Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2025

Habs leider abgebrochen

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
0

Ich wollte dieses Buch so unbedingt mögen, der Klappentext klang so gut und der Start in die Handlung war so vielversprechend. Aber nach circa der Hälfte habe ich mich entschieden das Buch abzubrechen, ...

Ich wollte dieses Buch so unbedingt mögen, der Klappentext klang so gut und der Start in die Handlung war so vielversprechend. Aber nach circa der Hälfte habe ich mich entschieden das Buch abzubrechen, die Handlung kam gar nicht vorwärts und was bis dahin inhaltlich passiert ist, hat mich einfach gar nicht angesprochen. Schade.

Das liegt vor allem daran, dass ich mit den beiden Protas und ihrem Umgang miteinander überhaupt nicht warm geworden bin. Geht schon los mit ihrem „Kennenlernen“:
Ein fiebriger Blick und der Geruch von Schweiß, Pferd und Würze- ne also sorry, Anziehung geht irgendwie anders. Das fand ich sowas von cringe, genau wie die Fixierung auf seinen Helm.

Vor allem die nervigen Revierkämpfe und kleinen Kabbeleien zwischen den beiden Protagonisten haben mich am Anfang der Geschichte massiv gestört.

Rhya fand ich mit ihrer gestelzten Sprechweise, den geistigen Aussetzern, die an Stockholmsydrom erinnern und ihrer scheinbaren Unwissenheit in Bezug auf ganz viel etwas anstrengend. Dazu die vielen inhaltlichen Wiederholungen rund um den Helm, die Socken und Penns wilde Männlichkeit- so richtig hats mich nicht erreicht. Ihr absolut irrationales emotionales Übersprudeln zwischen Scham, Müdigkeit (wie kann sie müde sein; sie schläft gefühlt dauernd dann auch tagelang) und Wut ist wirklich auf Dauer sehr anstrengend.

Was mich richtig genervt hat an der Geschichte war, das das Prinzlein als der männlichste Mann aller Zeiten dargestellt wird- eine Mischung aus Stahl und wildem Tier, während Rhya einfach nur als schwaches, naives kleines Mädchen daherkommt. Und immer wieder muss sie sich vor ihm für ihr Verhalten rechtfertigen obwohl er ein elender Entführer ist, keine Informationen mit ihr teilt, dafür aber blinde Loyalität erwartet und jedes Mal gekränkt ist , wenn sie sein verletzlich kleines Männerego nicht ausreichend streichelt.
Bin vielleicht einfach zu alt für diese Art von Geschichte, das gibt mir ja überhaupt nichts.

Positiv hervorheben möchte ich die Hintergrundgeschichte, die ganz interessant anklingt. Es gibt generell auch ein paar interessante Nebenfiguren, die ich wesentlich sympathischer fand als die Protagonisten und auch das Magiesystem hat mich angesprochen. Vllt entwickelt sich die Geschichte in der zweiten Hälfte spannender, aber mich hat die Story rund um Rhya und Scythe einfach verloren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2025

Leider gar nicht mein Fall

Last Girl Standing - Wer wird überleben?
0

Ich hab Bücher von Lisa Jackson früher richtig gerne gelesen, die Autorin dann aber irgendwie aus den Augen verloren. Als ich jetzt durch Zufall auf dieses neue Buch von ihr gestoßen bin, war ich aber ...

Ich hab Bücher von Lisa Jackson früher richtig gerne gelesen, die Autorin dann aber irgendwie aus den Augen verloren. Als ich jetzt durch Zufall auf dieses neue Buch von ihr gestoßen bin, war ich aber direkt interessiert. Für mich hatte die Geschichte aber nicht den selben Reiz wie die Bentz/Montoya-Reihe, die ich damals so geliebt habe.

Zum Inhalt: die fantastischen Fünf waren die beliebteste Highschool-Clique. Doch fünfzehn Jahre später sind sie sich fremd geworden. Als ausgerechnet Teenie-Schwarm und Ehemann von Delta, einer der Fünf, Tanner ermordet wird, führt das die ehemaligen Freundinnen wieder zusammen.

Das erste Drittel des Buches dreht sich hauptsächlich darum was für ein toller Hecht Tanner ist. Was sich nicht nur darin widerspiegelt, dass sich die Gedanken sämtlicher Mädchen um ihn drehen, sondern auch seine eigenen banalen Gedanken kreisen nur um sich selbst. Ich fand diesen Abschnitt wahnsinnig anstrengend und die Figuren unglaublich nervtötend und oberflächlich.

