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Veröffentlicht am 25.03.2025

Leise - Kraftvoll -schrecklich

Der Gott des Waldes
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„Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei.“

Es ist 1975 - und Barbaras Bett ist leer. Sie ist aus dem Camp verschwunden, in dem sie die Sommerferien verbringt. Das Camp, das zum Anwesen ihrer ...


„Wenn du dich verläufst, setz dich hin und schrei.“

Es ist 1975 - und Barbaras Bett ist leer. Sie ist aus dem Camp verschwunden, in dem sie die Sommerferien verbringt. Das Camp, das zum Anwesen ihrer Familie gehört. Das Grundstück, wo viele Jahre zuvor auch ihr Bruder spurlos verschwunden ist. Manche vermuten zwischen den beiden Fällen einen Zusammenhang, manche bestreiten ihn vehement. Fest steht, dass das Gewirr von Schuld und Sühne, von Verbrechen und Rache nicht einfach zu durchschauen ist.

Was für ein kluger, leiser Roman, was für eine kraftvolle und schreckliche Geschichte. Die Geschichte von Barbara und Bear wird nicht linear oder in einfacher Struktur erzählt, vielmehr sind es Fetzen und Puzzlestücke aus verschiedenen Jahren, die erst ganz langsam eine Struktur ergeben. Und nur für den, der ein bisschen zwischen den Zeilen liest. Die Geschichte ist in den 60er und 70ern angesiedelt - und Liz Moore zerpflückt die gesellschaftlichen Schichten akribisch, beschreibt Ohnmacht und Reichtum, die nebeneinander existieren - und gleichzeitig dringt der Lesende immer weiter in die Sozioanalyse vor, ohne dass er es eigentlich bemerkt.

Verschiedene PoVs verleihen der Geschichte ihre Würze. Von den Kids möchte ich Tracy herausgreifen - Barbaras Campfreundin, die in den Ferien eine Wandlung durchläuft und Mut und Durchhaltevermögen beweist. Von den Erwachsenen Judytha, die Polizistin, die neben vielen Anderen mit Barbaras Verschwinden beschäftigt ist und einen schweren Stand hat, sowohl im privaten als auch im beruflichen, sich aber trotzdem in dem Fall verbeißt und an ihm wächst. Ihre Figur fand ich großartig. Alice, die Mutter der beiden Kinder, wirkte in ihrer Ohnmacht sowie in ihrem Handeln sehr spannend - und gleichzeitig habe ich ihr ihre Gefühle abgekauft, so problematisch diese auch waren.

Mich hat der Kampf um Schuld und Sühne, um Machtmissbrauch der Privilegierten wütend gemacht, obwohl er gar nicht so offen geführt wurde. Sondern eher leise mitlief, dafür aber umso eindrücklicher.

Umso heller strahlte das Plädoyer für die Freundschaft, das Moore in diesen gesellschaftskritischen Roman hineingeschrieben hat. Kleine Gesten waren es am Anfang, die mich zum lächeln gebracht haben - kommt die Freundschaft und Fürsorge doch in vielerlei Gestalt daher, und offenbart sich in ihrer Gänze erst am Ende.

Ich habe lange gerätselt, wer denn nun der Gott des Waldes ist und auch einige Vermutungen wieder verwerfen müssen. Am Ende wurde meine Neugier jedoch vollends befriedigt.

Als Kritik bleibt mir nur zu sagen, dass durch die vielen PoVs und durch die Zeitsprünge (die an sich niemals ein Problem für mich waren in diesem Buch!) das Tempo hier und da gelitten hat. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Man sollte sich bewusst sein, dass man mit diesem Werk keinen Thriller in Formel 1 Geschwindigkeit in den Händen hält, sondern einen tollen Mix aus Gesellschaftskritik und literarischen Thriller.

Mir hat „Der Gott des Waldes“ sehr viel gegeben - er ist eine Empfehlung für alle, die hintergründige Thriller lieben und tief in die obere Gesellschaftsschicht eintauchen möchten.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Foundfamily Vibes inklusive

Das Tagebuch im Waschsalon der lächelnden Träume
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Ich hatte beinahe das Gefühl, den Baumwollduft, der so typisch ist für den Binggul-Binggul Waschsalon, selbst in der Nase zu haben, das aufgeschlagene Tagebuch auf einem Tisch am Fenster, die Waschmaschinen ...

Ich hatte beinahe das Gefühl, den Baumwollduft, der so typisch ist für den Binggul-Binggul Waschsalon, selbst in der Nase zu haben, das aufgeschlagene Tagebuch auf einem Tisch am Fenster, die Waschmaschinen rumpeln und Trockner surren - und Frühlingssonne erhellt den Laden, der so viel mehr ist, als ein Ort, an dem Leute stumm ihre Wäsche waschen.

