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Veröffentlicht am 02.01.2025

Mord für Bücher

Das Haus der Bücher und Schatten
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Leipzig 1933, die Nazis übernehmen mehr und mehr die Macht und Kommissar Frey, der eigentlich entlassen wurde und als Nachtwächter in einer Bibliothek arbeitet, darf zurück in den Polizeidienst. Dort bekommt ...

Leipzig 1933, die Nazis übernehmen mehr und mehr die Macht und Kommissar Frey, der eigentlich entlassen wurde und als Nachtwächter in einer Bibliothek arbeitet, darf zurück in den Polizeidienst. Dort bekommt er den Fall des Mordes an einem jungen Mädchen und einem Polizeibeamten übertragen. Die Nazis möchten, dass er die Täter unter den Kommunisten oder Juden findet. Er selbst zweifelt es an. Die Ermittlungen sind sehr schwierig und bald ist er auch privat betroffen.

Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Zum einen spielt es 1913 im Livland und dann 1933 in Leipzig. Anfangs konnte ich mich nur schwer einlesen und fand vieles etwas sehr langatmig und auch zum Teil langweilig. Anfangs fand ich die Geschichte in der Vergangenheit einfach interessanter, im Laufe des Buches wechselte es aber und dann war der Teil der 1930er Jahre besser. Beides läuft am Ende zusammen und die Lösung ist gut gewählt. Allerdings hätte der esoterische Teil in der Vergangenheit für meinen Geschmack gar nicht sein müssen. Insgesamt fällt es mir schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen. Ich würde aber auch niemand vom Lesen abhalten wollen. Das Buch ist doch schon speziell.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Etwas zäh

Der König
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Der kleine Ort Os ist mehr oder weniger aufgeteilt. Carl gehört ein großes Wellnesshotel, Roy die Tankstelle mit Werkstatt. Vor allem Roy will einen großen Vergnügungspark mit der weltgrößten Achterbahn ...

Der kleine Ort Os ist mehr oder weniger aufgeteilt. Carl gehört ein großes Wellnesshotel, Roy die Tankstelle mit Werkstatt. Vor allem Roy will einen großen Vergnügungspark mit der weltgrößten Achterbahn bauen. Doch dafür wird viel Geld benötigt und als sich ankündigt, dass die Hauptstraße des Ortes durch eine Umfahrung mit Tunnel ersetzt werden soll, ist allen klar, dass damit der Ort dem Niedergang geweiht ist. Jeder versucht, etwas dagegen zu unternehmen

Ich finde, das Buch ist nicht das beste, was der Autor geschrieben hat. Zum einen ist nirgendwo vermerkt, dass es der zweite Teil ist. Ich kenne den ersten Teil und hatte anfangs einige Probleme, mich wieder an die Namen und die entsprechenden Personen zu erinnern. Wie es jemanden beim Lesen gehen muss, der den Vorgängerband nicht kennt, kann ich mir gar nicht vorstellen. Denn das Buch ist im ersten Drittel extrem zäh. Ich hatte das Gefühl, dass ich wie gegen eine Gummiwand lese. Ich kam überhaupt nicht vorwärts und fand die Geschichte sehr langweilig. Zumal die Hauptpersonen – Mehrfachmörder - auch nicht wirklich sympathisch sind. Im Laufe des Buches wurde die Geschichte etwas interessanter und zumindest teilweise spannender, inhaltlich konnte sie mich aber nicht völlig überzeugen, weil es eigentlich so gut wie niemanden gab, der sympathisch und vor allem nicht kriminell war. Alles lebte mehr oder weniger von Gewalt und/oder Betrug. So halte ich mich mit einer Leseempfehlung zurück.

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Veröffentlicht am 23.12.2024

Noch unentschlossen

Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
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Amy arbeitet als Bodyguard bei einer berühmten Schriftstellerin. Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht die Autorin das Ziel eines Mörders ist, sondern Amy selbst. Denn sie arbeitet in einer Agentur, ...