Generell sind die Themen eher trivial und drehen sich zu einem groß Teil darum wer mit wem was hat oder gern hätte. Selbst nach dem Mord ist dieser eher eine Randerscheinung der Geschichte, dir sich hauptsächlich um Beliebtheits-Rivalitäten dreht.

Die Auflösung kam für mich völlig aus dem Nichts und war in meinen Augen reichlich unglaubwürdig angelegt. Einen Pluspunkt gibts von mir für die sehr überraschende Wendung, aber an sich einfach total überzogen und in keiner Relation zu den Ereignissen.

Mich hat diese Geschichte leider gar nicht abgeholt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2025

Nicht so stimmungsvoll wie erwartet

Die Geheimnisse von Hill House
0

Ich hab mich hier, fürchte ich, im Buch vertan. Eigentlich wollte ich „Spuk in Hill House“ lesen, habe aber ausversehen stattdessen „Die Geheimnisse von Hill House“gekauft. Nun gut, dann eben eine andere ...

Ich hab mich hier, fürchte ich, im Buch vertan. Eigentlich wollte ich „Spuk in Hill House“ lesen, habe aber ausversehen stattdessen „Die Geheimnisse von Hill House“gekauft. Nun gut, dann eben eine andere Spukgeschichte, dachte ich mir. Aber die Geschichte war weniger stimmungsvoll als erwartet und für mein Empfinden auch überhaupt nicht gruslig. Ich lese wirklich gerne Gothic Novels und Spuk- oder Horrorgeschichten, aber dieses Buch ist nichts davon.

Zum Inhalt: Theaterschriftstellerin Holly ist kurz davor ihr erstes Stück auf den Weg zu bringen. Als sie Hill House entdeckt ist sie sicher die Kulisse für ihre Geschichte gefunden zu haben, um sie dort zum Leben zu erwecken. Doch das Haus scheint anderes im Sinn zu haben.

Ich muss sagen, dass ich einfach nicht so recht in die Geschichte hineingefunden habe. Vielleicht lag es auch an den narzisstischen, missgünstigen Charakteren, die mich irgendwann nur noch genervt haben. Ja, Künstler sind eigenwillig- das kam hier gut rüber. Aber dafür, dass drei von ihnen Freunde bzw. ein Liebespaar sind, fand ich ihre Interaktionen zu einem großen Teil negativ belastet und anstrengend zu verfolgen.

Die Besonderheiten des Hauses kommen dabei gar nicht gut rüber und ich hätte gerne mehr über das Haus, die tragischen Todesfälle und den angeblichen Spuk dort gelesen. Es gibt zwar ein paar seltsame Momente im Haus, kleine Beobachtungen oder Ereignisse, die als eine Art Jump Scare inszeniert werden könnten, aber das alles war nicht so richtig atmosphärisch angelegt. Vor allem, da es sich auch nicht konsequent durch die Handlung zog.

Auch aus den Nebencharakteren hätte man mehr rausholen können. Auf mich wirkte das alles noch nicht richtig ausgereift und hat mich deshalb einfach nicht packen können, sodass ich mich durch die zweite Hälfte eher gequält habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2024

Wem versuchst du etwas vorzumachen?

Hey guten Morgen, wie geht es dir?
0

Der deutsche Buchpreis und die Ereignisse rund um die Verleihung sind ja ganz schön stark durch die Presse gegangen, sodass selbst ich, die ich keine Zeitung lese, dieses Jahr besonders viel davon mitbekommen ...

Der deutsche Buchpreis und die Ereignisse rund um die Verleihung sind ja ganz schön stark durch die Presse gegangen, sodass selbst ich, die ich keine Zeitung lese, dieses Jahr besonders viel davon mitbekommen habe. Und das hat mich dann doch neugierig auf das Gewinnerbuch gemacht, obwohl ich normalerweise nichts auf diese Preise gebe.
Ob ich nachvollziehen kann, warum das Buch gewonnen hat, sei mal dahingestellt. Meinen Geschmack hat es jedenfalls nicht getroffen.