Das Buch hat so starke Foundfamily Tropes. Jede der Figuren, die wir in einer der fünf Episoden verfolgen, hat ihre eigene Geschichte und ist auf irgendeine Art und Weise einsam. Alter, das Atemholen zwischen Alltagspflichten, Selbstzweifel oder der Verlust eines geliebten Menschen. Sie alle eint eine Sache - es zieht sie magisch in den Waschsalon der lächelnden Träume, sie schreiben ihre Sorgen in das Büchlein, das dort liegt und bekommen Ratschläge - auf die ein oder andere Art und Weise. Es ist eigentlich ein Buch über Kommunikation und über Verständigung, in der Grundsubstanz handelt es vom Kampf gegen die Einsamkeit, ohne jedoch den Finger auf die schwärende Wunde zu legen.

Der Waschsalon ist das Glied, das alles verbindet. In jeder der episodenhaften Geschichten rückt ein anderer Charakter in den Vordergrund. Doch wir können uns sicher sein, dass wir sie in den anderen Geschichten wieder treffen und sie der gerade im Vordergrund stehenden Figur gute Ratschläge geben. So webt die Autorin ein feines Netz über das gesamte Buch. Das Buch trieb mir ein Lächeln auf die Lippen, immer wenn ich die Tür, bepackt mit Dreckwäsche, zum Waschsalon öffnete. Und irgendwann wünscht man sich selbst einen solchen Ort. Manchmal habe ich auch diese typischen K-Drama-Vibes verspürt, über die ich Grinsen musste.

Jede Geschichte für sich ist anders. Natürlich kann man auf den knapp dreihundert Seiten kaum die ausschweifenden Biographien von zig Figuren entrollen, die die Straßen und Parks rund um den Salon bevölkern, doch ich hatte nie das Gefühl, das sie mir sonderlich fern waren.

Natürlich muss es einen Bösewicht geben. Das Buch hätte wie ich finde, auch ohne ihn gut funktioniert, und mir die Vibes gegeben, die mir an dem Buch wichtig waren. Deshalb blieb er für mich auch ziemlich blass und eindimensional.

Ein Buch über Einsamkeit und Zusammenfinden, mit einer schönen Schriftsprache und schönen Momenten - ich mochte den Binggul-Binggul-Waschsalon sehr gerne.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Mystischer Kriminalfall im Graphischen Viertel

Das Haus der Bücher und Schatten
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Wieder geht es in das Graphische Viertel von Leipzig, das Viertel voller Bücher, Buchdruckereien, Verlagen und Buchläden - die größte Ansammlung literarischen Lebens, von dem heute nichts mehr übrig ist. ...

Wieder geht es in das Graphische Viertel von Leipzig, das Viertel voller Bücher, Buchdruckereien, Verlagen und Buchläden - die größte Ansammlung literarischen Lebens, von dem heute nichts mehr übrig ist. Meyer entführt uns in dieses Leipziger Viertel, und vorab - er kann die Straßen, den Nebel, der eigentlich der Smog der Druckereien ist, und die Bücherstapel so gut beschreiben, dass ich immer das Gefühl habe, mit dem Protagonisten durch die Gassen zu wandeln, Geheimnissen auf die Spur zu kommen und Kriminalfälle aufzuklären.

„Das Haus der Bücher und Schatten“ spielt auf zwei Zeitebenen. 1913 fährt eine junge Lektorin mit ihrem Verlobten (auch Lektor) von Leipzig ins osteuropäische Livland um einem Autor ein Manuskript aus den Rippen zu leiern, das er schon lange versprochen hat. Doch als sie im alten Herrenhaus, Hundsheide, ankommen, findet sich Paula inmitten eines Hauses wieder, das mehr zu bieten hat, als knarrende Dielen und einen verschrobenen Autor. 1933 ermittelt der wieder eingesetzte Kommissar Cornelius Frey in einem Mordfall an einem jungen Mädchen, das er eine Nacht zuvor noch vor dem Selbstmord bewahrt hat. Er findet sich in einem Netz aus Okkultismus, Geheimbünden und Brutalität wieder - und findet merkwürdige Zusammenhänge zu einem Haus im Baltikum.

Diesmal verstrickt uns Kai also in einen Kriminalfall, zu Zeiten der erstarkenden Naziherrschaft bzw. zu deren Hochzeiten. Und man spürt es - vor allen Dingen 1933 zeichnet Kai ein düsteres Bild von Leipzig, in dem man dem Nachbarn nicht trauen kann und lieber in dem Laden einkauft, der nicht das frischeste Obst, aber eine regimetreue Ansicht hat. Und inmitten dieses Hexenkessels ermittelt Cornelius in einem Mordfall, der ihn in eine andere Richtung führt, als eigentlich von der Polizei gewollt ist.
Cornelius als Charakter mochte ich - er war eine Marke, man ist gerne mit ihm auf die Straße gegangen und hat seine Ermittlungsarbeit verfolgt. Er war rasch mit den Fäusten bei der Hand, wenn ihm etwas gegen den Strich ging und geriet öfter mal in die Bredouille - was natürlich zu Spannungsspitzen in seinem Plot führte. Ich fand die Themen ziemlich spannend. Der Hang zum Okkulten gepaart mit dem Naziregime war explosiv.

