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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2025

Urlaub in Frankreich

Drei Wochen im August
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Der Klappentext hat ein intensives Kammerspiel in der Hitze des französischen Sommers. Dennoch ist es vorhersehbar, dass die Idylle trügt wenn mehrere psychisch labile Menschen in einem abgelegenen Ferienhaus ...

Der Klappentext hat ein intensives Kammerspiel in der Hitze des französischen Sommers. Dennoch ist es vorhersehbar, dass die Idylle trügt wenn mehrere psychisch labile Menschen in einem abgelegenen Ferienhaus aufeinandertreffen.

Anfangs sind die Beschreibungen von Elena die mit ihren Kindern, einem Kindermädchen und einer Freundin ihrer Tochter in dem Ferienhaus eintreffen noch interessant aber bald wird es langweilig weil einfach nichts passiert.

Der Schreibstil mit der latenten Grundspannung ist leider nicht sehr fesselnd. Es wird viel auf die psychologische Schiene gesetzt. Wie schaffen es Elena und Eva, das Kindermädchen für die die Kinder eigentlich längst zu alt sind nebeneinander her in einem Haus zu leben? Klar, läßt Eva sich den Aufenthalt gut bezahlen und fordert immer mehr ihr Recht auf eigene Ferien ein. Die Kinder sind merkwürdig und wirken irgendwie hölzern.

Als Urlaubslektüre nur bedingt geeignet hat mich das Buch kopfschüttlend zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Horror Villa am Brocken

Villa Obscura
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Die bekannte Photografin Constanze zu Eschede lädt zu einer Halloween Party in ihre dunkle Villa. Einige Bekannte dürfen sich vorher aus ihrem großen Fundus Kostüme aussuchen. Die Party beginnt doch die ...

Die bekannte Photografin Constanze zu Eschede lädt zu einer Halloween Party in ihre dunkle Villa. Einige Bekannte dürfen sich vorher aus ihrem großen Fundus Kostüme aussuchen. Die Party beginnt doch die Gastgeberin taucht nicht auf, stattdessen nur Lautsprecher Ansagen. Am Ende wird die Party einfach beendet und die Teilnehmer mit Bussen wieder vom Berg gefahren. Bis auf 6 Jugendliche die zurückgehalten werden und unverhofft von 2 Maskierten in eine Dachkammer gesperrt werden. Später tauchen die Maskierten in ihren Morph Kostümen auf und holen jeweils eine Person ab die nach einiger Zeit schwer verstört wieder kehren. Die unterschiedlichen Charaktere der jungen Leute müssen sich mit der Situation arrangieren und lernen sich so kennen. Jeder kennt die Gastgeberin, sei es als Photograf oder als Model.

Als eine junge Frau nicht mehr wiederkommt eskaliert die Situation und es kommt zum packenden Show Down bei der am Ende alles anders ist als ich es mir vorgestellt habe. Die Auflösung hat mich sehr überrascht ebenso wie die unreifen Beweggründe der beiden Entführer.

Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen, die unterschiedlichen Sichtweisen und Leben der Protagonisten sorgen für etwas Spannung aber das Buch ist kein besonderes Highlight für mich. Irgendwie hat der Klappentext mehr versprochen. Das Cover ist düster und passt zu dem Setting zu Halloween.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Interessant

Das Parfüm des Todes
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Yang Ning hat seit dem Tod ihres Bruders den Geruchssinn verloren, nur bei ihrem Job als Tatortreinigerin kommt er wieder. Als sie eines Tages in die Wohnung einer Person gerufen wird, merkt sie zu spät, ...

Yang Ning hat seit dem Tod ihres Bruders den Geruchssinn verloren, nur bei ihrem Job als Tatortreinigerin kommt er wieder. Als sie eines Tages in die Wohnung einer Person gerufen wird, merkt sie zu spät, dass in dieser Wohnung ein Mord geschah. So gerät sie bei der Polizei in den Kreis der Verdächtigen. Jetzt muss sie sich selbst auf die Suche begeben um sich von dem Verdacht freizusprechen und folgt dem Duft des Mörders.

