Berührend
Jeder Tag ein neues WunderDas Buch lag jetzt schon länger auf meinem Lesetisch. Ich hatte es zwar schonmal öfter in der Hand, aber immer habe ich es wieder auf den Tisch gelegt. Nun war es endlich dran. Das Cover hat mich damals ...
Das Buch lag jetzt schon länger auf meinem Lesetisch. Ich hatte es zwar schonmal öfter in der Hand, aber immer habe ich es wieder auf den Tisch gelegt. Nun war es endlich dran. Das Cover hat mich damals gereizt, ich liebe das Meer und hier sind reichlich Anzeichen dafür, dem hier im Inneren auch zu begegnen. Von Jona Sommer als Autor hatte ich bis jetzt noch nie gehört, es ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers. Der Schreibstil ist dementsprechend angenehm und man kann es gut lesen. Ich mache mich hier auf die Reise mit Simon, begleitet von seiner polnischen Aushilfe, der sich auf den Weg in die Vergangenheit begibt um die sterblichen Überreste seiner Fau heimlich im Meer zu verstreuen. Sehr berührend ist es, wie Simon mich hier auf seine Reise mitnimmt. Ich kann mitfühlen und sogar ein paar Tränchen dabei vergießen. Loslassen ist schwer. Gut gefallen mir hier die Ausschnitte aus dem Tagebuch von Simons verstorbener Frau. Man kommt dabei ins Nachdenken. Auch der polnischen Arbeitskraft wird viel Aufmerksamkeit geschenkt. Sie lebt weit von ihren Liebsten weg, weil sie hier ihr Geld verdienen muss. Beide Thematiken finde ich gut verarbeitet. Ich denke er wird noch einige Zeit nachhallen und ist auf jeden Fall lesenswert.