem 1. Ehemann. Voss ist mehr als irritiert und weiß bald nicht mehr, was er von allem halten soll und auf welcher Seite er wirklich steht. Denn der „Unfall“ zu Hause hängt am Ende auch noch mit Majas Verschwinden zusammen …

Der 2. Fall von Kommissar Voss besticht wiederum durch sehr gute und detailgetreue Beschreibungen der Gegend um die deutsch-polnische Grenze, den Landschaften, den Menschen auf beiden Seiten, den Vorurteilen und der Wirklichkeit. Das ist ein deutliches Plus für dieses Buch. Auch die Grenzkriminalität, mit der die Menschen und die Polizei hier leben müssen, wird gut beschrieben – obwohl sie so oft von den Politikern geleugnet und ignoriert wird. Kommissar Voss ist kein einfacher Mensch, aber bisher sehr geradlinig und integer. Diese Linie verlässt er in diesem Buch und das war für mich nicht immer wirklich nachvollziehbar. Gänzlich unnötig war für mich der Abschluss in James-Bond-Manier. Das war des Guten für mich zu viel.
Trotz dieser Einwände war das Buch für mich aber ein guter Krimi, mit Luft nach oben, aber flüssig lesbar, unterhaltsam (und trotzdem mit viel Wissensvermittlung) und mit Lust auf einen Nachfolger, denn durch einige Vorgänge in diesem Buch hat sich Voss doch jetzt erpressbar gemacht …

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Die Herrin der Kathedrale

Die Herrin der Kathedrale
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Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von ...

Anfang des 11. Jahrhunderts – Uta von Ballenstädt führt ein Leben als adlige Tochter, muss in ein Kloster gehen, um ihr Leben zu retten, lebt im Gefolge von Königin Gisela und muss später Ekkehard von Naumburg heiraten. Sie ist in der Ehe unglücklich und findet ihre Bestimmung beim Bau der Kathedrale von Naumburg.

Die Kathedrale von Naumburg kann man noch heute besuchen und sie ist ein Kleinod der damaligen Bauweise. In dem Buch wird allerdings der Vorgängerbau behandelt. Von Uta von Ballenstädt /Uta von Naumburg gibt es nur wenige verbürgte Zeugnisse. Die Autorinnen haben diese genutzt, um einen Roman zum Bau der Kathedrale zu schreiben und um das Leben von Uta zu behandeln. Dabei ist viel Fantasie ins Spiel gekommen, denn die wenigen vorhanden Daten lassen einen mehr als großen Spielraum zur Auslegung zu. So ist der Inhalt des Buches nicht wirklich als „wahr“ anzusehen. Doch abgesehen davon ist das Buch interessant zu lesen. Viele Personen gab es wirklich in der Geschichte und die Kathedrale steht noch heute. Ob es damals einer Frau möglich war, die geschilderten Taten wirklich zu tun, kann ich nicht einschätzen. Gut lesbar ist das Buch über weite Teile. Anfangs ist es manchmal ein wenig langatmig, wenn auf die damalige Rechtsprechung zum Beispiel im Detail eingegangen wird. Im Laufe des Buches aber gibt es mehr und mehr „Geschehen“ und weniger Theorie. Uta ist ein wenig als „Heilige“ dargestellt. Überhaupt sind viele Figuren für mich ein wenig zu „schwarz/weiß“ geraten. Die „Bösen“ sind abgrundtief böse, die „Guten“ haben keine Fehler. Trotz allem aber ein gelungener historischer Roman.

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