Irgendwie ist das Buch eine Mischung aus Das Parfüm und das Schweigen der Lämmer. Das Setting in Taiwan ist außergewöhnlich und interessant. Es dauert lange, bis man in die Geschichte reinkommt, gibt es doch am Anfang sehr viele Wiederholungen. Die fremden Namen machen es zudem nicht leicht. Auch einige der Beschreibungen der Tatorte sind nichts für Zartbesaitete Leser.

Der Schreibstil Katniss Hsiao versucht die teils blumige Sprache der Asiaten mit Spannung zu vermischen. Keine leichte Lektüre zumal der Spannungsbogen teilweise auf der Strecke bleibt.

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Veröffentlicht am 07.09.2024

Familiengeschichte auf zwei Kontinenten

Und dahinter das Meer
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Um die 11-jährige Beatrix vor den Schrecken des 2. Weltkrieges in London zu schützen, beschließen die Eltern sie in die USA zu schicken wo sie in der Nähe von Boston bei einer liebevollen Familie aufgenommen ...

Um die 11-jährige Beatrix vor den Schrecken des 2. Weltkrieges in London zu schützen, beschließen die Eltern sie in die USA zu schicken wo sie in der Nähe von Boston bei einer liebevollen Familie aufgenommen wird. Nancy Gregory wünschte sich nach 2 Jungen schon immer ein Mädchen und ist bemüht ihr alles recht zu machen. Auch die beiden Jungen freuen sich auf Gesellschaft und nehmen sie gerne auf. Die Sommer verbringen sie auf einer Insel in Maine wo die Familie ein Ferienhaus besitzt.
Nach dem Krieg kehrt Beatritx wieder nach London zurück. Der Vater ist zwischenzeitlich gestorben und zu ihrer Mutter die inzwischen ein 2. Mal geheiratet hat, findet sie lange keinen guten Draht mehr.

In ruhigen Worten wird die Geschichte erzählt. Jedes Kapitel schildert die Sicht eines der Protagonisten. Lediglich die Benutzung von kursiver Schrift als wörtliche Rede irritiert etwas und läßt das Geschehen eher als Beschreibung anstelle von lebendigem Dialog wirken. Im 2. Teil wird teilweise wörtliche Rede benutzt und macht das Kapitel dadurch viel lebendiger. Allerdings verliert sich das Buch ab dem 2. Teil sehr in kleinteilige Schilderungen des Alltags. Im 3. Teil wird es fast hektisch mit vielen Personen und Geschehnissen.

Ich habe sehr lange für dieses Buch gebraucht weil es mich trotz des interessanten Themas nicht so richtig fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 19.05.2024

Kommissar Faber

Der Lärm des Lebens
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Als Dortmunder 'Tatort' Kommissar ist Jörg Hartmann bekannt. Ausgelöst durch die Trauer nach dem Tod seines Demenzkranken Vaters schreibt Jörg Hartmann hier über sein Leben, seine Familie und seinen Beruf. ...

Als Dortmunder 'Tatort' Kommissar ist Jörg Hartmann bekannt. Ausgelöst durch die Trauer nach dem Tod seines Demenzkranken Vaters schreibt Jörg Hartmann hier über sein Leben, seine Familie und seinen Beruf. Das Leben der gehörlosen Großeltern wird hier nur kurz angerissen.

Es gibt viel interessantes zu erfahren, von den Anfängen bei den Kammerspielen bis hin zum Familienleben. Leider fehlt mir etwas der rote Faden, die Erzählung springt von einem Punkt zum nächsten mit einzelnen Fixpunkten.
Zwischen den großen Zeitsprüngen gibt es auch immer wieder ausufernde Beschreibungen wie zum Beispiel die Schilderung eines Kindergeburtstages.
Mit dem Lesen der Dialoge im Ruhrpott Dialekt hab ich mich auch sehr schwer getan. Der Schreibstil wechselt oft zwischen humorvoll und öde. Eine nette Lektüre für zwischendurch, aber für mich nicht der große Wurf

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