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Veröffentlicht am 30.12.2024

✎ Stieg Larsson - Millennium 1 Verblendung

Verblendung
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2008, kurz bevor der 3. Teil erschien, begann ich die Reihe zu lesen. Damals war ich sehr gefesselt und hatte sie mir selbst zugelegt, nachdem ich sie mir vorher von einem Kollegen ausgeliehen hatte.

Ich ...

2008, kurz bevor der 3. Teil erschien, begann ich die Reihe zu lesen. Damals war ich sehr gefesselt und hatte sie mir selbst zugelegt, nachdem ich sie mir vorher von einem Kollegen ausgeliehen hatte.

Ich hatte gar nicht vor, sie nochmals zu lesen und schenkte sie daher meiner Mum.
Irgendwann jedoch sah ich, dass sie unter einem neuem Namen fortgesetzt wurde und war neugierig, daher beschloss ich, die Reihe nochmals als Hörbuch zu hören.

Mir war nicht klar, wie viel ich nach über 15 Jahren noch wusste.

Viele Zusammenhänge erkannte ich sofort, als sie angesprochen wurde. Manche Details waren nicht mehr präsent, doch nach der Erwähnung stellte sich auch hier ein ja-genau-Erlebnis ein.

Stieg Larsson war kein Poet, niemand, der Worte wunderbar verpacken konnte.
Doch er schrieb auf den Punkt. Schonungslos. Offen. Schnörkellos.

Seine Charaktere - allen voran Blomkvist und Salander - sind erfrischend anders. Ich mag deren Entwicklung. Diese findet in einem eher gemächlichen Tempo statt, sodass Lesende mitunter einen langen Atem haben müssen.

Doch gerade Salander ist so komplex und interessant gestaltet, dass ich oft nur ihretwegen weitergehört habe. Was mich also eigentlich an das Buch gefesselt hat, war Lisbeth Salander und weniger die Krimigeschichte.

Für mich könnte „Verblendung“ als eigenständiger Krimi stehen. Nicht alles wird aufgelöst, doch das Wichtigste wurde gesagt.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 10.12.2024

✎ Joanne K. Rowling - Harry Potter 2 und die Kammer des Schreckens

Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2)
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Als ich „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ausgelesen hatte, war ich im ersten Moment echt ernüchtert. Ich hatte diese Fantasygeschichte viel schöner in Erinnerung und war irgendwie enttäuscht. Ich ...

Als ich „Harry Potter und der Stein der Weisen“ ausgelesen hatte, war ich im ersten Moment echt ernüchtert. Ich hatte diese Fantasygeschichte viel schöner in Erinnerung und war irgendwie enttäuscht. Ich dachte, dass ich mittlerweile vielleicht einfach zu alt dafür sei. Dann jedoch beschloss ich, zumindest dem 2. Teil noch eine Chance zu geben und erst dann zu entscheiden, ob mein erwachsenes Ich die Reihe nach knapp 20 Jahren noch einmal komplett lesen möchte …

Zum Glück habe ich das getan, denn nun bin ich angefixt.

Ich flog durch „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ und konnte es kaum erwarten, denn 3. Band zu starten.

Joanne K. Rowling hat eine Welt erschaffen, der ich nicht mehr entfliehen kann. Ich fühle mich beim Lesen, als ob ich selbst Teil der Geschichte bin. Lebendig und meist authentisch beschreibt sie das Leben der Kinder in der Zauberschule. Dabei bleibt sie jedoch nicht an langweiligen Banalitäten hängen. Die Magierinnen erleben einige Abenteuer, müssen Prüfungen bestehen und lernen, was Freundschaft und Zusammenhalt bedeutet.

Wie bereits im 1. Band sind auch hier ein paar Vorkommnisse nicht ganz logisch nachvollziehbar. Details, die in Teil 1 eingeführt wurden, haben erst sehr spät ihren Auftritt, sodass man denkt, die Autorin hätte sie vergessen.
Die Kinder machen noch immer sehr viel auf eigene Faust, obwohl die Gefahr enorm ist. Das treibt bei jungen Lesenden sicher den Puls in die Höhe und ist auch so gewollt. Doch gerade deshalb gehe ich mit der Verlagsempfehlung ab 10 Jahren absolut mit.

Band 3 steht in den Startlöchern, denn gerne möchte ich Harry und seine Freund
innen weiterhin begleiten. Außerdem werden immer mehr Fragen aufgeworfen, die sich nach und nach beantworten sollten …

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 03.12.2024

✎ Kartolino 50 Karten 4 Malen nach Zahlen: Regenbogenwelt

50 Karten Malen nach Zahlen - Regenbogenwelt
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Mit „Malen nach Zahlen: Regenbogenwelt“ ist mittlerweile die 3. Box bei uns eingezogen und mein Kind liebt sie alle!