Während wir in Leipzig einen historischen Kriminalfall haben, schlägt uns draußen in Livland nicht nur der eisige Frost entgegen, sondern auch die Mysterien eines Herrenhauses. Den Plot fand ich richtig gut und ich habe immer darauf gefiebert, zu Paula und dem Manuskript, den Stimmen in der Dunkelheit und dem Keller ohne Treppe zurückzukehren. Kai spielt eine dunkle Melodie zwischen Realität und Traum, zwischen übernatürlichen Mysterien und einem düsteren Geheimnis. Diese Erkundungen haben mich wirklich fasziniert und mitgenommen!

Und natürlich sind Bücher und Manuskripte allgegenwärtig - ich glaubte fast, diesen ganz speziellen Geruch aufgeschlagener Seiten wahrnehmen zu können. Einen kleinen Ausflug gab es auch noch in eine Buchhandlung, die den Lesern seiner vorherigen zwei Bücher, die im graphischen Viertel spielen, wohlbekannt sein dürfte.

Das Ende war brutal und rasant, mir hat jedoch irgendetwas gefehlt (vielleicht war es die Druckerschwärze, die zu dünn auf die Walzen aufgetragen wurde, wer weiß?), damit es für mich zum Highlight wurde.
4,5 Sterne für das „Das Haus der Bücher und Schatten“

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Einfach magisch

The Great Library Of Tomorrow
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Manchmal braucht es ein bisschen, bis mir die Magie der Worte bewusst wird, bis sich die Sätze ihren Weg in mein Herz schleichen - und so ein Fall ist die große Bibliothek von Morgen.

Das Buch klang ...

Manchmal braucht es ein bisschen, bis mir die Magie der Worte bewusst wird, bis sich die Sätze ihren Weg in mein Herz schleichen - und so ein Fall ist die große Bibliothek von Morgen.

Das Buch klang absolut fantastisch. Eine Weise, die seit vielen Jahrhunderten in der Großen Bibliothek dient, muss mit Grauen feststellen, dass das Buch der Weisheit nach einem feigen Anschlag auf ihr Leben, bei der ihr Partner getötet wurde, verstummt ist. Die Feinde rücken vor und Helia findet sich mit ihren Kammeraden in einem Wettlauf gegen die Zeit wieder, um den dunklen Vormarsch aufzuhalten.

Der Weltenbau ist phänomenal. Wie ein riesiges Feuerwerk prasselten alles auf mich ein. Portalfantasy, die große Bibliothek mit all ihrem Zauber und all ihren magischen Eigenheiten als Schlüsselpunkt, die Papierwelt, ein riesiger, mit Millionen von Menschen bevölkerter Baum, süße Spähren als Gefährten der Weisen … in diese ganze bunte Welt wird der Lesende reingestoßen und ich wusste gar nicht, wohin ich als erstes schauen und was ich als erstes entdecken sollte. Ich war hilflos, etwas überfordert - weil es eben kein sklavisches System gibt, nach der diese Magie, diese Welt funktioniert (das sage ich, als Fan von Brandon Sanderson) - und ich es einfach nicht gewohnt war, alles, was ich entdeckte, neu verorten zu müssen. Das war ungewohnt und überforderte mich - bis ich irgendwann an den Punkt kam, mich zu fragen, aus welchem Grund ich eigentlich angefangen habe, Fantasy zu lesen. Es waren die Wunder, es war die Thematik, dass ich eben nicht alles erklärt haben musste, sondern einfach die Magie sehen und spüren konnte. Und plötzlich fand ich mich einfach in den Welten wieder. Ich streifte durch die Bibliothek, floh durchs Labyrinth und sprang auf das Luftschiff, um die Papier- und die Realwelt wieder gerade zu rücken. Die Geschichte setzt auf all das, was ich früher geliebt habe. Auf Verzauberung, auf Feuerwerk und Überraschung und überbordende Bilder im Kopf. Wird das Schutzlabyrinth allumfassend erklärt? Nicht wirklich - war es spannend sich dadurch einen Weg zu suchen? Auf jeden Fall!

