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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2025

Eine sehr packende Geschichte - unbedingt lesen!

Die Schwestern von Krakau
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Die Autorin hat mich schon mit anderen Romanen, die ich von ihr gelesen habe, begeistert und so war auch bei diesem Buch meine Erwartung ziemlich hoch. Mich hat dieser Roman absolut begeistert, denn wieder ...

Die Autorin hat mich schon mit anderen Romanen, die ich von ihr gelesen habe, begeistert und so war auch bei diesem Buch meine Erwartung ziemlich hoch. Mich hat dieser Roman absolut begeistert, denn wieder einmal schafft es die Autorin ein Stück historischer Zeitgeschichte sehr eindrucksvoll zu erzählen, wobei sie neben historischen Figuren auch fiktive Figuren in die Geschichte einflicht und mich sehr nahe an der Geschichte teilhaben lässt. Die Geschichte spielt in Krakau, sowie in Paris als auch in Fellbach Nähe Stuttgart. Die Vergangenheit ist zeitlich angesiedelt zwischen 1941- 1943 und es geht um die Schwestern Lilo und Helene, die in Krakau als sogenannte Voksdeutsche aufgewachsen sind. Während Helene 1936 ohne Wissen ihrer Eltern nach Paris ausgewandert ist und über ihr Leben nur wenig erzählt wird, arbeitet Lilo als Angestellte in der Apotheke von Tadeusz Pankiewicz, die sich seit 1941 mitten jüdischen Ghetto liegt , Den Apotheker sowie seine Apotheke gab es wirklich, was mich nach dem Lesen des Romans besonders berührte. Während die Frage, was ist mit Helene weder Eltern noch Lilo in Ruhe lässt, schildert die Autorin Lilos damaliges Leben und das was sie erlebt.Die Autorin wechselt die Erzählebenen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die im Jahre 2016 beginnt, als Ediths Vater Simon in Paris überraschend stirbt .Völlig überrascht steht Edith plötzlich vor Nachforschungsergebnissen bzw. Hinweisen ihres Vaters, die sie auf die Spur von Familienmitgliedern bringt, die ihr bis dato völlig unbekannt war.

Ich las völlig versunken und zeitweise mit Tränen in den Augen, wie Lilos und Helenes Geschichte mit Simon, Simons Schwester Adi, Edith und der Cousine Tatjana zusammenhängt Es gab viele Schicksalsschläge und Leid zu beklagen, aber auch Mut und Liebe, die ich bewundere, zu betrachten. Eingebettet sind das persönliche Erleben der Figuren - für mich wirkten sie alle wie sehr real existierende Menschen - , in kleine und große historische Ereignisse, deren Spuren wir heute noch sehen. Die vielen, scheinbar kleinen Details, lassen alles sehr intensiv und authentisch wirken.

Für mich ist es jetzt schon ein "Herzensbuch", was ich zwar verleihen, aber nicht weggeben werde, denn es wird einen Platz in meinem Bücherregal bekommen. Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Interessanter, vielschichtiger und spannender Krimi

Kohle, Stahl und Mord: Das 13. Opfer
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Mich hat der Krimi begeistert, was einerseitsdaran lag, dass mir die Gegend - das Ruhrgebiet - sowie die Thematik Bergbau nicht unbekannt ist und ich dort lange Zeit gelebt habe, sowie anderseits ich es ...

