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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.11.2024

Teilweise sehr eklig, aber auch sehr interessant und spannend

Butcher & Blackbird - Selbst die dunkelsten Seelen sehnen sich nach Liebe
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Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen.

Bitte beachtet die Triggerwarnung!


Blackbird und Butcher sind zwei Serienkiller, aber sie töten nur andere Serienkiller, also sind sie eigentlich ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, in sich abgeschlossen.

Bitte beachtet die Triggerwarnung!


Blackbird und Butcher sind zwei Serienkiller, aber sie töten nur andere Serienkiller, also sind sie eigentlich irgendwie die Guten. Als sie einander begegnen, ist da sofort eine Verbindung zwischen ihnen, eine Faszination und … mehr. Aber sie haben beide ihr Päckchen zu tragen und gerade Blackbird ist nicht besonders gut mit Menschen. Also schlägt Butcher ein Spiel vor: Sie beide jagen einmal im Jahr denselben Killer und wer ihn zuerst erwischt, darf ihn töten und hat gewonnen.
Mit jedem Jahr kommen die beiden einander näher, aber ihr Job ist nicht ungefährlich, es kann immer sein, dass etwas schiefgeht, immerhin haben sie es mit Serienkillern zu tun.


Dieses Buch ist echt mal was ganz anderes. Ich persönlich mag Serienkiller-Bücher eigentlich sehr gern. Ich finde es faszinierend, wenn sie fachsimpeln und dergleichen. In diesem Buch kam allerdings noch eine riesige Portion ekel dazu.

Eigentlich waren mir Blackbird und Butcher beide sympathisch. Sie haben jeder für sich die Hölle durchgemacht und sie überlebt. Diese Erfahrungen haben sie aber auch nachhaltig geprägt und dafür gesorgt, dass sie in manchen Bereichen sehr eigen sind. Blackbird kann nicht gut mit Menschen. Sie hat ihre beste Freundin, die für sie wie eine Schwester ist und für die sie absolut und ausnahmslos alles tun würde und das war lange Zeit genug. Butcher hat seine Brüder und wirkt eher wie jemand, der immer der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist und das genießt. Aber auch er hat eine dunkle Seite.

Die Idee mit dem Spiel war interessant und es machte Spaß, beiden dabei zuzusehen, wie sie versuchten, den jeweils anderen zu übertrumpfen.

Leider gab es im Buch aber auch eine Ekelkomponente, die mir regelmäßig zu weit getrieben wurde. Das fing schon bei Blackbirds eigentümlicher Art an, ihre Opfer zu arrangieren. Aber das Dinner bei einer ihrer Zielpersonen ging für mich dann zu weit. Das war mir zu krass. Im weiteren Verlauf gab es noch einiges anderes, was mir zu krass war, die Sache in der Scheune zum Beispiel. Das war mir zu krank.

Mir nahmen diese Ekelmomente immer wieder einiges vom Lesespaß.


Fazit: Ich fand das Buch einerseits wirklich gut, ich mochte Blackbird und Butcher / Sloane und Rowan sehr gern. Gerade Sloane hat mich mit ihrer Geschichte und ihrer Verletzlichkeit oft berührt. Aber mir war es auch manchmal einfach zu abgedreht und krank. Einiges fand ich schlicht eklig.
Es gab einige explizite Szenen – auch hier war nicht alles meins. Was mir aber gefiel war, wie sich das zwischen den beiden entwickelte.

Die Wendung kurz vor Schluss fand ich super und sehr überraschend. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet und ich liebe es überrascht zu werden.

Obwohl ich stellenweise meine Probleme mit dem Buch hatte, bin ich schon sehr gespannt auf Band 2!

Von mir bekommt dieses Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Mir blieb manches zu offen

Who's to blame - Direkt, brutal, realitätsnah: ein spannender Jugendthriller über ein brandaktuelles Thema
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Es ist der letzte Tag vor den Ferien und keiner hat Lust außerplanmäßig in die Schule zu kommen. Dennoch tut es der Deutsch-LK, sie haben schließlich keine andere Wahl. Doch alles kommt anders als geplant. ...

Es ist der letzte Tag vor den Ferien und keiner hat Lust außerplanmäßig in die Schule zu kommen. Dennoch tut es der Deutsch-LK, sie haben schließlich keine andere Wahl. Doch alles kommt anders als geplant. Statt sich auf eine Podiumsdiskussion vorzubereiten, geht es um Leben und Tod, als der Lehrer Moritz Brandl außer sich vor Trauer und Wut eine Waffe zieht und seine Schüler bedroht. Einer von ihnen hat sein Leben ruiniert, so Brandl, und er will herausfinden, wer das war.