Auf diese Bilder und die Umsetzung war ich besonders gespannt. Bisher durften die Kinder ...

Mit „Malen nach Zahlen: Regenbogenwelt“ ist mittlerweile die 3. Box bei uns eingezogen und mein Kind liebt sie alle!

Auf diese Bilder und die Umsetzung war ich besonders gespannt. Bisher durften die Kinder größtenteils selbst aussuchen, wie sie was ausmalen. Hier jedoch ist alles vorgegeben.
Daher habe ich als Mama eine genauere Analyse vorgenommen - bevor das Kind anfangen durfte.

Ich habe die Karten in verschiedene Kategorien sortiert.
Dabei ist mir aufgefallen, dass die meisten Bilder wohl an Mädchen adressiert sein sollen.
Es gibt bei den Personen lediglich 5 männlich gelesene, im Gegenzug zu 14 weiblich gelesenen.
Von diesen 4 Jungs sind 3 hellhäutig und 1 PoC.
Bei den Mädchen sind 9 hellhäutig und 5 PoC.
Bei keiner einzigen Person dürfen die Kinder die Hautfarbe selbst bestimmen, also zum Beispiel indem sie den Stift leichter oder fester aufs Papier drücken.
Alle PoC haben braune Haare. Bei den hellhäutigen Mädchen haben 2 rote, 2 orangene, 2 gelbe (blonde) und 3 braune Haare. In einer Regenbogenwelt hätte ich mir da viel mehr Fantasie gewünscht.
Generell hätte ich mir bei den Personen mehr Vielfalt gewünscht. Bei den Jungs gibt es 1 Neptun, 1 König, 1 Prinzen und 1 Magier. Wo sind Elfen, Flaschengeister, Zwerge, … ?

Aber das ist auch mein allergrößter Kritikpunkt, denn die Qualität der Karten ist wie gewohnt super.
Buntstifte, Filzstifte, Wachsmalstifte, Gelschreiber - alles wurde ausprobiert und nichts verwischt oder druckt durch.

Falls man mal die Box nicht mit hat, sondern vielleicht nur einzelne Karten, dann sollte das Ausmalen wenig Probleme bereiten. Die Zahlen wurden in den entsprechenden Farben aufgedruckt. So kann eine Zuordnung ganz leicht erfolgen. Nur manchmal kann man hellere Farben wie hellblau, hellgrün oder rosa nicht ganz so gut erkennen.

Für meine 6-Jährige ist dies ein weiteres Set, welches bei ihr punkten konnte. Sie mag die Motive und immer ganz gespannt, welche Farbwahl getroffen wurde.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 11.11.2024

✎ Oliver Pötzsch - Henkerstochter-Saga 1 Die Henkerstochter

Die Henkerstochter (Die Henkerstochter-Saga 1)
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Ich weiß, ich bin „late to the party“, denn mittlerweile ist der 10. Band rund um die Henkerstochter erschienen. Nun, da ich den ersten Teil gehört habe, muss ich schauen, wann ich Zeit finde, auch die ...

Ich weiß, ich bin „late to the party“, denn mittlerweile ist der 10. Band rund um die Henkerstochter erschienen. Nun, da ich den ersten Teil gehört habe, muss ich schauen, wann ich Zeit finde, auch die anderen zu konsumieren.

Früher habe ich öfter mal einen historischen Roman zur Hand genommen. Obwohl Geschichte in der Schule nicht mein Lieblingsfach war, mochte ich schon immer historische Ereignisse gut eingebettet in tollen Geschichten.

„Die Henkerstochter“ ist ein historischer Krimi und daher nicht ganz mein Gebiet, weil mir Krimis meist zu lasch sind. Ich bevorzuge dann schon eher (Psycho)Thriller.

Doch das vorliegende Werk konnte mich für sich gewinnen - was wahrscheinlich nicht zuletzt am genialen Sprecher lag.

Johannes Steck hat die Geschichte sehr lebendig rüber gebracht. Seine Stimme, die er immer wieder verstellt hat, war super authentisch. Wenn er die Dialekte nachmachte, kaufte ich ihm das 100%ig ab. Allein deshalb würde ich zu „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ greifen.

Der Plot rund um die Henkerstochter Magdalena ist recht einfach und überschaubar. Am Ende gibt es zwar mehrere Stränge, die zusammenlaufen, doch man verliert sich nicht in ihnen.

Warum es die „Henkerstochter-Saga“ ist, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Sie taucht zwar immer mal wieder auf, doch würde ich ihr persönlich keine Hauptrolle zuschreiben. Vielleicht entwickelt sich das in den kommenden Teilen.