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da ist zum einen Helia, die Weise, die ausgesandt wird, um wichtige Erinnerungen wieder zu finden. Dzin, der Botanikschüler, bei dessen Abschlussfeier im großen Baum alles in die Brüche geht und Arturo, der Schriftsteller, der aus der realen Welt in die Bibliothek findet - und noch so viele mehr. Ich musste erst warm werden mit den Figuren, weil ich mich eben bemühte sie einzuordnen. Schließlich musste ich von den Figurenkonstruktionen in meinem Kopf loslassen, ehe ich sie lieben konnte. Die freundschaftlichen Bande, die sich bilden, und die sich verschiebenden Rollenbilder habe ich sehr begrüßt.

Die Autorin konzentriert sich stark auf Welt und Wunder und bezaubert damit. Dass einige Themenkomplexe wie zum Beispiel das „Böse“ etwas zu dunkel daher kommen, hat mich nach einigem Überlegen kaum noch gestört. Auch den Verräter in der Bibliothek bekommt man praktisch auf dem Silbertablett serviert. Damit kann ich aber leben.

Ich habe mich schließlich fallen lassen - in eine farbenfrohe und gefährliche Welt und wurde mit einer Geschichte über Bücher, über Mut und Freundschaft angesichts großer Gefahren und mit einer großen Welt belohnt, in der die Bibliotheksgefährten sicher noch viele Abenteuer erleben werden.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Einfach nur herrlich!

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Kennt ihr „Das letzte Einhorn“? Ich verbinde mit dem Anime wunderschöne weihnachtliche Kindheitserinnerungen, vertrieb ich mir doch in der Grundschule die langen Nachmittage vor der Bescherungen mit den ...

Kennt ihr „Das letzte Einhorn“? Ich verbinde mit dem Anime wunderschöne weihnachtliche Kindheitserinnerungen, vertrieb ich mir doch in der Grundschule die langen Nachmittage vor der Bescherungen mit den Abenteuern von Schmendrik dem Zauberer, dem Einhorn, dem letzten seiner Art und all den Gefährten. Das dazugehörige Buch habe ich nie gelesen - doch ich wollte von Peter S. Beagle immer mal eines seiner Werke lesen - da kam „Ich fürchte, ihr habt Drachen“ gerade recht.

Und es war ein Volltreffer - über den ich mir im Nachhinein noch verwundert die Augen reibe. Prinzessin Cerise will heiraten, doch bevor der Prinz Reginald um ihre Hand anhalten kann, muss erst mal das in die Jahre gekommene Schloss ihrer Eltern auf Vordermann gebracht werden - inklusive dringend entdracht werden! Wer eignet sich da besser dazu, als Robert, der Drachenbekämpfer?

Bevor ihr jetzt denkt, dass Robert (der Protagonist des Buches) es mit baumhohen Monstern zu tun kriegt, beruhigt euch wieder. Die Drachen haben meistens nur die Größe von Hauskatzen, die ein wenig feuerspeien. Ich war schon auf den ersten Seiten von der Sprache begeistert: Von dem Witz, der sich auf den zweiten Blick entpuppt, von der Art, Dinge so zu beschreiben, dass sich sofort ein Bild in meinem Kopf entrollt - wie ein Roter Teppich, samt aller Figuren und Requisiten. Beagle Art zu schreiben und Dinge und Sachverhalte zu beleuchten, empfand ich als großes Kino. Zudem hat er genau meinen Humor getroffen. Mein Humor ist heikel - wenn ein Buch zu albern ist, bin ich schnell gelangweilt oder genervt. Hier bin ich so oft in wildes Gelächter ausgebrochen - der Humor ist trocken und sarkastisch, gleichzeitig klug und leise und fügt sich wunderbar in die Geschichte ein (die übrigens nicht mit der Beseitigung der Drachlinge abgeschlossen ist).

Robert als Figur mochte ich sehr - der innere Kampf zwischen „Ich tue meinen Job“ und „Eigentlich mag ich Drachen“ war manchmal wirklich herzzerreißend. Ich konnte mit ihm fühlen. Gleichzeitig war ich von Cerise - der Prinzessin - vollkommen überrascht. Ich hatte eine typische Prinzessin im Kopf und musste meinen Stereotyp gleich wieder über Bord werfen. Sie ist klug, strukturiert, hat einen eigenen Kopf und strebt trotzdem die „typischen“ Ziele einer Prinzessin an, aber auf ihre Art. Auch Reginald präsentiert sich anders als zunächst angenommen. Generell spielt Beagle mit den Erwartungen und typischen Stereotypen von Märchen und Legenden. Drachen, Prinzen und Prinzessinnen sind nicht das, was sie zu sein scheinen. Und gerade dieses Figurenspiel hat mich überrascht.

Die Stimmung wechselte zwischen ernst und traurig, gemütlich und lustig. Ich habe diese bunte Mischung und die bunte Meute wirklich gern gemocht.

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