Platzhalter für Profilbild

sunrose265

Lesejury Star
offline

sunrose265 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sunrose265 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2024

Berührend

Das Versprechen von Paris
0

Hast du Lust auf eine Geschichte aus den 40er Jahren? Eine Geschichte, die von einer jungen Frau handelt, die als Model in der Modewelt Fuß fassen möchte? Deren Traum es ist, für das angesehene Haus Dior ...

Hast du Lust auf eine Geschichte aus den 40er Jahren? Eine Geschichte, die von einer jungen Frau handelt, die als Model in der Modewelt Fuß fassen möchte? Deren Traum es ist, für das angesehene Haus Dior zu arbeiten? Dann lege ich dir den Roman „Das Versprechen von Paris“ von Alexandra Joel ans Herz. In ihrem neuen Werk begleiten wir die Australierin Grace Woods auf ihrem Weg in die Welt der Mode.

Im Buch befinden wir uns in Paris im Jahr 1948. Die junge Grace hat in Australien ihrem Leben den Rücken gekehrt und sie will als Model bei Dior arbeiten. Hier scheint sie den großen Durchbruch zu schaffen und in Philippe scheint sie den passenden Mann für ihr neues Glück gefunden zu haben, denn er fasziniert sie vom ersten Moment an. Alles scheint gut zu laufen, doch dann sind es ausgerechnet Philippes politische Verwicklungen, die alles gefährden, auch Grace.
Doch auch das Model selbst hat ein Vorleben, welches sie nicht erwähnen möchte. Zum Einem weiß sie nicht, wer ihr leiblicher Vater ist, obwohl diese Frage sie sehr beschäftigt. Und dann ist da noch ihr Ehemann Jack, den sie in der Heimat zurückgelassen hat, der sie nie mit Liebe erfüllen konnte. Wie kann Grace ihr neues Leben und das vermeintliche Glück mit Philippe aufrechterhalten, wenn schwere Hindernisse auf ihrem Weg liegen? Und wie kann sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen? Mehr möchte ich nicht über den Plott verraten. Nur so viel: Graces Leben ist sehr spannend.

„Das Versprechen von Paris“ hat mich schnell gefesselt. Ich konnte eintauchen in das edle, frühere Paris der Nachkriegszeit und die damalige Modebranche. Die komplexe Geschichte von Grace spinnt sich wie ein roter Faden durch die Handlung und nimmt immer wieder eine zentrale Rolle ein. Natürlich mochte ich ihre Geschichte mit dem smarten Philippe sehr gern, aber das Buch bietet so viel mehr als einfache Unterhaltung. Die Vergangenheit des angehenden Models, dazu Philippes Machenschaften und Verwicklungen bilden eine sehr spannende Plotkomponente.

Hinzu kommt ein mitreißender Schreibstil, eine lebhafte Schilderung des Settings, fertig ist ein gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

4/5 *

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2024

Interesante kulinarische Weltreise

Gastro Obscura
0

n den letzten Tagen schmökere ich leidenschaftlich gerne in einem Buch der etwas anderen Art. „Gastro Obscura“ handelt von Essen und nein, es ist kein Kochbuch, sondern es widmet sich ganz der Welt des ...

n den letzten Tagen schmökere ich leidenschaftlich gerne in einem Buch der etwas anderen Art. „Gastro Obscura“ handelt von Essen und nein, es ist kein Kochbuch, sondern es widmet sich ganz der Welt des Essens. Genauer gesagt handelt es sich bei diesem Werk um „Entdeckungsreisen zu den kulinarischen Wundern der Welt“.

Und ich hätte niemals gedacht, wie interessant diese Weltreise sein kann.

Kommen wir erst mal zum Einband und Cover des Buches. Mir gefällt die Aufmachung sehr gut. Es ist wertig und es liegt trotz des Umfanges und der Größe sehr gut in der Hand.

Die schriftliche Reise beginnt bei uns in Europa. Natürlich finden sich in diesem Kapitel auch uns bekannte Rezepte wie die Currywurst, aber schnell wird es wirklich obskur. Denn nach Europa folgt Asien, was schon interessanter wird. Ich musste manchmal schlucken, was die asiatischen Völker an Essen zu sich nehmen. Aber darum geht es auch in diesem andersartigen Reiseführer durch die Cuisine der Welt. Interessant und spannend geht es weiter nach Afrika. Fremdartige Gerichte, die ich noch nie gehört habe, erweitern den kulinarischen Horizont…

Neben der Reise von Kontinent zu Kontinent darf auch das Zeigen ganz besonderer Restaurants nicht fehlen. Und diese bringen mich teilweise wirklich zum Schmunzeln, so absurd sind sie. Fasziniert hat mich als Teetrinkerin die höchst gelegene Teestube der Welt. Es wäre ein Traum, sie mal besuchen zu dürfen.

Dazu kommen Bräuche und Geheimnisse rund um die fremden Gerichte, Restaurants und Orte. Und es gibt auch viele Rezepte, die man ganz gut zu Hause umsetzen kann.

