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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Toller Auftakt

Record of Ragnarok 1
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Ich muss gestehen, dass ich eher selten Anime/Manga lese. Bei diesem hat mich einfach die Story total neugierig gemacht, da ich schon immer von allem fasziniert war, was mit Germanischer Sagenwelt zu tun ...

Ich muss gestehen, dass ich eher selten Anime/Manga lese. Bei diesem hat mich einfach die Story total neugierig gemacht, da ich schon immer von allem fasziniert war, was mit Germanischer Sagenwelt zu tun hat.

Die Geschichte an sich ist total spannend und wirklich gut erzählt. Man ist sofort im Geschehen drin und kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es so viele, unerwartete Wendungen gibt. Vor allem die Walküren fand ich einfach großartig und Brünhilde ist eine richtig coole Protagonistin.

Die Illustrationen sind sehr schön gemacht, auch wenn manche Seiten für meinen Geschmack etwas zu voll waren. Das ist aber natürlich Ansichtssache. Im Großen und Ganzen haben die Zeichnungen wirklich gut zur Geschichte gepasst.

Veröffentlicht am 03.12.2024

schön schwarzhumorig, aber schwächelt leider zum Ende

May Morrigans mysteriöse Morde
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Die ersten zwei Drittel dieses Buches habe ich absolut geliebt. Die Charaktere sind einfach herrlich skurril und May ist trotz (oder gerade wegen?) ihrer Taten eine sehr sympathische Protagonistin. Ich ...

Die ersten zwei Drittel dieses Buches habe ich absolut geliebt. Die Charaktere sind einfach herrlich skurril und May ist trotz (oder gerade wegen?) ihrer Taten eine sehr sympathische Protagonistin. Ich mochte den Schreibstil und den schwarzen Humor total gerne.

Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass die Geschichte aus der Sicht von drei unterschiedlichen Charakteren erzählt wird. Da wäre zum einen natürlich May selbst, dann ihr bester Freund Fletcher und zuletzt der junge Reporter Danny Fox. Die Autorin verbindet die drei Figuren im Laufe der Geschichte sehr geschickt miteinander, sodass die verschiedenen Erzählstränge sehr schön ineinandergreifen.

Das Rätseln um die verschwundenen Mädchen und den möglichen Täter hat mir großen Spaß gemacht, auch wenn es für meinen Geschmack hier zu wenige Verdächtige gab. Auch der Täter, der am Ende präsentiert wurde, hat für mich nicht wirklich Sinn ergeben.

Wie schon erwähnt lässt das Buch im letzten Drittel leider stark nach. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin hier einfach zu viel wollte und sich ein bisschen verzettelt hat. Wo anfangs die Handlung noch durchaus plausibel war, wurde es zum Ende hin immer unglaubwürdiger. Der finale Showdown war dann einfach nur übertrieben. Auch der erzwungene Cliffhanger am Ende hat für mich keinerlei Sinn ergeben.

Wirklich schade, denn das Buch hätte so toll sein können. Auch wenn ich großen Spaß beim Lesen hatte, kann ich so leider nur 3,5 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 24.10.2024

spannendes Abenteuer mit kuriosen Charakteren

Die Schule der Mitternachtswelt 1
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Die Schule der Mitternachtswelt ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe für junge Leser. Maelle Desard hat mit diesem Buch wirklich eine ganz eigene Welt geschaffen. Sie nutzt zwar größtenteils bekannte ...

Die Schule der Mitternachtswelt ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe für junge Leser. Maelle Desard hat mit diesem Buch wirklich eine ganz eigene Welt geschaffen. Sie nutzt zwar größtenteils bekannte (und auch einige weniger bekannte) Fantasy-Gestalten, verleiht ihnen aber ihren ganz eigenen Schliff.

Hauptprotagonist Simeon fand ich auf Anhieb sympathisch. Gerade weil er eben mal nicht der obercoole Vampir ist, wie wir ihn aus vielen Büchern kennen. Nein, Simeon ist ein pummeliger Halb-Vampir mit typischen Teenager-Problemen wie z.B. Pickeln. Nicht gerade der Stoff, aus dem Helden sind und gerade deshalb umso sympathischer. Eben weil er so wunderbar unperfekt daherkommt.

Auch die anderen Charaktere haben mich wirklich überzeugt. Gerade die bunte Mischung an Kreaturen und wie sie zueinander stehen machen dieses Buch wirklich einzigartig.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und die Autorin versteht es gut, die Spannung aufrecht zu erhalten. Man kann bis zum Ende miträtseln, was es mit den verschwundenen Schülern auf sich hat und wer dahintersteckt.

Was mir persönlich nicht gefallen hat war, dass es einige spannende Stellen gibt, an denen dann plötzlich abgebrochen wird. Man erfährt dann erst etwas später, quasi im Rückblick, was als nächstes passiert ist. Das hat für mich den Lesefluss ziemlich gestört.

Abgesehen davon ist die Schule der Mitternachtswelt ein sehr unterhaltsames, witziges Fantasy-Buch mit einer schönen Message.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

praxisnah und sehr interessant

Founders' Stories
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Das Buch "Founders' Stories" stellt die Erfolgsgeschichten von 10 verschiedenen Gründerinnen und Gründern aus ganz unterschiedlichen Bereichen vor. Die Kapitel sind alle nach dem gleichen Muster gegliedert. ...

Das Buch "Founders' Stories" stellt die Erfolgsgeschichten von 10 verschiedenen Gründerinnen und Gründern aus ganz unterschiedlichen Bereichen vor. Die Kapitel sind alle nach dem gleichen Muster gegliedert. Zuerst gibt es einen Steckbrief, darauf folgen Do‘s und Dont‘s, sowie eine Beschreibung des Gründungswegs, der Herausforderungen und Erfolge der jeweiligen Person.

Das Buch ist eine gute Orientierungshilfe für alle, die selbst ein Start-up gründen möchten, bietet aber auch allen anderen eine interessante Lektüre.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass alle vorgestellten Unternehmer auch ganz offen über Rückschläge sprechen. Der Herausgeber stellt klar, dass Scheitern und Misserfolge einfach dazugehören und man bekommt an anschaulichen Beispielen gezeigt, wie man am besten damit umgeht.

Die Sprache ist einfach verständlich und verzichtet auf zu viel "Fach-chinesisch". Hinten im Buch gibt es auch noch ein hilfreiches Glossar, in dem alle relevanten Begriffe erläutert werden.

Veröffentlicht am 30.09.2024

Fantasy, Frauenpower und nordische Mythologie

We Will Give You Hell
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Lina Frisch verknüpft hier sehr gekonnt Fakten und Fiktion, Mythologie mit Fantasy und der harten Realität. Die Geschichte entwickelt sich aber eher langsam. Ich muss gestehen, dass mich die ersten paar ...

Lina Frisch verknüpft hier sehr gekonnt Fakten und Fiktion, Mythologie mit Fantasy und der harten Realität. Die Geschichte entwickelt sich aber eher langsam. Ich muss gestehen, dass mich die ersten paar Kapitel noch nicht wirklich begeistern konnten. Erst ab einem gewissen Punkt fing die Geschichte dann an, spannend zu werden. Und schließlich hat sie mich doch noch total gefesselt.

Ich würde Hellea, bzw. Hell, nicht unbedingt als sympathische Protagonistin beschreiben. Aber sie wirkt auf jeden Fall ziemlich realistisch. Sie hat Ecken und Kanten und ich konnte sie oft ganz gut verstehen. Auch wenn ich nicht alle ihre Handlungen nachvollziehbar fand. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet, weisen aber hier und da gewisse Schwächen auf (Im Sinne von: Sie tun Dinge, die für mich nicht wirklich Sinn machen.).

Wirklich toll fand ich den Bezug zur nordischen Mythologie und zur schwedischen Geschichte, auch wenn sich die Autorin bei beidem so einige Freiheiten erlaubt. Darauf verweist sie sehr schön im Nachwort, was mir wirklich gut gefallen hat.

Anfangs ist die Spannung eher gering. Da konzentriert sich die Geschichte mehr auf Hell als Person, sowie ihre Freunde und ihre jeweiligen Probleme. Dann nimmt sie jedoch Fahrt auf und ab einem gewissen Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen, ob ich mit meinen Vermutungen richtig liege. Es gab auch einige überraschende Wendungen und alles in allem hat sich am Ende wirklich alles sehr passend und glaubhaft zusammengefügt.

Das Ende allerdings lässt mich zwiegespalten zurück. Zwar fand ich die Auflösung gut und auch zufriedenstellend. Aber dann gab es ganz zum Schluss nochmal einen Twist, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte. Dieser hat für mich zum einen wenig Sinn ergeben und war, meiner Meinung nach, auch eher unnötig. Anfangs dachte ich, dass es vielleicht noch einen Folgeband gibt und die Autorin mit diesem kleinen Cliffhanger die Neugier darauf schüren will. Aber das ist leider nicht der Fall. So war mir das Ende dann doch zu offen und es bleiben noch zu viele Fragen zurück. Wirklich schade. Ich finde, hier ist die Autorin eindeutig über das Ziel hinausgeschossen. Darum von mir „nur“ dreieinhalb Sterne. Ohne den Twist am Ende wären es vier geworden.

Trotzdem kann ich „We will give you Hell” jedem, der auf Frauenpower, nordische Mythologie und Fantasy mit queeren Charakteren steht wirklich empfehlen.

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