Amy arbeitet als Bodyguard bei einer berühmten Schriftstellerin. Doch schnell stellt sich heraus, dass nicht die Autorin das Ziel eines Mörders ist, sondern Amy selbst. Denn sie arbeitet in einer Agentur, deren Kunden nach und nach ermordet werden und Amy ist immer in der Nähe. So ist sie gleichzeitig verdächtig wie auch gefährdet. Hilfe erhält sie nur von ihrem Schwiegervater, der eigentlich seine Ruhe genießen will, aber als Ex-Kriminalkommissar zumindestens Kompetenzen aufweisen kann.


Das Buch lässt mich etwas unentschlossen zurück, unentschlossen vor allem, ob ich die angedeutete Fortsetzung lesen möchte. Ich kenne die Reihe um den Donnerstagsmord-Club und fand diese Bücher zwar nicht unbedingt spannend, aber immer sehr charmant und auch witzig. Bei diesem Buch war es etwas anders. Direkt spannend war es nicht und witzig auch nur in Teilen. Es gab Kapitel, da habe ich teilweise schallend gelacht. Aber es gab ebenso viele Kapitel, durch die ich mich wirklich quälen musste und die mich auch irgendwie gelangweilt haben. So ist das Buch insgesamt für mich bisher nur Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 09.12.2024

Etwas vorhersehbar

Die blaue Stunde
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Vanessa Chapman ist tot und das schon länger. Vielleicht auch gerade deswegen sorgen ihre Kunstwerke dafür, dass sie immer bekannter wird. Da wird eines Tages bei einer Ausstellung in einer Skulptur von ...

Vanessa Chapman ist tot und das schon länger. Vielleicht auch gerade deswegen sorgen ihre Kunstwerke dafür, dass sie immer bekannter wird. Da wird eines Tages bei einer Ausstellung in einer Skulptur von Chapman ein Knochen entdeckt und es stellt sich heraus, dass er von einem Menschen stammt. James Becker wird der Auftrag, das ganze aufzuklären. Er ist Kurator des Museums, dem Chapman ihre ganzen Werke vermacht hat. Er fährt auf die abgeschiedene Insel Eris Island, dem letzten Wohnort der Künstlerin.

Das Buch hat mich insgesamt ein wenig enttäuscht. Der Einstieg ist rasant und man wird sofort in einen regelrechten Sog gezogen auch das Ende birgt einige Überraschungen, ist allerdings in großen Teilen auch vorhersehbar. Der lange Zwischenteil war für mich ein einigen Stellen tatsächlich langweilig. Was sicherlich auch daran liegt, dass eine der Figuren für mich total unsympathisch war und das ganze Hin und Her in der Geschichte mich in Teilen auch etwas nervte. Und mich auch nicht richtig überzeugen konnte. So ist das Buch für mich insgesamt Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Blick in die Vergangenheit

Wintersonnenwende (Wolf und Berg ermitteln 2)
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Silvester 1994. Eine junge Frau flieht aus einem Bordell. Denn in dem Zimmer liegt ein toter Mann. Sie musste ansehen, wie ihr Freier erschossen wurde. Und der Mörder nannte ihren richtigen Namen. Die ...

Silvester 1994. Eine junge Frau flieht aus einem Bordell. Denn in dem Zimmer liegt ein toter Mann. Sie musste ansehen, wie ihr Freier erschossen wurde. Und der Mörder nannte ihren richtigen Namen. Die Kommissare Wolf und Zinga ermitteln. Dies tut parallel auch die Journalistin Vera. Doch es bleibt nicht der einzige Mord Und die Sache nimmt immer größere Ausmaße an.

Das Buch ist der zweite Teil der Reihe der Krimis aus der schwedischen Vergangenheit. Er ist düster und sehr brutal. Der Schreibstil selbst ist gut und das Buch lässt sich ebenso gut lesen. Die Lösung ist überraschend und eigentlich fast aktuell. Trotzdem fand ich irgendwie nur schwer Zugang sowohl zum Thema wie auch zum Fall. Das Ganze konnte mich nicht wirklich fesseln und ich war jederzeit in der Lage, mit dem Lesen aufzuhören. Daher ist das Buch für mich am Ende dann doch nur Durchschnitt geworden.

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