Das Ausgangszenario ist schon echt heftig. In Deutschland gab es zum Glück noch nie einen Amoklauf bzw. eine Geiselnahme durch einen Lehrer, aber was wäre, wenn es durch eine Verkettung von Umständen dazu käme?

Brandl ist kein sonderlich beliebter Lehrer und sein Alkoholkonsum ein offenes Geheimnis an der Schule. Doch nun hat ihn eine private Tragödie heimgesucht und er braucht einen Schuldigen. Brandl glaubt, einer der Schüler habe ihn bei der Direktorin wegen seines Alkoholkonsums angeschwärzt und deswegen sei sein Leben jetzt so verpfuscht. Von diesem Gedanken lässt er sich durch nichts abbringen und das bringt seine Schüler in Lebensgefahr.

Diese Schüler sind normale Jugendliche. Manche sind Streber, andere Sportler, wieder andere fallen durch andere Dinge aus dem Rahmen und manche tun so, als wäre Ihnen alles egal. Doch die Fassaden gehen ziemlich schnell zu Bruch als eine Waffe im Spiel ist.

Man folgt zwei Schülern und einer Polizistin draußen vor dem Schulgebäude, die mit einer der Geiseln verwandt ist. Dadurch bekommt man alles mit.


Fazit: Anfangs hat mich das Gendern von Sam und seiner Schwester irritiert. Mir sind Bezeichnungen wie „niemensch“, „jemensch“ und „Neffte“ noch nie untergekommen und das hat mich erst mal verwirrt. Aber irgendwann gewöhnt man sich daran.

Sam selbst mochte ich sehr gern. They ist extrem einfühlsam und das macht sich in der Ausnahmesituation bezahlt. Andere schaffen es weniger gut, mit der Situation umzugehen und manche werden von ihren eigenen Angehörigen in Lebensgefahr gebracht, weil diese mit der Presse reden.
Gleichzeitig wurde der Lehrer aber auch nicht per se verteufelt oder mit Mitgefühl überschüttet. Mal ging es in die eine, mal in die andere Richtung. Das ließ das Buch „echter“ wirken.

Ich fand das Buch teilweise sehr spannend, teilweise zog es sich aber auch etwas. Was leider nicht meins war, war das Ende. Mir blieb zu vieles ungeklärt. Ich hätte bei einigem gern erfahren, wie es weitergeht, ob es Konsequenzen gab, etc.

Davon abgesehen fand ich das Buch sehr interessant und mal was ganz anderes. Von mir bekommt es 3,5 Sterne. Für mich gab es noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Bis zur Wendung fand ich das Buch echt schön, danach war es mir zu drüber

Starting Something Real
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Novalee Wells ist ein Superstar. Jeder kennt sie, fast jeder liebt sie und Nova ist deswegen einfach nur erschöpft. Gerade erst hat sie ihre Tour beendet und freut sich auf ein wenig Ruhe und Frieden, ...

Novalee Wells ist ein Superstar. Jeder kennt sie, fast jeder liebt sie und Nova ist deswegen einfach nur erschöpft. Gerade erst hat sie ihre Tour beendet und freut sich auf ein wenig Ruhe und Frieden, doch beides ist ihr nicht vergönnt. Ihre Mutter behandelt sie wie einen Goldesel und verlangt immer mehr und mehr Geld. Dann wird sie von einem anderen Musiker ausgenutzt und die Presse jagt Nova unerbittlich, bis es zu einem Unfall kommt, der zwar glimpflich ausgeht, aber es hätte so viel schlimmer kommen können. Nova zieht die Reißleine und legt eine Pause ein. Ihr Bodyguard weiß auch den perfekten Ort: seine Heimatstadt. Das ganze Städtchen unterschreibt eine Verschwiegenheitserklärung und bietet Nova die dringend benötigte Atempause. Doch da sind auch noch die Gefühle, die sie plötzlich für ihren Bodyguard Thorne empfindet …


Nova hat alles, was sich so viele Menschen wünschen, sie ist reich, berühmt, wird bejubelt und spielt vor ausverkauften Arenen. Doch Nova bezahlt gleich mehrfach für ihren Ruhm. Sie führt kein selbstbestimmtes Leben mehr, alles ist durchgetaktet und sie hält eine strenge Diät. Nova arbeitet praktisch 24/7 und immer will jemand noch mehr. Dazu kommen die immer häufigeren Konflikte mit ihrer Mutter, die immer nur noch mehr Geld und noch mehr Geld von ihr fordert und Nova gar nicht mehr wie ihre Tochter behandelt, sondern wie einen Goldesel.
Als alles über ihr zusammenstürzt, landet Nova in einem sehr tiefen mentalen Tief. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann, wer die echte Nova hinter Novalee sieht und sie nicht einfach nur als Mittel zum Zweck betrachtet. Nova hat sich so sehr verbogen, um Novalee zu sein, dass sie sich selbst nicht mehr erkennt.

