Zwischen Faszination und Frustration
Very Bad EliteAn sich fand ich die Handlung wirklich spannend – besonders die Dynamik zwischen den Kings und Mabel hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen, ich bin gut durch die ...
An sich fand ich die Handlung wirklich spannend – besonders die Dynamik zwischen den Kings und Mabel hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil war angenehm und flüssig zu lesen, ich bin gut durch die Seiten gekommen.
Trotzdem muss ich ehrlich sagen, dass mir die Protagonisten – Mabel und die Kings – gegen Ende hin zunehmend auf die Nerven gingen. Das ständige Hin und Her war einfach zu viel. Ich verstehe, dass Mabel Schwierigkeiten hat zu vertrauen, gerade nachdem so viel vorgefallen ist. Aber plötzlich eskaliert alles, ohne dass ich wirklich nachvollziehen konnte, warum. Es war anstrengend, und ich habe mich beim Lesen oft einfach nur aufgeregt.
Trotzdem gab es auch einige sehr eindrucksvolle Momente im Buch – Situationen, die wirklich schockiert haben, weil sie zeigen, wie weit Menschen gehen können, um etwas zu erreichen. Das hat mich definitiv zum Nachdenken gebracht.
Was mich allerdings wirklich irritiert hat, war das Ende. Es kam nicht nur abrupt, sondern hat inhaltlich einfach keinen Sinn ergeben. Die Entwicklungen wirkten plötzlich völlig aus der Luft gegriffen, als würden entscheidende Erklärungen fehlen oder als hätte man ein paar Kapitel übersprungen. Ich saß da und dachte nur: Hä? Wie passt das jetzt zusammen?
Insgesamt also eine Geschichte mit Potenzial, die aber für meinen Geschmack in der Figurenentwicklung und vor allem beim Schluss deutlich stimmiger hätte sein können.