Das Buch ist wirklich obskur, aber auch interessant. Sicherlich nicht nur für Hobbyköche interessant, sondern auch für weltoffene Leser:innnen, die Lust auf eine kulinarische Weltreise der anderen Art haben.

Bunt, irgendwie seltsam, aber sehr unterhaltsam. 4/5 *

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2024

Intensive Spannung

Frische Wunden
0

Bei allen Romanen rund um Liebe, New Adult & mehr, mag ich es, zwischendurch einfach mal einen spannenden Roman zu lesen. Dank der Bloggerjury konnte ich „Frische Wunden“ von Kirsten Nähle als eBook lesen. ...

Bei allen Romanen rund um Liebe, New Adult & mehr, mag ich es, zwischendurch einfach mal einen spannenden Roman zu lesen. Dank der Bloggerjury konnte ich „Frische Wunden“ von Kirsten Nähle als eBook lesen. Danke an die Jury und an den Verlag für die Bereitstellung des Buches.

Klappentext: „Die Hauptkommissare Victoria Stahl und Daniel Freund werden zu einem Tatort im Würzburger Stadtwald gerufen. Eine Frau Anfang zwanzig wurde grausam getötet und mit einer Babydecke zugedeckt. Die Obduktion ergibt, dass die junge Studentin wenige Tage zuvor entbunden hat. Doch wo ist das Baby? Lebt es noch? Ist es das Motiv für den Mord? Stahl und Freund sehen sich gleich mit mehreren Verdächtigen konfrontiert, die etwas zu verbergen scheinen. Auf der Suche nach dem Mörder und dem verschwundenen Kind entdecken die Kommissare, dass das Opfer eine Menge Geheimnisse hatte. Und dann geschieht ein zweiter Mord …

Ein weiterer schockierender Fall für die Kommissare Stahl und Freund.“

Ein Krimi, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Ich habe „Frische Wunden“ sehr schnell gelesen und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Victoria Stahl und Daniel Freund sind ein interessantes Ermittlerduo, welches mich tief in den Fall hineinziehen konnte. Kerstin Nähle hat einen mitreissenden, sehr flüssigen Schreibstil, der die Lektüre noch intensiver macht.

Ich verdanke „Frische Wunden“ einige intensive, spannende Lesestunden. Es war bestimmt nicht mein letztes Buch der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2024

Ich liebs

Sommernächte in Paris
0

Karen Swan ist mit ihren Romanen seit langem nicht mehr aus der Welt der Literatur wegzudenken. Sie schafft es, Spannung mit Leichtigkeit zu verbinden. Dieses Mal entführt sie uns mit ihrem Sommerroman ...

Karen Swan ist mit ihren Romanen seit langem nicht mehr aus der Welt der Literatur wegzudenken. Sie schafft es, Spannung mit Leichtigkeit zu verbinden. Dieses Mal entführt sie uns mit ihrem Sommerroman „Sommernächte in Paris“ auf ihre Weise in die Stadt der Liebe.

Was sofort auffällt, ist Swans Schreibstil. Sie schafft es, einen Spannungsbogen zu erzeugen, aber einen locker leichten Schreibstil damit zu verbinden. Dieser ist flüssig, mitreissend und irgendwie auch einzigartig.

Hier der Klappentext: „Die Kunstagentin Flora Sykes ist ständig in der Welt unterwegs. Für ein Privatleben oder eine ernsthafte Beziehung bleibt da keine Zeit. Nun führt sie ein geheimnisvoller Auftrag nach Paris, wo die wohlhabende Familie Vermeil ein Apartment voller Kunstschätze geerbt hat, das seit über siebzig Jahren niemand mehr betreten hat. Warum war es so lange verschlossen? Und woher stammen die Bilder? Statt Antworten zu finden, stößt Flora bei ihren Nachforschungen auf immer mehr Geheimnisse. Und zu allem Überfluss lenkt Xavier Vermeil, der unverschämt gut aussehende Sohn der Erben, sie immer wieder von der Arbeit ab …“

Erwartet bitte keinen Liebesroman, den haltet ihr mit „Sommernächte in Paris“ definitiv nicht in den Händen. Es geht um Flora, die rund um die Welt jettet, immer in Verbindung mit teuren, legendären Kunstwerken. Sie vernachlässigt darüber ihr eigenes Leben, Freunde oder eine Liebe haben da kein Platz. Sie reist nach Paris, da sie einen Auftrag erhalten hat, sich um das Erbe der Familie Vermeil zu kümmern. Und hier beginnt der spannende Teil. Denn mit diesem Auftrag offenbaren sich Geheimnisse und Verwicklungen, die mich umgehauen haben. Ich habe jede Seite genossen. Flora gerät immer tiefer in diesen Sog aus Geheimnissen und Familienbande. Und wie der Klappentext verrät, gibt es da noch Xavier, der eben dieser Familie angehört, der eine Rolle einnimmt, mit der ich nicht gerechnet habe.