Nova hat mir mehrmals das Herz gebrochen. Ihre Verzweiflung und ihre Einsamkeit werden wirklich toll rübergebracht und gehen einem total ans Herz. Thorne ist so süß und einfühlsam und wie er alles tut, damit Nova wieder zu sich selbst findet, ist sehr berührend.

Der heimliche Held ist der Ort, an dem Nova wieder zu sich selbst finden kann. Alle Einwohner haben eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet und begegnen Nova mit Respekt und Herzlichkeit – bis auf ganz wenige Ausnahmen. Das finde ich richtig toll.

Mental Health spielt hier eine sehr große Rolle und das ist auch richtig und wichtig. Gerade in der heutigen Zeit mit Social Media sind die Erwartungen an Promis oder Influencer riesig. Es wird erwartet, dass sie 24/7 „da“ sind und dieser ständige Druck macht kaputt.


Fazit: Das Buch war echt süß und richtig schön zu lesen. Das Thema Mental Health wird toll transportiert. Einiges war mir aber leider ab der Wendung zu klischeehaft. Die Wendung hat mir das Buch so ein bisschen runtergezogen. Ich fand es vorher richtig toll, aber da ab da alles so extrem vorhersehbar wurde, hat mich das enttäuscht und genervt. Das war einfach so schade! Alles war mir ab diesem Punkt eine Spur zu drüber.

Was ich zudem schade fand, war, dass man relativ wenig über Thorne erfahren hat und über seine Vergangenheit. Einiges wurde angerissen, aber nicht richtig behandelt.

Insgesamt blieb mir manches zu offen. Aber ich fand Band 2 der Reihe deutlich besser als Band 1.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Einiges mochte ich sehr, aber ich habe leider auch einige Kritikpunkte

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Der Tod ihres Chefs hat Jeanie aus der Bahn geworfen. Auf keinen Fall möchte sie so sterben wie er und daher will sie ihr Leben entschleunigen und den Stress loswerden. Die Lösung präsentiert sich ihr ...

Der Tod ihres Chefs hat Jeanie aus der Bahn geworfen. Auf keinen Fall möchte sie so sterben wie er und daher will sie ihr Leben entschleunigen und den Stress loswerden. Die Lösung präsentiert sich ihr durch ihre Tante, die ihr ihr Café in der Kleinstadt Dream Harbor schenkt. Jeanie hat keine Ahnung vom Geschäft, stürzt sich aber mit Feuereifer in ihr Abenteuer und ihr neues Leben. Dabei geht jedoch einiges schief und immer wieder trifft sie auf den Farmer Logan, der Jeanie absolut nicht mögen will – er ist eher eine Art Einsiedler, wenn es nach ihm geht. Doch er kann Jeanie nicht nicht mögen und schon gar nicht kann er ihr nicht helfen, wenn sie Hilfe braucht. Aber er will sie nicht an sich heranlassen, zu sehr schmerzen die Wunden seiner Vergangenheit.


Dream Harbor ist eine süße, neugierige und skurrile Stadt. Sie soll an Stars Hollow aus Gilmore Girls erinnern und das tut sie auch, ohne abgekupfert zu wirken. Die Charaktere sind sehr sympathisch und auch sehr eigen, aber nicht ganz so irre, wie in Stars Hollow – irre auf eine sympathische, aber bitte-beiß-mich-nicht-Art.

Einerseits waren mir Jeanie und Logan sehr sympathisch. Ich mochte sie wirklich gern und sie passen toll zusammen, auch wenn Logan nicht versteht, warum ihm Jeanie in so kurzer Zeit so wichtig geworden ist.
Andererseits hatte ich aber auch meine Probleme mit den beiden. Jeanie zwang sich oft dazu, in die Kleinstadt zu passen und Kleinstadtbewohnerin zu werden. Sie verstellte sich und das störte mich. Dazu kamen noch x Wiederholungen. Diese waren auch ein Problem bei Logan. Wobei ich seine Zurückhaltung bei seiner Vorgeschichte sehr gut verstehen kann.

Beide versuchen einen „Fall“ zu lösen, es gibt merkwürdige Vorkommnisse rund um das Café, aber leider war mir das – zusammen mit einigem anderem – viel zu vorhersehbar, wobei das Vorhersehbare den beiden Protagonisten nicht einmal ansatzweise möglich erschien, was mich genervt hat, weil es echt so offensichtlich war.

Die Wendung, die leider gar nicht meins war, konnte man schon nach wenigen Kapiteln vorhersehen. Das hat sich so deutlich angekündigt, dass mich das leider genervt hat. Ich mag es nicht, wenn ein Buch komplett vorhersehbar ist.