Mich hat der Krimi begeistert, was einerseitsdaran lag, dass mir die Gegend - das Ruhrgebiet - sowie die Thematik Bergbau nicht unbekannt ist und ich dort lange Zeit gelebt habe, sowie anderseits ich es sehr faszinierend fand die Spurensuche gemeinsam mit dem Ermittlerteam und anderen in den Fall involvierten Personen aufzunehmen. Der Autor schafft es die Welt der Kumpels sehr lebendig herüberzubringen sowie auch alle anderen Personen .Sehr gelungen fand ich auch die zwei Zeitebenen - damals die Zeit des Unglücks, bei dem zwölf Bergleute gestorben sind, sowie die Gegenwart, in der nun Stück für Stück erzählt wird, was damals rund um die Zeit des Unglücks passiert ist und zwar nicht nur unter Tage. Schnell wird klar, von wem das dreizehnte Skelett ist, was neben den zwölf vermissten Bergleuten gefunden wird. Elin, die ermittelnde Leiterin der Soko, wird schnell bewusst, dass sie auch persönliche Verbindungen durch ihre Freundin Jana sowie zu den Bergleuten zum Fall hat. Mir hat die Vielschichtigkeit des Falls, der ungeahnte Ausmaße annimmt und an dessen Rande auch andere Verwicklungen aufgeklärt werden, sowie insbesondere die privaten Einblicke in das Leben einzelner Personen sehr gefallen.

Sehr gerne würde ich einen weiteren Fall mit Elin und ihrem Team lesen, wobei ich hoffe dann noch mehr privates über die Ermittelnden zu erfahren.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Genial - unbedingt lesen!

Ab heute mach ich's mir selber recht
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Das Cover ist mir nebst dem Namen "Heike Abidi" sofort positiv ins Auge gefallen, denn die Autorin hat sich für mich immer als Highlight erwiesen durch ihre besondere Herangehens- bzw. Erzählweise an die ...

Das Cover ist mir nebst dem Namen "Heike Abidi" sofort positiv ins Auge gefallen, denn die Autorin hat sich für mich immer als Highlight erwiesen durch ihre besondere Herangehens- bzw. Erzählweise an die Themen, ganz egal ob in der Sparte Sachbuch, Roman für Erwachsene oder Teenager.

Den Begriff "People Pleaser" war mir bis dahin unbekannt, aber der rückwertige Text auf dem Buch verriet mir , worum es geht und zwar um Menschen, die das eigene Wohl dem der anderen unterordnen. Das klingt ja eigentlich positiv, aber dem ist mit nichten so und Heike Abidi stellt sehr unterhaltsam dar, wie viele Facetten der People Pleaser, der schnell auch zum Depp für Alle wird, haben kann. Es kann sich im Privatleben äußern, in dem der Mensch seine eigenen Wünsche stets zurückstellt, mit eigenen Meinungen hinter dem Berg hält, der Harmoniesucht willen, aber kann auch schon in eine Form nach Heischen von Aufmerksamkeit und Dankbarkeit für die gegebenen teilweise aufgedrängte Hilfe, wenn es extrem wird, ausarten. Im Berufsleben oder auch in der Rolle eines Elternteils oder in Vereinen etc. mit der bereitwilligen Übernahme von weiteren Aufgaben und Ämtern.

Die Autorin gibt zahlreiche Beispiele und führt mir die Absurdität von Verhaltensweisen auf. Harmoniesucht kann zum Streit führen und auch zur Trennung, nur eins von vielen Beispielen. Besonders gut gefielen mir die Vorschläge und Hinweise, wie ich lerne mich abzugrenzen und mich nicht von anderen mit Aufgaben etc. vereinnahmen zu lassen, sondern auch an mich denken soll. Die Frage, die sich auftut, wie lerne ich "Nein" zu sagen, wenn ich etwas nicht machen möchte oder wo ziehe ich die Grenze bei meiner Hilfsbereitschaft?

In diesem Buch habe ich einiges an Verhaltensweisen oder Situationen erkannt, die mir allzu bekannt sind. Es gab Sachen, da schien ich selber die Interviewpartnerin von Heike Abidi gewesen sein, bei denen sie recherchiert hat. War ich nicht, aber ich hätte es gewesen sein können.

Wunderbarerweise zeigt die Autorin unendlich viele Möglichkeiten auf, wie ich etwas anders machen kann und gleichzeitig es natürlich trotzdem nicht heißt, dass ich jetzt zur Egoistin werde. Was ich auf jeden Fall machen werde .....Lach!.... einer Ration meiner Lieblingsweihnachtskekse für mich eine eigene Dose zu packen...... schnell umsetzbar. Andere Prozesse werden schwerer sein.....