Flora ist eine starke Frau, die ein großes Herz besitzt. Ich mag es, wie sehr sie in der Kunst aufgeht, in ihrem Job. Sie deckt Geheimnisse auf. Karen Swan hat es geschafft, dass auch Kunstlaien tiefers ins Geschehen eintauchen können, denn sie versorgt uns mit gut recherchierten Infos. Flora mochte ich einfach sehr, dazu gefällt mir das Setting mit Paris, was mal anders ist. Es geht nicht um Paris als Stadt der Liebe, sondern als Mittelpunkt für eine mitreissende Geschichte mit Krimielementen.

Xavier war für mich ein angenehmes Beiwerk. Er ist sexy und die Verbindung zu ihm macht Flora noch ein Stückchen nahbarer. Sie ist nicht die perfekte Kunstagentin, die nur an die Arbeit denkt, sondern hinter dieser Fassade eine gefühlvolle, starke Frau, die mehr vom Leben will.

Ich habe „Sommernächte in Paris“ komplett verschlungen. Ich habe die Geschichte geliebt, sie ist spannend, keine reine Lovestory, sondern ein perfekt abgerundeter Roman für den Sommer. Mit einer Protagonistin, die äußerst sympatisch ist, dazu ein Storyplot, der meine Aufmerksamkeit gefesselt hat.

Ich bin begeistert und kann euch diesen Sommerroman nur ans Herz legen. Daher vergebe ich 4,5/5 *

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2024

Tiefgründiger Sommerroman

Ein Sommer in Italien
0

Leute, der Sommer ist scheinbar witterungsmäßig jetzt auch in Deutschland angekommen. Heute haben wir 25 Grad, Sonne und es ist eine akzeptable Wärme. Vor wenigen Tagen habe ich mich bei nicht so sommerlichem ...

Leute, der Sommer ist scheinbar witterungsmäßig jetzt auch in Deutschland angekommen. Heute haben wir 25 Grad, Sonne und es ist eine akzeptable Wärme. Vor wenigen Tagen habe ich mich bei nicht so sommerlichem Wetter literarisch mal wieder nach Italien träumen dürfen, genauer gesagt nach Positano. Das bekannte Örtchen ist das Setting für den neuen Roman „Ein Sommer in Italien“ von Autorin Rebecca Serle. Sie nimmt uns mit auf eine besondere Reise.

Und genau dieses Setting transportiert Rebecca Serle so bildlich und wundervoll zu uns herüber. Wir ziehen mit ihr durch die italienischen Sehnsuchtsorte, lernen die ganz besondere Atmosphäre dort kennen und ich habe mich in diesem Setting einfach wohl gefühlt. Auch das Cover passt zu dieser Mood. Ich war sehr gespannt auf die Handlung.

Protagonistin Katy hat das Schlimmste erlebt, was man erleben kann (ich spreche aus Erfahrung): sie hat einen Elternteil verloren, ihre Mutter ist gestorben und sie steckt in tiefer Trauer um sie. Carol, so der Name ihrer Mama, wollte mit ihr eine Reise nach Positano machen, denn sie hat dort einst eine prägende, intensive Zeit erlebt. Dieser Plan wurde durch ihre Krebserkrankung vereitelt.

Katys Ehe steckt in einer schweren Krise. Sie macht sich daher auf den Weg, um die Reise alleine nachzuholen und reist an die Orte, die ihrer Mutter so wichtig waren. Die anderen Protagonisten machen es mir leicht, irgendwann in die Geschichte einzutauchen, was anfangs ein wenig schwierg war, trotz des Settings. Dort macht sie eine besondere Begegnung: eine Frau läuft ihr über den Weg, die ein Ebenbild Carols sein könnte. Und damit verschwimmen Zeit und Raum um sie herum- und um uns Leser. Wer jetzt denkt, dass der Roman magische Themen beinhaltet, den muss ich enttäuschen. So richtig klärt uns Rebecca Serle nicht darüber auf und so schwankt man zwischen den Zeiten hin und her. Aber das Geschehen hilft Katy, sich über viele Dinge klar zu werden. Über ihre Ehe, über das Schicksal ihrer Mutter in der Vergangenheit.

Und nach und nach zieht auch die Spannung in das Geschehen ein, denn ich mag die Storyline aus der Vergangenheit von vor 30 Jahren sehr. Wir lernen eine Carol kennen, die für Katy so viel bedeutet und einige Dinge verändert…

Der Roman ist kein Jahreshighlight. Doch ich habe mich nach einer Weile doch in der Handlung verloren und es war sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist tadellos, mitreissend und flüssig. Das Cover liebe ich und das Setting sowieso. Mit der detaillierten Beschreibung von wundervollen Orten kriegt man mich sowieso.

Was ich großartig finde: Katy macht eine deutliche Entwicklung durch. Sie lernt sich selbst zum ersten Mal richtig kennen, trifft Entscheidungen und denkt viel nach. Das ist ein toller Aspekt, der mir Mut macht und der sie zu einer authentischen, nahbaren Protagonistin machen.

Ein Sommerroman mit tiefgründigen Themen und einem besonders toll beschriebenen Setting. Dafür vergebe ich gerne 4/5 *.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere