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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

zerstrittenes Britannien

Die Tochter der Drachenkrone
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Nach langer Zeit wollte ich mal wieder ein Buch von Sabrina Qunaj lesen. Mein erster Versuch ist sicher schon 10 Jahre her und war eher durchwachsen. Aber ich finde, man muss immer einen zweiten Versuch ...

Nach langer Zeit wollte ich mal wieder ein Buch von Sabrina Qunaj lesen. Mein erster Versuch ist sicher schon 10 Jahre her und war eher durchwachsen. Aber ich finde, man muss immer einen zweiten Versuch wagen.

Das Buch "Die Tochter der Drachenkrone" ist ein umfangreiches und mutmaßlich gut recheriertes Historiendrama. Es spielt in Britannien im 12. ten Jahrhundert. Grafentochter Gwenllian versucht durch eine Heirat für sich und ihr Volk die richtigen Machtverhältnisse zu schaffen. Diverse Herrscher und Lords versuchen die Konkurrenten loszuwerden. Wer kann sich als König behaupten? Wer wird das Land einen. Normannen, Franken, Waliser, Angeln und Sachsen. Man verliert schnell den Überblick wer und wo und mit wem gegen wen.

Am meisten gestört hat mich jedoch der Erzählstil, der mir eindeutig zu schwülstig war und dem ich trotz einiger interessanter Fakten einfach nichts abgewinnen konnte. Leider nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 30.12.2024

Ein Klon zu viel

Die 13 Tode der Lulabelle Rock
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Lulabelle Rock hat ihren 13.ten Klon in Auftrag gegeben. 12 Porträts von ihr geistern bereits durch die Stadt. Und sie hat erkannt, dass es einfach zu viele sind und das Schluss sein muss mit all dem. ...

Lulabelle Rock hat ihren 13.ten Klon in Auftrag gegeben. 12 Porträts von ihr geistern bereits durch die Stadt. Und sie hat erkannt, dass es einfach zu viele sind und das Schluss sein muss mit all dem. Deshalb wird die Letzte beauftragt ihre Vorgängerinnen zu eleminieren. Aber es läuft nicht alles so reibungslos, wie das Original sich das vorgestellt hat, denn während Nr. 13 den Auftrag zu erfüllen versucht, macht sich der Klon seine eigenen Gedanken und auch wenn die Porträts keine echten Menschen sind, so ist doch genug echtes in ihnen, dass eigene Gedanken und eigene Wünsche produzieren kann.

Die Story hatte einiges Potential und eine nette Ansätze. Am Ende fehlte dann ein wenig der Tiefgang und der Mut der Autorin, die Sache ernster und nachdenklicher zu gestalten. So changiert das Buch zwischen Klamauk und Utopie, zwischen Roadmovie und Auftragskillerin, zwischen den Welten ohne, dass es lange nachhallten würde. Schade. Ein netter Roman für zwischendurch.

Veröffentlicht am 09.12.2024

Etwas langatmiger Horror

The Hollow Places
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Der Einstieg in dieses Buch hat mir sehr gefallen. Kara übernimmt das Museum der Kuriositäten von ihrem Onkel, der plötzlich erkrankt ist. Das kommt ihr gerade recht, da sie noch ein wenig unter den Folgen ...

Der Einstieg in dieses Buch hat mir sehr gefallen. Kara übernimmt das Museum der Kuriositäten von ihrem Onkel, der plötzlich erkrankt ist. Das kommt ihr gerade recht, da sie noch ein wenig unter den Folgen einer Trennung leidet. Einziger menschlicher Kontakt ist sonst ihr Nachbar Simon, bei dem sie jeden Tag ihren Kaffee trinkt. Als sie ein Loch in einer der Museumswände finden und dahinter einen geheimnisvollen Gang kletterten die beiden unwissentlich in eine gefährliche Parallelwelt. So nach und nach entwickelt sich das Abenteuer zu einer Horrorstory. Das hatte ich so nicht erwartet und ich finde, die Story hat nicht genug gruseligen Drive für dieses Genre.

Ich fand die Story teilweise etwas langatmig und unausgegoren. Da hätte die Autorin gerne noch härter und direkter erzählen dürfen. So ganz hat mich das Buch leider nicht überzeugt. Da ich von ihrem ersten Buch auf Deutsch "Wie man einen Prinzen tötet" aber total begeistert war, werde ich mir doch gleich mal ein weiteres Buch von Kingfisher zu Gemüte führen und hoffen, dass das wieder mehr mein Fall ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 01.12.2024

nicht überzeugend

We hunt the Flame
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Es gibt so einiges, was es mir schwer gemacht hat, dieses Buch zu lesen. Als allererstes möchte ich die ziemlich verschwurbelte Sprache nennen. Da ist zum einen die verschachtelte Satzstruktur und zum ...

Es gibt so einiges, was es mir schwer gemacht hat, dieses Buch zu lesen. Als allererstes möchte ich die ziemlich verschwurbelte Sprache nennen. Da ist zum einen die verschachtelte Satzstruktur und zum andren sind es viele erfundene und unbekannte Wörter und Begriffe. Ich mag es zwar, wenn man in eine Story einfach hineingeworfen wird, aber hier fühlte ich mich fremd und habe lange nicht hineingefunden in einen wirklichen Leseflow.

Der Plot an sich ist ganz eindeutig auf mehr als ein Buch ausgelegt und deshalb etwas langatmig erzählt. Erst zum Ende dieses ersten Bandes kommt Spannung und Action auf.

Schön fand ich die orientalischen-fremde Note. Man hat das Gefühl, dass sich das Buch aus der Vielzahl an Fantasy-Romanen abhebt. Leider konnte mich das aber nicht ganz über die anderen Schwierigkeiten beim Lesen hinwegtäuschen und ich denke, den zweiten Band lese ich nicht mehr.

Veröffentlicht am 13.10.2024

L wie Lafer

L wie Lafer
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Ich hatte mich sehr gefreut auf ein neues Lafer-Buch. Nachdem er ja sein Leben und sein Kochen völlig umgekrempelt hat, dachte ich, hier käme ein modernes Kochbuch, mit neuen Ideen, mit Inspirationen für ...

Ich hatte mich sehr gefreut auf ein neues Lafer-Buch. Nachdem er ja sein Leben und sein Kochen völlig umgekrempelt hat, dachte ich, hier käme ein modernes Kochbuch, mit neuen Ideen, mit Inspirationen für den heimischen Herd. Aber weit gefehlt.

Das Buch ist dick und schwer. Die Aufmachung schlicht aber durchaus edel. So etwas gefällt mir durchaus. Dann habe ich das Buch durchgeblättert.

100 Lieblingsgerichte von Johann Lafer. Aber da ist nichts von modernen Ideen für die altbackenen Gericht. Nein. Es ist vielmehr ein Buch für Kochanfänger und solche, die noch kein einziges Kochbuch im Schrank haben.

Ich bin sehr enttäuscht. Weder die Bildoptik noch die Rezepte hauen mich vom Hocker. Das ist alles Altbekannt und tausendmal gekocht. Für mich ein Buch, das ich nicht gebraucht hätte. Vielleicht etwas für Kochanfänger, die gerne Althergebrachtes Kochen wollen. Ich finde, das ist schon ein wenig am Zeitgeist vorbei.