Super tolles Buch, was mich in der Vielfältigkeit geflasht hat und mich inspiriert hat über mich selbst , meine Wünsche, mein Handeln und meine Kommunikation zu reflektieren.

Fünf Sterne und ich würde sehr gerne mehr vergeben!

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Hoffnungsvolles Ende der Trilogie

Die Melodie des Aufbruchs
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Es handelt sich um den dritten Teil der Trilogie und um ein besseres Verständnis für die Personen und die Story zu bekommen, sollte man die Reihe in chronologischer Reihenfolge lesen. Es ist mittlerweile ...

Es handelt sich um den dritten Teil der Trilogie und um ein besseres Verständnis für die Personen und die Story zu bekommen, sollte man die Reihe in chronologischer Reihenfolge lesen. Es ist mittlerweile Herbst 1946 und die Bevölkerung leidet unter Hunger,so dass selbst in der Villa der Industriellenfamilie Hüffenberg beim Essen und Heizen gespart wird. In der Fabrik sieht es bei den Arbeitern noch wesentlich schlimmer aus, denn sie haben neben wenig Nahrung nichtmals ein Dach über dem Kopf. Da Kurts Vater bis jetzt nicht wieder benachrichtigt ist sein Werk zu leiten, liegt es im Moment in Kurts Händen, wobei der Vater ihn beobachten lässt. Emma wartet dagegen auf die Scheidung von ihrem Mann, denn Kurt und sie möchten heiraten. Doch Kurts Vater ist der Gedanke ein Dorn im Auge. Wie sich Emma als Sekretärin im Werk "schlägt" und wie sie sich ihre Menschheit bewahrt, und welche Steine ih,r aber auch Kurt, für eine gemeinsame Zukunft in den Weg gelegt werden, davon, und von der allgemeinen Lage der Bevölkerung, erzählt dieser Roman . Ich habe durch den wunderbaren und eindringlichen Schreibstil, der viel Recherchearbeit vermuten lässt, mich gut in die damalige Lage der Menschen hineinfühlen können. Wie in den beiden ersten Romanen auch spielte auch Musik als Lebenselixier von Emma und anderen Menschen eine Rolle.

Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Sehr amüsante Weihnachtsgeschichte aus Sicht eines Hundes

Jo und die eiligen drei Könige
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Das Cover hat mich sofort angesprochen, denn die drei Könige haben es wirklich eilig und wirken im Gegensatz zu den anderen Figuren, die man so kennt, überhaupt nicht besonnen. Auch kam beim Kind sofort ...

Das Cover hat mich sofort angesprochen, denn die drei Könige haben es wirklich eilig und wirken im Gegensatz zu den anderen Figuren, die man so kennt, überhaupt nicht besonnen. Auch kam beim Kind sofort die Frage auf, was macht der Hund denn da? Genau dieser Hund, er heißt Jonathan - abgekürzt Jo - ist der eigentliche Star der Geschichte und erzählt aus seiner Hundeperspektive die Geschichte, wie die drei Könige das Jesuskind willkommen heißen bzw. wie der Weg dorthin vonstatten ging. Die Geschichte hat ein rasches Erzähltempo und besticht durch sehr gelungene sprachliche Komponenten, sowie durch wundervolle Illustrationen. Ich bzw. wir haben es genossen, dass der 'Autor ganz andere Facetten der drei Könige offenbarte und wir lachten uns schlapp - auch wenn man ja nicht über die Schwächen von anderen lachen sollte - über die speziellen Eigenheiten von den Königen. Durch die Schwerhörigkeit des einen, gab es kuriose Anworten oder durch die Verletzung des anderen, der sich als super Schauspieler oder auch Lügner entpuppte... Jonathan hat auf jeden Fall einen guten Riecher....

Ich möchte nicht zu viel verraten, uns hat das Buch sehr großen Spaß bereitet und den Mythos mit den Geschenkgaben "entlarvt". Wir haben uns immer schon gefrägt, ob nicht andere Sachen praktischer wären, wie wohl schon Generationen vor uns.

Fünf Sterne!!!

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