Der Autor hat Gefallen an Ausschmückungen. So lief bei mir während des Hörens ein Kopfkino ab, welches die Erzählung sehr lebendig machte. Daher ist er in meinen Augen eher nicht für Zartbesaitete geeignet. Es gibt einige brutale Szenen, die detailreich geschildert werden.
Aber auch das Leben einer Henkersfamilie zur damaligen Zeit wird überzeugend beschrieben. Erst hinterher habe ich erfahren, dass Oliver Pötzsch selbst ein Nachfahre dieser Dynastie ist. So hatte er exklusiven Einblick in den Beruf und wir erfahren einige Details dazu.

Ich überlege tatsächlich, ob ich mir noch den zweiten Teil gönne, um zu schauen, ob die Saga generell etwas für mich ist oder ob ich direkt zur David-Hunter-Reihe wechsle, die eher meinem Beuteschema entspricht und genauso darauf wartet, von mir gehört zu werden. Mit Johannes Steck als Sprecher kann man sicherlich wenig falsch machen.

In „Die Henkerstochter“ kann man mal reinlesen / -hören, ob das Genre einem liegt. Man braucht jedoch, wie bereits erwähnt, starke Nerven an der ein oder anderen Stelle und zudem Ausdauer, denn zuweilen verliert sich der Verfasser ein wenig. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

©2024 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 29.10.2024

✎ Swantje Zorn - Die Vorschul-Lernraupe 6 Töne, Klänge und Musik

Die Vorschul-Lernraupe: Töne, Klänge und Musik
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Kind: „Mama, können wir nebenbei Finn hören?“
Mama: „Vielleicht mal was anderes zur Abwechslung?!“
Kind: „Nein, ich mag Finn.“

Ich glaube, dieser kleine Dialog zwischen mir und meinem Kind sagt eigentlich ...

Kind: „Mama, können wir nebenbei Finn hören?“
Mama: „Vielleicht mal was anderes zur Abwechslung?!“
Kind: „Nein, ich mag Finn.“

Ich glaube, dieser kleine Dialog zwischen mir und meinem Kind sagt eigentlich schon alles aus.
Meine 6-Jährige liebt die Reihe rund um Finn und Lilo. Es sind die ersten Hörbücher, die sie selbst aktiv anfragt und von denen sie scheinbar nicht genug bekommen kann.

Dieses Mal haben wir uns den Klängen, Tönen und der Musik gewidmet. Ein Thema, was bei uns im Alltag derzeit „nur“ durch ständiges Singen praktiziert wird. Manchmal hören wir im Auto ein (und dasselbe) Lied. Doch unsere Instrumente stehen im Moment still …

In dieser Folge lernen Kinder etwas über:
- Musik mit Alltagsgegenständen
- Musik mit dem Körper
- Töne erkennen (Holz, Metall, Glas)
- hohe und tiefe Töne
- Instrumentenarten
- Instrumente erkennen
- Musikstile
- Orchester und Dirigent
- Wer hat die Musik erfunden?
- …

Leider wird in diesem Hörbuch „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ vorgesungen. Die meisten wissen mittlerweile, dass das Lied heute kritisch gesehen wird. Auch ich habe meiner 6-Jährigen versucht zu erklären, dass ich es so nicht singen mag. Wir haben es für uns dann so umgedichtet:

„Sieben Fremde mit dem Kontrabass
saßen auf der Straße und hatten Spaß.
Da kam die Polizei: „Ja, was ist denn das?“
Sieben Fremde mit dem Kontrabass.“

Denn einfach weglassen mochte ich es nicht, weil man sehr viel Spaß mit den verschiedenen Lauten haben kann - ohne, dass man jemanden diskriminiert.
So haben wir auch direkt darüber gesprochen, dass Musik oft verbindet. Wenn wir jemanden Straßenmusik machen sehen, möchte sie am liebsten mitsingen und / oder tanzen. In dem Moment sind wir ebenso Fremde, aber die Musik lässt uns zusammen Spaß haben.

Es gibt wieder kleine Unterbrechungen, bei denen die Kinder selbst eine Antwort geben dürfen. Uns waren die paar Sekunden manchmal ein bisschen zu knapp bemessen. Der Spielraum dürfte hier ein bisschen großzügiger ausfallen.

Finn und Lilo sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Besonderen Spaß haben wir mit der Titelmelodie, die einfach immer wieder gesungen wird. Doch auch das Wissen, was jedes Mal vermittelt wird, ist klasse.

Von uns bekommen daher Vorschulkinder und Erstklässler*innen eine Empfehlung für diese Reihe.

©2024 Mademoiselle Cake