Zum Inhalt: tagsüber kümmert sich Juno um ihren pflegebedürftigen Ehemann Jupiter und arbeitet an ihrer Theaterkarriere als Tänzerin um sich finanziell über Wasser zu halten. Nachts, wenn sie nicht schlafen kann, chattet sie mit Lovescammern auf den Sozialen Medien, bis sich mit einem von ihnen einen scheinbar reale Verbindung ergibt.

Ich fand die Formatierung irgendwie gewöhnungsbedürftig. Dazu die kurzen, teils wie abgehackt wirkenden Sätze, die für mich eine gewisse Hektik erzeugten- da musste ich mich erstmal reinfinden. Irgendwann änderte sich das auch, Junos Gedanken wurden für mich sortierter, wenn auch nicht unbedingt immer nachvollziehbarer und bekamen einen angenehmen Flow, teils was schon melancholisch träumerisch.

Juno selbst wirkt abgeklärt, irgendwie unnahbar und trotzdem seltsam verletzlich, wie sie da mit einem potentiellen Lovescammer chattet, der gewissermaßen zu ihrem engsten Vertrauten wird. Ihre Einsamkeit wirkt mitleiderregend, gleichzeitig ist sie mir nicht sympathisch genug, dass ich wirklich mit ihr mitfühle.

Besonders war für mich, wie Juno immer wieder zu diesem Film Melancholia zurückkommt, der sie nachhaltig beeindruckt hat und nicht mehr loslässt. Als würde sie ihr eigenes Leben als eine Versinnbildlichung davon verstehen. Und oft zeigt sich das auch: Juno ist überfordert, hat gleichzeitig das Gefühl nicht genug zu leben, sehnt sich nach mehr und sucht Nervenkitzel in der Anonymität des Internets.

Ich bin einfach nicht so richtig an die Geschichte rangekommen, die für mich gleichzeitig von allem und nichts erzählte und für mich bis zuletzt nicht greifbar war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2024

WTF habe ich da gelesen?

Grell und Süß
0

Zum Inhalt: Nach einer durchzechten Partynacht war hat der namenlose Protagonist im Bett mit einer Frau, die nicht seine Ehefrau ist. Und noch schlimmer: sie ist eine gemeinsame Freundin und auf dem Bett ...

Zum Inhalt: Nach einer durchzechten Partynacht war hat der namenlose Protagonist im Bett mit einer Frau, die nicht seine Ehefrau ist. Und noch schlimmer: sie ist eine gemeinsame Freundin und auf dem Bett sind Blut und Erbrochenes. Was also tun? Ausgehend von diesem Ereignis hinterfragt der Protagonist sein Leben, bestehend aus Langeweile und Exzess, Drogen und Sex.

Bezeichnend für die Geschichte ist der Strudel aus Gedanken, Gefühlen und Reflexionen in denen sich der Protagonist zusehends verliert. Gefangen in seinem moralischen Dilemma, seiner tagtäglichen Langeweile und auf dem schmalen Grad zwischen scheinheiliger Rechtschaffenheit und feigem Seitensprung wandelnd, schwelgt er in den skurrilsten Fantasien. Und immer wieder habe ich mich beim Lesen gefragt, was zur Hölle das eigentlich für eine abstruse Geschichte ist.

Ich fand es nicht immer ganz einfach den gewundenen Pfaden Gedanken des Protagonisten zu folgen. Diese langen verschachtelten Sätze und sprunghaften Überleitungen waren teilweise anstrengend zu lesen und sehr unübersichtlich. Die Überlegungen wirken teilweise sehr ausschweifend, fast schon schwafelnd. Den Anschein von Intellekt erweckend ist es doch an vielen Stellen hauptsächlich Egomanie.

Dafür dass der Protagonist immer wieder seine Freundlichkeit betont, rutscht er sehr schnell ab in einen Abgrund aus Drogen, Sex und Kriminalität. Fast schon skurril wie der Protagonist auf verschiedene Art versucht an Geld zu kommen- außer eben zu arbeiten. Und wie er irgendwann unter der Konfrontation mit seinem Verhalten zusammenbricht.

Das Buch lässt mich ratlos und zwiegspalten zurück: war es ein wilder literarischer Ritt? Auf jeden Fall. Hat mich das Buch unterhalten? An sich schon, aber auch auf eine Art, die Kopfschmerzen bereitet. Würde ich mich meinem jetzigen Wissen nochmal entscheiden das Buch zu lesen? Eher nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere