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Veröffentlicht am 18.05.2025

Nicht mein Genre

Der dunkle Sommer
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Tilda, eine deutsche Architektin, versucht nach einem tödlichen Ereignis in Deutschland, Abstand zu gewinnen. Sie sucht in der Heimat ihres Vaters, in Italien, ein neues Zuhause. Dieser war im letzten ...

Tilda, eine deutsche Architektin, versucht nach einem tödlichen Ereignis in Deutschland, Abstand zu gewinnen. Sie sucht in der Heimat ihres Vaters, in Italien, ein neues Zuhause. Dieser war im letzten Jahr verstorben und in seinen Unterlagen fand sie Hinweise auf ein Geisterdorf auf Sardinien. Botigalli. Dort erwirbt sie ein Haus, Nr.15, für den symbolischen Wert von einem Euro und der Auflage, es wieder in Stand zu setzen. Es gibt undefinierbare braune Flecken und kleine Löcher in den Wänden.. Aber das kümmert sie nicht weiter.
Bis sie eines Tages auf den Journalisten Enzo trifft. Dieser hat das ehrgeizige Vorhaben, ein Buch zu schreiben - über die Ereignisse, die sich in Botigalli 1982 abspielten. Es war die Zeit der Fußball WM und Italien war Fußball Weltmeister gewoden. Enzo versucht aus dem einzigen Zeitzeugen herauszufinden, was in Botigalli damals wirklich geschah; doch dieser mauert. Erst durch Enzo wird Tilda bewusst, dass es in ihrem Haus ein Massaker mit vielen Toten gegeben haben muss.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. 1982 und in der Gegenwart. Tilda, Enzo und eine Franca erzählen abwechselnd die Ereignisse. Außerdem gibt es noch Tagebucheintragungen. Das ganze Geschehen zieht sich teilweise sehr und Spannung kommt erst im letzten Viertel des Buches auf. Hier geht es um eine aktuelle Entführung und verbindet so die Ereignisse aus der Vergangenheit und Gegenwart.
Die einzelnen Stränge laufen zusammen und nehmen nicht immer glückliche Wendungen! Wie die Autorin zu dieser Geschichte angeregt wurde und welche brutalen Geschehen aus der sardischen Vergangenheit die Grundlage zu dem Buch bilden, schildert sie später im Anhang und erklärt einige Dinge.
Vielleicht liegt mir diese Art von Thrillern mit sehr vielen Familiengeschichten nicht, aber ich habe mich stellenweise sehr schwer getan mit der Geschichte und den handelnden Personen, mit denen ich nicht warm wurde.
3,5*

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Zu hohe Erwartungen wurden enttäuscht

Gegenspieler
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Seit vielen Jahren gehört Arno Strobel zu meinen Lieblingsautoren. Die Figur Max Bischoff(u.a die Mörderfinder Reihe) ist mir aus vielen Büchern bekannt. Auch die Zusammenarbeit mit Ursula Poznanski fand ...

Seit vielen Jahren gehört Arno Strobel zu meinen Lieblingsautoren. Die Figur Max Bischoff(u.a die Mörderfinder Reihe) ist mir aus vielen Büchern bekannt. Auch die Zusammenarbeit mit Ursula Poznanski fand ich interessant. Diesmal bei Gegenspieler also mit Ingo Bott, welcher die Figur Anton(Toni) Pirlo (Pirlo Reihe) erfunden hat(das Aussehen meiner Meinung nach an sich selbst angelehnt). Bischoff und Pirlo ermitteln und wirken in Düsseldorf und so haben sich die beiden Autoren zu einer Zusammenarbeit entschlossen. Das musste ich einfach lesen.
In einer Düsseldorfer Anwaltskanzlei  sterben zwei führende Mitarbeiter durch Selbstmord. Dies wird allerdings von dem verbleibenden Vorstand Ernst Mahler und seiner Tochter Sophie angezweifelt. Sie wittern Mord; in Zusammenhang mit den Tax-Ex-Steuersparmodellen, welche von der Kanzlei entwickelt wurden. Sophie die ihre eigene Kanzlei zusammen mit Pirlo führt, beauftragt Max Bischoff den Fällen nachzugehen. Anfangs herrscht großes Mißtrauen zwischen den Dreien, aber sehr schnell wird daraus ein kompetentes Team. Als Ernst Mahler verhaftet wird und in U-Haft bedroht wird, ist Eile angesagt, die Morde nachzuweisen und Ernst Mahler zu entlasten.
Die Idee für den Thriller finde ich gut, beide Autoren schreiben die Kapitel mit ihren Charakteren, mal flüssiger, mal hakeliger, was aber am teilweise trockenen Stoff liegt. Aber es kam bei mir leider nicht der richtige Lesefluss auf. Vielleicht, weil die Ermittlungsarbeit nicht voran kam, vielleicht, weil zu viel Hintergrundwissen von drei Personen vermittelt wurde? Vielleicht zu viel Politik, Bankenwesen und Anwaltstätigkeiten und zu wenig Detektivarbeit? Ich ließ mich beim Lesen viel zu schnell ablenken, was bei spannender Lektüre sonst nie vorkommt, und war dann über das rasche und unerwartete Ende erstaunt. Es kam Spannung auf und Pirlo zwirbelte mal nicht mit den langen Haaren oder seinem wild wachsenden Bart herum. Ein paar Fragen blieben für mich offen.
Ob die Zusammenarbeit der beiden Autoren weitergeführt wird? Im Moment bin ich unentschlossen, ob ich die Reihe weiterlesen möchte. Dafür war ich von diesem Ergebnis leider doch ziemlich enttäuscht.

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Veröffentlicht am 16.07.2024

Für Einsteiger nicht sehr verständlich

Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen
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Liebesromane gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber da mir öfter Mr.Darcy in anderen Büchern über den Weg lief und ich auch gerne eine graphic novel kennenlernen wollte, dachte ich bei diesem Buch ...

Liebesromane gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber da mir öfter Mr.Darcy in anderen Büchern über den Weg lief und ich auch gerne eine graphic novel kennenlernen wollte, dachte ich bei diesem Buch wäre ich gut aufgehoben.
Der gebunde Ausgabe vermittelte mir einen guten ersten Eindruck. Der Geruch der Druckfarben war allerdìng ziemlich kräftig und ist bisher auch nur teilweise verschwunden.
Ich kannte 'Stolz und Vorurteil' bisher nur dem Titel nach und war also sehr gespannt und hatte die Option ins Auge gefasst, später dann den Roman zu lesen. Dieses Vorhaben ist meinerseits gestrichen. Denn es ist wirklich nicht mein Genre. Und die graphic novel konnte mich nicht überzeugen. Als Ergänzung zum Roman mag sie gelungen sein, für Einsteiger, wie mich, leider nicht. Da ich die handelnden Personen nicht kannte, hatte ich Schwierigkeiten, die fünf Töchter auseinanderzuhalten und ihre Namen zuzuordnen. Die Mimiken waren auch nicht so hilfreich.
Es fällt mir schwer, das Buch zu bewerten. Die Aufmachung ist von guter Qualität, die Geschichte wahrscheinlich sehr vereinfacht dargestellt, aber verständlich. Ich durfte eine graphic novel eines weltberühmten Romans kennenlernen und auch in Jane Austens Roman hineinschnuppern und hoffe, dass Liebhaberinnen des Romans von Jane Austin mehr Freude mit diesem Buch haben werden, als ich.

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Plätschert vor sich hin

Zuckerbrot
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Zuckerbrot handelt von der 10 jährigen Pin(Parveen) und ihrer Familie. Diese ist indischer Abstammung und lebt in Singapur. Die Beziehung zur Großmutter, Onkel und angeheirateter Tante sind schwierig, ...

Zuckerbrot handelt von der 10 jährigen Pin(Parveen) und ihrer Familie. Diese ist indischer Abstammung und lebt in Singapur. Die Beziehung zur Großmutter, Onkel und angeheirateter Tante sind schwierig, ihre Eltern und sie leben in einfachen, aber glücklichen Verhältnissen.
Mir fehlt das soziale und politische Wissen um dem Roman die richtige Würdigung zu geben. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, allerdings zogen sich Begebenheiten wie Einkäufe auf dem Markt und das Schulleben viel zu lang hin. Es ist eben aus der Sicht eines 10 jährigen Mädchens geschrieben. Auch die ausführlichen Zubereitungen der Mahlzeiten nahmen großen Platz ein.
Auf das, was Ihrer Mutter und deren kleinem Bruder vor 20 Jahren widerfuhr wird immer hingedeutet, die Aufklärung darüber aber ziemlich kurz abgehandelt.
Wenn ich dieses Buch nicht gelesen hätte, hätte mir nichts gefehlt. Wahrscheinlich gehöre ich einfach nicht zur Zielgruppe dieses Genres. Es war aber auch nicht so schlecht, oder langweilig, dass ich es abbrechen wollte. Irgendwie hatte ich wohl auf etwas Spannung gewartet.

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Veröffentlicht am 04.07.2024

Nicht der spannendste Band der Reihe

Mord stand nicht im Drehbuch
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Von der Buchreihe um Daniel Hawthorne und Anthony Horowitz habe ich bereits die ersten Bände gelesen und hatte mich auf das neue Buch sehr gefreut. Ich persönlich war dann leider etwas enttäuscht. Anfangs ...

Von der Buchreihe um Daniel Hawthorne und Anthony Horowitz habe ich bereits die ersten Bände gelesen und hatte mich auf das neue Buch sehr gefreut. Ich persönlich war dann leider etwas enttäuscht. Anfangs war das Theaterstück von Anthony das Hauptthema des Buches. Leider konnte ich mit vielen Namen von realen Personen und deren Rollen in englischen Theaterstücken oder Filmen gar nichts anfangen. So fehlte mir das Verständnis der Geschichte.
Als dann ein Mord geschah und Anthony immer mehr zum Hauptverdächtigen avancierte wurde es zwar interessanter, aber die Geschichte konnte mich nicht mitreißen. Daniel Hawthorne arrogant und allwissend blieb seiner Rolle treu. Er half zwar seinem Autor aus der Patsche, aber nur, in dem er ihn erpresst und so seinen Nutzen aus der Angelegenheit zog.
Der Schreibstil war flüssig, wurde aber zu oft durch die mir unbekannten Hintergründe(englische Theaterwelt und Schauspieler) unterbrochen und somit hatte das Buch zu viele Längen um mir Lesevergnügen zu bereiten.

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