Fazit: Süße neugierige Stadt, sehr sympathische Charaktere, aber ich habe leider auch einige Kritikpunkte. Für mich waren es zu viele Wiederholungen der immer gleichen Gedanken. Dadurch zog sich das Buch ab und an. Zudem war es mir viel zu vorhersehbar, nicht nur auf den „Fall“ bezogen, der sich durch das ganze Buch zog, sondern auch bezogen auf den Ablauf der kompletten Handlung. Die Wendung war nach wenigen Seiten vorhersehbar und auch die Auflösung. Ich hätte mir die eine oder andere Überraschung gewünscht.

Einerseits gab es einiges, was mir am Buch gefiel, aber ich habe auch meine Kritikpunkte, daher kann ich dem Buch leider nur 3,5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Ich habe Kritik, aber ein Aspekt gefiel mir auch richtig gut

Running up that Hill
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Wyatt ist neu im Business und sieht seiner ersten großen Hauptrolle in einer Serie entgegen. Für ihn ist alles neu, auch die Spielregeln, die er zu befolgen ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Wyatt ist neu im Business und sieht seiner ersten großen Hauptrolle in einer Serie entgegen. Für ihn ist alles neu, auch die Spielregeln, die er zu befolgen hat und die Einfluss auf sein Privatleben nehmen, das ebenfalls nicht mehr wirklich privat ist.

Haley war ein Kinderstar und tut sich jetzt als Erwachsene schwer. Sie will ernste Rollen, große Rollen, eine richtige Schauspielerin sein, anstatt schmachtende Dummchen in Serien zu spielen. Dafür gibt sie alles, arbeitet rund um die Uhr und versucht irgendwie die richtigen Kontakte zu bekommen, den richtigen Leuten zu gefallen, doch Hollywood ist ein Haifischbecken, fressen oder gefressen werden.

Um ihrer Serie mehr und bessere PR zu verschaffen, sollen Wyatt und Haley ein Paar spielen – auch im Privaten. Doch was, wenn es kein Schauspiel mehr ist? Was, wenn da echte Gefühle entstehen?


Haley war für mich lange nicht greifbar. Sie hetzt von Termin zu Termin, ist andauernd nur am Arbeiten oder Networken, hat ab und an Konflikte mit ihrer Schwester, aber mehr kam von ihr lange nicht, außer so einer gewissen Disharmonie, die später noch wichtig wird.
Sie ist das, was Hollywood aus aufstrebenden Schauspielern machen kann – Wyatt der Gegenentwurf dazu. Für ihn ist alles neu und aufregend und als Mann in gewisser Weise auch leichter.

Man bekommt Einblicke in den Dreh einer Serie, das Marketing, was alles mit dazugehört und auch welcher Druck auf die Schauspieler ausgeübt wird. Ebenso, wie schnell eine Rolle komplett umgekrempelt werden kann, bloß weil es eine einflussreiche Person so will. Wie machtlos in dem Fall „unbekannte“ Schauspieler sind.

Im Verlauf des Buches erlebt man durch Haley die Schattenseiten von Hollywood. Den Druck, die frauenverachtende Art, mit der über sie geredet wird, statt mit ihr, wie sie andauernd als Ding wahrgenommen wird, statt als Mensch und pausenlos sexualisiert wird, schon als Kind. Nur weil sie Schauspielerin ist, wird ihr im Prinzip die Würde abgesprochen, es gibt keine Grenzen.


Fazit: Im Buch spielt unter anderem das Me-Too-Thema eine Rolle, eine Debatte, die ja in Hollywood begann. Das wird toll eingearbeitet. Aber gleichzeitig nimmt einem das Buch auch noch den letzten Glanz. Man erlebt durch Haley die Schattenseiten des Business und wie schnell man sich dabei selbst verliert. Schauspieler sind Objekte und wie mit Frauen im Business umgegangen und gesprochen wird, macht mich krank. Das Buch ist stellenweise echt heftig, traurig, deprimierend und schonungslos, aber gerade dieser Teil gefiel mir sehr gut.

Erst gegen Ende erlebt man immer öfter die echte Haley. Wäre sie früher für mich greifbar gewesen und hätte sich das im Mittelteil nicht etwas gezogen, hätte das Buch glatt das Zeug zu einem Highlight haben können. Ich mag es sehr, wie die Schattenseiten von Hollywood herausgearbeitet werden, aber ich hatte eben sehr lange Probleme, an Haley heranzukommen. Stellenweise war es mir auch ein bisschen zu vorhersehbar.

Von mir bekommt das Buch ganz knappe 3,5 Sterne.

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